Hörspielrollen, die den Sprechern auf den Leib „geschrieben“ wurden

      Interplanar schrieb:

      Eines der großen verbleibenden Rätsel für mich ist, warum er wohl nach dieser Leistung nicht viel häufiger von Kollegen in Hörspielrollen gebucht wurde?


      Alos zumindestens "Europa" ("Sony") hat ihn doch danach immer oft besetzt.
      "Mord in Serie", "Jules Verne - Die neuen Abenteuer des Phileas Fogg", Giuliana Jakobeit u.v.m. in unserer neuen Talker-Lounge-Folge 154.

      @hystereo #danke# Und woher kam es dass die her gerade Heidi im Kopf hattet?

      @Interplanar #danke# Das ist ja sehr interessant zu lesen. Ich glaube dass wusste ich noch nicht. Michael Lott hätte sich auf jeden Fall mehr Hauptrollen verdient. Vielleicht braucht es wieder einmal ein Label, das ihm eine Hauptrolle auf den Leib schreibt. Vielleicht die nächste INTERPLANAR-Produktion? ;)
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      @Markus G. So genau weiß ich das nicht mehr. Das war eine Mischung aus Fan ihrer Stimme sein, durch die gemeinsame Zusammenarbeit bei „Lula“ und „Graf Dracula, Sherlock Holmes und die Hörspielkönigin“ auch menschlich mit ihr verbunden zu sein und der Lust, sie auch mal in einer für sie untypischen Rolle zu hören.

      Markus G. schrieb:

      Fallen euch weitere Beispiele ein? Interessant wäre es ob manche Labels tatsächlich Rollen für bestimmte Sprecher im wahrsten Sinne des Wortes auf den Leib geschneidert haben? Kam das schon mal vor @alleHörspielmacher? <a href="https://www.hoerspieltalk.de/index.php/User/3003-Wolfy-Office/">@Wolfy-Office</a>, <a href="https://www.hoerspieltalk.de/index.php/User/688-hystereo/">@hystereo</a>, <a href="https://www.hoerspieltalk.de/index.php/User/30-Thomas-Birker-DLP/">@Thomas</a>…


      Hallo, danke für die Frage. Bei meinen eigenen Stoffen habe ich eigentlich nie irgendeinen Sprecher im Kopf, sondern immer nur die Figur. Bei einer Reihe wie Fünf Freunde höre ich allerdings beim Schreiben schon die Sprecher:innen der Rollen. Das hilft dann auch dabei, die richtigen Worte und Sätze zu finden - die müssen ja zur Serie passen. :)

      Interplanar schrieb:

      Michael Lott stand als Mark Brandis fest, bevor das erste Hörspielbuch fertig war. Man könnte also sagen, die Rolle wurde ihm passgenau geschrieben.

      Eines der großen verbleibenden Rätsel für mich ist, warum er wohl nach dieser Leistung nicht viel…


      Ich bin sogar so verwegen zu behaupten das die Mark Brandis-Serie OHNE Michael Lott nicht so gut geworden wäre. Der Mann ist in der Rolle einfach phänomenal! Von daher Kompliment an @Interplanar das ihr so einen Glücksgriff gemacht habt.
      Es gibt genau zwei Serien, die auch beide hier schon erwähnt wurden, bei denen für mein Empfinden Sprecher und Hauptfigur derart zu einer Einheit verschmelzen, dass bei mir nicht mehr der Eindruck entsteht: "Der Sprecher Sowieso spricht die Hauptrolle", sondern wo tatsächlich beim Hören dann nur noch die Figur existiert. Das sind Dorian Hunter (Thomas Schmuckert) und Mark Brandis (Michael Lott).

      Ich weiß nicht, ob das daran liegt, dass die beiden so grandios schauspielern, oder daran, dass man sie nicht übermäßig oft in anderen Hörspielen hört. Wahrscheinlich von beidem etwas.
      Die drei Jungs aus Rocky Beach wurden ja schon mehrfach erwähnt - und ja anfangs wurden die Rollen nicht für die drei Jungs geschrieben. Aber mittlerweile sind die Schauspieler für mich absolut mit den drei Rollen verbunden. Egal wo ich eine der Stimmen höre, so denke ich direkt an das Rocky Beach Pendant :) (Allen voran Justus Jonas).

      Eine weitere Stimme ist Dieter Klebsch - zum einen als Skeletor unglaublich gut, aber wie er die Erzählpassagen in den ersten drei ??? Folgen spricht, das hat für mich als Kind viel zu dem "Gruselfaktor" beigetragen. Ich denke, dass hätte damals niemand besser machen können.

      Und ich bin mir fast sicher, dass Tommy Krappweis bei Rufus T. Feuerflieg auch schon Wiegald Boning im Kopf hatte... :P
      Mein Name ist Dorian Hunter, und ich bin der Sohn des Teufels. Ich war der Sohn des Teufels, denn ich habe ihn getötet! :evil:
      Wie CONTENDO heute auf hoergruselspiele.de schrieb, wurde Katja Brügger die Rolle in Mord ist ihr Leben - CONTENDOs neue Serie im wahrsten Sinne des Wortes auf den Leib geschrieben. Sie stand in dieser Rolle bereits fest, bevor die erste Zeile geschrieben wurde. =O :thumbsup:
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

      Markus G. schrieb:

      Als weiteres Beispiel für mich möchte ich Tim Knauer anführen. Seine Amadeus Interpretation ist großartig und hat sich in meinem Kopf zu DEM Amadeus verbunden wie ich ihn mir vorstelle.

      Und auch Barbara Ratthej ist für mich DER Inbegriff der Lady Bedfort. Früher war sie die Oma von den Golden Girls und jetzt ist sie für mich DIE Lady!


      Oh ja, Barbara war echt Klasse. Für mich auch DIE Lady :) Ihre Nachfolgerinnen konnten leider nicht so ganz überzeugen.
      Wie man mir zugetragen hat, hatte der Verfasser des Dialogregiebuches von Larry Brent 37 "Schizophrenia - Nächte des Wahnsinns" für die Rolle des Massio die Stimme von Wolfgang Strauss im Ohr. Die Rolle wurde im Hörspiel dann anders gestaltet als im Roman. Beim Schreiben hatte er Wolfgang im Ohr und dann auch bewusst so die Sätze geschrieben. Simeon ist dem Wunsch dann nachgekommen :thumbsup:
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

      Markus G. schrieb:

      Oder haben unsere hier geschätzten Autoren schon mal Rollen auf den Leib für Sprecher/innen geschrieben?


      Wenn ich so aus der Erinnerung Revue passieren lasse, habe ich das noch nie getan, bzw. höchstens indirekt. Pater Brown ist zum Beispiel für viele Hörer mittlerweile untrennbar mit der Stimme von Volker Brandt verbunden und wenn man dann für Pater Brown schreibt, hat man natürlich Brandts Stimme im Ohr.

      Auch bei Nebencharakteren ist es mir schon passiert, dass ich beim Schreiben bestimmte Stimmen im Ohr hatte. Aber ich käme nie auf die Idee, Sprecherwünsche zu äußern. Dazu lasse ich mich zu gerne selbst von der letztendlichen Besetzung überraschen. An den Geschichten überrascht mich schließlich nichts mehr, da möchte ich zumindest einen Aha-Moment beim Hören erleben. ;)

      Wen ich irgendwann noch ganz gerne in einer meiner Geschichten hören würde, wäre allerdings Udo Schenk (Lutz Mackensy und Wolfgang Bahro sind mittlerweile "abgehakt"). Aber auch da lasse ich mich dann überraschen ob, wann und als was er dann besetzt ist.
      "Was sagt man darüber, wie man Bücher schreibt? Man denkt sich etwas aus und zwingt sich, es aufzuschreiben."

      Ariadne Oliver, Poirot: Wiedersehen mit Mrs. Oliver