Wenn Romanvorlagen für Hörspiele verändert werden - eure Tops & Flops!

      Wenn Romanvorlagen für Hörspiele verändert werden - eure Tops & Flops!

      Wir hatten das Thema ja schon des Öfteren. Ein Hörspielregisseur nimmt einen Roman oder auch einen Film und adaptiert ihn für ein Hörspiel. Dabei greifen manche Regisseure massive in die Geschichte ein und verändern sie. Was wiederum manche Hörspielfans die Zornesröte ins Gesicht zaubert. Gell @Gianni ;)

      Welche Beispiele könnt ihr nennen, bei denen dieses „Verändern“ zu einem großartigen Hörspielerlebnis geführt hat?

      Weiche Beispiele könnt ihr nennen, bei denen dieses „Verändern“ in einer hörbaren Katastrophe geendet hat.

      Wobei es hier in erster Linie rein um das Hörspiel und deren Qualität geht (unabhängig davon wie stark nun in die Romanvorlage eingegriffen worden ist). #besserwisser#
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

      'Markus G. schrieb:

      Weiche Beispiele könnt ihr nennen, bei denen dieses „Verändern“ in einer hörbaren Katastrophe geendet hat.
      Viele, sogar zu viele Adaptionen aus der E-2000 John Sinclair reihe aus der Feder von Dennis Erhardt. Ich will mit "Tal der vergessenen Toten" anfangen und hör mit "Der Unheimliche von Dartmoor" auf. Das warum und weshalb hatten wir schon. Wegen der Qualität brauchen wir hier nicht zu reden, einfach top Sounds und Effekte. Aber um die Seele, Spannung und Grusel des Romanes als Hörspiel einzufangen sind wir hier sehr weit weg.
      @Gianni Es soll hier aber rein um die Qualität des Hörspiels gehen. Welche waren ganz allgemein Top und welche waren Flops? Bei vielen kennt man ja die Vorlagen gar nicht. Da entscheidet dann das Ohr ob es gefällt oder nicht. Und welche waren da richtige Highlights und welche eine Katastrophe?
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Ein Beispiel für Top-Hörspiele trotz massiver Veränderungen der Vorlage ist für meinen Geschmack 'Sherlock & Watson - Neues aus der Baker Street'. Wobei hier eher das gesamte Setting geändert wurde und die einzelnen Romanvorlagen kaum noch wiederzuerkennen sind.
      Der Horizont vieler Menschen ist wie ein Kreis mit Radius Null. Und das nennen sie dann ihren Standpunkt. [Albert Einstein]

      Stollentroll schrieb:

      Ein Beispiel für Top-Hörspiele trotz massiver Veränderungen der Vorlage ist für meinen Geschmack 'Sherlock & Watson - Neues aus der Baker Street'. Wobei hier eher das gesamte Setting geändert wurde und die einzelnen Romanvorlagen kaum noch wiederzuerkennen sind.


      Na ja, für die BBC Serie würde ich das gelten lassen, die Hörspielserie kopiert das ja nur alles.
      mfg
      warbird

      Life is a journey not a destination.

      warbird schrieb:

      Na ja, für die BBC Serie würde ich das gelten lassen, die Hörspielserie kopiert das ja nur alles.
      Ja, das hatten wir in diesem Thread nach Ankündigung der Serie damals ausführlich diskutiert. Die Hörspiele sind auf jeden Fall nah an einer Konzept-Kopie, zumindest auf den ersten Blick.

      Die BBC-Serie mag ich nicht besonders, vor allen Dingen die späteren Folgen fand ich viel zu überdreht. Und mich haben weder die Charakterzeichnungen noch die Fälle überzeugen können, wobei ich das aber auch nicht mehr ernsthaft verfolgt habe. Das ist bei den Hörspielen durchaus anders. Wahrscheinlich auch deshalb, weil es dort mehr um die Fälle selbst als um das Innenleben der Protagonisten geht. Ist aber Geschmackssache, keine Frage: Es finden sich ja auch etliche negative Kritiken zu den Hörspielen. Mir gefallen sie (mehrheitlich) trotzdem.
      Der Horizont vieler Menschen ist wie ein Kreis mit Radius Null. Und das nennen sie dann ihren Standpunkt. [Albert Einstein]
      Es geht hier letztlich wirklich darum wie Hörspiele mit starken Änderungen nach Vorlagen gefallen und was hier die Tops und Flops für euch sind.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Also absolute Tops sind für mich

      Gruselserie-Folge 3 - Dracula: Genial wie HG Francis die Versatzstücke von Bram Stoker nimmt und ein knackiges, kurzweiliges und sehr gruseliges Hörspiel zimmert.

      Gruselserie-Folge 11 - Der Pakt mit dem Teufel: Abermals war es HG Francis der einem Roman, in diesem Fall eine klassische Sage gekonnt verarbeitete, veränderte und damit eine wunderbare Gruselgeschichte bastelte.

