Gruselkabinett (44/45) Berge des Wahnsinns

      Gruselkabinett Nr. 44/45 - Berge des Wahnsinns (Titania Medien)

      Professor Dyer bereitet eine Expedition in die Antarktis vor.
      Gegen seinen Willen nimmt die Biologin Dr. Leni Lake an ihr teil.
      Dyer ist ein sturer Kopf, der recht konservativ denkt. Daher ist es
      immer wieder amüsant, dem Hin und Her zwischen ihm und Dr. Lake zu
      lauschen. Es stehen sich zwei starke Persönlichkeiten gegenüber.

      In der Antarktis angekommen werden sensationelle Funde gemacht,
      die zur Trennung von Prof. Dyer und Dr. Lake führen: Sie operieren
      an unterschiedlichen Stellen. Kurz bevor der Professor beschließt
      zugunsten von Dr. Lake seinen Stützpunkt aufzugeben gibt es einen
      Notruf und Dyer begibt sich mit seinem Assistenten in die Berge des
      Wahnsinns ...

      H. P. Lovecrafts Geschichten handeln oft von den großen Alten.
      Hier bezeichnet Dr. Lake eine von ihr neu entdeckte Spezies fast
      genauso. Es ist also ein typisches Thema Lovecrafts. Mir gefällt
      dabei sehr gut, wie subtil das Grauen eingeführt wird. Erschaffen
      wird dieser durch die vielen Andeutungen, Vermutungen des Hörers und
      nicht zuletzt dank der herausragenden Geräuschkulisse und
      Musikauswahl, die wieder einmal äußerst passend ist.

      Diese Episode des Gruselkabinetts weist viele amüsante
      Dialoge auf, welche sich stets dafür eignen, sich als Hörer zu
      entspannen, von all dem Grusel. Darüber hinaus gibt es faszinierende
      wissenschaftliche Funde, die eine packende Geschichte erzählen. Es
      wird nie langweilig.

      Besonders hervorheben möchte ich dieses Mal den Einschnitt nach
      dem ersten Teil. In den letzten Mehrteilern gelang es nicht, den
      ersten Teil so enden zu lassen, dass unbedingt der zweite Teil
      sofort gehört werden musste. Hier ist es anders: Wer nach der
      letzten Sekunde des ersten Teils nicht augenblicklich den zweiten
      hören will, muss einfach die letzte halbe Stunde des Hörspiels
      verschlafen haben.

      Die Sprechercast mag nicht die größte sein, doch was sie
      leistet, ist eben dies: fantastisch! Besonders Reiner Schöne hat es
      mir als Prof. Dyer angetan. Zuletzt blieb er mir als Darth Vader
      in Star Wars in den Ohren. Hier brilliert er als durchaus
      liebenswerter Professor.


      Fazit
      Titania Medien ist wiedermal ein Meisterwerk
      im Gruselkabinett gelungen. Eine Glanzleistung!

      acquire schrieb:

      Titania Medien ist wiedermal ein Meisterwerk im Gruselkabinett gelungen. Eine Glanzleistung!
      100%ig Deiner Meinung #daumenhoch# ...
      ----------------------------------------------------------------------------------------
      http://www.hoerspiel-box.de "... die Hörspiel-Box - Hörspiele gut gehört ..."
      Folge mir zu YouTube Instagram Twitter Facebook
      ----------------------------------------------------------------------------------------
      Habe die Folge auch am Wochenende gehört und bin ganz begeistert. Allerdings würde ich gerne wissen, warum Marc Gruppe zwei Frauen in die Geschichte eingebaut hat. In der Orginalgeschichte von Lovecraft sind es nur männliche Wissenschaftler ?!

      Allerding fand ich die Wortgefechte anfangs klasse, waren einige gute Sprüche dabei.

      Alles in allem eine sehr gelungene Folge #daumenhoch#
      --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

      Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles seine Bemerkungen. ( Heinrich Heine)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Guybrush“ ()

      Gruselkabinett (44/45) Berge des Wahnsinns

      Produktion: Titania Medien 2010
      Sprecher: Reiner Schöne, Jan Panczak, Eckart Dux, Annina Braunmiller, Alex Turrek, Bettina Weiß u.a.
      Genre: Grusel / Horror
      Dauer beider Teile: ca. 120 Minuten


      Inhalt Teil 1:
      New England 1930
      Der Geologe William Dyer, ein Professor an der Miskatonic University, ist der Kopf einer großangelegten Expedition in die Antarktis. Gemeinsam mit seinem Assistenten Larry Danforth, seiner Kollegin Dr. Leni Lake, deren Assistentin Leslie Carroll, dem Ingenieur Prof. Frank H. Pabodie, dem Physiker und Meteorologen Prof. Atwood und diversen Hilfskräften bricht Dyer auf, den unwirtlichen Kontinent der Erde zu erkunden. Ein sehr gefährliches Unterfangen, wie sich herausstellt...

