INFOS und NEWS von Edgar Linscheid [@Linscheid]

      INFOS und NEWS von Edgar Linscheid [@Linscheid]

      Seit gestern darf sich der Hörspieltalk freuen einen der bekanntesten Autoren der Radiohörspielszene an Board zu haben. #cheerleader#

      @Linscheid hat sich bereit erklärt Fragen von Hörspieltalker/innen zu beantworten und auch Infos aus erster Hand zu geben. Sehr gerne richten wir @Linscheid hier in unserem Autorenbereich seinen eigenen Bereich ein!

      Vorab Infos findet man hier edgarlinscheid.com/
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Ich bin dann mal so frei und stelle gleich mal frech ein paar Fragen:

      Wie bist Du zum Radiohörspiel gekommen?

      Hattest Du schon mal Angebote aus der kommerziellen Szene?

      Welche Produktion/Geschichte würdest Du als Deine bisher beste bezeichnen?

      Welche Produktion/Geschichte war bisher Deine Aufwendigste?

      Woher nimmst Du Deine Ideen und Deine Inspiration?
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Oha, die letzte Frage "lieben" Autorinnen und Autoren ja bekanntlich... ;)

      Mich würde interessieren, wie die Recherche im Fall des Caiman Clubs aussah. Wie verschafft man sich als "Kulturfremder" Einblick in die Welt des Lobbyismus? Oder waren vorher bereits Bezugspunkte da?

      Und hat sich Barnaby Metschurat erst im Nachhinein als Volltreffer für die Rolle des Hagen von Grau entwickelt? Oder ist ihm die Rolle auf den Leib geschrieben worden?

      Ich hoffe, das sind nicht zu viele Fragen auf einmal, die Edgar @Linscheid nun verschrecken. ;)
      Hallo allerseits und vielen Dank für die freundliche Aufnahme,

      ich gebe gern Einblicke in meine Arbeit als Hörspielmacher. Fragen sind willkommen.

      Wie bist Du zum Radiohörspiel gekommen?
      Da muss ich ein wenig weiter ausholen und erklären wie ich überhaupt zum Hörspiel gekommen bin. Alles fing damit an, dass ich Stuart Kummer 2005 in einer Werbeagentur in Berlin kennengelernt habe. Wir haben uns gemeinsam ziemlich viele Radio-Werbespots für unterschiedliche Kunden ausgedacht und waren im Grunde immer am liebsten in Tonstudios. Irgendwann war uns klar: Werbung kann nicht alles sein. Es muss erfüllendere kreative Möglichkeiten im Audio-Bereich geben.
      Bei einem Essen beim Italiener kam uns dann der Gedanke: Warum versuchen wir nicht einfach mal ein Hörspiel zu schrieben und zu produzieren? Zwei Stunden später stand die Grundidee zu "300% und die Scheiße mit dem Schulgarten". Das Skript war Ende 2007 fertig. Dann haben wir Lars Gelhausen mit ins Boot geholt. Heute macht er gemeinsam mit Stuart die Musik für fast alle unsere Serien. Damals war Lars Tonmeister im Tonstudio Hastings in Berlin. Wir kannten ihn von Funk-Spot-Produktionen. Hastings hat uns das Studio für ein Wochenende im Mai 2008 umsonst zur Verfügung gestellt und dabei geholfen, namhafte Sprecher wie Simon Jäger, Lutz Mackensy, Tanja Geke, Ilona Otto und Tommy Morgenstern zu überzeugen, gratis ihre Freizeit für die Aufnahmen zu opfern. Das war mega. Stuart hat Regie gemacht, Lars die Technik und ich hab gestaunt. Dann hatten wir ein fertiges Hörspiel. Aber kein Verlag wollte es haben. Also erstmal weiter Werbung gemacht und neue Hörspielideen ausgedacht. Zum Beispiel die mit einem Kreuzfahrtschiff, von dem über Nacht fasst alle Passagiere und Crewmitglieder verschwinden. Irgendwann hat Stuart dann einfach mal beim WDR angerufen, Natalie Szallies an den Apparat bekommen und ihr The Cruise gepitcht. So fing das an.

