GABRIEL BURNS von DECISION - Meine Serienmeinungen (Teil 5)

      GABRIEL BURNS von DECISION - Meine Serienmeinungen (Teil 5)

      Eine Serie auf die ich mich schon sehr lange freue sie endlich wieder einmal am Stück zu hören ist Gabriel Burns. Nachdem sich die Zeichen auf Fortsetzung für mich verdichten und der schöne, nebelige und nass kalte Herbst langsam bei mir zuhause Einzug hält, werde ich mich in den nächsten Wochen und Monaten aufmachen hier meine kurzen Folgen Meinungen in Form einer Serien-Rezi zum besten zu geben. Kommentare sind willkommen und erwünscht. Sollten sich weitere Hörer/innen finden wäre auch ein Spoiler-Thread oder sogar ein "Serien unter der Lupe" denkbar. Ich wünsche euch viel Spass beim Lesen. Ich werde diesen Thread hier ständig um die gehörten Folgen erweitern. Vorsicht, es können "Spuren von Spoiler" enthalten sein.

      Folge 1 - Der Flüsterer (DVD-Version) - Sehr Gut
      Der glücklose Autor Steven Burns, der sich als Taxifahrer sein Geld verdienen muss, wird eines Nachts in einen Kriminalfall verwickelt. Um nicht ins Gefängnis zu müssen, nimmt er vom geheimnisvollen Mr. Bakerman einen Auftrag an. Burns soll 1000km nördlich von Vancouver einen gewissen Bernard Cadieux ausfindig machen. Dabei steht ihm Larry Newmann zur Seite. Steven Burns, der noch unter dem Trauma seines plötzlich verschwundenen kleinen Bruders leidet, macht in weiterer Folge Bekanntschaft mit einer Reihe von rätselhaften Ereignissen und Personen. Doch, dass sollte alles erst der Beginn einer langen Geschichte sein...
      Der Hörer bekommt mit Folge 1 eine unheimlich, mysteriöse und sehr stimmungsgeladene Geschichte präsentiert, die nicht nur Gruselfans begeistern kann. Sie liefert einen guten Vorgeschmack, was dem Käufer im Laufe der Serie noch alles erwartet, nämlich Rätsel ohne Ende. Wer daher ohne einen linearen Handlungsbogen mit einer Auflösung aller Rätsel am Schluss der Folge nicht leben kann, sollte um Gabriel Burns einen großen Bogen machen. Musik, Geräuschkulisse und Sprecher sind dabei absolute Spitzenklasse. Die mir vorliegende DVD sorgt zudem für ein Mehrkanalton-Erlebnis. Vergleicht man dieses mit anderen Hörspiel-DVDs wird man zu Recht etwas enttäuscht sein. Nimmt man jedoch den normalen Stereosound zum Vergleich, dann erhält man eine atemberaubende Soundkulisse, die gleich noch mehr Spass bereitet.
      Alles in allem ein rundum gelungener wenn nicht sogar perfekter Auftakt, der sofort Lust auf mehr macht. Folge 1 kann man auch gut als Einzelhörspiel hören.

      Folge 2 - Die Brut - Sehr Gut
      Drei Monate sind seit dem Vorfall in Eden Creek vergangen. Wieder beauftragt Mr. Bakermann Steven Burns einem rätselhaften Vorfall nachzugehen. Diesmal muss er in einem kleinen Städtchen ein Poltergeist Phänomen aufklären. Doch damit nicht genug. Plötzlich kommt es zu mysteriösen Todesfällen. Der "Kindmann" und die "Grauen Engel" mischen ebenfalls mit und sorgen für ein furioses Finale und eine handfeste Überraschung am Ende.
      Folge 2 schließt nahtlos an die Pilotfolge an. Abermals bekommt der Hörer eine Mysterygeschichte perfekt inszeniert zu Ohr gebracht. Grusel- und Thriller-Elemente sorgen für einen sehr spannenden Plot, bei dem einem keine der rund 58 Minuten langweilig erscheinen. Im Gegenteil. Hervorzuheben ist die Musik. Diese bietet teilweise unheimlichen und gruseligen Synthiesound und auf der anderen Seite orchestrale Klänge von einer epischen Breite. Gemeinsam mit den herrlich vorgetragenen Texten des Erzählers Jürgen Kluckert wird ein einprägsames Bild im Kopf des Zuhörers gemalt. Barbara Rathey zeigt ihre grossartige sprachliche Wandlungsfähigkeit und drückt dem Hörspiel gekonnt ihren Stempel auf.
      Die "Gabriel-Burns"-Reise hat gerade erst begonnen und zieht einem bereits in Folge 2 voll in seinen Bann. Eine weitere grandiose Serienfolge.