      Inhalt Teil 2: In den Weiten der Antarktis 1931
      Die Professoren Dyer und Pabodie fliegen gemeinsam mit Larry Danforth und einem kleinen Team mit dem letzten verbliebenen Flugzeug in Richtung der neu entdeckten Bergkette. Was wird sie dort nach dem dramatischen letzten Funkspruch, den die Kollegen gesendet haben, erwarten...?


      Die Handlung: Besonders starke Höhepunkte in dieser Reihe sind die Geschichten von H.P. Lovecraft. Das beweist Titania Medien erneut mit einer Inszenierung einer der Geschichten des Meisters. Eine kleine Gruppe von Forschern wird in die Antarktis auf eine Forschungsreise geschickt, um den unwirtlichen Kontinenten der Erde zu erkunden. Wie nicht anders von Lovecraft zu erwarten, sehen sich die Personen seiner Geschichte mit einer Gefahr konfrontiert, vor der es kein Entrinnen gibt. Eine abenteuerliche und gefährliche Reise beginnt, in welche von Titania Medien aufrund des reinen Männergehalts der Lovecraftgeschichten zwei weibliche Charaktere erfolgreich und gewitzt geschrieben wurden.

      Sprecher: Man beschränkt sich auf eine kleine aber feine Besetzung. So führt Reiner Schöne als Ich-Erzähler mit gländendem Schauspiel und reeler Angst durch die Geschichte und die Riege an. Eckart Dux zeigt erneut auf, dass er zu den Topsprechern der Szene gehört, was nicht nur an der vortrefflichen Wahl der Rolle liegt. Bettina Weiß überzeugt in einer der beiden - von Titania extra dazugeschriebenen Frauenrollen - mit großem Fleiß und überzeugender Ausdruckskraft. Man nimmt ihr die Frau mit großem Forscherdrang und Neugierde vollkommen ab. Ebenfalls ist der Sohn der Synchronlegende Hans Georg Panczak (Mark Hamill) - Jan Panczak - zu hören. Er spricht die zweite Hauptrolle, die man neben Reiner Schöne zu hören bekommt: Larry Danforth. Ein ungestümer und wissbegieriger Jungspund, der an der Seite von Professor Dyer (Reiner Schöne) mit auf die Reise geht. Die Besetzung vollenden der junge und engagierte Synchronsprecher Alex Turrek, der in der kürzeren Rolle des Professor Atwood zu hören ist und Janina Braunmiller, die vor allem durch ihre Synchronrolle in "Twilight" bekanntgeworden ist. Sie mimt die junge Forscherin Leslie Carroll, die sich zu Professor Atwood hingezogen fühlt. Alles in allem zwar eine kleine aber sehr feine und gelungene Besetzung, die beängstigendes Leben in die Geschichte bringt.

      Musik und Geräusche:
      Das Grauen, das H.P. Lovecraft mit seinen düsteren und unheimlichen Geschichten versucht hatte, zu beschwören und Realität werden zu lassen, wird hier realistischer, als er sich hätte je erträumen können. Eine beängstigende Athmosphäre beschwören Marc Gruppe und Stephan Bosenius mit ihrer etwa zweistündigen Inszenierung herauf. Ein überaus flüssiges Zusammenspiel aus einem filmreifen Soundtrack und realistischen Geräuschen ergibt ein düsteres und unheimliches Klangbild, das ich mit vollster Überzeugung "Kino im Kopf" nennen kann.

      Cover: In dem gewohnt stylischen und gruselig anmutenden "Klassiker-Look" von Alice Kaiser werden zwei weitere Bilder von Illustrationen-Künstler Firuz Aksin präsentiert, die jeweils eine Szene aus dem Hörspiel darstellen sollen. Das Booklet enthält außer den Produktonsnotizen noch eine Auflistung aller bisher erschienener Folgen der Gruselkabinettreihe und eine Seite mit Informationen zum Bildkünstler Firuz Askin.

      Gesamtfazit:
      H.P. Lovecraft in "bestem" Klang und in beunruhigend dichter Inszenierung mit kleiner aber sehr feiner Besetzung. Das Hörspiel wird entweder in zwei Einzel-CDs oder im Schuber geliefert. Grandioses Kopfkino!

      15 Punkte / Note 1
      Bilder
      • gruselkabinett44.jpg

        58,89 kB, 200×200, 284 mal angesehen
      • gruselkabinett45.jpg

        55,55 kB, 200×200, 213 mal angesehen

      Ich habe das Teil heute zuende gehoert und bin begeistert. Nach einigen eher durchschnittlichen Gruselkabinetts endlich wieder ein Knaller. Die Story ist stark, die Umsetzung spannend und auch witzig, die Sprecher klasse (vor allem Reiner Schoene) und die Untermalung ist gigantisch. Was da an stimmungsvoller Musik und Geraeuschen aufgeboten wird, ist schon beeindruckend.

      Ich kannte diese Geschichte noch gar nicht, kenne auch keine der anderen Hoerbuecher etc., kann aber sagen, dass mich diese Version absolut begeistert hat und ich hoffe auf mehr Lovecraft Umsetzungen innerhalb des Gruslkabinetts. Dieses Hoerspiel ist auf jeden Fall ein Volltreffer!!