      Hattest Du schon mal Angebote aus der kommerziellen Szene?
      Ja. Stuart und ich entwickeln gerade eine Hörspielserie für einen kommerziellen Anbieter. Ich darf leider noch keine Einzelheiten darüber verraten. Steht im Vertrag. Wir bleiben aber natürlich auch dem Radiohörspiel erhalten.

      Welche Produktion/Geschichte würdest Du als Deine bisher beste bezeichnen?
      Knifflige Frage. Mir gefällt die erste Staffel GRËUL ein klein wenig besser als die erste Staffel CAIMAN CLUB. Insgesamt gefällt mir aber zum jetzigen Zeitpunkt das CAIMAN CLUB Universum mit allen Verwicklungen, Verbindungen und Verästelungen etwas besser als das GRËUL Universum. Der Vergleich ist aber natürlich auch gemein. Denn CAIMAN CLUB hat sich über drei Staffeln entwickelt, wir konnten große Erzählbögen in Staffel 1 anlegen, die wir in den Folgestaffeln immer wieder bedienen, und Figuren ab- und wieder auftauchen lassen mit neuen Funktionen für die Geschichte. CAIMAN CLUB ist ein bisschen wie das lieb gewonnene Zuhause. GRËUL wie die spannende neue Stadt, in die man gerade erst gezogen ist.

      Welche Produktion/Geschichte war bisher Deine Aufwendigste?
      Definitiv Staffel 1 von GRËUL. Sowohl für mich als Hauptautor als auch für Stuart als Regisseur. 8 Folgen sind ein ganz schönes Brett. Die Auseinandersetzung mit dem Mittelalterkosmos war spannend aber auch sehr zeitaufwendig. Diesmal mussten nicht nur Welt, Figuren und Plot entwickelt werden, sondern auch eine eigene Sprache, die zwar mittelalterlich klingt, aber trotzdem für unsere modernen Ohren verständlich und leicht konsumierbar ist. Das war eine tolle Herausforderung.

      Woher nimmst Du Deine Ideen und Deine Inspiration?
      Ganz grob beantwortet: Aus dem Weltgeschehen, der Popkultur, eigenen Erlebnissen und Erzählungen von Leuten, denen ich begegne. Ich habe das große Glück, Stuart Kummer jeden Mist pitchen zu können, der mir einfällt. Umgekehrt natürlich auch. Das heißt, wir haben zu jeder Zeit ein gegenseitiges Korrektiv von dem wir sicher sein können, das es nur das Beste für den Stoff und das Ergebnis will.

      Wie verschafft man sich als "Kulturfremder" Einblick in die Welt des Lobbyismus? Oder waren vorher bereits Bezugspunkte da?
      Stuart und ich sind 2015 auf die Idee gekommen einen Lobbyisten zum Zentrum einer Serie zu machen. Bezugspunkte hatten wir keine speziellen. Manche Abläufe bei Mangold Consulting sind an unsere Erfahrungen aus Werbeagenturen angelehnt, aber sehr überspitzt fiktionalisiert. Ansonsten haben wir uns zwei Jahre lang jede Menge Bücher, Zeitungsartikel und Fernsehreportagen über Lobbyismus reingezogen.

      Hat sich Barnaby Metschurat erst im Nachhinein als Volltreffer für die Rolle des Hagen von Grau entwickelt? Oder ist ihm die Rolle auf den Leib geschrieben worden?
      Barnaby Metschurat hat sich als totaler Glücksgriff erwiesen. Die Rolle des HvG war schon lange entwickelt und die Bücher für Staffel 1 geschrieben bevor es ans Casting ging. Jetzt lebt und atmet Barnaby den Hagen. Wenn ich seine Dialoge schreibe, höre ich Hagen/Barnaby sprechen, das hilft ungemein.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Linscheid“ ()

      Wow! Danke für Deine Antworten und die schönen Einblicke #danke#

      Beim kommerziellen Label bin ich jetzt sehr gespannt darauf. Mir fallen spontan 2 Namen ein. Aber ich will Dich da gar nicht in eine ungute Situation bringen und nenne sie nicht. Eine Überraschung ist ja was Feines. Schön, dass ihr auch im kommerziellen Hörspielbereich zu hören seid #top#
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Wer ein bisschen aufgepasst hat bei den VÖ dieses Jahr, könnte wohl von selbst drauf kommen bzw. einen sehr handfesten Verdacht haben. Nicht wahr, @Chris? :D

      Mal abgesehen davon: Wer sollte schon so ein Kaliber stemmen können? Da bleiben wohl nicht viele.

