Wie kann 2021 ein kleines Label mit „einer Idee“ Erfolg haben?

      Wie kann 2021 ein kleines Label mit „einer Idee“ Erfolg haben?

      Wir hatten ja am Samstag einen Chat mit dem Macher von „Leo und die Abenteuermaschine“ @Matthias Arnold. Dieser hatte die Idee einer Hörspielserie und hat sie verwirklicht. Er kämpft aber wie wahrscheinlich viele „kleine“ Hörspielmacher mit dem Überleben.

      Was würdet ihr einem Label mit einer tollen Idee und einem durchaus gelungenem Hörspiel raten? Wie kann man heute damit maximalen Erfolg haben? Wie kommt man an eine große Hörerschaft? Wie kann man aber gleichzeitig so viel einnehmen, dass sich das Projekt rechnet? Wie dass man davon sogar leben kann?
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Wenn man nur ein Projekt im Köcher hat, ist es mit Sicherheit schwierig, damit Geld zu verdienen. Etwas Stehvermögen braucht man da schon. Aber dass es mit Qualität und Ehrgeiz und Herzblut funktioniert, zeigen die Ohrenkneifer. Die produzieren sicher nicht, um jedesmal Geld draufzulegen. :)
      Und Kooperationen mit anderen Labels könnten auch eine Idee sein.

      Eins und eins ist zwei - von London bis Shanghai!


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      Meine Empfehlung geht ein bissl an der Frage vorbei, deshalb nur ganz kurz:

      Ich würde zu Beginn sicher kein eigenes Label gründen, sondern meine Idee mit/bei einem bestehenden Verlag umsetzen, im Grunde so, wie es ILM macht.

      Man hat ja genug mit der Geschichte, der Besetzung, den Aufnahmen, der Umsetzung usw. zu tun. Sich da auch noch alle notwendigen Arbeiten eines Labels zusätzlich aufzubürden, wäre mir zu viel und auch nicht zielführend. Aus Erfahrung kann ich übrigens sagen, dass die meisten kreativen, künstlerischen Menschen keine Buchhalter, Vertragsanwälte, Produktionsleiter, Disponenten oder Finanzgenies sind. Die möchten einfach in Ruhe ihre Idee umsetzen und sich einbringen, etwas schaffen.

      Wenn die Idee gut ist und überzeugend vorgetragen wird, stehen die Chancen sicher nicht schlecht in diesen Zeiten. Noch nie war es so einfach, Entscheider einfach über Businessplattformen wie Xing, Linked In usw. zu kontaktieren, sich im besten Licht auf Youtube zu präsentieren, Netzwerke aufzubauen und viele Menschen über Social Media zu erreichen.

      Und: noch nie war der Durst der Anbieter nach gutem Content so groß wie heute.
      Ohne eine gewisse Erstinvestition geht es sicher nicht, denn mit reinem Amateurmaterial an Sprechern und Produktion wird es mit der großen Verbreitung wohl eher nicht etwas werden. Aber die Idee sollte (a) einen Nerv treffen, (b) originell sein und (c) kommerziell genug für ein Mainstreampublikum sein. Und das klingt sicher nach einer eierlegenden Wollmilchsau, weswegen es auch so tricky ist, sowas umzusetzen. Der richtige Zeitpunkt ist eben auch entscheidend.

      Ein Beispiel: das Album "I Robot" vom Alan Parsons Project ist das erfolgreichste Album der Formation in den USA. Nicht des Inhalts wegen (das Album ist sehr gut), sondern weil zum Zeitpunkt, als ganz plötzlich Roboter hip waren (Star Wars, im Jahr 1977) die APP-Platte die einzige aktuelle Popplatte war, die was mit Robotern zu tun (und auf dem Cover) hatte. Das ist eins der Elemente, die eben dazu gehören, und die man wenig beeinflussen kann: die richtige Idee zur richtigen Zeit.
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      Ich denke vor der Idee ist es wohl das Beste wenn man sich ein gewisses Netzwerk aufgebaut hat. Dies beginnt mit dem Vertrieb, den Möglichkeiten seine Hörspiele an die Frau und dem Mann zu bekommen und geht natürlich dahin gehend weiter dass man Studio, Sprecher usw. braucht. Das ist wohl am wichtigsten. Und dann natürlich das entsprechende Kleingeld an der einen Hand und viel Durchhaltevermögen, Zeit und einen langen Atem. Und wenn dass alles vorhanden ist, dann kommt die Idee.

      Wie @Matthias Arnold erzählt, braucht es aber eine starke Hand in Form eines Verlages. Alleine ist es wohl kaum zu schaffen.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

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      Markus G. schrieb:

      Ich denke vor der Idee ist es wohl das Beste wenn man sich ein gewisses Netzwerk aufgebaut hat.

      Ich weiß ja nicht, ob man das so direkt steuern kann #schulterzuck# ...

      Ich hätte schon eine Idee für ein Hörspiel, die ich eigentlich schon seit Jahren mit mir herumtrage. Da mir aber die finanziellen Möglichkeiten nicht gegeben sind, und mir auch die Zeit fehlt dies alleine nach meinen Vorstellungen umzusetzen, wird es wohl nie produziert werden - sollte ich mal im Lotto gewinnen, dann sieht die Sache anders aus #wirr2# ...
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      T-Rex schrieb:

      Ich stelle sogar mal eine These auf und kehre das um: Ist das Geld da, wird auch eine beschissene Idee ein Erfolg.

      Diese Fälle gibt’s sicher, aber mir würden aus dem Stand einige Beispiele besch...eidener Hörspielideen mit ordentlich Geld dahinter einfallen, die kein Erfolg waren. Und ich bin sicher, ich muss die nicht nennen, die sind bekannt genug.
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      Geld spielt sicher eine Rolle. Aber es muss wohl alles passen. Auch die richtige Idee zur richtigen Zeit, wie @Interplanar richtig schrieb. Und manchmal braucht es auch das Glück den Nerv des Publikums zu treffen. Und dabei richtige Entscheidungen zu treffen. Da kann ein bekannter Name nicht eine Tür zur Masse an Menschen öffnen sondern vielleicht sogar schließen weil sie falsche Assoziationen weckt, siehe Amadeus, siehe Freud.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Welches kleine Label hatte denn in den letzten 2-3 Jahren wirklich Erfolg? Fällt euch da eines ein, dass den Durchbruch geschafft hat? Wobei Erfolg natürlich relativ ist, aber ich meine damit ein Label, das plötzlich da war, ein erfolgreiches Hörspiel oder Serie hatte über das alle redeten und sich auch danach am Markt etablieren konnte und nicht gleich verschwand.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#