Sinn und Unsinn des Sammelns in der Überflussgesellschaft

      Sinn und Unsinn des Sammelns in der Überflussgesellschaft

      Hab jetzt per Boardsuche kein passendes Thema gefunden. Falls es eins gibt, darf mein Thema gerne da hin verschoben werden.

      Ich bin einfach satt. Seit mehr als 15 Jahren sammle ich nun Hörspiele in verschiedenen Formaten. Den Großteil meiner Sammlung nimmt die CD ein. Ich habe zehn Ikea-CD-Regale und zwei breite CD-Regale von Regaflex. Alle Regale sind praktisch voll. Bei meinem Umzug um letzten Jahr, habe ich diese Sammlung als Belastung erlebt. Nicht alle CD-Regale konnten befüllt transportiert werden. So saß ich dann nach dem Umzug in der neuen Wohnung Stunden vor meinem Regal und musste es wieder einräumen und sortieren. Rückblickend hätte ich die Zeit auch anders nutzen können.

      Es ist inzwischen auch so, dass ich mich in meiner thematisch sortierten Sammlung zum Teil nicht mehr zurecht finde. Oft weiß ich, dass ich einen bestimmten Titel habe, muss dann aber trotz Sortierung überlegen, in welchem Regal er jetzt steht. Auch stehen viele Titel in meinen Regalen noch eingeschweißt und das zum Teil auch seit 15 Jahren!!! Ich habe eigentlich immer mehr als ich hören kann. Trotz eingeschweißter Hörspiele habe ich als braver Hörspiel-Fan jede neue Folge meiner Lieblings-Serien sofort bei Erscheinen gekauft, obwohl ich eigentlich noch genug "Stoff" im Regal stehen hatte.

      Seit einigen Jahren habe ich parallel auch einen Spotify-Premium Account, da ja z.B. von Maritim und inzwischen auch von All Ears fast ausschließlich digital veröffentlicht wird. Es kam vor, dass die CD nicht zum VÖ-Tag in meinem Briefkasten lag und ich die aktuelle Folge meiner Lieblingsserie im Stream gehört habe. Die gelieferte CD wanderte danach nur noch eingeschweißt ins Regal. Nach meinem Umzug habe ich gesagt STOP und den Kauf von CDs massiv eingeschränkt. Habe ich früher mindestens 50€ im Monat für Hörspiele ausgegeben, kaufe ich jetzt vielleicht alle drei Monate eine CD. Das hat nichts mit Geiz zu tun. Ich merke einfach der Bedarf ist gedeckt und ich habe es noch nicht mal geschafft das Vorhandene zu hören. Ich merke auch, dass ich die Titel die bei Spotify verfügbar sind eher dort höre, als dass ich die CD raus hole.

      Ich frage mich ob es überhaupt sinnvoll ist, immer weiter zu kaufen obwohl sich die ungehörten Hörspiele im Regal sammeln. Es kommt ja jeden Monat massig Programm. Man hat überhaupt keine Zeit mehr Hörspiele zwei mal zu hören, denn nächsten Monat kommt der nächste tolle Titel. So funktioniert ja auch unsere Wirtschaft. Es muss immer etwas neues produziert werden. Das was schon da ist, ist nicht genug.

      Jetzt bin ich auf eure Gedanken gespannt.
      "Mit dem Hören von Die drei Fragezeichen oute ich mich nicht als Hörspielfan, sondern als Fan meiner eigenen Kindheit."
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      Günter Merlau -
      Das physikalische Sammeln habe ich schon vor Jahren drangegeben. Wobei ich da auch nie wirklich der Komplettsammler war. Ich habe die Ära der CD eigentlich nur mitgemacht, weil Anfangs der Download im Hörspielbereich stark vernachlässigt wurde. Da vieles halt nur auf CD erschien, hatte sich auch bei mir bisweilen sehr viel angesammelt und Platznot gab es auch hier.
      In den letzten Jahren fahre ich mittlerweile die Taktik, dass ich mir Hörspiele als Download kaufe, wenn ich der Meinung bin sie später noch öfter zu hören. Auch gibt es derzeit noch Serien, wie Larry Brent, die ich als Download sammle. Ich traue dem Stream nicht all zu sehr, gerade bei Lizenzserien ist schon das eine oder andere wieder rausgeflogen.
      Hörspiele auf CD lege ich mir fast nur noch Klassiker, oder Hörspiele die als Box erscheinen, zu. So eine Box spart verdammt viel Platz.
      Ansonsten wird hauptsächlich gestreamt, denn bei vielen davon reicht mir ein einziges Hören aus. Alles zu sammeln macht wirklich kaum Sinn, vor allem stößt man da physikalisch schnell an Grenzen und oft finde ich es auch um das liebe Geld zu schade.