      John Sinclair Folge 112 - Das Tal der lebenden Toten: Erhardt schaffte es aus Jason Darks Trash-Roman, der mir ebenfalls sehr gut gefiel, eine Folge zu kreieren, die mich bis dato am meisten von allen Sinclair-Hörspielen emotional „berühren“ konnte. Erhardt hat es hier geschafft mich voll auf die Gefühlsreise mitzunehmen und hat mich auch glauben gemacht, dass es sich hier um eine reale Geschichte, eine Tragödie, handelt. Hier wurde nicht mit lautem Getöse, mit wummernden Bässen, sondern mit Stille, mit der Geschichte selbst mein Innerstes bewegt. Das war ganz großes Kino, weil es leise und fein, langsam und ruhig und nicht mit dem Holzhammer, laut, Action überladen und „schnell“ daher kam. Es war kein Fantasy-Epos, wie viele Geschichten davor sondern ein real daher kommendes Schicksal. So muss eine Geistergeschichte auch für mich sein.

      Alle 3 sind für mich klassische Beispiele dafür, dass es sich auszahlt bekannte Geschichten auch mal zu verändern und dass sich dadurch ganz neue großartige Hörspielerlebnisse ergeben.

      Flops:

      SE John Sinclair Deadwood: Das ist eines jener Beispiele, die zeigen, dass man manchmal aus einem durchaus passablen Roman durch zu viel herum doktern ein langweiliges, träges und für mich viel zu wirres Hörspiel machen kann. Für mich war es ehrlich nicht zum anhören. Hier wäre eine 1:1 Umsetzung viel besser gewesen.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      John Sinclair- Herrin der Dunkelwelt (wie kann man das so umschreiben, dass einer der größten Gegner Dr. Tod, so einen Abgang bekommt). Was hätte ich da zum Beispiel für ein Finale draus gemacht).

      John Sinclair - Albtraum in Atlantis (der Albtraum ist ausgeblieben, in der jetzt Zeit kommt die unheimliche Atmosphäre überhaupt nicht auf, die es im Roman und TSB Hörspiel gab und auf Atlantis ist der Hauptverursacher Der schwarze Tod gar nicht dabei und bevor der Albtraum beginnt, ist John schon wieder in unserer Zeit, ich hab selten so getobt nach einem Hörspiel) Albtraum in Atlantis war eines meiner liebsten JS Taschenbücher, gerne würde ich mal einen guten Film in der Art über den Untergang von Atlantis sehen.

      Ich finde Veränderungen sind okay, aber man sollte die Geschichte dadurch verbessern und nicht verschlechtern. Auch eine andere Perspektive finde ich mal ganz cool.

      Sehr gut fand ich zum Beispiel, wie auch schon von Markus genannt, H. G. Francis Version von Dracula. Ich liebe Bram Stockers Roman, würde aber so weit gehen, zu sagen das "Dracula, König der Vampire" mein Lieblings Dracula Hörspiel ist. Auch wenn die Versionen des Hörverlages und von Titania Medien auch klasse sind und natürlich mein ebenfalls geliebtes erstes Dracula Hörspiel von Heikedine Körting "Dracula, die Geschichte des berühmten Vampirs".

      Sehr häufig sind die Umsetzung der Titania Medien Geschichten auch besser, oft sogar sehr viel besser, als die Vorlagen. Es gibt aber auch hier Storys, wo ich denke einwenig unheimlicher, härter hätte es schon sein können. Im großen und ganzen, ist Marc aber ein Meister seines Faches.

      Sehr oft sind die Umsetzunen von Oliver Döring auch Top. Es gab Fälle wo die Coolnis etwas zu viel war z. B. Der Sensenmann als Hochzeitsgast, aber Oli gehört nicht umsonst neben Heikedine Körting und Hans Joachim Herrwald zu meinen drei Vorbildern, was das Hörspielmachen angeht.

      Auch ich habe z. B. Tony Ballard 33 - Verflucht deutlich mehr Tiefe und Emotion gegeben als es im Roman der Fall war. Die ca. ersten 15 Minuten des Hörspiels gab es im Roman gar nicht. Bei Tony Ballard 20 - In den Krallen der Tigerfrauen ging es im Roman plötzlich um die abgetrennte Hand des Opfers in der U-Bahn Station, die Vicky zu erwürgen versucht und nicht mehr so richtig um die Tigerfrauen, was ich sehr merkwürdig fand und diesen Teil der Story rausgenommen habe. Dafür mehr Tigerfrauen Action eingebaut habe.
      www.TS-Dreamland.de
      facebook.com/pages/DREAMLAND-H…e/121926814490719?fref=ts

      Hörspiele back to the roots
      Tony Ballard - Dreamland Grusel - Der Trotzkopf - Andi Meisfeld u. a..

      Mark Brandis: am Originalgetreuesten ist noch „Bordbuch Delta VII“. Danach wurde doch viel verändert im Vergleich zu den Büchern. Ist aber weniger Hörern aufgefallen, als wir gedacht oder befürchtet hatten.
      Offizielle Website / Instagram
      Nicht einmal mehr 10 Jahre -- es sind entscheidende Schritte nötig. Was kann der Einzelne tun?
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      @Interplanar Das mag vielleicht daran liegen, dass mehr Hörspielfans als Romanfans gehört haben? Oder einfach weil die Hörspiele so gelungen waren?!
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#