Muss die Hauptfigur für euch ein perfekter Held/ in sein???

      Muss die Hauptfigur für euch ein perfekter Held/ in sein???

      Muss die Hauptfigur in einem Hörspiel ein(e) perfekter und sympathischer Held/ in sein,

      oder darf diese auch Fehler haben?

      Ich mag meist die mehr Bösen oder die, die gar nichts können [ The Big Lebowski (1998) mit Jeff Bridges wäre da so ein Fall].

      Oder ein Held, den alles ankotzt, oft schlechte Laune hat, auch mal hart zuschlägt und böse Worte sagt oder Dinge tut.

      Vielleicht mögt ihr lieber den typischen Vorzeigehelden
      [mit Superkräften], den strahlenden Held, der immer alles richtig macht (z.B. Jan Tenner, John Sinclair) . Oder sogar Supermann...

      Oder eine Hauptfigur, die traumatisiert , undurchsichtig und psychisch labil ist...

      Mit wem kommt ihr denn am meisten klar? Held, Antiheld, Antagonist/Bösewicht oder vielleicht nur eine unbedeutende Nebenfigur, die denoch viel Potential in sich trägt...
      The Jokes on you!
      Ich mag auch eher die kaputten Typen á la Hunter, Foster oder auch Steven Burns.

      Klar kann ich mir auch mal den perfekten Helden anhören, der immer alles richtig macht. Aber Typen mit Ecken und Kanten machen die Geschichten um einiges interessanter und bieten dann eben neben der Story an sich auch noch schöne Nebenschauplätze in Bezug auf Lebenslage, Charakter des Haupthelden.
      Mein Name ist Dorian Hunter, und ich bin der Sohn des Teufels. Ich war der Sohn des Teufels, denn ich habe ihn getötet! :evil:
      Ich mag manchmal den perfekten Helden, aber eigentlich finde ich die "normalen" wesentlich interessanter.

      Jemand, der auch Ecken und Kanten hat. Vielleicht ein paar Eigenschaften, die man bei sich selbst nicht so gerne mag, die den Charakter aber ehrlich und authentisch wirken lassen. Jeder ist doch mal mit sich selbst unzufrieden und kann sich so auch mit dem Helden identifizieren.

      Ich nenne da als Beispiel immer gerne Andi Meisfeld. Eigentlich ein ganz normaler Typ, mit Unsicherheiten, Pech, Glück, der im Leben auch mal stolpert, aber immer wieder aufsteht und einer ganzen Menge Charme.
      ___________________________________________________________________________________________________

      Ich schwanke seit langem zwischen möglichst gut informiert sein und am liebsten gar nichts mehr wissen wollen.
      Schöner Thread, Danke @Evil!

      Also grundsätzlich muss ein Held interessant sein. Es muss einfach einen Grund geben, wenn ich ihm zuhören soll. Ich muss mich in irgendeiner Form auch identifizieren oder zumindest mitfühlen können.

      Von daher ist der klassische John Sinclair, eine Lichtgestalt, ein Herr Saubermann und Herr Gut, eigentlich gar nicht so interessant. Da sind es wirklich die Geschichten, die Spaß machen, aber nicht der Held.

      Dorian Hunter ist da das genaue Gegenteil. Ebenso Foster. Sie agieren nicht immer nett und freundlich, sondern sind auch oft unsympathisch. Aber gerade dass macht sie wieder sympathisch weil menschlich. Solche Typen gibt es in Hörspielen ja öfters. Kommissar Dobranski, Carl Moerck, Amadeus oder Hellboy. Sie alle schimpfen, fluchen, trinken oder stoßen mit ihrer Art Menschen vor den Kopf. Das macht sie interessant, weil man auch nicht immer weiß wie sie reagieren.

      Und dann gibt es natürlich auch die Helden, die krank sind oder ein Gebrechen haben. Die Art wie sie damit umgehen, ihr Leben meistern und noch dazu Großartiges und Übermenschliches schaffen, sorgt bei mir auch für Begeisterung und mehr von ihren Geschichten zu hören. Ich denke da an Peter Lundt oder Elea Eluanda im Hörspiel oder Monk im TV.

