IMAGA, das Streaming und die sonstige Veröffentlichungspolitik

      Ich bin ja gerade dabei, meine CD-Sammlung zu verkleinern bzw. aufzulösen.

      Foster 1 bis 14 habe ich für 1 € pro CD privat verkaufen können. Manchen war der Preis mit Porto von 4,99 € schon zu teuer. Dann habe ich noch:

      - Phantastische Geschichten Folge 1 bis 4
      - The Border 1 bis 3

      Weil ich die nicht an Privatleute los werde, hab ichs jetzt bei Medimops und Co versucht. Selbst die, wollen diese Hörspiele zum Teil gar nicht mehr ankaufen. Zum Vergleich: Für John Sinclair bekommt man minimum wenigstens noch einen Cent bis 5€ die CD.

      Das lasse ich hier mal ohne weitere Einschätzung stehen...
      Ich denke es hat nichts mit Oliver Döring zu tun, sondern das fast keiner mehr CD's kauft. In meinem Bekanntenkreis hat so gut wie keiner mehr einen CD-Player im Wohnzimmer stehen.
      Es gibt vielleicht noch vereinzelte Serien/Marken wo sich es halbwegs lohnt z.B ???, aber ansonsten kaufen Erwachsene Hörspiele doch nur noch Sammler auf CD und das können ja auch nicht so viele seinen, sonst würden ja auch noch mehr CD's erscheinen

      HerrMarx schrieb:

      Ich denke es hat nichts mit Oliver Döring zu tun, sondern das fast keiner mehr CD's kauft. In meinem Bekanntenkreis hat so gut wie keiner mehr einen CD-Player im Wohnzimmer stehen.
      Es gibt vielleicht noch vereinzelte Serien/Marken wo sich es halbwegs…


      Dann stehe ich nun wieder vor der Frage, warum IMAGA die VÖ-Politik auf CD first, Stream second ausgerichtet hat. Wenn doch kaum noch jemand CDs kauft wäre das ja dumm. Dann findet man ja unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Nur im kleinen Kreis der Sammler sozusagen.
      Ich denke das ein kleines Label grundsätzlich mehr verdient an einem CD Verkauf als am Stream und IMGA will noch die Euros mitnehmen an den Leuten die nicht ein halbes Jahr warten wollen, aber wenn das die Masse wäre, würden das andere Label auch so machen. Bei den meisten Labels ist es ja nur noch Stream oder Stream am CD Release Tag oder wenige Tage später.
      IMAGA macht das was für sie am besten passt. So wie wir ja auch jenes Hörformat wählen, dass für uns am besten passt. Beides ist ja nicht in Stein gemeißelt und kann bzw. wird sich ändern.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

      Lenny schrieb:


      Was dann zwangsläufig zu der Frage führt, warum diese Hörspiele für quasi nichts verkauft werden.


      1,99 ist "Normalpreis" bei Hörspiel-CDs, bei denen es nur mehr um Abverkauf oder Vernichtung geht.

      IMAGA kann mir der CD schon immer noch verdienen, das ist ja eine sehr spezielle Unternehmensstruktur dort.
      Ich hab ja damals 2002 in der Wiener U3 zwischen Volkstheater und Neubaugasse mit dem Motorala A920 von Drei und Leni Riefenstahl das erste Selfie der Geschichte geknipst” - Aus meiner Biografie, erschienen im Jahr 2039, geschrieben im Jahr zuvor am Pool einer Finca auf den Balearen

      hoerspiel schrieb:

      Täusche ich mich, oder nimmt die unterschiedliche Erscheinungsweise zwischen Stream und CD (zugunsten der CD) allgemein bei einigen Hörspielserien wieder zu? Zuletzt bei Dreamland Grusel und aktuell durch die Diskussion im Streaming Thema ist mir dies gerade so durch den Kopf gegangen.

      | STREAMING | Aktuelle Hörspiel-Veröffentlichungen


      Kann ich nicht beurteilen da ich mich noch nie um veröffentlichstermine gekümmert habe. Damals hab ich das eher durch Foren mitbekommen und dann halt mal in Käufhäusern oder so geschaut. Hab noch nie eine Audio CD oder Video DVD vorbestellt.
      Seit ich streaming nutze ist es mir völlig egal wann wo was auf CD erscheint. Ich schau mir den Streaming Threat hier an und freue mich wenn da was neues für mich dabei ist. Ob die CD da jetzt schon seit einem Monat oder vor einem Jahr erschienen ist, ist mir dabei egal.
      mfg
      warbird

      Life is a journey not a destination.
      Täusche ich mich, oder nimmt die unterschiedliche Erscheinungsweise zwischen Stream und CD (zugunsten der CD) allgemein bei einigen Hörspielserien wieder zu?