      Vielen Dank jedenfalls schon mal für die erhellenden Antworten. War spannend zu lesen.
      Spannend fänd ich noch eine Antwort auf die Frage, wie man sich die Arbeit zweier Autoren an einem Hörspielskript in der Praxis vorstellen darf. Entwickelt man zu zweit die Idee und einer schreibt es dann auf oder teilt man sich die Szenen bzw. Episoden und mal schreibt der eine, mal der andere oder werkelt man am Ende tatsächlich zu zweit schon bei der Erstfassung am Skript?

      Und wie geht man in einer solchen Situation mit unterschiedlichen Vorstellungen in Bezug auf den Fortlauf der Handlung um?
      Gab es solche Situationen in der gemeinsamen Arbeit schon? Und habt Ihr eine Strategie entwickelt, wie besonders fruchtbar mit einer solchen Situation umzugehen ist?

      Hardenberg schrieb:

      Spannend fänd ich noch eine Antwort auf die Frage, wie man sich die Arbeit zweier Autoren an einem Hörspielskript in der Praxis vorstellen darf. Entwickelt man zu zweit die Idee und einer schreibt es dann auf oder teilt man sich die Szenen bzw.…


      Ja, tatsächlich entwickeln wir gemeinsam die Ideen und einer schreibt dann hauptamtlich die erste Fassung. Stuart zum Beispiel CAIMAN CRAP, ich CAIMAN CLUB und GRËUL. Die Tatsache, dass ich mehr schreibe, liegt vor allem daran, dass Stuart bei allen unseren Projekten Regie und auch Musik macht. Während er im Studio schuftet, habe ich schon wieder Zeit, mich um den nächsten Stoff zu kümmern.

      Unterschiedliche Vorstellungen über den Fortlauf der Handlung gibt es tatsächlich kaum. Und wenn, dann sind sie so geringfügig, dass wir schnell auf einen Nenner kommen.
      Ich will ja nicht dafür sorgen, dass der gute @Linscheid hier gleich so mit Fragen zugeballert wird, dass er zu sonst nix mehr kommt, aber eine kleine muss doch sein :D

      Gibts eigentlich die Chance, dass die Prozente noch mal ermitteln? Da wurden doch an der Max-Schmeling-Gesamtschule so viele spannende Figuren entwickelt, das wäre doch irgendwie sehr schade, wenn das alles nur für einen - wenngleich sehr aufregenden - Fall gewesen wäre.

      Und hab ich das richtig verstanden, dass Stuart und Du das damals komplett ohne Auftraggeber auf eigene Rechnung produziert haben? Mit dem Feuerwerk an ganz teuren Premiumsprechern!
      Ich hab ja damals 2002 in der Wiener U3 zwischen Volkstheater und Neubaugasse mit dem Motorala A920 von Drei und Leni Riefenstahl das erste Selfie der Geschichte geknipst” - Aus meiner Biografie, erschienen im Jahr 2039, geschrieben im Jahr zuvor am Pool einer Finca auf den Balearen

      Chris schrieb:

      Ich will ja nicht dafür sorgen, dass der gute <a href="https://www.hoerspieltalk.de/index.php/User/3733-Linscheid/">@Linscheid</a> hier gleich so mit Fragen zugeballert wird, dass er zu sonst nix mehr kommt, aber eine kleine muss doch sein <img src="https://www.hoerspieltalk.de/wcf/images/smilies/biggrin.png" alt=":D" />

      Gibts eigentlich die Chance, dass die Prozente noch mal ermitteln? Da wurden doch an…