      Wandel der Zeit Haptik goes to Digital

      Hallo Lenny,

      tja, da sprichst Du etwas an, dass viele bei einem Umzug erst wirklich merklich ins Schwitzen bringt. Früher waren es die schweren und vielen Bücher, die einem beim Umzug ordentlich Zeit gefressen haben. Raus aus dem Schrank und den Regalen, rein in die Kartons, die schwerer und schwerer wurden. Hatte man viele Bücher waren es viele schwere Kartons und Kisten. Beim Betrachten der leeren Schrank- und Regalbretter erkannte man, die ganzen Schrankauflagen und Regale, sind auf Grund des jahrelangen drauf stehenden Gewichtes, krumm und durchgehangen. Dies wiederum machte einen Wiederaufbau fast nicht immer möglich und so mussten für die neue Wohnung teils neue Schränke und Regale angeschafft werden. Dazu kam noch das hin und her schleppen der Kartons und natürlich das wieder Einräumen und Sortieren. Die erste Zeit nach dem vollzogenen Umzug mit dem Leben aus dem Karton. Bis alles wieder an Ort und Stelle ist und man sich wieder so eingerichtet hat, wie man sich das vorgestellt hat, dauert einige Tage und Wochen. Wenn die Priorität beim Einsortieren bei anderen Dingen liegt, wie z.B. Geschirr und Klamotten nach dem Umzug wieder zur Hand und an seinem neuen gewohnten Platz zu haben, tja da bleibt vieles Andere noch im Karton, wie z.B. die ganzen Bücher. Die Lösung, die uns schon seit einiger Zeit zur Verfügung gestellt wurde, nennt sich E-Book.

      Das digitale Buch, ohne schwere Seiten und große Regale. Die perfekte Lösung gegen durchgebogene Regalböden und unverhältnismäßigem Platzverbrauch in der Wohnung durch Schränke und Regale. Das Gleiche finden wir heute übrigens auch bei Filmen und Musik und natürlich auch bei anderen Audiomedien Hörspielen und Hörbüchern. Das Zeug in die Regale und Schränke zu stopfen, weil man irgendwo mit dem Zeug ja hin muss, ist des Sammlers Leidenschaft. Zum Glück benötigt man heutzutage eigentlich keine CDs mehr. Zum Teil muss man auch gar keine eigene Festplatten oder Speichermedien haben, da alles irgendwo online verfügbar auf Streaming-Plattformen oder gar eigenen Online-Bibliotheken abgelegt ist. In diesen online Sammlungen ist alles digital festgehalten und übersichtlich sortiert, direkt verfügbar und nutzbar. Die Computerspielindustrie hat das auch schon längst begriffen, das Spiele in digitaler Form einfacher zu handeln sind. So haben große Publisher wie Epic, Ubisoft. EA usw. und Anbieter wie Steam, für die User und deren Sammlung ein schönes Portal, mit den erworbenen Games online parat. Man benötigt nur das Passwort für seinen Account und hat so Zugriff auf Alles.

      Der Weg geht weg von Haptik und Anfassen und sind wir doch ehrlich, es geht doch einzig und allein mehr darum, die Dinge zu nutzen, die Spiele zu spielen , Hörspiele und Musik zu hören und Filme zu schauen, anstatt das Zeug zu Tonnen und absurd vielem Platz zu horten und bei sich zu Hause herum stehen zu haben. Sicher eine solche Sammlung sieht imposant aus, wenn man sie hegt und pflegt. Doch ab einer bestimmten Größe geht die Übersicht verloren und man muss sich etwas einfallen, wie man die Dinge sortiert, um auch das Gesuchte schnell wieder aufzufinden. In echten Bibliotheken verwendet man Registerkarten, auf denen man Titel und die Regalpositionen drauf stehen hat und hat alleine nur für diese vielen Karten schon Schänke oder ganze Räume. Natürlich zog auch hier schon moderne IT ein und man hat das ganze Verzeichnis digital aufbereitet, so dass einem der Computer sagt, wo man dieses oder jenes Buch in welchem Regal findet. (Sofern man das auch ordentlich sortiert und eingeräumt hat). Nachdem man sein Verzeichnis digital vorliegen hatte, war natürlich der nächste logische Schritt, auch die Medien selbst, wie die Bücher digital aufzubereiten und zu speichern. So hat man heute, ohne dass man zum Regal laufen muss, das gesuchte Buch gleich am Bildschirm. Das Gutenberg-Projekt ist eine tolle Sammlung für digitale Bücher (nur mal so am Rande projekt-gutenberg.org/) - und das gleiche passiert mit Hörspielen und allen anderen medialen Dingen, die man nicht unbedingt in der Hand haben muss.

