"Sherlock Holmes & Co." (eine Hörspielserie von "Romantruhe Audio") ...

      Ich habe mich jetzt hinter die Kulissen begeben und mir Folge 45, die ja praktisch eine Pilotfolge der neuen Serie Irene Adler - Sonderermittlerin der Krone - Neue Hörspielserie darstellen soll.

      Die Folge war ganz unterhaltsam. Die Figur der Irene ist recht keck und gibt Holmes ordentlich contra. Das macht Laune. Die Lösung des Falles hatte ich allerdings schon nach der ersten Szene. Macht nix. Michael Pan als Chinese brachte ein wenig „Kung Fu Flair“ in die Geschichte. Holmes war für mich hier zu sehr „Ehemann“ von Adler. Irgendwie passte für mich die fürsorgliche Art nicht zu Sherlock Holmes. Das mit Microft Holmes, die Erwähnung von Oscar Wilde und nun auch Irene Adler gleich 3 Serien sich in einer Hörspielfolge tummelten, ist schon skurril. Mir fehlte nur noch Lestrade. Andererseits wollte ich immer Spin Offs haben. Jetzt habe ich sie bekommen. Das Holmes Universum liefert scheinbar genug Figuren. Mir persönlich ein bisserl zu viel. Aber wenn man Patrick Holtheuer bei den Hörspielfreunden glauben darf dann läuft die gerade auf den Markt gekommene Serie Irene Adler schon wie geschnitten Brot. hoerspiel-freunde.de/board64-l…derermittlerin-der-krone/ #juhu# #top#

      Auch wenn ich diese Serie nicht gebraucht hätte, freut es mich wenn eine neue Serie Erfolg hat. Es freut mich in erster Linie für die Macher und für die Holmes und Adlerfans. Und wer weiß vielleicht werde ich ja auch noch Fan. Und wenn es mir dann nicht gefällt, es kann einem ja nicht alles gefallen, dann ist dass halt so. Es gibt ja genug anderes zu hören. Als Hater fühle ich mich dann aber nicht, auch wenn dies einem leider sofort nachgesagt wird, wenn man eine Serie kritisiert. Aber damit muss man als postender Forumsschreiber wohl heutzutage leben.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Ich frage mich, warum plötzlich so viele Spin-Offs aus dem Boden schießen. Sherlock Holmes & Co. ist ja bereits ein Sammelbecken für verschiedene Hörspiele, deren Wege sich (leider) nur selten kreuzen. Das wurde mal angebahnt, etwa mit Begegnungen von Holmes und Van Dusen, blieb aber eine Ausnahmeerscheinung und wird jetzt scheinbar nur noch rudimentär eingesetzt, um für die verschiedenen Serien zu werben... Dann hätte man auch alle Serien unter einem Dach lassen können. Es macht letztlich keinen Unterschied, ob etwa Dupin eigenständig läuft oder bei "& Co.", nur wird es unübersichtlicher alles zu suchen oder überhaupt mitzubekommen, dass wieder etwas eigenständig ist.

      Besonders seltsam finde ich den aktuellen Holmes-Fall, dessen erster Teil in der einen Reihe untergebracht wird und der zweite in der neuen um Irene Adler. Der Werbegedanke dahinter ist mir klar, aber solche inhaltlichen Zerstückelungen sehe ich schon kritisch, auch wenn es nicht dramatisch schlimm ist.
      Mir gefällt diese Stückelung nicht.
      Ich brauche nicht noch ne Art Holmes Reihe.
      Kein Oscar Wilde oder so.

      Folge 45 - Hinter den Kulissen

      Irene Adler ist wieder da.
      Und die Story ist auch zwischenzeitlich garnicht so schlecht.
      Doch zum Schluss ist man wieder am Aussichtspunkt. Dem Theater.
      Da hätte man den Rest kaum zur Lösung benötigt.
      Da liegen Schwächen in der Story.
      Der Gegenspieler scheint aber interessant.
      Die Adler aber überhaupt nicht.
      Langweilig.
      Nun der Cliffhanger.
      Werde wohl nur deswegen die erste Adler kaufen.

