Sinn und Unsinn des Sammelns in der Überflussgesellschaft

      Einmal mehr - tolle Beiträge, in denen ich mich überall ein bisserl wiederfinde. #cool# Aber letztlich muss jeder für sich selbst den besten Weg finden.

      Ich glaube da gibt es keine allgemeingültige Regel, sondern jeden macht etwas anderes glücklich.​


      @Butor hat es im ersten Satz für mich wunderbar auf den Punkt gebracht. #jaja#
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Ich habe schon als ich noch alles auf CD hatte ebenfalls 90% gerippt um es auf dem iPod zu hören. Vor unserer Weltreise 2018/2019 haben wir dann 95% verkauft der Medien. Geblieben sind noch der Großteil der LPs und meine drei ??? MCs bis 120. Selbst letztere überlege ich zu verkaufen, da ich sie einfach nicht mehr höre geschweige denn aus dem Karton auspacke und in ein Regal stelle.
      Ich habe es immer mehr als Ballast empfunden, vor allem da ich nicht von CD gehört habe sondern die nur zum Rippen genutzt habe.
      Eigentlich (!) ist das ja alles ganz einfach. :saint:

      Dinge, die man liebt, mit denen man sich gern umgibt, die einem Freude bereiten (does it spark joy?!), denen man Zeit und Aufmerksamkeit widmet... die bleiben.
      Sobald sie beginnen, zur Belastung zu werden oder die Räume mit einer Art 'Lähmung' oder Schwere zu füllen... raus damit!

      Viele kommen auch gut mit der 1-Jahres-Regel zurecht. Jedes Ding, das du 1 Jahr lang nicht benutzt hast, kannst du eigentlich entsorgen, weil du es vermutlich auch in den nächsten 10 Jahren nicht benutzen wirst (von schwarzen Anzügen für Beerdigungen und ähnlichen Spezialfällen mal abgesehen). Das dürfte dann für die ganzen armen Hörspiel-CDs/LPs/MCs gelten, die seit langen Jahren ihr Leben in dunklen Kartons fristen, statt jemand anderem Freude zu bereiten. :)
      Tja, ein Hörspiel ist nun mal eine unendlich reprozierbare Datei, anders als bei meiner Van-Gogh-Sammlung im Westflügel des Anwesens stellt sich da natürlich schon die Sinnfrage :D

      Sammeln hat früher Spaß gemacht, man musste ja wirklich monatelang in den Untiefen des Internets suchen, ehe man ein 50 Jahre altes Hörspiel wirklich bekommen hat. Und hat dabei interessante andere Hörspielfans kennengelernt. Oder bis man endlich alle Van Dusens zusammen hatte.

      Heute ist das meiste eh digital wiederveröffentlicht, in viel besserer Qualität und immer verfügbar.

      Einzig "Paul Temple und die Affäre Gregory" ist als Herausforderung geblieben 8)
      Völliger Schrott, offensichtlich von den Tauben für die Ahnungslosen.
      ​Dinge, die man liebt, mit denen man sich gern umgibt, die einem Freude bereiten (does it spark joy?!), denen man Zeit und Aufmerksamkeit widmet... die bleiben.Sobald sie beginnen, zur Belastung zu werden oder die Räume mit einer Art 'Lähmung' oder Schwere zu füllen... raus damit!


      Schön geschrieben @Chiara! So sehe ich es auch. Es bedarf aber manchmal einen längeren Entwicklungsprozess um sich abzunabeln. Bei mir ist dies immer ein kleiner innerer Kampf. Denn irgendwie hängt man ja oft auch an Dingen, die einem belasten. Manchmal ist es auch ein schleichender Prozess von der Freude, zur Routine bis hin zur Belastung. Aber letztlich tut es mir gut sich von solchen Dingen zu trennen. Es ist eine Befreiung.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Aktuelle sammele ich nur noch zwei Serien: John Sinclair Edi 2000 und Hanno & Nanni. Da ich aber inzwischen meist über Spotify höre, stehen die letzten Folgen noch verpackt im Regal. EIgentlich müsste ich mir die auch gar nicht mehr kaufen, aber so weit bin ich noch nicht. Sonst werden nur vereinzelt bestimmte Hörspiele gekauft.

      Ich bin echt zwiegespalten. Auf der einen Seite finde ich es schön, die Hörspiele im Regal stehen zu haben. Aber ich will halt auch nicht meine Wohnung mit Hörspielen "vollmüllen". Noch ist ein bisschen Platz im Regal, was passiert wenn das voll ist weiß ich noch nicht.

      Wesley schrieb:

      Aktuelle sammele ich nur noch zwei Serien: John Sinclair Edi 2000 und Hanno & Nanni.


      Ist aus Hanni inzwischen ein Mann geworden? Ich verfolge die Serie nicht so. Habe nur die ersten 12 Folgen.
      "Mit dem Hören von Die drei Fragezeichen oute ich mich nicht als Hörspielfan, sondern als Fan meiner eigenen Kindheit."
      -
      Günter Merlau -