      Ich finde diese Entwicklung gar nicht verkehrt, da mein Platz hier zu Hause doch sehr begrenzt ist. Heute loggt man sich in seinen Account ein und hat seine imposante Sammlung digital vorliegen - das ist auch nicht schlecht und kann direkt auf alles zugreifen. Danke Amazon Music, dass Du fast jede Musik, die ich kaufe mir parallel gleich in digitaler Form als Autoripp in meinen Account abspeicherst und noch bevor die CD in echt per Paket bei mir zu Hause ankommt schon gleich nach dem Klick beim Kauf zum Hören verfügbar machst. Wow. Schneller geht neues Hören nicht. Haptik brauch man nicht mehr, das geht sofort ins Ohr. Und wenn ich meine Sammlung zeigen will - halte ich einfach mal das Tablet meinem Kumpel mit dem digitalen Account unter die Nase und er kann durchscrollen durch alles was ich habe und sich ein Album aussuchen, was wir uns dann sofort anhören können. Auch nicht schlecht - kein langes suchen, CDs aus der Hülle holen, vorsichtig in den Player legen - damit keine Kratzer dran kommen, nein, binnen weniger Sekunden und einem Klick startet die Musik sofort. Gut auf dem Tablet klingt es nicht so super, aber es gibt heute natürlich auch klanglich bessere Abspielgeräte, die sofort mit dem digitalen Account verbinden sind. "Alexa, spiele ACDC Highway to Hell." und schon geht´s los. Es drückt auf den Ohren und man singt einfach mit.

      Braucht man diese Haptik noch? Wer möchte knuddelt einfach seinen externen, kabellosen und tragbaren Speaker und nimmt das Teil Dank WLAN überall hin mit in der Wohnung oder sogar mit in den Garten. Schöne neue Welt, die es einem ermöglicht zu Hause sich spartanisch einzurichten und dennoch alles zu haben. Mehr Platz für andere Dinge ohne lästige Regale und Schränken vollgestopft mit Büchern, CDs, DVDs oder Blurays über die man über die Jahre des Sammelns hinweg einfach nur die Übersicht verliert. Haptik goes to Digital.

      [EDIT: Sorry für die fehlenden Wörter und Interpuntkion... das liest sich teils alles komisch, da muss ich nochmal ran]
      http://www.blackdays.de - http://timeshift.blackdays.de - TimeShift kostenloses Hörspiel - Finale ist online, Folge 8 "And All My Dreams, Torn Asunder" * TS 7.1 TechDemo *
      Ich kann beide Seiten verstehen, wenn ich die Bilder von @Markus G.Hörspielraum sehe finde ich das toll. Wenn ich wüsste das ich sesshaft werde und müsste mir über den Platz keine Gedanken machen würde ich mir einen Raum einrichten - der wäre dann voll mit Kochbüchern, Backofen, Gasherd, Sous-Vide gareren, einem kleinen Grill, Kühlschränken, einem Salamander und einer tollen Abzugshaube.

      Bei meinem Umzug habe ich festgestellt das ich Kiloweise Kochbücher und Zeitschriften aus denen ich ein Rezept oder Bericht brauche durch Europa geschleppt habe. Das habe ich geändert - 90% meiner Kochbücher habe ich in Bücherschränke verfrachtet und hoffe das sie in gute Hände gekommen sind, Zeitschriften eingescannt und weggeworfen und neue Kochbücher werden nur noch digital gekauft. Ich liebe es in Kochbüchern zu blättern und Rezepte auszuprobieren, bei vielen sind Notizen daneben was ich mal ausprobiert habe, etc. das geht in PDF Dateien natürlich, ist aber nicht das gleiche. Ich hänge genug vorm Bildschirm rum und darum finde ich das Bücher "Wellness" für die Augen sind.

      Ich habe es woanders geschrieben bei den Miet- und Immobilienpreise sind 10 Ikea CD-Regale auch ein Kostenfaktor, ein paar qm² Fläche die bezahlt werden müssen da ist Streamen auf Dauer wahrscheinlich einfach günstiger und praktischer.
      Ich habe es nie geschaft meine Kochbücher so zu sortiren das es für mich passt Italien, Frankreich, Spanien, Grundlagenkochbücher, Bücher über Fisch, ein Buch von Anne-Sophie Pic über die hohe Französische Küche und dann kochen mit Kindern. jetzt gebe ich in der Such Fuktion eingeben was ich brauche und dann der Verschlagwortung werde ich fündig.

      Ich sammele und brauhe längst nicht jedes Kochbuch oder Rezept da ich habe, da es egal ist ob ich 100 oder 1000 Kochbücher habe, das ändert bei meiner Festplatte nichts, genauso verhält es sich mit Hörspielen.

      So long

      grifter
      "Wenn du es auf der Straße zu was bringen willst, dann bind dich auf keinen Fall an jemand, häng dich an nichts, was du nicht problemlos in 30 Sekunden wieder vergessen kannst wenn du merkst das dir der Boden zu heiß wird."

