IMAGA, das Streaming und die sonstige Veröffentlichungspolitik

      Was ich nicht verstehe, der Post ist aus dem Januar. Wieso kommt das erst jetzt aufs Tapet? Doch wahrscheinlich nur weil man sich gewundert/geärgert hat, das es was erwartetes noch nicht im Stream gibt.

      Und damit ha(t)ben sich doch schon ein(ige) wesentliche(r) Punkt(e) dieser Aktion gelohnt. Man "suchtet" und diskutiert was eben auch eine Art der Werbung ist.

      Ich finde es gut das Käufer einen Vorteil gegenüber Streamern haben. Aber ich bin da ja eh eher ein "Haptik-Dinosaurier" ;)
      Erleben wir hier gerade den Niedergang des niveauvollen Hörspiels?

      Die All-you-can-Stream-Hörer ziehen sich jeden billig produzierten Schmarn in die Birne, hauptsache schnell rankommen an den Stoff.

      (OK, das war jetzt etwas platt geschrieben, aber beschreibt ganz gut wie ich dazu stehe)

      Ich finde es gut das IMAGA seine hochwertigen Hörspiele zuerst gegen richtig Cash verkauft, anstatt es für ein paar Cent an die All-you-can-eat-Fresser zu verschenken. :)

      So bleibt hoffentlich genug Geld übrig um weiterhin hochwertige Hörspiele produzieren zu können. Und der nicht zahlenden Allgemeinheit kommt es ja auch zugute, nur halt etwas später im Stream.

      Ich würde IMAGA wünschen das dieses "Geschäftsexperiment" aufgeht. :)
      Thema Verkaufsfläche im stationären Handel: Dass die Regale und Regalflächen mit Tonträgern immer weniger werden, liegt aber nicht am Kunden. Der Handel verlagert seine Flächen immer mehr in Richtung Spielwaren, Krimskrams und Schnickschnack, weil da mehr Geld verdient wird als bei Tonträgern (wobei Tonträger bei einer großen Abteilung mit viel Auswahl am Ende des Tages einen großen Batzen Umsatz erwirtschaften. Noch immer.
      Nur im Einkauf der Konzerne und speziell in den Abteilungen der Filialen sitzen keine Fachkräfte die sich in der Materie auskennen mehr. Bzw. von der Geschäftsleitung gezwungen werden die Ausgaben zu reduzieren. DAS ist das Problem. Nicht die CD-Käufer. Die gibt es noch massig. Sonst gäbe es schon lange keinen Pop.de mehr.
      ...ja, ich bin ja schon ruhig! ;)
      @Butor Bei Zaubermond ist es nicht aufgegangen. Denn man ist wieder davon abgegangen zuerst alles über den Shop zu verkaufen. Oder täusche ich mich da.

      Aber ja ich wünsche Oli auch nur das Beste. Aber ich wünsche praktisch jedem Label nur das Beste und dass sie mit ihrer Strategie gut fahren. Und wenn dies bei IMAGA so ist, dann finde ich es klasse. Und wenn es bei MARITIM über Streaming und Download klappt, dann freut mich das genau so. Es ist schön wenn wir Hörspielfans Auswahl haben. Und die Labels was verdienen. Letztlich sitzen wir ja alle im selben Boot ^^
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

      Dujardin schrieb:

      DAS ist das Problem. Nicht die CD-Käufer. Die gibt es noch massig. Sonst gäbe es schon lange keinen Pop.de mehr.

      Ich denke schon, dass es mittlerweile viel zu wenige CD Käufer gibt und es sich daher schlichtweg für die meisten Geschäfte nicht mehr lohnt. Glaubst du wirklich, man würde die CD Regale freiwillig abbauen, wenn es noch einen stetigen Kundenstrom gäbe? Bei Onlinehändler sieht es derzeit halt noch anders aus.
      Ich finde diese Verfahrensweise gut. Wer will kann es als CD kaufen, wer nicht weiß, dass es später auf anderen Kanälen kommen wird. Muss sich dann halt etwas gedulden. Als letztes für den Stream finde ich auch richtig. Es gibt aus meiner Sicht keinen Grund, weswegen alles sofort im Stream serviert werden soll, nur weil irgendjemand ein Abo bei einem Streamingdienst habe.

