Verbindet ihr Stimmen mit bestimmten Rollen oder mit dem Sprecher selbst?

      Verbindet ihr Stimmen mit bestimmten Rollen oder mit dem Sprecher selbst?

      Wie ist das bei Euch? Ihr hört eine Stimme und assoziiert dabei sofort eine ganz bestimmte Rolle? Oder seht ihr hinter eurem geistigen Auge den Sprecher selbst und müsst an ihn denken? Oder habt ihr bei manchen Stimmen überhaupt kein Bild und müsst euch zuerst selbst eines in der Phantasie ausmalen? Wie läuft das bei euch ab?
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Es gibt einige Sprecher (tatsächlich nur Männer... hm...), bei deren Auftauchen meist zu 90% klar ist, dass sie der geistesgestörte Psychokiller oder sonst irgendein Bösling sind. :D
      Als erstes fallen mir Peter Flechtner und natürlich Udo Schenk ein. Dabei sind beide Schauspieler mit Sicherheit privat sehr nett und liebenswürdig. ;)
      Bei mir sind alle 3 Szenarien denkbar.

      Also es gibt Stimmen, die sind für mich untrennbar mit einer Rolle verbunden. Jens Wawrczek ist Peter Shaw. Ist einfach so. Ebenso Helmut Winkelmann. John Sinclair.

      Dann gibt es Stimmen wie zum Beispiel Manfred Krug, Wolfgang Völz oder Hans Clarin. Da sehe ich immer ihr Gesicht vor mir. Egal welche Rolle sie sprechen.

      Dann gibt es natürlich Sprecher wie Udo Schenk oder Bodo Wolf, die ich mit einer gewissen Art von Rolle assoziiere, als dem Bösewicht oder dem „Polizisten“.

      Und dann gibt es Sprecherstimmen, die ich nicht kenne. Die sind für mich Gesichtslos. Da ist es oft schwieriger sie in mein Kopfkino einzuordnen.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Vor ein paar Jahren bin ich zufällig auf die Sherlock-Holmes-Hörspiele mit Christian Rode und Peter Groeger gestoßen, die mich nicht nur für die Reihen, sondern für Hörspiele allgemein begeistern konnten. Zu Beginn hatte ich keinen Bezug bzw. Hintergrundinfos zu den Sprechern, sodass sich in meiner Phantasie automatisch ein Bild von Holmes und Watson etablierte, das sicherlich von anderen Holmes-Darstellungen inspiriert, aber im Endeffekt dann doch etwas eigenes war. Mit der Begeisterung stieg auch die Neugier, und so machte ich mir irgendwann via Google, Wikipedia und YouTube ein genaueres Bild von den Sprechern. Das hat einerseits meine Begeisterung für die und Wertschätzung der Sprecher gesteigert, andererseits aber auch mein Phantasiebild von Holmes und Watson zerstört. Seither kann ich nur noch an das Aussehen der Sprecher denken, wenn ich die Hörspiele an meine Ohren lasse. Das finde ich schon ziemlich schade, wenn ich ehrlich bin.

      Allgemein gesprochen gibt es natürlich bekannte Stimmen, die ich fest mit den Sprechern oder auch mit berühmten Schauspielern assoziiere, die von ihnen synchronisiert werden. In den meisten Fällen stört das nicht, wohl auch, weil wir in Deutschland die Synchronisations-Kultur mit der Muttermilch aufsaugen und daran gewöhnt sind, viele Stimmen nicht nur außergewöhnlich gut (deutlich, betont, professionell) zu hören, zumal die darauf spezialisierten Sprecher sich ganz darauf konzentrieren können im Gegensatz zu Schauspielern, sondern eben auch bei einer Vielzahl unterschiedlicher Figuren wiederzutreffen. Bei manchen Rollen / Sprechern fällt das gar nicht so sehr auf, bei anderen schon. Speziell bei Hörspielen komme ich auch ganz gut damit klar, gedanklich Samuel L. Jackson oder Robert Downey Jr. in der Rolle zu sehen, weil wir es ja ebenfalls gewohnt sind, dass Schauspieler nicht nur eine Rolle verkörpern. Schwieriger wird es natürlich, wenn eine Stimme ganz eindeutig mit einer Figur assoziiert wird. Da kann es auch schon mal vorkommen, dass man sich wundert, dass Justus Jonas in einer politischen Talkshow in die Rolle eines jungen SPD-Politikers schlüpft. ;)
      Da viele Schauspieler-innen feste Sprecher haben, verbinde ich diese sofort mit dem Schauspieler oder halt mit dem Sprecher.
      So bei Tom Cruise und Hugh Grant. Oder bei Bond. Wobei mir Dietmar Wunder als Adam Sandler noch besser gefällt.
      So geht mir das oft.
      Udo Schenk bringe ich immer mit den Bösen Rollen in Verbindung. Passt aber auch zu gut
      Witzigerweise habe ich bei Oliver Rohrbeck immer das Bild des Darstellers des Julian der Fünf Freunde Serie im Kopf, da er diesen auch synchronisiert hat und ich ich die Serie schon vor meinem ersten Fragezeichen-Hörspiel sah. Hauptkommissar Reynolds ist Horst Frank im coolen Trenchmantel. Generell habe ich von Synchronsprechern, die auch bekannte Schauspieler sind dann ihr Aussehen im Kopf, auch wenn es nicht immer zwingend zur Rolle passt. Meistens stelle ich mir dann ein fiktives Bild einer Charaktere vor, wenn ich den Sprecher nicht kenne.
      Bei mir wäre das beste Beispiel die Sprecher der ???. Wenn ich an die denke, denke ich halt sofort an Justus, Peter und Bob. Oder Dietmar Wunder als James Bond bzw wenn ich die Stimme höre, denke ich an Daniel Craig. Aber es gibt auch Stimmen die ich manchmal nicht zuordnen kann, obwohl ich sie kenne. Der Sprecher von Harrison Ford also von Indiana Jones und Han Solo ist Wolfgang Pampel. Dieser spricht in Lovecraft - Chroniken des Grauens die Hauptfigur aber ich habe die Stimme nicht erkannt.

      Deshalb hat es Sandra Schwittau bei mir so schwer. Egal was sie synchronisiert, sie ist immer Bart Simpson. Ist natürlich bei Filmen wie "Bound" mit Jennifer Tilly besonders schwer. Umgekehrt ist es mit Martin Keßler. Er hat ja nun schon mehrere Sachen im Comedybereich mit Torsten Sträter gemacht. Gestern habe ich den Trailer zum neuen "Fast + Furious" (Vin Diesel) gesehen und ich dachte: "Hui, Martin Keßler spielt da mit".