      Neil McCauley
      Bei einem anstehenden Umzug kann man immer gut aussortieren, was man eigentlich nicht mehr braucht. Und wenn man schon gar keine Lust mehr hat, seine Sammlung einzusortieren, ist es ein guter Hinweis darauf, dass die Sammlung einem nicht mehr viel bedeutet oder einfach viel zu umfangreich geworden ist. Oder beides.

      Ich habe mich nach meinen letzten Umzügen auch nur noch auf bestimmte Hörspielserien auf CD festgelegt und mir ein Regaflex-Regal gekauft. Wenn dieses voll ist, werde ich wohl keine CDs mehr kaufen, sondern nur noch digital hören. Über diese doch noch übersichtliche Sammlung freue ich mich jeden Tag und könnte sie bei einem Umzug auch noch gut transportieren. Ansonsten bin ich bei Hörspielen schon länger zum Streamen übergegangen oder kaufe Hörspiele, die ich öfter hören will, als Download.

      Bei Musik und PC-Spielen bin ich schon lange zum Digitalen übergegangen. Musik streame ich und für Games nutze ich Steam. Filme schaue ich auch fast nur noch über Amazon Prime Video und habe auch schon einige digital erworben. Nur noch wenige, ganz besondere Filme kaufe ich auf DVD. Bei Büchern bin ich auch schon hauptsächlich zu E-Books übergegangen. Nur ein paar finden sich noch im Schrank und eine kleine Sammlung an alten Drei ??? und TKKG-Büchern stehen noch hier im Wohnzimmer bei mir.

      Das wenige Haptische, das ich besitze, ist also für mich etwas besonderes geworden. Eben weil es extra ausgewählt wurde. Wenn man alles kauft, ist es auch nichts besonderes mehr. Man hat dann einfach alles im Überfluss.
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      Ich schwanke seit langem zwischen möglichst gut informiert sein und am liebsten gar nichts mehr wissen wollen.
      Ein schönes Thema, das ich vor nun 2 Jahren als Leitmotiv einer meiner Kolumne gemacht habe: HÖRSPIELKOLUMNE „GEDANKEN EINES HÖRSPIELFANS 1/2019“ - Besitz & Sammlung eine Belastung? Alles was ich da geschrieben habe, hat nach wie vor Bestand.

      Ich habe mich von vielen getrennt. Das war mit viel innerem Kampf, mit Tränen, weil man immer meint, man gibt mit dem Ding auch persönliche Erinnerungen, Erfahrungen, ja sogar ein Stück von einem Selbst her, mit einer gehörigen Arbeit, mit Disziplin und vor allem sehr sehr viel Zeit verbunden. Aber das „Sich-Trennen“ hat auch etwas von Befreiung für mich gehabt. Als dies sei eingangs zu erwähnen.

      Grundsätzlich finde ich es sehr schön, dass der Hörspieltalk ein modernes Forum ist, dass neuen Medien aufgeschlossen ist, nicht der Kassettenkinderzeit nachweint und dass Fans für alle Medien beheimatet. Ich für mich habe festgestellt, dass ich auch sehr vieles streame und mein Bezug zum sammeln nun ein ganz anderer ist als früher. Ich raffe nicht mehr alles an, wo man eine Geschichte hören kann. Ich kaufe wirklich nur mehr gezielt, so wie @hoerspiel, dass was ich noch öfters hören möchte, was es für mich wert ist, ins Regal zustellen. Mein bevorzugtes Sammelmedium sind CDs, zunehmend aber wieder Kassette und seit neuesten auch ab und an ganz ausgewählte LPs. Ich habe hier einen großen Schritt zurück gemacht, kaufe pro Monat nur mehr einen Bruchteil von früher. Aber dass was ich kaufe, bereitet mir nun wirklich wirklich wirklich sehr viel Freude und ich schätze es nun deutlich mehr. Mein Credo lautet seit Jahren, wenn ich ein Hörspiel hören möchte, ist mir das Medium egal, es ist das Hörspiel, das zählt, nicht die leblose Materie.

      Ich würde meinen, auch Du lieber @Lenny würdest gut daran tun, ein oder sogar zwei Schritte zurück zu machen. Das Wichtigste ist, dass Du weiterhin Spaß an Hörspielen hast. Und wenn dies per se mehr im Stream der Fall ist, dann höre genau dort. Und ich könnte mir vorstellen, wenn Deine CD-Sammlung etwas zur Ruhe gekommen ist, kein Stappel an ungehörten CDs mehr auf Dich wartet, Du Abstand zum Sammeln bekommen hast, dann wirst Du vielleicht auch wieder Freude an CDs oder anderen haptischen Medien finden. Weil sie dann keine Belastung sind, keinen Druck erzeugen, sondern einfach wieder Spaß machen. Und dann wird für Dich vielleicht das ganze gezielte Sammeln einiger weniger Raritäten, toller Hörspiele oder Schmuckstücke wieder ein Hochgefühl in Dir erzeugen. Höre einfach auf Dein Herz!