      Wer ein Hörspiel nicht nur billig konsumieret, sondern auch etwas dafür bezahlt das es auch Nachschub gibt, der hat es verdient eher in den Genuss eines Hörspiels zu kommen.

      -- Bevor ich mich ärgere, ist es mir halt egal --

      Jedes Label so wie es für sich selbst am besten ist. Da fährt ja IMAGA nicht alleine eine eigene Strategie. Auch andere Labels haben hier ihr eigenes Geschäftsmodell. CONTENDO, WINTERZEIT, DREAMLAND, AUDIBLE. Es gibt halt keine Strategie, die für alle gleich ist.

      @Hoax , @Butor Wobei man sich vom Gedanken lösen muss, dass jede Produktion im Stream billig ist. Genau so dass jedes Hörspiel auf CD eine göttliche Offenbarung von hohen Produktionskosten ist. Und genau so muss man sich vom Gedanken langsam lösen, dass alle Stteaminghörer keine Sammler, nur billige Konsumierer und keinen Anspruch haben. Ebenso dass jeder Hörspielhörer von CD ein großer Sammler ist, der Labels mit seinem Kauf unterstützt (wenn ich teilweise sehe wie man alle Second Hand Shops abklappert um neueste Hörspiele ja als Schnäppchen gebraucht zu bekommen, da haben die Labels weniger davon als von Streaminghörer) und nur anspruchsvolle Hörspiele konsumiert. Das sind alles Schubladen, Stigmatisierungen und Vorurteile, die auf Einzelne zutreffen mögen, aber sicherlich nicht die Masse an Hörspielfans betrifft. Das ist schon lange überholt. Diese Vorurteile werden immer nur dann rausgeholt um den Hörer des jeweilig anderen Mediums möglichst doof da stehen zu lassen.

      Und IMAGA bedient letztlich alle Hörspielfans, egal auf welchem Medium, man bekommt es zu hören. Ist doch klasse, wenn es für sie passt, sollte es für uns schon lange passen. :thumbup:
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

      Zak schrieb:

      Was ich nicht verstehe, der Post ist aus dem Januar. Wieso kommt das erst jetzt aufs Tapet? Doch wahrscheinlich nur weil man sich gewundert/geärgert hat, das es was erwartetes noch nicht im Stream gibt.


      Das hat rein gar nichts mit Ärger über irgendwas zu tun. Ich hatte den Post bereits im Januar gesehen und hatte mir dazu bereits die hier nachzulesenden Gedanken gemacht. Eine schwere Erkrankung meinerseits ließ es bisher nicht zu, dass ich hier ausschweifende Posts online stelle. Wie man sieht geht es mir wieder besser. Jetzt ist die Kraft da um mich wieder zu beteiligen.

      Butor schrieb:

      Die All-you-can-Stream-Hörer ziehen sich jeden billig produzierten Schmarn in die Birne, hauptsache schnell rankommen an den Stoff.


      Es geht hier gar nicht um das schnell heran kommen. Ich mache mir höchstens Gedanken um den Fortbestand des Labels IMAGA. Wer mich kennt und meine Posts hier verfolgt weiß, dass ich immer CD Fan war. Gründe hierfür sind die bessere Tonqualität und das man mit einer CD mehr Freiheiten hat (weiterverkauf, verschenken etc). Ich habe Maritim auch immer dafür kritisiert, vieles ausschließlich als DL und Stream zu veröffentlichen. Obwohl ich weiterhin CD kaufte, wurden nach und nach die CD Auflagen meiner Lieblingsserien eingestellt und spätestens seit der All Ears GmbH erscheint ein Großteil der für mich relevanten Hörspiele nicht mehr auf CD. Das macht die All Ears GmbH nicht aus bösem Willen. CDs rechnen sich einfach nicht mehr. Schlussendlich stoße ich mit meinen insgesamt 12 CD Regalen trotz Umzug in eine drei Zimmer Wohnung platzmäßig an meine Grenzen. So bin ich dann letztendlich zum Streamhörer und Download-Käufer geworden. Ich habe aber keine Lust, meine Download-Bibliothek auf X-Shops aufzuteilen. Ich möchte alles gebündelt an ein bis maximal drei Orten.