      Dann gibt es jene Helden, die regelrecht Böses tun und uns als Zuhörer zu Komplizen machen. Dr.Morbius oder Caine sind dadurch auch interessant. Ich persönlich mag aber diese Form des Helden weniger. Ein bisserl eine Lichtgestalt, bei all dem Negativen, muss es dann doch sein.

      Also um eine klare Antwort zum Schluss zu liefern: Nein, der Held muss nicht perfekt sein. Ich würde sogar sagen: Nein, der Held DARF NICHT perfekt sein, denn sonst wird er uninteressant für mich.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Bestes Beispiel für den Anti-Held ist Dorian Hunter.Im Grunde ein versoffenes, unsympathisches Arschloch.Aber cool und auf der richtigen Seite!


      Genau. Hunter kämpft ja gegen die schwarze Familie aus eigenem Motiv und Interesse, Rache, nicht weil er auf der Seite der Guten steht. Und Coco hätte er ja auch umgebracht, wenn Hellnwein nicht dazwischen gefunkt hätte...
      Verständlich, immerhin ist er einer von sechs weiteren Söhnen des Teufels...

      Caine ( der dunkle Prophet) wäre noch zu nennen.( hat ja Markus schon geschrieben)
      Oder Luther Niles ( der Echte) und Dorgan Fink ( sind eben nur Nebenfiguren)
      Jac Longdong ( von R & B) war ein absoluter Katastrophenheini ! :thumbsup:
      Foster ist genau mein Fall.
      und Steven Burns hatte ja zwei Seiten...
      Myxin aus Sinclair, ist ja auch nicht 100% zu trauen...

      Und bei der Neon Gruselserie Die tödliche Begegnung mit dem Werwolf, sorgte die Hauptdarstellerin Vera Aston am Ende für eine gelungene Überraschung....

      und Elea Eluanda mag ich sowieso!
      The Jokes on you!
      Peter Lundt: Kann man einen Blinden als perfekten Helden ansehen?

      Robert Craven: Ein Tagedieb auf dem Weg zum "Anti-Helden" der quasi das Who-is-Who seiner Zeit abklappert.

      Artemis Fowl: Ein genialer Gangster im Körper eines Teens. Leider gibt es nur vom ersten Band ein Hörspiel

      Evil schrieb:



      Ich mag meist die mehr Bösen oder die, die gar nichts können [ The Big Lebowski (1998) mit Jeff Bridges wäre da so ein Fall].

      Oder ein Held, den alles ankotzt, oft schlechte Laune hat, auch mal hart zuschlägt und böse Worte sagt oder Dinge tut.

      Die Bad Boys sind immer interessanter. :saint:

      Evil schrieb:

      Vielleicht mögt ihr lieber den typischen Vorzeigehelden
      [mit Superkräften], den strahlenden Held, der immer alles richtig macht (z.B. Jan Tenner, John Sinclair) . Oder sogar Supermann...

      Naja, Tenner und Sinclair sind ja Kinder einer ganz anderen Zeit und würden heute als neue Serie sicher nicht solchen Erfolg haben. Die Sinclairs höre ich mir unregelmäßig an - auch nicht alle - und finde sie gut gemacht. Aber alles ist sehr vorhersehbar und am Ende zieht John das Kreuz und das Gute gewinnt *gähn
      Ist nicht so prickelnd. :D
      Früher war ich ein Fan von Helden mit wenigen bis gar keinen Fehlern. Aber seit einigen Jahren hat sich das geändert.

      Mittlerweile mag ich eher Charaktere, die Ecken und Kanten haben.
      Es ist cool zu beobachten, wie sich die Charaktere, durch positive und negative Erlebnisse, weiterentwickeln bzw. verändern...
      Hauptfiguren mit Ecken und Kanten sind mir am Liebsten, es darf ruhig auch mal was schief gehen. Bösewichter finde ich am Besten, wenn sie so konstruiert sind, dass man manchmal schon fast mit ihnen sympathieren könnte. Somit ist es nämlich schwieriger zwischen Gut und Böse eindeutig zu trennen, was es erheblich interressanter macht. Wenn die Hauptfigur einige Makel oder schlechte Angewohnheiten sowie sogar verwerfliche Eigenschaften macht es die ganze Story realistischer.