Hörspielfans oder wachsen ueberhaupt noch welche nach?

      Hörspielfans oder wachsen ueberhaupt noch welche nach?

      Bei einem Blick auf die derzeitge Generation von Kinder/Jugendlichen habe ich mich mal gefragt wachsen ueberhaupt noch Hörspielfans nach oder bleiben wir die Alteren die Generation der Kasettenkinder ? Mein Eindruck ist das Hoerspiele bei den Juengern nicht mehr in sind sowie bei uns . Oder irre ich mich da total ?

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      Kassettenkinder wachsen natürlich keine mehr nach. Ebenso wenig CD-Nachwuchs. Aber doch es gibt sehr viele Kinder, die Hörspiele hören. Gerade für kleine Kinder bis so ca.10 Jahren gibt es eine Menge Hörspiele, die auch nach wie vor gehört und gekauft werden. Nur danach fehlt es mMn auch an Serien, die Jugendliche ansprechen könnten. „Das verdrehte Leben der Amelie“ hat gerade hier angesetzt. Leider war es nach einer Staffel vorbei. Kira Kolumna geht in diese Richtung. Mal sehen ob sich die Serie halten kann.

      Bei den Jüngsten sind Alles rund um TONIES & TIGERBOX! sehr beliebt! Es könnte also durchaus sein, dass man irgendwann später einmal von dieser Generation Hörspielnachwuchs von den TONIES-Kindern sprechen wird. Und von der späteren Generation von den STREAMING-Kindern. Wer weiß?! Der Hörspielnachwuchs von heute sucht sich seine eigenen Medien und will seine eigenen Themen hören.

      Ich war lange Zeit auch der Ansicht, dass es gar keinen Hörspielnachwuchs mehr gibt. Dem ist aber nicht so. Er ist vielleicht ab 10 Jahren aus obig beschriebenen Gründen nicht mehr so zahlreich wie in den 70igern und 80igern, dafür gibt es viel zu viele andere Freizeitangebote, aber Ja, doch es gibt ihn nach wie vor :)
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Die „Kassettenkinder“ heißen jetzt „Streamingkinder“. :D
      Dem Hörspiel wurde schon öfter eine Ende vorhergesagt, aber noch immer ist es nicht von der Bildfläche verschwunden. Im Gegenteil, durch Streaming scheint es mehr den je aufzublühen und gelingt so auch weiterhin in Kinderohren. Mein Sohn hört auch öfter mal Hörspiele im Stream.
      Nur danach fehlt es mMn auch an Serien, die Jugendliche ansprechen könnten. „Das verdrehte Leben der Amelie“ hat gerade hier angesetzt.

      Dieses Beispiel hast du schon öfter genannt. ^^
      Ich halte mal dagegen, denn es gibt durchaus sehr viele Hörspielserien, die auch Jungendliche ansprechen können, wie ich auch an meinem Sohn sehe. Er ist jetzt 14 und hört viele Serien, die auch wir erwachsene konsumieren. War es damals nicht genauso @Markus G.? Haben wir in dem Alter nicht auch Serien wie Larry Brent oder der Gruselserie gehört? Serien, die eigentlich gar keine wirklichen Kinderserien waren. Gab es denn damals wirklich so viele Serien mehr für Jugendliche?
      Hörspiele sind nach meiner Meinung da, aber es liegt am Konsumverhalten selber. Die jetzigen älteren Kinder haben einfach eine zu große andere (für sie attraktivere) Auswahl und da liegt oft das Hörspiel nicht vorne.
      Ich denke da vor allem an Serien, die junge Mädchen ansprechen könnten. Für Jungs gibt es da doch deutlich mehr. Ganz allgemein würde ich meinen dass es für 10-16 Jährige zu wenige Hörspiele mit für ihrem Alter interessante Themen gibt. Spontan würde mir hier eine Hörspielserie über „TikTok“, über „Youtuber“, über „Greta“ etc. einfallen. Spezielle Themen, die gerade Kinder in diesem Alter interessieren könnten und würden. Denn gerade in diesem Alter fallen dann viele vom Hörspiel hören ab. Aber bei Leibe nicht alle. Daher würde ich sagen dass die Generation TONIE und die Generation STREAMING in 20 - 40 Jahren die Kassettenkinder von heute sein werden.

