Ist die Zeit der Endlosserien vorbei?

      Ist die Zeit der Endlosserien vorbei?

      Was meint ihr? Ist die große Zeit der Endlosserien vorbei? Für euch persönlich? Für die Allgemeinheit? Starten Label heute überhaupt noch Endlosserien? Was macht den Reiz einer Endlosserie für Fan und Macher aus? Und wie reagiert ihr wenn ein Label ankündigt eine Serie zu vertonen, die auf einer Vorlage mit 100 oder mehr Folgen fußt?

      Ähnliche threads mit anderer Fragestellung lauten:

      Glaubt ihr dass alle aktuellen Endlosserien ein richtiges Ende bekommen?

      Einzelhörspiele, Kurz-Serien oder Endlosserien?
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Ist die große Zeit der Endlosserien endgültig vorbei? 17
      1.  
        Nein (13) 76%
      2.  
        Ja (4) 24%
      3.  
        Weiß nicht , siehe Posting (0) 0%
      Eine Umfrage zu diesem Thema ^^
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Ich denke, dass Serien wie die ???, TKGG, !!!, Bibi Blocksberg,... noch sehr lange weiter laufen werden. Hier gibt es ja auch kaum Entwicklung und kein zu erreichendes Ende. Selbst "neuere" Serien wie die Teufelskicker, die ??? Kids oder Monika Häuschen veröffentlichen regelmäßig neue Folgen und haben schon eine beachtliche Folgenzahl und können quasi auch noch endlos laufen. Die Punkies und Schlau wie 4 haben den gleichen Weg eingeschlagen. Und schaut mal wieviele Midnight Tales in kurzer Zeit erschienen sind - wobei das ja eine Reihe und keine Serie ist.

      Darum bin ich der Meinung, dass die Zeit der Endlosserien nicht vorbei ist.

      John Sinclair z. B. ist zwar eine Endlosserie, aber diese kann man ja in einzelne Staffeln (Gegner) einteilen, so dass man immer mal wieder einen Austiegspunkt hätte.
      Serien mit begrenzter Folgenzahl haben halt den Vorteil, dass man sie eher nochmal hört als einen TKKG Durchlauf mit über 200 Folgen.
      Der Begriff „Endlosserie“ verwirrt mich jedes Mal. Ist bei der Umfrage eine Serie mit fortlaufender, in sich zusammenhängender Geschichte (z.B. Gabriel Burns) gemeint, oder eine Serie mit einzelnen abgeschlossenen Geschichten, wie bei den klassischen Serien a la drei ??? oder TKKG?
      Ich würde nur einen Unterschied zu einer Reihe wie Midnight Tales machen. Ansonsten sind Endlosserien Serien bei denen immer und immer wieder die selben handelnden Protagonisten vorkommen. Mal mit großem Handlungsbogen, mal mit kleinen oder auch fast gar keinem wie bei den ???, wobei diese ja auch immer wieder mal Bezug nehmen zu älteren Folgen.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Also für mich persönlich sind Endlosserien nach wie vor hoch im Kurs. Ich finde eine gewisse Kontinuität und Beständigkeit in unserem doch so hektischen Leben etwas sehr schönes. Von daher schreckt mich eine Endlosserie nicht ab. Weder eine alte Serie zum Hören als auch eine neue Serie, wenn sie startet. AUDIBLE macht viele Kurzserien und Staffeln. Aber irgendwie befriedigen mich diese dann auch nicht immer wenn nach 10 Stunden und einem 3/4 Ende alles wieder aus und vorbei ist. So macht es für mich die Mischung aus. Ich brauche meine Dosis Endlosserie.

