Schuster bleib bei Deinen Leisten?

      Schuster bleib bei Deinen Leisten?

      Wie seht ihr es eigentlich lieber? Mögt ihr es wenn bestimmte Labels, Verlage, aber auch Autoren und Sprecher/innen immer eine ganz bestimmte Richtung einschlagen oder habt ihr es gerne wenn sie auch mal komplett konträre Wege gehen? Und wenn dies passiert, geht dies meistens gut oder eher schief? Was könnt ihr da aus Eurer Erfahrung heraus erzählen?
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Es gibt aber noch eine weitere (bessere) Redewendung… „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!“ ;)
      Warum sollte ein Label, welches bisher nur Krimis produziert hat, sich nicht auch mal an SciFi wagen? Warum sollte ein Sprecher, der bisher nur Bösewichter gesprochen hat, nicht auch mal die Rolle des Guten übernehmen?
      Ich bin da relativ offen und wenn es halt nicht hinhaut, dann kann man immer noch bei seinen alten Leisten blieben, aber der „Versuch macht klug!“. Noch eine Redewendung. :D
      @hoerspiel Wo gab es denn solch positive „Richtungswechsel“ bei Labels, Verlage, Autoren oder Sprecher? Und wo wäre es besonders reizvoll diese einmal auf „fremdem Terrain“ zu sehen bzw. zu hören?
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Wie wäre es wenn

      Döring eine Liebeskomödie, @Interplanar Groschengrusel, TITANIA ein SF-Hörspiel oder @Thomas Birker (DLP) ein Musical schreiben bzw. produzieren würde? Was wäre wenn Udo Schenk einen Engel, Oli Rohrbeck einen Patienten im Seniorenheim oder Susanna Marina Bonaséwicz eine Großmutter sprechen würde? Was wäre wenn @Thorsten B ein Horrorhörspiel, Sebastian Fitzek einen Liebesroman oder @Tolkien ein Historiendrama verfassen würde?

      Gut, mutig oder schlecht?
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Udo Schenk könnte ein venezianisches Sofakissen sprechen und wäre göttlich dabei! :thumbsup:
      Und Interplanar könnte ein großartiges Epos aus einem Einkaufszettel und einem Bierdeckel produzieren.
      Ein SF-Hörspiel von T. würde ich allerdings eher nicht brauchen. Also...
      Es hat ja meist einen guten Grund, warum jemand macht, was er tut. ;)

      Es gibt einen SciFi-Autor, dem ich sofort und ungesehen jedes neue Buch abkaufen würde, wenn... ja, wenn er nicht zwischendurch plötzlich völlig andere Felder beackern und Romane über Kaffee und Kochen schriebe. Man muss also immer erst genau in die Inhaltsangabe schauen, ob es nun ein SciFi-Roman ist oder ob es wieder um Wein und Käse geht. Das finde ich ziemlich irritierend. Stephen King schreibt ja auch nicht plötzlich russische Reiseführer und Herr Rellergend keine Reparaturanleitung für'n Golf 2.
      Wo gab es denn solch positive „Richtungswechsel“ bei Labels, Verlage, Autoren oder Sprecher?


      Mir fallen dazu nur negative Beispiele, hierzu spontan @Simeon Hrissomallis aka R&B bzw. Zauberstern Records mit ELEA ELUANDA (eine Hörspielserie von Zauberstern Records), @Interplanar mit "Die Chroniken der Seelenwächter" (Hörspielserie von Greenlight Press/Interplanar), @Thomas Birker (DLP) mit SAM oder TSB mit David Gallileo ein. Alle Vier haben sich auf fremden Terrain probiert, alle vier sind leider gescheitert. Gerade Elea Eluanda war für mich neben den PSI-Akten das Beste von diesem Label. Aber anscheinend scheinen solche Ausflüge oftmals nicht von Erfolg gekrönt zu sein.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Ich begrüße solche Ausflüge meistens, auch wenn es Schwierigkeiten gibt, sie zu vermarkten. Oft ist es lediglich adäquates Marketing, was fehlt. Das muss man aber dann leider auf den Preis draufschlagen.
      Offizielle Website / Instagram
      Nicht einmal mehr 10 Jahre -- es sind entscheidende Schritte nötig. Was kann der Einzelne tun?
      Das Klima schützen und mit der CO2-Dividende Geld verdienen!
      Wobei ein höherer Preis ein Produkt nicht attraktiver macht. Danke für den Einwurf @Interplanar. Oftmals scheinen Fans wohl eher Genre-Fans als Labelfans zu sein. Wechseln Labels dann das Genre fallen anscheinend auch ihre Fans weg, weil diese ihrem Genre nicht untreu werden. Dann müssen die Labels praktisch bei 0 beginnen und neue Käuferschichten erschließen. Kann man das grob so sagen @Interplanar?
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

      Markus G. schrieb:

      Wechseln Labels dann das Genre fallen anscheinend auch ihre Fans weg, weil diese ihrem Genre nicht untreu werden. Dann müssen die Labels praktisch bei 0 beginnen und neue Käuferschichten erschließen. Kann man das grob so sagen @Interplanar?