      GRUSELKABINETT 44/45 H. P. Lovecraft BERGE DES WAHNSINNS (ein Hörspiel von TITANIA MEDIEN) ...

      GRUSELKABINETT 44. und 45. Folge
      H. P. Lovecraft BERGE DES WAHNSINNS
      Titelbild: Firuz Askin Bearbeitet: Mark Gruppe Musik: Andy Matern
      Sprecher: Rainer Schöne, Jan Panczak, Bettina Weiß, Annina Braunmiller, Eckhart Dux, Alexander Turrek
      Titania Medien (24.09.2010) 2 CD = 137 Minuten 17,99 €
      ISBN: 978-3-7857-4414-7 (im Schuber)


      GRUSELKABINETT 44/45 H. P. Lovecraft BERGE DES WAHNSINNS

      Der Geologe William Dyer von der Miscatonic University bricht zusammen mit anderen Kollegen zu einer wissenschaftlichen Expedition auf. Man schreibt das Jahr 1930, den 2ten September, und das Ziel ist die Antarktis, als sie den Hafen von Boston verlassen. Ziel ist die Antarktis und die noch nicht zur Gänze erkundet ist. Die Expedition ist mit allem ausgerüstet, was man für eine Expedition ins Unbekannte benötigt. Der letzte weisse Fleck soll von der Landkarte getilgt werden. Die Wissenschaftler sind überzeugt, ihre wissenschaftliche Arbeit wird ungeahnte Ergebnisse erzielen. Das Team steht unter der Leitung von Professor Lake und schlägt sein erstes Lager im McMurdo Sund zu Füßen des Mount Erebus auf. Die erste Überraschung ist jedoch das unbekannte Gebirge, dass die Wissenschaftler entdecken. Mal abgesehen von der Höhe, die sogar das Himalaja-Gebirge übertreffen soll, finden sie merkwürdige regelmässige Felsformationen. Damit ist ihnen klar, sie sind hier nicht die Ersten.

      Aus dem Basislager heraus wird in der Heimat die Presse über Funk über den Hergang der Expedition auf dem Laufenden gehalten. Im Lauf der Erzählung trennt sich die Expeditionsgruppe. Die andere Gruppe bricht mit zwei Flugzeugen auf, um am Rande der Berge ein neues Camp aufzubauen, bis der Kontakt abbricht und sich die zweite Gruppe zu deren (hoffentlicher) Rettung auf macht. Wurde vor kurzem noch von verzierten Artefakten gesprochen, später von einer Höhle mit Knochen und seltsamen Wesen die sehr gut erhalten sind, berichtet, bricht während des heraufziehenden Sturms der Kontakt ab. Nach dem Sturm macht sich ein drittes Flugzeug auf den Weg. Wahrscheinlich ist nur die Funkverbindung durch den Sturm unterbrochen worden. Was soll es im ewigen Eis auch schon gefährliches geben, ausser dem Wetter?

      BERGE DES WAHNSINNS wird zu einem gelungenen Hörgenuss, wenn man sich der Atmosphäre lovecraft’scher Geschichten hin gibt. Dafür sorgt auch die von Titania Medien gut eingefangene Zeit die durch die Figuren und damit die Arbeit der Sprecher, lebendig wiedergegeben wird. Man merkt gar nicht, wie die Zeit vergeht, erst wenn man die CD wechseln muss, stellt man fest, dass man schon fast eine Stunde dem Hörspiel lauschte. Musik und musikalische Effekte mit entsprechenden Hintergrundgeräuschen sorgen dafür, dass das Hörspiel nicht langweilig wirkt, sondern ein wohlig fröstelnder Eindruck von Einsamkeit, Eisstürmen und Kälte in der Antarktis widerspiegeln. Die Macher des Hörspiels nehmen sich die Zeit, die Hauptpersonen langsam und einfühlsam vorzustellen. Das hilft im weiteren Verlauf der Geschichte, weil man dann nicht immer über die handelnde Person nachdenken muss. Es lohnt sich jedenfalls einmal in diese Produktion hineinzuhören. :) :) :) :)

      Eine Rezension von Erik Schreiber für "Der phantastische Bücherbrief Ausgabe 554 November 2010" ...

      -----------------------------------------------------------------------
      Mit freundlicher Genehmigung des Verfassers Erik Schreiber ...
      -----------------------------------------------------------------------
      ----------------------------------------------------------------------------------------
      http://www.hoerspiel-box.de "... die Hörspiel-Box - Hörspiele gut gehört ..."
      Folge mir zu YouTube Instagram Twitter Facebook
      ----------------------------------------------------------------------------------------
      Außer HILL HOUSE und JAGD DER VAMPIRE der "einzige" Mehrteiler, der mir wirklich gut gefallen hat. Dabei mag ich wder Mehrteiler noch Lovecraft noch Berge. Aber dies ist echt gelungen!
      . #


      Die einen kennen mich #winkewinke# - die anderen können mich#pokuss#

      " Ersteller des 1. Beitrages 2010,11+12 "