      Allgemein jedoch hat sich für mich in der Hörspielbranche ein Umdenken breit gemacht. Es gibt schon lange nicht mehr nur Endlosserien wie dies ja ab 2000 Gang und Gäbe war. Man setzt durchaus vermehrt auf Staffeln, auf Kurzserien, in Ausnahmefällen sogar auf Einzelhörspiele. Insgesamt eine Mischung, die mir sehr gut gefällt. Davon zu sprechen, dass die Zeit der Endlosserien endgültig vorbei ist, würde ich daher verneinen. Sehr wohl würde ich aber sagen, dass die Dominanz der Endlosserien von früher gebrochen ist und sich nicht mehr alle Labels auf die Strahlkraft von Endlosserien verlassen und sich hier bewusst breiter aufstellen.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Hat wirklich ein Umdenken statt gefunden? Natürlich werden explizit Einzelhörspiele und Kurzserien produziert, aber dies war doch schon seit den 80er so und hat sich nach meiner Meinung auch nicht geändert.
      Wenn die Verkaufszahlen durchgängig gestimmt hätten, wären noch viel mehr Serien von damals auch heute noch am Markt. Fast jede Serie hat nach meiner Meinung das Potential zur Endlosserie, aber ob es dann eine wird, hat auch meist der Hörer in der Hand.
      Audible veröffentlicht zwar in Staffeln, was dann aber nur einem anderen Veröffentlichungsrhythmus der einzelnen Folgen entspricht. Eine solche Serie könnte ebenfalls theoretisch zur Endlosserie werden und auch hier hängt eine Fortsetzung sicherlich mit von den Verkaufszahlen ab.
      In den 70igern waren die Einzelhörspiele dominant. In den 80igern waren die Serien dominierend, davon waren im Grunde alle auf Endlosserien getrimmt. Einige wenige haben überlebt und in den 90igern praktisch das Hörspiel gerettet, da gab es dann gerade im kommerziellen Erwachsenenhörspiel eine Flaute. Anfang 2000 gab es einen Boom und praktisch alle Label haben nur Endlosserien produziert. Mit Mitte der 10er Jahre war dies dann für mich schon deutlich nicht mehr der Fall. Man sieht es natürlich an AUDIBLE, aber auch an Labels wie Ohrenkneifer, Hystereo, Wolfy-Office, TITANIA, INTERPLANAR, R&B, auch CONTENDO, und einige mehr, die alle entweder gar keine konzipierten Endlosserien im Portfolio haben oder zumindest mindestens eine Serie, die ein vorgegebenes Ende aufweisen. Denke da an Mark Brandis, Anne, Terra Mortis, Monster 1983, Ghostbox und viele mehr. Eine solche Häufung an kürzeren Serien bzw. Serien, die vom Start weg ein Ablaufdatum aufweisen gab es in den 80igern, 90igern oder 00er Jahren für mich nicht. Ich würde mal meinen, dass die Labels hier doch etwas einfallsreicher sind als dies früher der Fall war wo man eine Endlosserie startete und sie irgendwann einfach beendete.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Also Ghostbox hätte für mich ruhig weiterlaufen dürfen. ;)
      Die Frage ist aber auch immer, wie so eine Endlosserie entsteht. Manche Serie mit geplantem Ende ist sicherlich unerwartet eine Endlosserie geworden und umgekehrt. Und, in wie weit wird sowas überhaupt vom Label gesteuert, bzw. wieviel Anteil hat der Hörer, ob es eine Endlosserie wird.
      Früher hatte man gefühlt kein Interesse an einer Kurzserie. Da wurde darauf los produziert, das Ende spielte in den wenigsten Fällen eine Rolle. Heute wird schon danach getrachtet dem Hörer eine komplette Serie anzubieten, weil die Gefahr größer ist sonst keine Hörer zu haben, weil jeder sagt, ich warte ob es da auch wirklich ein Ende gibt. Oft wird damit ja sogar geworben, wie WINTERZEIT und Lovecraft, CONTENDO mit ContamiNation oder Döring mit END OF TIME oder Fallen (wobei dass dann doch nicht so geklappt hat). Im Groben versuchen nun schon alle Labels ihren Serien ein Ende zu geben. Und dies ist auch das Konzept. Aber es stimmt, oft lässt man sich eine Türe für eine Fortsetzung/zweite Staffel offen. Oder man wartet die Zahlen ab und hat einen Plan B um rascher als ursprünglich geplant zu einem Ende zu gelangen, siehe Schattenreich oder Amadeus. Beides Serien, die vom Start weg mit einem festgelegten Ende konzipiert waren, wo man aber nicht sicher war wie rasch das Ende kommen wird. Leider in beiden Fällen recht rasch. Die Labels sind hier also schon deutlich erfinderischer als noch zu Beginn der Jahrtausendwende. Diese Art der Endlosserien ist meiner Meinung nach überholt. Aber Ja, Endlosserien mit „Fallschirm kurzfristiges Ende“, den man ziehen kann, wenn sie nicht mehr läuft um Kunden nicht mit einem offenen Schluss zu verärgern, gibt es jetzt nach wie vor. Daher sterben Endlosserien nicht aus. Was mich persönlich auch freut :)
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Ich habe eher das Gefühl, daß wir fast nur noch Endlosserien haben und für Kurzserien kaum noch Platz bzw. Interesses besteht.

      Man scheint inzwischen lieber zum Altbewerten zu grefen als einer neuen Serien eine Chance zu geben.
      Auf das wir 1984 eine schöne neue Welt erleben!
      Wobei dies von Label zu Label unterschiedlich ist. Contendo bringt gefühlt eine neue Serie nach der anderen raus. Was jetzt nicht negativ gemeint ist. Will damit nur sagen, dass es noch genug Starts von neuen Serien gibt.
      Was mir allerdings auffällt, dass in den letzten Jahren immer mehr die gleichen Endlosserien laufen. Gefühlt gibt es mittlerweile endlos viele Sherlock Holmes Endlosserien. Demnächst dann wahrscheinlich noch von van Dusen. Dies war früher nicht so. Vermisse manchmal die Vielfalt.
      Recht eindeutiges Ergebnis - rund 3/4 sehen kein Ende der Endlosserien auf uns zu kommen. Ist dies jetzt positiv oder negativ zu bewerten? #nachdenk#
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Kommt drauf an, was mit "Endlosserien" gemeint ist. Ich glaube nicht, dass es einer der in den letzten Jahren gestarteten Serien nochmal gelingen wird einen ähnlichen Kultstatus wie z.B: Drei ??? oder Benjamin Blümchen erreichen werden, dass sie auch noch in 50 Jahren weiter produziert werden. Andererseits scheint es auch kaum noch Produktionen zu geben, die von Anfang an darauf ausgelegt sind eine bestimmte Anzahl von Folgen zu haben, und danach ist die Geschichte auserzählt und das Produkt wird eingestellt.

      Heutige Serien werden überwiegend ohne festes Ende gestartet. Ob und wann sie eingestellt werden hängt nicht daran, ob es inhaltlich Sinn ergeben würde, sondern daran die Leute bereit sind Geld dafür auszugeben.

      Markus G. schrieb:

      Ist dies jetzt positiv oder negativ zu bewerten?

      Ich denke das muss jeder für sich selber entscheiden. Zumal ja jeder die Chance hat, jederzeit aus einer Endlos Serie auszusteigen.
      Die Fans freuen sich über jede neue Folge, den Nicht-Fans ist es egal und dem Gelegenheitshörer fällt das eh nicht ins Gewicht ob er Folge 120 oder 220 hört.