      Dujardin schrieb:

      Thema Verkaufsfläche im stationären Handel: Dass die Regale und Regalflächen mit Tonträgern immer weniger werden, liegt aber nicht am Kunden. Der Handel verlagert seine Flächen immer mehr in Richtung Spielwaren, Krimskrams und Schnickschnack, weil da mehr Geld verdient wird als bei Tonträgern


      Dazu hätte ich gerne mal eine Quelle. Ich glaube kaum, dass Saturn, Mediamarkt und Co ihre CD-Flächen zugunsten von Spielwaren aufgeben. Das liegt nicht in deren Handelssegment.

      Markus G. schrieb:

      @Butor Bei Zaubermond ist es nicht aufgegangen. Denn man ist wieder davon abgegangen zuerst alles über den Shop zu verkaufen. Oder täusche ich mich da.


      Nein @Markus G. du täuscht dich nicht. Der Schuss ging nach hinten los und man ist wieder zurück gerudert.

      Hoax schrieb:

      Ich finde diese Verfahrensweise gut. Wer will kann es als CD kaufen, wer nicht weiß, dass es später auf anderen Kanälen kommen wird. Muss sich dann halt etwas gedulden. Als letztes für den Stream finde ich auch richtig. Es gibt aus meiner Sicht keinen Grund, weswegen alles sofort im Stream serviert werden soll, nur weil irgendjemand ein Abo bei einem Streamingdienst habe.


      Man kann das ja gut finden, weil man mehr auf die CD steht. Aber willst du erleben wie IMAGA baden geht? Warum holt man sich wohl einen dritten Teilhaber mit ins Haus. Noch dazu einen Sebastian Pobot. Weil der Laden gerade so gut läuft? Der gute Mann ist schon so oft rettend zu Hilfe gekommen und hat Serien vor dem Untergang bewahrt. Auch wenn ich lange gegen seine Vermarktungsstrategien war, so muss ich aus heutiger Sicht sagen, Sebastian hatte Recht. Schauen wir uns doch die Entwicklung auf dem Hörspielmarkt an. Ohne die großflächige Vermarktung im Stream und als Download, gäbe es heute kaum noch Hörspiele. Wenn man sich einen Pobot ins Haus holt, dann sollte man auch auf sein KnowHow vertrauen.
      "Mit dem Hören von Die drei Fragezeichen oute ich mich nicht als Hörspielfan, sondern als Fan meiner eigenen Kindheit."
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      Günter Merlau -
      Wenn ich mir die Meinungen hier so durchlese, dann liegt IMAGA mit der Einschätzung der unterschiedlichen Kunden nicht ganz falsch. Die meisten Hörer im Stream werden gar nicht wissen, was wann welches Hörspiel wirklich veröffentlicht wird, schauen sie doch nur auf dem Streamingportal in die Neuerscheinungen o.ä. Wenn da irgendwann ein neuer IMAGA Titel auftaucht wird er gehört und gut. Das der auf CD schon 6 Monate zuvor erwerblich war wird die große Masse nicht stören.

      Personen die im Stream über den Back-Katalog von IMAGA auf die Hörspiele aufmerksam geworden sind und vielleicht jetzt aktiv nach dem Label suchen, können so vielleicht zum Kauf animiert werden und steuer so statt nur ein paar Cent ein paar Euro bei.

      Wie @Chiara schon schrieb. Niemand hier kennt die Zahlen und eventuell kann es für den ein oder anderen Verlag einfach sinnvoller sein, 500 CDs oder Downloads zu verkaufen, anstatt 1000de Streamaufraufe, wo aber nur ein paar Almosen abfallen zu generieren, die dann auch noch teilweise die Verkäufe kanibalisieren. Ihnen wirtschaflichen Selbstmord oder Engstirnigkeit vorzuwerfen, bestätigt fast schon das Klischee des Streamingkundes, der für seinen 10er im Monat am liebsten alles sofort und in bester Qualität haben möchte.

      DeLorca schrieb:

      Wie @Chiara schon schrieb. Niemand hier kennt die Zahlen und eventuell kann es für den ein oder anderen Verlag einfach sinnvoller sein, 500 CDs oder Downloads zu verkaufen, anstatt 1000de Streamaufraufe, wo aber nur ein paar Almosen abfallen zu generieren, die dann auch noch teilweise die Verkäufe kanibalisieren.