      Ich sag mal so: Wir haben noch Material für weitere Prozente Fälle in der Schublade. Es muss sich aber auch ein Sender oder kommerzieller Anbieter finden, der das Ganze finanziert. Daran hapert es aktuell. Der Stoff Ist eben doch etwas nischig. Bei Folge 1 waren alle Beteiligten so freundlich, unbezahlt mitzumachen, weil sie Bock drauf hatten. Alle Sprecher und auch das Studio. Das war unfassbar grandios für uns, aber ein einmaliger Vorgang und wird so nicht wieder vorkommen. Es gab Kuchen für alle und Fürst-Pückler-Eis. Das Eis hatte dann auch seinen Auftritt als Chili Con Carne, das Kessy, Akte und Dschingis essen. Bei einer weiteren Folge müssten alle ordentlich bezahlt werden.
      @Linscheid

      Danke für die Antwort. :)
      Also doch in gewissem Sinne Arbeitsteilung. Fiel mir halt schwer, mir vorzustellen, wie eine Arbeit am Skript bei der ersten Fassung zu zweit aussehen soll. Aber klar, gemeinsame Ideenentwicklung, einer schreibt dann den ersten Entwurf und beide überarbeiten das dann gemeinsam - so kann ich mir das plastisch vorstellen.
      Danke für den Einblick.

      Wie darf man sich denn eigentlich die Zusammenarbeit mit einem Haus wie dem WDR vorstellen? Wie autonom vermag man da einen Plot zu entwickeln? Reden einem da viele Leute mit rein? Oder kommt das Initial im Grunde eh immer aus der Redaktion, so dass die stets fest eingebunden ist, auch inhaltlich?
      Und wie schaut es aus mit der anschließenden Verhörspielung? Bekommt man zB Sprecherinnen und Sprecher vom WDR vorgegeben oder darf man da (mit Eurem Standing) nach Herzenslust Vorschläge machen und trifft damit grundsätzlich auf offene Ohren?

      Und zuletzt: Sind die Kreativen eines solchen Funkhauses oder des ÖRR insgesamt miteinander vernetzt? Tauscht man sich aus? Kennt man sich? Gibt es Berührungspunkte etwa von Leuten wie Euch mit Kreativen wie Leonard Koppelmann oder Robert Weber oder Bodo Traber, um mal willkürlich nur einige zu nennen?

      Ich hoffe, meine Neugier wirkt nicht penetrant. Es ist ehrliches Interesse. :)
      Keine Sorge, Hardenberg, deine Neugier wirkt nicht penetrant, ich freue mich über dein ehrliches Interesse an Stuarts und meinen Arbeiten.

      Die Zusammenarbeit mit dem WDR ist wirklich super. Wir haben das große Vergnügen mit Natalie Szallies eine Dramaturgin zu haben, die uns sehr großes Vertrauen entgegenbringt. Sicherlich haben wir uns das über die Jahre auch durch gute Ergebnisse erarbeitet. Aber trotzdem: Natalie Szallies lässt uns größtmögliche Freiheiten. Das heißt, Stuart und ich entwickeln unsere Plots vollkommen autark. Die Ideen kommen von uns und wir pitchen sie dem WDR/Natalie. Auch die Bücher stimmen wir erstmal nur unter uns beiden ab. Ich würde sogar sagen, 95% vom inhaltlichen Endergebnis sind so wie Stuart und ich uns das irgendwann mal ausgedacht und aufgeschrieben haben. Natalie stellt an den richtigen Punkten im Skript die richtigen Fragen und macht punktuell wirklich sehr gute Ergänzungs- oder Änderungsvorschläge. Bei der Zusammenarbeit merkt man, dass es uns allen immer um den Stoff geht. Das ist sehr angenehm.

      Was das Casting angeht: Stuart und ich tauschen uns immer schon sehr früh darüber aus, wen wir in welcher Rolle sehen. Stuart hat bei uns beiden als Regisseur natürlich das letzte Wort. Manche Schauspielerinnen und Schauspieler fragt Stuart in Abstimmung mit dem WDR selbst an, andere werden durch den WDR angefragt. Die Besetzungsabteilung um Uli Korn und Stefan Cordes macht jedes Mal einen Spitzen-Job. Wir haben ja teilweise recht ausufernde Casts. Aber ja, wir dürfen nach Herzenslust Vorschläge machen und manchmal – wie bei GRËUL Staffel 1 – bekommen wir fast alle, die wir uns wünschen.