      Auch zu unserer Zeit gab es Themen, die gerade 10 bis 16 Jährige interessieren und auf dessen Zug man aufgesprungen ist. Ich denke da an Masters of the Universe, She-Ra, Barbie, Brave Star, Asterix und natürlich später dann die unter Jugendlichen hoch im Kurs stehenden Gruselgroschenromane wie John Sinclair, Larry Brent, Macabros oder Dämonenkiller oder Verfilmungen wie Zurück in die Zukunft.

      Aber die Interessen haben sich verschoben und entsprechend muss man dem Jugendlichen von heute etwas anderes bieten als dem Jugendlichen von 1984. Das wird für meinen Geschmack noch zu wenig getan. Man muss dazu auch auf sein Freizeitverhalten eingehen. Videos auf TikTok dauern ein paar Sekunden, Stories auf Instagram auch nicht viel länger. Mit einem 90 Minuten Hörspiel noch dazu auf CD wirst Du keinen Jugendlichen, oder zumindest die Mehrheit mehr ködern können. Knackig, kurz und interessant und über ein Medium und ein Format, das „in“ ist. CONTENDO veröffentlicht ihre Cliffhanger-Tales über YouTube und Instagram und wollte sogar schon über TikTok die Serie unter die Jugendlichen bringen. Und dies wo manche noch Schwierigkeiten haben, dass Hörspiele nur mehr im Stream veröffentlicht werden. Die Medienwelt dreht sich weiter und man muss gerade bei Kindern und Jugendlichen dort ansetzen wo sich diese potentielle Hörerschaft aktuell befindet. Dann werden weitere Hörspielfans nachkommen :)
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

      Markus G. schrieb:

      Ich denke da vor allem an Serien, die junge Mädchen ansprechen könnten. [...] Spontan würde mir hier eine Hörspielserie über „TikTok“, über „Youtuber“, über „Greta“ etc. einfallen.
      Ich sehe jetzt nicht, wieso sich ein Hörspiel über YouTube besonders an Mädchen richten sollte, aber lassen wir das mal. Das Problem ist, dass diese Themen bei den 'Kids' zwar vielleicht gerade in sind, die 30+ Jahre alten Hörspielautoren haben davon aber in der Regel keine Ahnung. Und wenn die dann versuchen mit ihrem irgendwo mal aufgeschnappten Halbwissen über Jugendkultur zu schreiben, ist das Ergebnis meistens eher peinlich.

      Markus G. schrieb:

      Auch zu unserer Zeit gab es Themen, die gerade 10 bis 16 Jährige interessieren und auf dessen Zug man aufgesprungen ist. Ich denke da an Masters of the Universe, She-Ra, Barbie, Brave Star, Asterix und natürlich später dann die unter Jugendlichen hoch im Kurs stehenden Gruselgroschenromane wie John Sinclair, Larry Brent, Macabros oder Dämonenkiller oder Verfilmungen wie Zurück in die Zukunft.
      Zu bekannten Franchises gibt es auch heute noch massenweise Hörspiele (und sei es nur O-Ton). Das ist aber etwas ganz anderes, als über Themen aus der realen Welt zu schreiben.

      Wenn ich einen Sinclair schreiben will, aber keine Ahnung über die Mythologie habe, dann kann ich mir einfach was aus den FIngern saugen und außer ein paar Hardcore-Fans wird sich niemand darüber aufregen. Wenn ich aber eine Handlung schreiben will, wie Klein Gronkh versucht mehr Zuschauer und Likes zu bekommen, dann MUSS ich auch genau wissen, wie der YouTube-Algorithmus in echt funktioniert. Andernfalls bricht meine ganze Geschichte in sich zusammen.
      @Tribble Ich denke es gäbe genügend Menschen, die genau für diese Zielgruppe den richtigen Zugang haben. Und von diesen kann man lernen. Egal ob Influencer, Youtuber, Instagramer oder TokToker. Hier muss man halt ein wenig über den eigenen Horizont schauen (wollen) und versuchen daraus zu lernen und auf Hörspiele umzusetzen um Jugendliche dort zu „packen“ wo sie zu finden sind und was sie speziell interessiert.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      In dem Bereich hat sich ja gerade in den letzten Jahren viel gewandelt.

      Das Hörspielangebot finde ich aber z. B. inzwischen besser als es noch vor einigen Jahren der Fall war. Und wenn es so viel Angebot gibt, auch bei Kinder- und Jugendhörspielen, dann gibt es auch sicher die Nachfrage dazu.

