(Hörspiel-Archiv 3) ALADINS WUNDERLAMPE (ein Märchenhörspiel von Jürgen Scheller) ...

      (Hörspiel-Archiv 3) ALADINS WUNDERLAMPE (ein Märchenhörspiel von Jürgen Scheller) ...

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      ALADINS WUNDERLAMPE
      Das Hörspiel erschien 1966 als Doppel-LP (SB 15 125 STEREO) bei SABA. SABA (die Schwarzwälder Apparate-Bau-Anstalt) dürfte den Meisten als ehemaliger Produzent von hochwertiger Unterhaltungselektronik aller Art bekannt sein, hatte aber auch ein eigenes Label, das zuerst unter SABA und später als MPS (Musik Produktion Schwarzwald) firmierte. Unter letzterer Bezeichnung hat es bis heute im Bereich Jazz einen gut Klang. Insgesamt wurden wohl nur zwei Hörspiele von SABA veröffentlicht, einmal TESTPILOT X 113 auf Single (siehe: meine Hörspielsingle-Gruppe) und diese Doppel-LP. Dazu kommt noch GRIMMS MÄRCHEN von MPS sowie einige Dokumentarplatten ...

      Meines Wissens nach wurde das Hörspiel nie mehr bei einem anderen Label aufgelegt, so das es sich um ein schönes und seltenes "Unikat" handelt - wobei mir natürlich keine Angaben zur Höhe der damaligen Auflage vorliegen, aber angesichts der aufwendigen Produktion wird sich die Auflage mindestens im mittleren 5stelligen Bereich bewegt haben ...

      Seite 1: ALADINS WUNDERLAMPE (15:00 Minuten)
      Seite 2: ALADINS WUNDERLAMPE (15:30 Minuten)
      Seite 3: ALADINS WUNDERLAMPE (14:26 Minuten)
      Seite 4: ALADINS WUNDERLAMPE (14:42 Minuten)

      Die Geschichte von Ala Ed-Din, wie sich der Name in der orientalischen Urfassung eigentlich schreibt, ist eines der Märchen, die sich erst später in den Kreis der Geschichten aus Tausend und einer Nacht einfügen. Seltsamerweise gehört zu den erst später überlieferten Märchen auch die Geschichte Ali Baba und den vierzig Räubern, somit also zwei der bekanntesten und schönsten Märchen aus den Geschichten der "Tausend und einer Nacht".
      Aber wollen wir nicht lange in der Historie der orientalischen Märchen herumkramen. Viele kennen das hier vorliegende Märchen in den verschiedensten Varianten und Erzählungen. Wir haben versucht es in seiner ursprünglichen Form zu erhalten und zu dramatisieren. Er ist unsterblich geworden der arme Sohn Arabiens mit Namen Aladin, dessen Glück in der einfachen Form einer alten Lampe wohnt. Symbol des Lichtes und der Wärme bei allen Völkern der Erde. So auch derer Vorder-Asiens. Und auch in seiner Figur wiederholt sich die Geschichte des persönlichen Glücks, dass der Mensch nichts erzwingen kann, sondern gleichsam wie ein Wunder über ihn kommt. Der, der erzwingen will, ist in diesem Märchen der böse Großwesir, der sich gleichsam Faustisch, den Gestalten der Hölle verschreibt um sein Ziel zu erreichen, in diesem Märchen dem Zauberer, der sich aller bösen und geheimnisvollen Mittel bedient, aber an der Unkompliziertheit des Glücks scheitert. Des Glücks, das sich in der Sehnsucht des Menschen findet, in der Liebe und im sorglosen Leben. Hier im Märchen auch noch vervollständigt im immer lebenden Wunsch, die Wüste möge sich in einen blühenden Garten verwandeln, der Fata Morgana aller derer die in der Wüste leben müssen.
      Der Märchen gibt es viele, auch heute noch, und dennoch werden sie nicht vergessen die alten Märchen, der Väter und Großväter, der Mütter und greisen Ahnen, die sie uns Kindern immer wieder erzählt haben. Heute können auch sie mitlauschen diesen wundersamen Geschichten. Nehmen wir heute diese eine Nacht der tausend und einer Nacht, erzählen wir sie, die Geschichte von Aladin und der Wunderlampe und seiner Liebe zu der wunderschönen Prinzessin Budur, deren Schönheit der arabische Erzähler preist, in dem er sagte: "Wer streute Zauberschminke wohl auf die Blicke ihr. Und pflückte Rosenblüten wohl von der Wange ihr. Ein nächtlich Dunkel ziert der Haare dunkle Pracht. Doch ihre Stirne Licht erhellt die finstre Nacht."

      Produktion: Willi Fruth (Leitung), Jürgen Scheller (Regie), Willi Schmidt (Toningenieur), Erich Hartl (Orchester/Musik)

      Sprecher: Herbert Weicker (Großwesir), Jürgen Scheller (Zauberer), Hellmuth Lange (Aladin), Ursula Noack (Mutter), Hans Jürgen Dietrich (Kalif), Horst Sachleben (Diener), Ursula Reichert (Prinzessin), Helga Tölle (Lesalla), Günter Becker (Soldat), Paul Friedrichs (Stimme des Geistes), Wolf Petersen (Stimme der Lampe), Walter Wehner (Wasserträger)

      Quelle: https://www.discogs.com/de/J%C3%BCrgen-Scheller-Aladins-Wunderlampe/release/9049801, de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Scheller

      PS: Falls jemand weitere Infos zu Hand hat, würde ich mich über eine Nachricht sehr freuen -> hp(at)hoerspieltalk.de ...
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      Wie es der Zufall will, habe ich das obige Hörspiel ALADINS WUNDERLAMPE heute noch als Tonband (TS 2022) erworben ;) ...
      Inhaltlich ist es sicherlich identisch mit der Doppel-LP, doch Mangels Tonbandgerät werde ich es wohl so schnell nicht anhören #asche# ...
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      Vielen Dank für diesen tollen Einblick in Dein Archiv. Das scheint tatsächlich eine Rarität zu sein. Die Geschichte rund um Aladin ist ja vom Namen sehr bekannt. Ich habe da auch einige Versionen, aber wenn man mich da spontan fragen würde um was es sich handelt, könnte ich nur sehr grob antworten. Früher hatte man für solche Art der Märchen doch ein wenig mehr übrig. Zumindest habe ich den Eindruck. Dass Du dazu auch noch ein Tonband hast, ist wirklich cool. Ich habe auch einige Tonbänder zuhause. Es sind aber „nur“ Aufnahmen meiner Eltern und Großeltern als sie noch Kinder bzw. jung waren. Leider fehlt mir auch dazu noch ein Abspielgerät.

      Wenn ich Helmut Lange oder Horst Sachleben lese dann fangen meine Augen an zu glänzen :love: Danke fürs teilen!

      Wie lagerst Du diese Raritäten? Getrennt oder neben den anderen Hörspielen?
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

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      Markus G. schrieb:

      Wie lagerst Du diese Raritäten? Getrennt oder neben den anderen Hörspielen?

      Ich muß gestehen das ich besondere Stücke seperat in einem Schrank verwahre. Dort sind auch beide ALADINS WUNDERLAMPEn von SABA :saint: ...
      Als ich obigen "Blick zurück ..." schrieb, habe ich auch etwas dazu im Internet recherchiert, und bin dabei über ein Verkaufsangebot des Tonbands gestolpert - da mußte ich nicht lange überlegen und habe zugegriffen :D ...
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