      Ich habe durch diesen Schritt zurück, durch den Schritt hin zum Streamen, hin zum (AUDIBLE-)Download wieder Freude gefunden auch CDs, Kassette, LPs oder auch DVDs und BluRays zu sammeln und vor allem auch zu hören. Weil es ist etwas Besonderes. Es sind keine Massenmedien mehr. Sondern es sind jetzt Schmuckstücke. Und diese haben mich wieder zum sammeln motiviert und gebracht.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Ich gehe an das Thema Hörspiele etwas anders heran. Ich höre mir neue Hörspiele, die mich vom Thema interessieren, zuerst digital an, und wenn mir das Hörspiel so gut gefällt das ich weiss, dass ich es immer wieder hören werde, dann kaufe ich es mir auf CD.

      So ist meine CD-Sammlung sehr überschaubar, für mich persönlich aber mit einem sehr hohen ideellen Wert verbunden. Da ich gar keine Stereoanlage mehr habe, rippe ich diese dann als FLAC und ziehe sie mir aufs Handy, da ich Hörspiele halt überwiegend auf dem Handy oder im Auto höre.
      So weiss ich das es zwar digital vorliegt, aber keinen Qualitätsverlust im Vergleich zur CD hat (natürlich ist mein Equipment gar nicht darauf ausgelegt diese feinen Unterschiede wahrzunehmen - aber egal, es ist einfach eine gewisse digitale "Sammelleidenschaft" :) )

      Und auch digital kann man sich seine Sammlung sehr schön "zurecht drapieren".

      Vorteil ist, es sieht gut aus, und nimmt keinen physischen Platz weg.

      Natürlich taugt nicht jede Playerapp auf dem Handy dafür. Ich nutze VOICE das erfüllt genau meinen ästhetischen und funktionalen Bedarf.

      Warum ich nicht stattdessen auf Stream setze? Ich traue dem Stream einfach nicht. Wer garantiert mir das die nicht meine Lieblingshörspiele aus dem Programm nehmen? Oder was mache ich wenn ich was hören möchte und warum auch immer gerade keinen Internetempfang habe?

      Da bin ich wohl oldschool, nur was man "hat" besitzt man auch. :)
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      Das Sammeln (egal von was) wird mich nie und nimmer stressen. Kann es gar nicht. Selbst wenn pro Monat 1000 Hörspiele auf CD, in Editionen, Download only usw. erscheinen, höre und kaufe ich trotzdem nur das was in meinem Interesse ist. Mögen die Rezensionen noch so positiv sein.

      Von daher blicke ich auf meine CD Sammlung mit Freude und sammle aktuell nur noch 15 Serien. Stream nutze ich nicht, finde ich doof.
      ...ja, ich bin ja schon ruhig! ;)

      Dujardin schrieb:

      Von daher blicke ich auf meine CD Sammlung mit Freude und sammle aktuell nur noch 15 Serien.


      Fünfzehn Serien sind aber ganz schön viel. Je nachdem wie oft da Folgen erscheinen.
      "Mit dem Hören von Die drei Fragezeichen oute ich mich nicht als Hörspielfan, sondern als Fan meiner eigenen Kindheit."
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      Günter Merlau -
      15 Serien, #respekt# , ich muss mal schauen was ich aktuell an Serien sammle, aber da bin ich weit davon entfernt. Beim Hören sieht es anders aus.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Bei mir war es ein langer Prozess, der zu dem jetzigen Stand geführt hat. 2016 habe ich mir eine Heimkinoanlage gekauft. Diese hat auch Netzwerk- und Internetfähigkeiten sowie Bluetooth. Ich kann direkt über diese Anlage Spotify hören, Audiodateien von einer Festplatte im Netzwerk hören oder Dateien von meinem Smartphone über WLAN direkt auf der Anlage abspielen. Kurz danach habe ich mir dann noch eine kleinere Anlage des selben Herstellers für das Schlafzimmer gekauft. Dann habe ich angefangen meine CD Sammlung auf mein Synology NAS zu übertragen. Das heißt ich habe angefangen meine CDs zu rippen und sie dort abzuspeichern. Bei größeren ungekürzten Lesungen von Stephen King war mir das schon zu umfangreich. Ich meine wer will schon 52 CDs rippen? Also habe ich diese dann verkauft und mir bei Audible per Flexi-Abo Spezial erneut gekauft. Dann ist etwas ganz tolles passiert. Ich habe diese Hörbücher, nachdem sie zuvor mehrere Jahre in meinem Regal standen endlich gehört. Die CDs habe ich bei Medimops verkauft. Ich habe dann meine Stammserien immer weiter auf CD gekauft und diese dann direkt auf mein NAS gerippt. Vor dem Umzug habe ich dann eine CD-Kauf-Pause eingelegt. Die letzte Folge vom Gruselkabinett die ich habe ist die 151 welche ich Ende 2019 auf Amazon gekauft habe. Nach dem Umzug habe ich dann auch bedingt durch schwere Krankheit (kein Corona) nicht wieder angefangen CDs zu kaufen. Ich habe viel Zeit im Bett verbracht und es nicht geschafft mir im Schlafzimmer meine kleine Anlage wieder aufzubauen. Alles was ich hatte, war mein Handy und eine kleine Bluetooth-Box. Wenn ich also Hörspiele hören wollte, musste ich das über Spotify tun.