      Unsere Tochter z. B., sie ist jetzt 18. Als sie im Kinderhörspielalter war, so sagen wir in der Grundschule, wollte ich sie an Hörspiele heran führen. Zu der Zeit gab es noch nicht Netflix in jedem Wohnzimmer. Und trotzdem fand ich es extrem schwer etwas zu finden, das sie nicht schon durchs Fernsehen kannte. Weil warum soll man sich Hörspiele anhören, wenn es die Serie bereits im Fernsehen gibt. Dann schaut man es doch gleich lieber mit Bild dazu. Inzwischen gab es Bibi Blocksberg im TV und Barbie, zwei Serien, die ich mit Vorliebe als junges Mädchen gehört habe und wovon ich noch Kassetten auf dem Speicher hatte. Ich würde sagen, es war das CD-Zeitalter, aber Kassetten waren auch noch verbreiteter als heute. Also habe ich überlegt und dann hat sie eine Zeit lang Sternenschweif gehört, was aber eher Hörbücher sind. Dann Kommissar Kugelblitz, Bella Sara usw., Serien, die es eben noch nicht im TV gab. Habe die alten Barbie-Kassetten-Reihen von der Europa-Serie und der Kiosk-Serie dank Ebay vervollständigt und auch Regina Regenbogen. Aber da musste ich echt schon erfinderisch werden. Von alleine wäre sie nie auf sowas gekommen oder schon gar nicht durch andere Gleichaltrige. Und das war vor 10 - 12 Jahren. Etwas später habe ich dann die 3 Ausrufezeichen entdeckt. Die waren dann der Hit für junge Teenie-Mädels und sind es heute noch, finde ich.

      Heutzutage ist die Konkurrenz durch Netflix, Disney+ und Co. noch deutlich größer. Dazu kommen Gaming und YouTube, TikTok und das ganze Internet-Zeugs. Aber auch das Hörstreaming gibt es jetzt und damit ist der Zugang zu Hörspielen deutlich leichter. Ich weiß ehrlich nicht, wie viele Eltern ihren Kindern heute noch CDs kaufen. Dann schon eher Tonies. Es gibt schon auch schöne Sachen für etwas ältere Mädchen, Hanni und Nanni z. B., Bibi & Tina, Charlottes Traumpferd usw. Wenn sie dann noch älter werden, wandelt sich das eben. Das "neue" Hörspiel ist jetzt der Podcast. Dem stand ich auch eine Weile kritisch gegenüber, aber inzwischen denke ich, wenn es gut gemacht ist, ist das eine gute Sache.

      Ich habe zwar keinen Sohn, aber meine Vermutung wäre, dass Mädchen noch eher und länger Hörspiele hören als Jungs. Unsere Tochter spielt auch mal Computerspiele, aber doch deutlich weniger als ihre männlichen Alterskameraden. Jedoch habe ich sie, wie gesagt, auch gezielt herangeführt an Hörspiele, Hörbücher und Co. und sie ist auch noch eine von den wenigen, die noch gerne Bücher lesen. Wahrscheinlich heute eine Ausnahme. Natürlich stehen Netflix, YouTube, TikTok und Instagram auch hoch im Kurs. Das lässt sich nicht vermeiden.
      @Serienfan Danke für den Einblick! Finde ich klasse dass Du Dir da wirklich viel Mühe gegeben hast Deiner Tochter viele Inputs zu geben und sie an das Hörspiel heran geführt hast. Vielleicht fehlt dies bei den meisten Eltern weil sie keinen Bezug zum Hörspiel haben.