      Von mir 4 Punkte für Folge 45.
      Der Dupin hätte auch gerne in der Reihe weitermachen können.
      Dann halt ohne mich.
      Und nun kommt auch noch der Pater.
      Den habe ich schon sehr lamge nicht mehr gekauft und gehört.
      Und warum noch ne Serie mit Mycroft und Wilde?
      Das brauch man nicht.
      Irgendwann gleichen dich die Fälle.
      Ach ich mag Irene.
      Liegt aber auch an Yvonne Greitzke, die ich immer gern höre
      und schon in "Ghostbox" grandios fand.
      Das Mycroft Holmes und Oscar Wilde auch mit dabei sind
      stört mich ebenfalls nicht, dann Reent Reins und Sascha
      Rotermund sind klasse im Zusammenspiel.

      "Pater Brown" hatte ich auch lieber eigenständig und noch lieber
      wieder auf CD, aber besser als wenn die Serie eingestellt wird.
      "Jack Slaughter", "Fünf nach Acht", K. Dieter Klebsch u.v.m. in der neuen Talker-Lounge-Folge 135 .

      @Akita Takeo Das hast Du schön geschrieben. Irgendwann wiederholt und gleicht sich alles. Damit kann man wahrscheinlich das meiste Geld einnehmen. Sebastian weiß halt wie der Rubel rollt. :thumbup: Für mich geht das in Ordnung, es gibt ja aktuell so viele tolle Serien und Hörspiele, dass ich nicht mehr alle Holmes-Serien, die aktuell am Markt sind und noch kommen werden, hören muss. Man muss ja nicht immer mit der Masse schwimmen ;)
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

      Flori1981 schrieb:

      "Pater Brown" hatte ich auch lieber eigenständig und noch lieber
      wieder auf CD, aber besser als wenn die Serie eingestellt wird.


      Auch eigenständig wird Pater Brown weitergeführt. Ich habe für beide Serien Skripte verfasst.
      "Was sagt man darüber, wie man Bücher schreibt? Man denkt sich etwas aus und zwingt sich, es aufzuschreiben."

      Ariadne Oliver, Poirot: Wiedersehen mit Mrs. Oliver

      Thorsten B schrieb:

      Zitat von Flori1981: „"Pater Brown" hatte ich auch lieber eigenständig und noch lieber
      wieder auf CD, aber besser als wenn die Serie eingestellt wird.“

      Auch eigenständig wird Pater Brown weitergeführt. Ich habe für beide Serien Skripte verfasst.…


      Nach etwa 15 Folgen habe ich für mich die Serie eingestellt.
      Nicht mehr als Mittelmaß meistens.
      Da gibt es sehr viel Besseres auf dem Markt.
      Heute früh gab es Folge 46. Ein interessanter Krimi rund um einen Überfall auf ein neureiches Pärchen. Ich habe im Normalfall mit Zwillingen in einem Krimi keine so große Freude, weil man es sich so leichter macht gewisse Tatumstände zu erklären. In diesem Fall ist es aber anders. Am Ende wird dann philosophisch hinterfragt wer denn nun das doppelte Gesicht hat. Ein Krimi, der nicht mit großen Mordserien, Blut und Tragödien aufwartet sondern passend zu einem Pater Brown mit einem kuriosen Tathergang aufwarten kann und dabei sozialkritische und philosophische Fragen aufwartet. Hier verschwimmen die Grenzen zwischen Schwarz und Weiss, Gut und Böse wie ich finde.

      @Thorsten B Wie bist Du auf diese Idee gekommen? Hast Du auch juristisch recherchiert?
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

      Markus G. schrieb:

      Wie bist Du auf diese Idee gekommen? Hast Du auch juristisch recherchiert?


      Wie ich auf die Idee gekommen bin, weiß ich auch nicht. Die Grundidee war allerdings tatsächlich das Zwillingspaar, bei dem man nicht weiß, wen man anklagen soll.

      Recherchiert habe ich ebenfalls, juristisch allerdings nur relativ wenig. Dass man in England, einmal freigesprochen, nicht für dasselbe Verbrechen noch einmal angeklagt werden kann, war noch vorhandenes Wissen. Das Habeas Corpus ist recherchiert. Der größte Teil der Recherche ging allerdings für den Hintergrund der beiden Brüder und die Frage "Kann der eine den anderen glaubhaft für tot halten?" drauf. Und so kam ich dann auf den Weihnachtsfrieden und Berichte darüber, dass manche Soldaten ihre Erkennungsmarken getauscht haben. Ein weiterer Teil ging dann für "Zeitkolorit" drauf (ab wann gab es Telefonzellen, Taxen, wie viel kostete damals eine Zeitung usw.).

      Und bei den Planungen habe ich zig Versionen des Handlungsablaufs durchgespielt. Ganz am Anfang sollte noch ein Juwelier das Opfer sein und eine anwesende Kundin eine Komplizin. Für die Version gab es sogar schon eine erste Szene. Und dann war da natürlich die Frage: Gibt es einen Mord? Und wenn ja sind die Zwillinge die Mörder oder macht sich ein anderer deren perfektes Alibi zunutze, indem er sie beschuldigt? Möglichkeiten über Möglichkeiten für jemanden mit ausreichend krimineller Fantasie wie mich. ;)

      Da diese Folge zudem in der Entstehungszeit der Pater-Brown-Geschichten spielt, habe ich zudem vor dem Schreiben auch noch möglichst viele der Original-Chestertons gelesen, um mich der dortigen Atmosphäre und Brown-Charakterisierung etwas anzupassen.
      "Was sagt man darüber, wie man Bücher schreibt? Man denkt sich etwas aus und zwingt sich, es aufzuschreiben."

      Ariadne Oliver, Poirot: Wiedersehen mit Mrs. Oliver
      Klasse! Danke für die ausführliche Antwort! Das liest sich sehr Zeit aufwendig. Da hast Du Dir große Mühe gemacht. Wie lange hat es gedauert bis die Geschichte fertig verfasst war?
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Zwischen dem "Gesicht"-Skript und dem Skript, das ich davor beendet habe, liegen ca. 2 Monate. Aber das sagt nicht viel aus. Erstens bin ich vollzeitbeschäftigt und schreibe deshalb auch nicht jeden Tag und zweitens plane ich meistens nicht nur eine Folge, sondern mehrere Folgen parallel, zumindest bis es dann ans tatsächliche Schreiben eines Skripts geht. In tatsächlichen Stunden habe ich das bisher noch nie überschlagen.
      "Was sagt man darüber, wie man Bücher schreibt? Man denkt sich etwas aus und zwingt sich, es aufzuschreiben."

      Ariadne Oliver, Poirot: Wiedersehen mit Mrs. Oliver
      Van Dusen geht immer, wenngleich dass für mich klassische Streamhörkost ist. Während ich das Original unbedingt einmal komplett auf gepressten CDs haben möchte (gebrannt habe ich die Radiokrimis schon Ende der 90iger).
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

      hoerspielkassette schrieb:

      Freue mich schon drauf, denn die van Dusen Hörspiele in dieser Reihe höre ich auch sehr gerne.


      Bei mir ist es umgekehrt. Martin Kessler als van Dusen geht noch aber Norbert Langer als Hatch finde ich eine totale Fehlbesetzung.
      "Jack Slaughter", "Fünf nach Acht", K. Dieter Klebsch u.v.m. in der neuen Talker-Lounge-Folge 135 .