      Sicherlich werde ich irgendwann wieder meine Stereoanlage aufbauen und auch weiter meine CD-Sammlung rippen, aber die Sammlung wird kleiner werden und ich werde mir genau überlegen, welche Hörspiele ich noch (mal) hören möchte und welche nicht. Ich werde auch weiterhin Serien oder Reihen auf CD sammeln. Aber das werden (je nachdem ob diese Serien nach Corona auf CD fortgesetzt werden) zwei bis vier Serien sein. Sicherlich werde ich auch den ein oder anderen Download kaufen und auch Klassiker auf CD werde ich weiter unterstützen.

      Ich habe mir die Frage gestellt, warum wir sammeln oder warum wir ein bestimmtes Hörspiel immer wieder hören wollen. Vielleicht weil wir eine bestimmte Zeit oder ein bestimmtes Erlebnis damit zurück holen wollen? Das geht nicht. Die Zeit schreitet voran und wir können es nicht verhindern. Wir können nichts festhalten. Alles was wir haben ist (hoffentlich) ein gesunder Körper und ein gesunder Geist. Mit und in diesem können wir leben, erleben und fühlen. Das wertvollste im Leben ist Zeit. Auch die ist irgendwann für jeden einzelnen zu Ende. Das Leben ist ein Fluss. Manchmal muss man akzeptieren, dass bestimmte Zeiten und damit auch bestimmte Hörspiele einfach vorbei sind. Dankbar sein für die schönen Momente mit diesem Hörspiel. Die Erinnerung daran bleibt im Kopf. Freuen wir uns doch aber darauf welche (Hör)-Erlebnisse noch vor uns liegen, anstatt zurück zu blicken und eine Zeit von früher noch einmal erleben zu wollen.
      "Mit dem Hören von Die drei Fragezeichen oute ich mich nicht als Hörspielfan, sondern als Fan meiner eigenen Kindheit."
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      Günter Merlau -

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Lenny“ ()

      Lenny schrieb:

      Ich habe mir die Frage gestellt, warum wir sammeln oder warum wir ein bestimmtes Hörspiel immer wieder hören wollen

      Sammeln in gewissen Rahmen finde ich nicht verkehrt und warum soll ich ein Hörspiel nicht auch mehrmals hören, wenn es mir sehr gut gefällt. Musik hört man sich auch öfter an. Vielleicht ist es sogar umgekehrt und unsere Seele braucht auch manchmal das Verweilen bei schönen Dingen, die wir schon kennen und uns gut gefallen, um wieder neue Energie tanken zu können. Vielleicht muß ich nicht immer ALLES Neue mitnehmen, besser öfter mal die Reizüberflutung links liegen lassen. Vielleicht ist die goldene Mitte der richtige Weg.

      hoerspiel schrieb:

      Sammeln in gewissen Rahmen finde ich nicht verkehrt und warum soll ich ein Hörspiel nicht auch mehrmals hören, wenn es mir sehr gut gefällt.


