Beeinflußt Euch das Hörspielcover bei der Kaufentscheidung?

      Ich möchte aus gegebenem Anlass mal diesen Thread reaktivieren.

      In Zeiten des Streamings dürfte dem Hörspielcover eine nicht mehr allzu große Bedeutung zukommen... könnte man meinen. Aber ist das auch tatsächlich so?

      Früher wurden Hörspiele noch im Laden gesichtet, man konnte die Hüllen in die Hand nehmen und die Texte auf der Rückseite lesen. Da wurde man vielleicht am Ende doch eher von den Inhalten oder den aufgeführten Sprechern angefixt. All das gibt es im Stream so nicht. Da haben wir im Grunde nur den Titel - und das Cover.

      Wie wird also wohl der "normale" Streamer, der nicht regelmäßig in Foren unterwegs ist, seine Auswahl treffen, wenn er sich durch die Massen an Hörspielen etwa bei Spotify scrollt? Anhand des Titels? Anhand des Covers? Oder ist es eine Mischung aus beidem?

      Nun ist es wohl eher müßig, danach zu fragen, ob ein eingefleischter DDF-Fan auf das Hören einer neuen Folge verzichten wird, weil er das Cover nicht so prall findet. Eher nicht.

      Aber ob ein Cover anfixt oder nicht, könnte ja bei Hörspielen wichtiger sein, bei denen man eben noch nicht weiß, was auf einen zukommt.

      Ich kann für mich durchaus sagen, dass es bei AUDIBLE schon Hörspiele gab, bei denen das Cover bei mir zur spontanen Reaktion führte: Uh, okay, na, das reizt mich nun mal gar nicht!, und dann brauchte es schon eine Menge Lob von anderen, die es gehört haben, um mich zugreifen zu lassen. Aktuell geht es mir ähnlich mit Their Stories, wo mich auch die Cover sofort abgeschreckt haben.

      Wenn ich dagegen an Macbeth denke... Da war ich direkt angefixt vom Cover.

      Oder nehmen wir als Diskussionsgrundlage doch ein umstrittenes Werk - das Cover zu DER THRON DER NIBELUNGEN.
      Wie denkt Ihr speziell über dieses Cover? Fixt es Euch an? Oder schreckt es Euch ab? Oder steht ihr ihm neutral gegenüber?
      Ist das Cover also eher eine Einladung für Euch persönlich, in dieses Hörspiel hineinzuhören, oder eher das Gegenteil, weil ihr dadurch etwas erwartet/befürchtet, was Euch weniger gefallen könnte?

      Ich bin sehr gespannt auf Eure Antworten. :)

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      Ich würde wohl lügen, wenn ich schreiben würde das Cover spielt bei mir keine Rolle. Im Gegenteil. Gerade bei Reihen, deren Hörspiele mir oftmals nicht so gut gefallen, denke da an Geister-Schocker, sind es die genialen Cover, die mich dann doch überreden das Teil zu hören. So nach dem Motto, wer so ein tolles Cover hat, kann kein schlechtes Hörspiel sein.

      Trotzdem würde ich mich so als Freak und Nerd bezeichnen, dass ich täglich so viel über Hörspiele sehe und lese, dass mich ein schlechtes Cover in den absolut seltensten Fällen abschrecken würde, dass ich nicht hören würde. Von daher liebe ich Cover, aber ob ich höre oder nicht, dazu gibt es einfach für mich zu viele Informationen, als das ich mich nur auf den Eindruck des Covers verlassen würde.

      Wie wird also wohl der "normale" Streamer, der nicht regelmäßig in Foren unterwegs ist, seine Auswahl treffen, wenn er sich durch die Massen an Hörspielen etwa bei Spotify scrollt? Anhand des Titels? Anhand des Covers? Oder ist es eine Mischung aus beidem?​


      Ich denke mal dass die reinen Streamer, egal ob YouTube, Spotify oder sonstiges einfach durch vorgeschlagene Hörspiele zum Hören animiert werden.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Wie schon an anderer Stelle geschrieben, denke ich, dass das Cover im Stream eine sehr große Rolle spielt. Wer nicht über Foren oder soziale Medien sich vorab informiert, für den ist Titel und Cover oft der erste Kontakt im Stream. Sprechen beides nicht an, wird sicherlich schnell weiter gescollt. Zumal es beim Musikstreaming oft keine Inhaltsbeschreibung gibt.

      ich lasse mich aber auch manchmal vom Cover leiten. Wenn ich mir spontan ein Hörspielaus einer Serie anhören will, lasse ich mir oft alle Cover im Stream auflisten und dann inspirieren, welches ich mal wieder hören könnte. Ich bin da wohl aber auch sehr ein Bildermesch. ^^
      Ein gut gemachtes Cover rundet für mich eine Hörspielperle erst so richtig ab. Es ist für mich zwar kein abschreckender Grund ein gutes Hörspiel nicht zu kaufen, aber es gibt nochmal ein paar wenige Prozent der Zufriedenheit dazu, ein in sich vollkommenes Werk zu besitzen.