      Stichwort Vernetzung: Ich bin ja selten bei den Aufnahmen vor Ort, deshalb kenne ich persönlich kaum andere ÖRR-Hörspielmacher. Stuart trifft während der Produktionen in Köln sicherlich den einen oder anderen.
      Vielen Dank, dass Du weiterhin unsere Fragen so ausführlich beantwortet hast! Klasse!!!
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Lieber @Linscheid !

      Auch Dir möchte ich natürlich die Frage nach Deiner Sicht der Dinge über das Hörspieljahr 2022 stellen. Wie war 2022? Bist Du mit 2022 zufrieden und konntest alle Deine Ziele als Autor und Hörspielmacher verwirklichen? Und welche Pläne hast Du für 2023? Kannst Du schon sagen, ob und wenn Ja wie viele Hörspiele aus Deiner Feder veröffentlicht werden? Was erwartest Du von 2023 für Dich?
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Hallo und vielen Dank für die Fragen,

      ich bin ziemlich zufrieden mit meinem Hörspieljahr 2022. Ich habe mich Anfang des Jahres sehr über den 1. Platz bei der Ohrcast Hörspiel des Jahres 2021 Wahl für Caiman Club 3 gefreut und Ende des Jahres über die erste Staffel GRËUL und die vielen positiven Reaktionen darauf. Ende Dezember kam dann noch die gute Nachricht vom WDR, dass eine 2. Staffel GRËUL freigegeben ist.

      Ansonsten war 2022 für mich ein Worldbuilding Jahr, in dem Stuart und ich viel konzipiert und gepitcht haben. Ich hoffe, dass wir in den nächsten Jahren einiges davon umsetzen können.

      Aktuell schreibe ich an Skripten für eine Hörspiel-Serie, die hoffentlich dieses Jahr produziert, aber definitv erst 2024 veröffentlicht wird. Damit bin ich wohl bis April beschäftigt. Danach geht es in die GRËUL 2 Konzeption. Auch hier wird die Veröffentlichung wohl eher 2024 stattfinden. Parallel dazu laufen die Vorbereitungen für mehrere andere Projekte. 2023 wird ein schreibintensives Jahr. Wäre schön, wenn wir doch noch zumindest eine Kleinigkeit veröffentlichen könnten, aber versprechen kann ich leider nichts.

      Euch allen einen guten Start ins Jahr!
      Vielen lieben Dank für Dein Jahres-Fazit und den schönen Ausblick! Toll dass es mit GREUL weitergeht. Wenn auch 2024, aber so eine gute Serie braucht auch entsprechend Vorlaufzeit. Was meinst Du, nach welchen Kriterien entscheidet der WDR ob eine Serie wie GREUL weiter geht oder nicht? Und gerade in Bezug auf GREUL, habt ihr hier Staffel 2 schon im Kopf? Hattet ihr sie bereits beim Schreiben von 1 im Kopf? Oder legt ihr erst jetzt so richtig damit los und knüpft an Staffel 1 erst jetzt an?
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Über die Kriterien, die beim WDR zu der Entscheidung geführt haben, dass GRËUL fortgesetzt wird, kann ich nur spekulieren. Ich denke, Staffel 1 hat einfach genügend Menschen innerhalb und außerhalb der Redaktion gefallen, was mich sehr freut. Die Abrufzahlen kenne ich nicht. Ein paar freundliche E-Mails und auch solche mit Rückfragen zu Story und Figuren wurden an uns weitergeleitet. Ist immer toll, wenn man liest, wie sehr sich Leute mit dem beschäftigen, das man sich ausdenkt und umsetzt.

      Wir haben den Schluss von Staffel 1 ganz bewusst so gewählt, weil wir unbedingt weiter erzählen wollen. Von Staffel 2 haben wir nur ganz grob den Anfang und das Ende im Kopf, alles andere entsteht im Ausdenkprozess. Ist also auch für uns noch spannend, was so alles passieren wird.