      Ich denke das eine schließt das andere nicht aus. Wer nur streamen will der wird sich von dieser Aktion nicht zum CD-Kauf animieren lassen. Warum also nicht CDs verkaufen und gleichzeitig Abrufe in den Streams generieren.
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      Günter Merlau -
      Damit nicht noch mehr CD oder DL-Käufer zum Stream "überlaufen" würde ich sagen. Immerhin ist die frühere VÖ auch ein gewisser Mehrwert, den man den Kunden zugesteht, die auch bereit sind mehr zu zahlen. Ist beim Film ja ähnlich, da werden - von Eigenproduktionen der Portale mal abgesehen - auch erst die Kino- und Bluray-Kunden mit dem neusten Marvel-Film versorgt, bevor er im Streamingportal auftaucht.

      Markus G. schrieb:

      Es gibt sicherlich die Labels die machen das meiste Geld mit Downloads und werden reich, siehe Audible, Verlage die verdienen sich mit Streaming eine goldene Nase wie EUROPA oder MARITIM und es gibt Labels, die können von CD Verkauf gut leben bzw. überleben, siehe IMAGA, siehe R&B, siehe Ohrenkneifer aka @Dirk Hardegen, siehe @Wolfy-Office, siehe WINTERZEIT. Es gibt hier wohl nicht DIE beste Taktik sondern mehrere auf das jeweilige Label angestimmte Taktiken.


      Na ob die R&B Company so gut von CD-Verkäufen leben kann, weiß ich nicht. Ich glaube der Chef des Hauses hat vor ca. 10 Jahren schon bei den Hörspiel-Freunden damit gedroht, dass er die Faith-CDs die noch lagern, bald alle schreddern wird, weil sie sich nicht verkaufen. Inzwischen sind Serien wie Faith und Psi-Akten an Maritim verkauft und werden gestreamt.

      Ohrenkneifer ist meines Wissens nach kein Hörspiellabel was hauptberuflich betrieben wird.

      DeLorca schrieb:

      Damit nicht noch mehr CD oder DL-Käufer zum Stream "überlaufen" würde ich sagen.


      Die Mehrheit der Konsumenten ist bereits zum Download und Stream gewechselt. Hardcore-Sammler wie wir sind die Minderheit. Ein kleines Label wie Imaga wird diese Entwicklung nicht aufhalten können. Diese Veröffentlichungspolitik ist reines Wunschdenken.
      "Mit dem Hören von Die drei Fragezeichen oute ich mich nicht als Hörspielfan, sondern als Fan meiner eigenen Kindheit."
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      Günter Merlau -

      DeLorca schrieb:

      Damit nicht noch mehr CD oder DL-Käufer zum Stream "überlaufen" würde ich sagen. Immerhin ist die frühere VÖ auch ein gewisser Mehrwert, den man den Kunden zugesteht, die auch bereit sind mehr zu zahlen.

      Ein frühes Erscheinen ist für mich persönlich kein Mehrwert. Es kann für mich aber sehr wohl ein zeitgleiches Erscheinen im Stream und als CD funktionieren, wenn die CD z.B. einen deutlichen Mehrwehrt in Form von mehr Features bietet. Hatten wir aber alles schon mal als Thema.
      Ich denke schon, dass es hier sehr wohl unterschiedliche Käufer gibt. Ein Streamer wird nicht extra zur CD greifen, nur weil sie etwas früher erscheint. Kann ich mir jedenfalls nicht wirklich vorstellen.
      Ich kaufe schon lange keine CDs mehr, bin aber gerne bereit, für exklusive Hörspiel-Inhalte im Stream zu bezahlen. In diesem Zusammenhang finde ich den Weg der Holy-App eine gute Lösung und würde mir wünschen, dass mehrere kleinere Hörspiellabels sich für eine solche Hörspiel-App zusammenschließen würden.

      Voraussetzung wäre natürlich ein entsprechender Bekanntheitsgrad (keine Ahnung, wie viele Leute die Holy-App überhaupt kennen und inwieweit sich das rechnet) und dass sich die Label untereinander auf Abrechnungsmodalitäten einigen.

      Lenny schrieb:

      Die Mehrheit der Konsumenten ist bereits zum Download und Stream gewechselt. Hardcore-Sammler wie wir sind die Minderheit. Ein kleines Label wie Imaga wird diese Entwicklung nicht aufhalten können. Diese Veröffentlichungspolitik ist reines Wunschdenken.