      Auch im Stream ist es mir wichtig ein Cover zu sehen, es dient als schnelles Erkennungsmerkmal was man da gerade hört, und dient ja auch ein bisschen als Blickfang um ins Träumen zu kommen.

      So denke ich z.B. gerne an das WDR-Hörspiel „Die Tore der Welt“, was für mich ein Meisterwerk seiner Zunft darstellt, aber das Cover dient nicht gerade dazu jemanden auf diese Perle aufmerksam zu machen. Bei jedem angucken denke ich mir: „Hätte man besser machen können.“ Es bleibt also ein klitzekleines „Unwohlsein“ was die Gesamtnote ganz mininmal unterbewusst abzieht.

      T-Rex schrieb:

      Ich glaube, dass gerade in den Zeiten des Streamings ein Cover sehr wichtig ist, um den potentiellen Käufer, der durch die Auswahl klickt, zu locken.


      Genau das dachte ich nämlich auch. Es werden ja die meisten Streamer nicht regelmäßig in Foren lesen, nehme ich an. Was sollte bei denen den Ausschlag geben, in ein Hörspiel hereinzuhören, wenn sie nichts über die Hintergründe wissen? Inhaltsangaben und Sprecherlisten gibt es bei Spotify nicht. Also bleiben nur Titel und Cover.

      Es mag also durchaus sein, dass dem Hörspielcover doch noch mehr Bedeutung zukommt, als wir (und manche Hörspielmacher) denken.

      Aber mal eine Frage an alle:

      Welche Cover würdet Ihr denn als besonders gute Beispiele anführen, wenn es darum geht, Interesse für einen Stoff zu schaffen und eventuell sogar einer möglichen negativen Erwartungshaltung entgegenzuwirken? Gibt es da Cover, bei denen Ihr findet, dass das gut gelingt?

      Und natürlich, anders herum gefragt, gibt es Hörspiele, die vielleicht mit einem anderen/besseren Cover mehr Erfolg hätten haben können?
      Der Hörplanet hat in Sachen Covergestaltung manchmal eine Spur zu sehr experimentiert. So waren die Cover von Amelie wohl das beste Beispiel warum es mit der Serie nicht klappte. Die aktuell im Stream zur Schau gestellten Cover fangen da ein wenig mehr den Charme einer französischen Kleinstadt in einer ländlichen Gegend ein. Sind aber relativ einfallslos weil jede Folge das selbe Cover ziert. Auch bei Amadeus und bei Lady Bedfort haben sie einen Cover-Wechsel vorgenommen. Das wirkt sich sicherlich auch nicht positiv auf die Verkaufszahlen aus.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Die Cover von dem Maritim Holmes / Zirkel Kosmos sind unglaublich gut... die Wayne McLair Cover fand ich anfangs interessant, mittlerweile finde ich sie doch recht einfallslos.

      Den Comic Stil der (alten) TKKG Hörspiele fand ich schon damals echt mies :D

      Bei Audible dieses Ensemble Foto auf dem Cover von Virtual Island find ich daneben (wie eigentlich meistens bei solchen Sprecher Fotos auf dem Cover - hat dann für mich überhaupt nichts mit dem Hörspiel / der Geschichte zu tun - same as Tod unter Gurken, etc.). Auch die Meisterin hätte ein schöneres Cover verdient. Kohlrabenschwarz, Monster 1983 (da ist die Schriftart schön, aber ansonsten...) Ghostbox... wenn hier nicht Ivar Leon Menger mit drauf gestanden hätte, ich weiss nicht... Generell könnte Audible Cover Technisch schon noch ne Schippe drauflegen.
      Mein Name ist Dorian Hunter, und ich bin der Sohn des Teufels. Ich war der Sohn des Teufels, denn ich habe ihn getötet! :evil: