Comics

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      Sieht gut aus - und erinnert wirklich an 'Asterix und die Normannen'. Und im Interview wirken die beiden sehr sympathisch.

      Ich finde bisher vom neuen Team alle Bände zeichnerisch sehr gut, aber inhaltlich hat mir nur 'Der Papyrus des Cäsar' wirklich gut gefallen. 'Bei den Pikten' hat bei mir überhaupt nicht gezündet und 'In Italien' fand ich so lala. Vielleicht wird der neue ja wieder ein Knüller?

      10 Tage nur noch... :)
      Ohne Oberfläche gibt es keine Tiefe. (Walter Moers)

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      Dennis Scheck hat ein neues Buch herausgebracht, sein Kanon der hundert wichtigsten Werke der Weltliteratur, die "man unbedingt gelesen haben muss". Beim Durchblättern in der Buchhandlung war ich sehr erfreut, dass auch ein paar Comics enthalten sind. Gesehen habe ich eine Story von Carl Barks in der Übersetzung von Erika Fuchs, aber auch Tim und Struppi. Ich wollte gerade schauen, ob auch Asterix berücksichtigt ist, da wurde mein Sohn wach und aus wars mit der Schmökerei.

      Doch schön, dass Comics in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr aus der Nische herausgekommen sind und als wichtige literarische Gattung anerkannt werden. Das bestätigt ein Gefühl, das ich schon immer hatte.

      Aber wann kommen wir aus der Nische? Wann ist es mit dem Hörspiel soweit? Diese Gattung wird leider immer noch nicht berücksichtigt, wenn die Literaturgurus ihre Einschätzungen zum Besten geben, was von den literarischen Arbeiten der Autoren denn nun das ist, was bleibende Relevanz hat. Mir würde da doch das eine oder andere einfallen, dass man neben KRIEG UND FRIEDEN oder HARRY POTTER stellen müsste, wohlgemerkt unabhängig von konkreten Umsetzungen, rein ausgehend von der Textbasis.

      Dabei gab es schon einmal eine Zeit, da hatte Reclam neben Opern-, Theater- und Romanführer auch einen in die Reihe gehörenden Hörspielführer im Programm, Literaturlexika wie der KOSCH wiesen auch auf Plattenproduktionen der Autoren hin u.a.m.... das war leider nur eine kurze Phase in den 50ern/60ern, danach scheinen die Literaturwissenschaft und seriöse Literaturkritik leider die Lust verloren zu haben (oder den Überblick?), sich mit unserem Medium zu beschäftigen?

      Ich finde das nicht richtig, als ob die Textvorlagen für Hörspiele prinzipiell nur auf Groschenromanniveau spielen würden oder per se zweitklassig wären!? So hat man ja früher auf Comics auch herabgeschaut und als Gattung komplett ignoriert. Na gut, gewisse fundierte Hörspielpreise gibt es natürlich, doch alles ist doch wirklich eher Nische und interne Veranstaltung.

      Ich aber meine, Originalhörspiele und auch Bearbeitungen sind Literatur und können eben manchmal auch große Literatur sein, so wie zum Beispiel ein gelungener Asterix! Vielleicht kann man es auch anders sehen, doch ich empfinde hier derzeit wirklich eine zu große Ignoranz der Literaturwissenschaft bzw. Literaturkritik.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Rudolf Platte“ ()