      Sie werden es nicht aufhalten können, aber es ist doch legitim es zumindest bei den IMAGA Kunden zu versuchen und wie es so schön heißt, awareness schaffen.

      Ich verstehe halt nicht warum es auf der anderen Seite schlecht sein soll. Kehren denn Streamingkunden, die schon aus anderen Gründen keine CDs oder DLs mehr kaufen, IMAGA jetzt den Rücken und akzeptieren nicht einfach die spätere VÖ, wenn ihnen der Umstand überhaupt bekannt ist? Wenn IMAGA jetzt garnicht streamen würde, könnte ich den Aufschrei verstehe, aber so wüsste ich nicht, was IMAGA daran schaden soll.

      hoerspiel schrieb:

      Ein frühes Erscheien ist für mich persönlich kein Mehrwert.


      Umgekehrt heißt das dann aber auch, das eine spätere VÖ für dich auch keinen Minderwert darstellt, oder? Dann geht IMAGA ja auch wiederum nichts verloren. Und vielleicht gibt es Kunden, die eine frühere VÖ honorieren.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „DeLorca“ ()

      IMAGA schrieb:

      Unsere Neuerscheinungen, wie jetzt beispielsweise „Der todbringende Stern“, werden zurzeit erst exklusiv bei uns im IMAGA Shop erscheinen, etwas später dann im stationären Handel als CD und Download und rund ein halbes Jahr später im Streaming. „Der todbringende Stern“ wird deshalb vor Sommer/Herbst 2021 NICHT im Streaming erhältlich sein.

      Lenny schrieb:

      Wie steht ihr eigentlich zu dieser Veröffentlichungspolitik? Ist es in der heutigen Zeit klug, zuerst einmal nur über den eigenen Webshop zu verkaufen und vor allem das Streaming so massiv zu benachteiligen?

      Ich finde diese Variante richtig, zumal es auch ein nachvollziehbares Geschäftsmodell ist. Wer das Hörspiel sofort zur Veröffentlichung hören will, der ist quasi "gezwungen" es direkt bei IMAGA zu ordern. Damit versucht man den Großteil der Kosten mit dem wenigsten Vertriebskosten zu refinanzieren - das halte ich für legitim. Danach folgen Handel und Download, der Verdienst wird geringer, dafür die Reichweite größer und zum Schluß folgt der Stream mit der größten Verbreitung aber nur kümmerlichen Brotkrumen als Erlöse. Ich denke IMAGA hat sich das sehr genau überlegt und fährt damit am Besten #gruebel# ...
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      DeLorca schrieb:

      Ich verstehe halt nicht warum es auf der anderen Seite schlecht sein soll. Springen denn Streamingkunden, die schon aus anderen Gründen keine CDs oder DLs mehr kaufen, IMAGA jetzt den Rücken und nicht einfach die spätere VÖ akzeptiert, wenn er es überhaupt mitbekommt? Wenn IMAGA jetzt garnicht streamen würde, könnte ich den Aufschrei verstehe, aber so wüsste ich nicht, was IMAGA daran schaden soll.


      Ich denke die Lage auf dem CD-Markt ist inzwischen sehr Ernst. Ein Label was sich so extrem wie IMAGA primär auf den eigenen Shop konzentriert, wird früher oder später untergehen. Nur wer sich breit aufstellt und in allen Shops und Streaming-Portalen vertreten ist, kann überleben.

      HP. Göldner schrieb:

      Wer das Hörspiel sofort zur Veröffentlichung hören will, der ist quasi "gezwungen" es direkt bei IMAGA zu ordern.


      Mit Zwang hat man bei mir noch nie etwas erreicht! ;)
      "Mit dem Hören von Die drei Fragezeichen oute ich mich nicht als Hörspielfan, sondern als Fan meiner eigenen Kindheit."
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      Günter Merlau -

      Lenny schrieb:

      Nur wer sich breit aufstellt und in allen Shops und Streaming-Portalen vertreten ist, kann überleben.


      Aber das machen sie doch, sie sind überall vertreten. Nur halt nicht zum selben Zeitpunkt. Wo das jetzt ein Fokus auf den Verkauf der CD im eigenen Shop und das Ignorieren der Zukunft ist, hast du mir immer noch nicht beantwortet :D