      Ja da gebe ich dir absolut Recht. Aber braucht es da 1000 CDs oder reichen nicht auch 100 CDs. Irgendwann verliert man die Übersicht und weiß am Ende gar nicht mehr was man alles hat. Dann verbringt man Ende mehr Zeit mit dem katalogisieren seiner Sammlung, als mit dem Genuss derselben.
      "Mit dem Hören von Die drei Fragezeichen oute ich mich nicht als Hörspielfan, sondern als Fan meiner eigenen Kindheit."
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      Günter Merlau -
      Schöne Diskussion! Ich denke mir jeder muss mit seiner Art des Sammelns eine Freude haben. Da muss sich jeder selbst hinterfragen ob dass der Fall ist. Das kann niemand für Dich entscheiden. Nur Du alleine zählst. Daher mag für den einen gerade das Katalogisieren oder das Rippen oder CD abstauben jene Freude bereiten, die dem anderen bei der selben Tätigkeit verwehrt bleibt. Wir ticken alle anders. Aber wenn etwas nur mehr Stress, Ärger oder Druck erzeugt, dann würde ich etwas ändern und mich hinterfragen ob mir das wirklich Spaß macht und ob ich das will. Und auch einmal „ohne“ testen. Es braucht einen eigenen, persönlichen Weg. Dieser kann ganz gleich sein mit einem Hörspielfreund. Dieser kann aber auch komplett konträr sein.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Ich vermisse das CD-Kaufen jedenfalls nicht. Natürlich höre auch weiter Hörspiele und habe daran auch Freude. Die CD ist am Ende nur ein Stück Plastik was wenn ich mal tot bin wahrscheinlich entsorgt wird. Meine Hörspielsammlung hat ja nur für mich einen ideellen Wert. Für die nachfolgenden Generationen haben CDs keinen Wert mehr. Das Gefühl ist für mich das gleiche, egal auf welchem Weg ich konsumiere. Selbst ich in meiner Generation bin bin eigentlich ein Exot. Vor ca. 15 Jahren habe ich das Sammeln angefangen. Da liefen meine Klassenkammeraden mit mp3-Playern durch die Gegend. Die Musik darauf kam aus dem Internet. iTunes gab es noch nicht in der Form wie heute und Spotify erst recht nicht. Ich denke dass hatte weniger mit Geiz zu tun. Die wollten einfach keine 10 Meter CD Wand im Zimmer haben. Die Technik zur neuen Art Musik zu Konsumieren war schon da. Nur noch nicht die neuen Vertriebswege.

      Am Ende muss man sich fragen. Wie viel Besitz brauche ich wirklich um glücklich zu sein. Was macht überhaupt wirklich glücklich? habt ihr euch darüber mal Gedanken gemacht?
      "Mit dem Hören von Die drei Fragezeichen oute ich mich nicht als Hörspielfan, sondern als Fan meiner eigenen Kindheit."
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      Günter Merlau -
      Ich glaube da gibt es keine allgemeingültige Regel, sondern jeden macht etwas anderes glücklich.

      Für den einen ist es wenn seine Lieben um ihn herum sind, für den anderen wenn er auf Party ist, wieder ein anderer wenn er reist oder eine erfüllende Arbeit hat.

      Und jeder erlebt auch Sachen im Leben die doof sind und einen runterziehen.
      Für den einen ist seine gigantische Hörspielsammlung die Glückseligkeit, für den anderen der Versuch die innere Leere mit materiellen Dingen zu kompensieren.

      Das ist bei jedem unterschiedlich. :)

      Ich glaube man muss für sich akzeptieren das es immer etwas geben wird das einen traurig macht, und Dinge an denen man sich erfreut.

      Persönlich empfinde ich "ausmisten" als innere Befreiung, als Ballast von der Seele nehmen. Von daher fliegt jedes Hörspiel das ich nicht mehrmals hören will sofort ins digitale Nirwana.

      Diejenigen die ich immer und immer wieder höre, mache ich nicht um vergangene Erinnerungen zu wecken, sondern einfach weil sieir so viel Freude und Spannung auch beim x-ten Wiederhören bereiten. :)
      Hörspiele und vor allem auch Bücher sind ja nicht nur Sammlungen, sondern auch ein Stück weit Einrichtungsgegenstände. Klar, ich kann mir alle Bücher auf den Ebook-Reader laden und muss nie wieder was schleppen und brauche keinen Platz. Aber eine Wohnung ohne Regal mit Büchern? Für mich würde die Seele verloren gehen. Ich merke auch sofort, wenn ich bei jemandem zu Besuch bin, wenn er keine Bücherregale hat und ich speichere das sofort ab. Keine Ahnung warum.
      Ich habe hier meinen Keller und meine Regale sind gefüllt mit überwiegend Hörspiel CDs. Dieser Umschwung auf digitale Medien hat dafür gesorgt, dass mein Keller noch nicht überläuft. Auf der anderen sorgt es aber dafür, dass ich deutlich weniger kaufe und sich meine Regals deutlich langsamer füllen.

      Meine Preferenzen haben sich etwas geändert. Da ich mich auf physische Datenträger festgelegt habe geht mittlerweile eine Menge Hörstoff an mir vorbei. Das ist auf der einen Seite schade, da ich eine Menge, bestimmt auch schöner Hörspiele verpasse. Es sorgt aber auch dafür, dass ich deutlich weniger kaufe und damit weniger Geld ausgebe.

      Ich kaufe noch Hörspiele die auf CD erscheinen, das hält sich aber mittlerweile in einem übersichtlichen Rahmen. So bin ich jetzt dabei Serien, die ich erst später begonnen habe zu komplettieren, zumindest bis zu dem Punkt, bis zu dem es noch CDs gab.

      Ein Hörspiel ist für mich neben einem schönen Zeitvertreib auch ein Sammlerobjekt. Das kann ich nicht ohne ein haptisches Medium. Die Ablage einer Datei in einem Ordnersystem ist dafür nach meinem Verständnis nicht geeignet.