      Ich denke auch, dass hier wieder eine leichte Änderung eingetreten ist. Ist vielleicht das letzte Aufglackern der Hörspiel-CD-Branche, aber ich freue mich wenn weiter Label es mit der CD probieren :thumbsup: Es gibt letztlich IMAGA mit seinem Schritt recht und zeigt, dass die Kritiker wie @Lenny falsch lagen.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Ich habe inzwischen einfach aufgehört die Phantastischen Geschichten zu hören. Bis zu einem gewissen Punkt habe ich die Reihe auf CD gekauft. (Die Farbe aus dem All). Dann ging mir irgendwann der Platz im Regal aus. In der Not habe ich mich dann dem Streaming zugewandt. Seitdem ich es intensiv nutze, möchte ich es nicht mehr missen.

      Dadurch, dass sehr zögerlich Nachschub von Imaga im Stream erscheint, habe ich inzwischen das Interesse verloren.

      Das ist übrigens auch bei Dorian Hunter der Fall. Das hat weniger mit Streaming zu tun. Von der Serie erscheinen im Schnitt drei Folgen im Jahr und die verschieben sich auch noch oft, weil der Soundmix nicht ganz perfekt ist etc. Da verliert man irgendwann den Faden.

      Kunden ewig lang auf Nachschub warten zu lassen funktioniert eben nicht. Egal aus welchen Gründen.
      IMAGA scheint für sich die richtige Veröffentlichkeistpolitik gefunden zu haben, denn man wird wohl auch beim Vampir ähnlich verfahren. Aktuell ist keine Änderung in Sicht. Und man startet sogar eine zusätzliche Serie! Ich freue darüber dass man Erfolg hat und dass es weiter Nachschub von Oliver Döring gibt. Und wie man sieht, stehen noch mehr Hörspieltalker auf Hörspiele von Oliver Döring: Hörspieltalk-Wahl: Der größte Hörspielproduzent aller Zeiten im Hörspieltalk heißt OLIVER DÖRING!

      Einmal mehr sehe ich, dass Oliver Döring sehr viel richtig zu machen scheint. Aber klar ist auch, den Geschmack jedes Einzelnen, egal ob hinsichtlich der Hörspiele selbst oder der VÖ-Politik wird man niemals treffen können!
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Da derzeit genug Hörspiele pro Woche erscheinen, ist mir die Verzögerung im Stream egal. Allerdings bin ich persönlich der Meinung, dass es für ein Label mittlerweile zum guten Ton dazu gehört, auch zeitgleich im Stream zu veröffentlichen und nicht ein bestimmtes Medium bevorzugt werden sollte. In der Sympathie steigt ein Label bei mir schon deutlich, wenn es die Hörspiel zeitgleich in den Stream bringt. Ist aber nur meine ganz persönliche Meinung und rein aus Verbrauchersicht gesehen. Jeder Produzent und jedes Label darf natürlich letztlich selber entscheiden, wie sie es handhaben wollen.
      Also ich freue mich, ehrlich gesagt, über jeden Hörspielproduzenten, der dem unfassbaren Druck des Streamings zu widerstehen vermag und bei dem das dann auch halbwegs aufgeht. Für mich liegt nach allem, was ich jetzt an Informationen zu dieser Thematik habe lesen dürfen, vor allem von Produzenten selbst, auf der Hand, dass gerade die Hörspiele, die mich besonders reizen, nämlich diejenigen, die nicht bloß relativ einfach gestrickte Unterhaltung darstellen, oder Werke, die nicht Schema F folgen, zu den Bedingungen des Streams entweder kaum möglich oder eben unter dem finanziellen Druck dem großen Risiko ausgesetzt sind, vorschnell wieder abgesetzt zu werden.
      Ich verstehe jeden Vollblut-Hörspielkünstler, der möchte, dass sich sein Werk in einem den Hörerzahlen entsprechenden Maße auch rechnen soll.
      Außerdem hat so etwas, wie schon oft geschrieben, für mich auch etwas mit Wertschätzung zu tun.
      Ich schere da nicht alle Labels über einen Kamm. Es gibt die, die für sich entschieden haben, sich voll auf den Stream zu konzentrieren und die offensichtlich (subjektiv) gut damit zu fahren scheinen - maritim, Europa, Titania Medien, Contendo - und es gibt andere, bei denen die Prozesse anders laufen und die zu den Bedingungen des Streams nicht sinnvoll wirtschaften KÖNNEN. Wie etwa Imaga und die Ohrenkneifer. Die aber auch durch besondere Stoffe und Umsetzungen auffallen. Und die werden immer meine volle Solidarität haben. Ich werde den Teufel tun, mir anzumaßen, ihnen etwas anderes zu empfehlen oder mich enttäuscht zu zeigen. Beide Produktionsstätten sind toll und werden auch weiterhin meiner treuen Hörerschaft versichert sein dürfen.

      Was ist schon meine persönliche Bequemlichkeit im Vergleich zu der Möglichkeit, dass die das Handtuch werfen könnten, weil sich die Produktion nruer Hörspiele für sie nicht mehr lohnt?!

      Mir ist es das defintitiv nicht wert!

      Meine Meinung.