      Auch wenn es viele vielleicht nicht glauben mögen aber mein größeres Steckenpferd als Hörspiele sind der Sport. Entsprechend ist meine Tochter aufgewachsen und tut es immer noch. Sie übertrifft mich in Sachen Sportbegeisterung in vielerlei Hinsicht sogar. Beim Hörspiel hören wir Abends oft auch gemeinsam ein Hörspiel zum einschlafen. Das gehört fix zu ihrem Tages/Abendprogramm. Aber ansonsten ist sie jetzt keine große Hörmaus.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Kinder kenne ich, die viele Hörspiele anhören, denn wenn ihre Eltern Fernsehen verbieten, hören dürfen sie immer. (Diese "Zeitdetektive" sind scheinbar heute angesagt u.a.)
      Aber Erwachsene unter 60 Jahren, die mehr als ein Hörbuch im Monat anhören, kenne ich leider überhaupt keine. Da ist null Interesse bei allen Leuten in meinem Umfeld. Schade, aber man kann das nicht erzwingen.
      Die Leute in meinem Bekanntenkreis sehen nur Fern. Also Netflix, Youtube am beliebtesten, aber auch Staatsfunk Dokus bis Asi TV. :(
      Das ist interessant, wie unterschiedlich das ist. Ich kenne schon einige zwischen 35 und 60, die Hörbücher hören (Hörspiele weniger), meine Schwester, meine Freundin, Arbeitskolleginnen - aber alles Frauen. Ab 60 kenne ich niemanden und im Alter von 16 bis 35 sind wohl eher Podcasts angesagt neben der Nutzung von TV, Netflix, YouTube und Co. Hörbücher sind halt die bequeme Alternative zum Buch, wenn die Frau wenig Freizeit hat.
      Ein gewisser Wandel der Zeit ist ja normal. Die neuen Medien kann man ja auch prima nutzen, um die älteren wieder ins Gespräch zu bringen.
      Ich kenne sowohl als auch. Aber klar sind dies Ausnahmen. Und klar ist keiner so verrückt wie ich. Aber deshalb gibt es ja solche Hörspielforen wie den Hörspieltalk :thumbsup:
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Also gerade meinen Ältesten (6 Jahre) würde ich schon fast als hörspiel verrückt bezeichnen - er liebt Ninjago, Leo und die Abenteuermaschine und die Stinky & Dirty Hörspiele. Ich denke bei dem Kleinen (4 Jahre) kommt das bestimmt auch noch - denn was der Große mag, findet der Kleine auch cool :)

      Ist vielleicht mein Einfluss, aber ich zwinge die beiden nicht, was zu hören - die Tonie Box mag da auch einiges beitragen.

      Nur würde ich nicht sagen, dass sie IMMER hören dürfen, auch wenn TV verboten ist, zum Einschlafen dürfen sie immer, aber Tags über nach max. 2 Folgen Ninjago ist auch mal gut. Der Große würde ansonsten stundenlang hören :P
      Mein Name ist Dorian Hunter, und ich bin der Sohn des Teufels. Ich war der Sohn des Teufels, denn ich habe ihn getötet! :evil:
      Der Große erinnert mich an mich ;D Aber super, dass bei Deinen Kinder Hörspiele so hoch im Kurs sind #cheerleader#
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      @Schulzi Ich habe Deinen thread jetzt vom Smalltalk in den Hörspieltalk verschieben, weil es ja doch um Hörspiele im weitesten Sinne geht :)
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

      Markus G. schrieb:

      Auch zu unserer Zeit gab es Themen, die gerade 10 bis 16 Jährige interessieren und auf dessen Zug man aufgesprungen ist. Ich denke da an Masters of the Universe, She-Ra, Barbie, Brave Star, Asterix und natürlich später dann die unter Jugendlichen hoch im Kurs stehenden Gruselgroschenromane wie John Sinclair, Larry Brent, Macabros oder Dämonenkiller oder Verfilmungen wie Zurück in die Zukunft.

      Nichts davon habe ich als 10 bis 16-Jähriger gehört, wirklich gar nichts davon. Und ich würde mich schon als klassisches Kassettenkind bezeichnen.

      Um den Nachwuchs mache ich mir aber gar keine Sorgen. Aus diesem Grund:

      Manfred Nr. 2 schrieb:

      Kinder kenne ich, die viele Hörspiele anhören, denn wenn ihre Eltern Fernsehen verbieten, hören dürfen sie immer.


      Und der andere Grund ist, dass Eltern in der Regel ungern ewig lange vorlesen, wenn das doch auch so viel einfacher geht ;)

      Meine ältere Tochter liebt Pumuckl und fordert im Auto immer gleich Benjamin Blümchen. "Benjamin Blümchen" versteht die KI aber nicht, das muss ich immer von Hand einstellen :D

      Sicherlich wird auch bei dieser Generation mal eine Zeit kommen, in denen Hörspiele nicht so angesagt sind, aber wieso sollen die dann nicht so zurückkommen in die Szene wie wir? Das Hörspiel ist und bleibt ein unschlagbares Produkt, das schwer zu toppen ist. Zumindest bis man nicht hyperrealistische Träume nach Wunsch per Knopfdruck starten kann.
      Völliger Schrott, offensichtlich von den Tauben für die Ahnungslosen.