      Ja, das kommt hin.
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      Nicht einmal mehr 10 Jahre -- es sind entscheidende Schritte nötig. Was kann der Einzelne tun?
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      Das habe ich befürchtet. Zudem kommt dann sicherlich das Vorurteil zu tragen, „der“ kann ja nur „SF“, „Grusel“, „Krimi“ etc.

      Wie sieht es denn bei unseren Autoren hier aus? Lust mal was ganz anderes zu machen? @Christian, @Thorsten B, @Tolkien, @Chris2710 , @Wolfy-Office oder alle anderen, die schreiben?
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      ​ Wie sieht es denn bei unseren Autoren hier aus? Lust mal was ganz anderes zu machen? @Christian, @Thorsten B, @Tolkien, @Chris2710 , @Wolfy-Office oder alle anderen, die schreiben?


      Ich scheue mich eigentlich vor keinem Genre und habe mich privat auch beim Hoerspielprojekt durchaus in verschiedenen Dingen ausprobiert. Von Drama, Komödie, Horror bis zu Sci-Fi, Kinder-/Jugend und Musical war fast alles dabei. ;) Grundsätzlich geht mir Grusel/Mystery recht zügig von der Hand, doch ich würde u.A. gerne mal im kommerziellen Bereich ein Drama verfassen, was jedoch eher selten Auftritt. Sci-Fi ist ein Genre, welches mir wohl am wenigsten liegt, wenn es um bestimmte "futuristische" Fachbegriffe geht. Aber auch hier würde ich, wenn die Idee oder der Wunsch da ist, nicht nein sagen. :)

      Markus G. schrieb:

      Das habe ich befürchtet. Zudem kommt dann sicherlich das Vorurteil zu tragen, „der“ kann ja nur „SF“, „Grusel“, „Krimi“ etc.

      Wie sieht es denn bei unseren Autoren hier aus? Lust mal was ganz anderes zu machen? <a href="https://www.hoerspieltalk.de/index.php/User/2742-Christian/">@Christian</a>, <a href="https://www.hoerspieltalk.de/index.php/User/1698-Thorsten-B/">@Thorsten B</a>, <a href="https://www.hoerspieltalk.de/index.php/User/868-Tolkien/">@Tolkien</a>, <a href="https://www.hoerspieltalk.de/index.php/User/1790-Chris2710/"></a>…


      Ich habe grundsätzlich auch keine Bedenken vor irgendwelchen Genres. Klar habe ich solche, die mir besonders liegen, weil sie mir Spaß machen und ich mich gut darin auskenne, z. B. Krimi, Thriller und Kinderhörspiele. Ich habe aber auch schon SF, Horror und Comedy geschrieben. Da ich vom Schreiben lebe, bin ich größtenteils darauf angewiesen, was an mich herangetragen wird. Und dann stellt sich die Frage, ob ich Zeit und Lust habe und ob ich dabei genug verdiene. Wenn sich dann ein völlig neues Genre darunter befindet, dem ich nicht total abgeneigt bin, würde ich das sicher machen. :)
      Ich sehe mich nicht auf ein bestimmtes Genre festgelegt. Von Science Fiction, Horror, Krimi und Kinderhörspiel ist alles dabei, auch historische Hörspiele (z.B.: youtube.com/watch?v=ot6BETBoPO…a46XB5a_bKMegCTQ6Smza4pgT ). Aber ich verstehe, was Du meinst. Meinetwegen können Titania demnächst gerne Science Fiction machen und Udo Schenk den strahlenden Helden spielen. Warum nicht?

      Markus G. schrieb:

      Wie sieht es denn bei unseren Autoren hier aus? Lust mal was ganz anderes zu machen? @Christian, @Thorsten B, @Tolkien, @Chris2710 , @Wolfy-Office oder alle anderen, die schreiben?



      Vorstellen kann ich mir durchaus auch noch etwas anderes als klassischen Krimi. Historisches zum Beispiel (sei es Drama oder eben auch mit Krimi-Anteilen), auch für Fantasy gibt es durchaus die ein oder anderen Stichpunkte in meiner Konzeptschublade. So etwas wie Steampunk fände ich auch spannend.

      Aber wirklich näher beschäftigt habe ich mich bisher noch mit nichts davon. Auch was das Entwickeln von eigenen Protagonisten betrifft, tue ich mich in der Regel sehr schwer. Ich habe da irgendwie eine inhärente Entscheidungsschwäche. Von daher habe ich mich bei Lady Bedfort, Mimi Rutherfurt und Pater Brown bisher ganz wohl gefühlt.
      "Was sagt man darüber, wie man Bücher schreibt? Man denkt sich etwas aus und zwingt sich, es aufzuschreiben."

      Ariadne Oliver, Poirot: Wiedersehen mit Mrs. Oliver