      Schauen wir mal wie es in Zukunft weiter gehen wird.

      -- Bevor ich mich ärgere, ist es mir halt egal --

      Hoax schrieb:

      Meine Preferenzen haben sich etwas geändert. Da ich mich auf physische Datenträger festgelegt habe geht mittlerweile eine Menge Hörstoff an mir vorbei. Das ist auf der einen Seite schade, da ich eine Menge, bestimmt auch schöner Hörspiele verpasse. Es sorgt aber auch dafür, dass ich deutlich weniger kaufe und damit weniger Geld ausgebe.

      Ich kaufe noch Hörspiele die auf CD erscheinen, das hält sich aber mittlerweile in einem übersichtlichen Rahmen. So bin ich jetzt dabei Serien, die ich erst später begonnen habe zu komplettieren, zumindest bis zu dem Punkt, bis zu dem es noch CDs gab.


      Ich habe auch lang auf die CD gesetzt, weil ich mit der CD mehr Freiheiten habe. Ich kann sie kaufen, verschenken, verkaufen, rippen in das Format was ich möchte, ich kann sie auf den Grill legen oder in den Müll werfen. Trotzdem war ich irgendwann auch offen für digitale Inhalte. Denn am Ende entscheidet für mich der Inhalt und nicht der Tonträger. Am Ende habe ich mich gefragt: Klar eine CD bietet manchmal mehr Möglichkeiten / Freiheiten. Aber brauche ich die denn überhaupt. Wenn ich eine CD kaufe dann ist sie physisch vorhanden und muss auch irgendwo hin. Wenn ich sie nicht mehr haben möchte habe ich den Aufwand sie los zu werden. Das heißt raus holen, Foto machen, verpacken, zur Post bringen etc. Das KANN je nach Menge voll auf die Eier(stöcke) gehen.

      Mein Kumpel @Elmar ist noch vom ganz alten Schlag. Er lehnt alles digitale im Bereich Musik und Hörspiel ab. Er sammelt und hört nur das was es auf Vinyl und MC gibt. Hat auch was. Dann ist man auch nicht so unter Konsumzwang.
      "Mit dem Hören von Die drei Fragezeichen oute ich mich nicht als Hörspielfan, sondern als Fan meiner eigenen Kindheit."
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      Günter Merlau -
      Welcher Sinn besteht darin, Bierdeckel, Schleichfiguren oder Porzellantellen zu sammeln? Doch auch immer nur die persönliche Bindung zu dem Objekt/Thema. Dazu gehört dann bei vielen Sammlern auch der Erwerb. DIe meisten Sammeldinge kann ich mir sogar nur anschauen und ins Regal stellen. Bei Medien kann ich wenigstens noch den Inhalt an sich genießen. Der Sammeltrieb ist bei den meisten einfach unterschiedlich stark ausgeprägt.

      Auch ich habe viele Hörspiele und auch ich bin letztes Jahr umgezogen und habe gemerkt wieviele Umzug-Kartons ich unten mit CDs "ausgelegt" habe und wieviele Kilos da zusammengekommen sind. Das war nicht nur im rhetorischen Sinne ein echter Balast. Gleichzeit hat es mir danach aber auch Spass gemacht, alles wieder aufzubauen und einzusortieren. Somit war klar, das ich die Sammlung auch weiterhin behalten möchte. Bedenklich wäre es, wenn ich daran keine Freude mehr habe und horte anstatt mit Freude und gezielt zu sammeln.

      Dazu kommt das ich schon immer selektiv die Sammlung ausgebaut habe: Was mich schon von vorneherein nicht anspricht, hol ich mir nicht. Was mir nicht (mehr) gefällt, kaufe ich auch nicht mehr weiter und verkaufe/verschenke. Ich habe auch nur sehr wenige ungehörte Titel in der Sammlung. Das ist mir sehr wichtig, denn mit diesen einfachen Grundsätzen grenze ich auch eine private Sammlung vom Messitum, also dem reinen Besitz, ab.

      Und nicht zuletzt, ist für mich die private Sammlung auch eine gewisse Konservierung. Ich habe einige, von mir sehr geschätzte Titel, die es nicht in die Streamingwelt geschaft haben, oder dort schon wieder verschwunden sind. Vielleicht werden es in ein paar Jahren Labels wie All-Ears geschafft haben, alle Hörspiele immer und auf allen Platformen anzubieten. Das halte ich aber für sehr unwahrscheinlich. Und hier schließt sich der Kreis: Als reiner Konsument wäre mir das wohl egal, denn zu hören gibt es immer genug neuen und alten Stoff. Als jemand der eine sehr starke Bindung zum Hörspiel hat, möchte ich aber manchmal gerne genau diesen einen Titel oder diese Serie wieder hören und nicht nur irgendetwas, das mir der Algorythmus gerade empfiehlt.