      Folge 3 - Experiment Stille - Gut
      Steven Burns wird einmal mehr von Mr.Bakerman von einem Zwischenfall informiert. Diesmal geht es um das Experiment Stille. Bei Tonaufnahmen vollständiger Stille ist nach vielen Stunden plötzlich das Gespräch dreier Menschen, die in unterschiedlichen Sprachen kommunizieren zu hören. Was steckt dahinter? Um mehr zu erfahren machen sich Burns, Kramer und Newman auf um mitten im Pazifik Informationen auf der Seahawk Five, einer Ölplattform fern ab der kanadischen Küste zu bekommen. Dabei treffen sie auf geheimnisvolle Wasserwesen namens Vascos. Doch auch der Flüsterer nimmt wieder Kontakt mit Steven auf und erzählt von zehn fahlen Orten. Am Ende ist klar, dass es sich um ein geheimes Regierungsexperiment handelt. Doch damit ist es nicht genug...
      Folge 3 konfrontiert den Hörer mit einer Vielzahl von mysteriösen Informationen und Rätseln. Experiment Stille, 10 fahle Orte, Vascos, der Flüsterer, Menschen, die tot sind und wieder nicht, ein geheimes Regierungsexperiment und ein Schiff der Regierung, das ein Signal sendet. In dieser Folge nimmt die Mysterygeschichte der Serie mächtig Fahrt auf. Man findet Bezugspunkte zu Folge 1, verknüpft diese und baut sie in dieser Folge zu einer Rahmenhandlung, die schon jetzt im Hörer für viele Fragen sorgen. Dabei wird einem erklärt, welches Mittel, den Menschen in Eden Creek verabreicht wurde
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      eine Substanz aus der Haut der Vascos, die "lebensverlängernd" wirkt
      , warum, weshalb und von wem bleibt jedoch im Dunklen. Die Geschichte ist gewohnt "atmosphärisch", unheimlich und mysteriös. Sie "punktet" mit toller Musik, dichter Stimmung und tollen Sprechern. Im Vergleich zur Folge 1 und 2 fehlen die absoluten Höhepunkte. Trotzdem oder gerade deswegen stellt sie ein wichtiges Mosaikstückchen im großen ganzen Bild der Serie dar.
      Gute Mysteryunterhaltung, bei der jedoch schon Vorkenntnisse der Folgen 1 und 2 unbedingt notwendig sind. Die Rahmenhandlung startet so richtig durch!

      Folge 4 - Angst aus Eis - Gut
      Der in Vancouver untergetauchte Leif Magnusson erhält aus seinem Heimatland Island die Nachricht "es geht wieder los". Bakerman schickt Steven Burns und Larry Newman daraufhin nach Reykjavik um dort dem Treiben auf den Grund zu gehen. Gleichzeitig muss Joyce Kramer den von einem Geheimdienst belagerten Magnusson in Sicherheit bringen. Burns und Newman finden einen geheimnisvollen Amoniten in einem Gletscher und bekommen es mit einer grausig zu gerichteten Leiche sowie mit verschwundenen Menschen zu tun. Kramer verliert Magnusson und stößt gemeinsam mit Bakerman auf der Suche nach dem Isländer auf ein geheimnisvolles Fabriksgelände in dem Wolfram gelagert wird. Beide Gruppen müssen um ihr Leben fürchten...
      Angst aus Eis besticht zu Beginn mit einer mehr als gruseligen und unheimlichen Szene, die bei den meisten Hörern für Gänsehaut sorgen wird. Dies ist für mich auch schon DAS Highlight der Folge. Die übrige Geschichte ist spannend aufbereitet, hat manchmal ein wenig das Flair eines Agententhrillers, ohne jedoch die düstere und unheimlich Grundstimmung zu verlieren. Mit Luther Nils kommt ein weiterer "Spieler" zum Einsatz, der mehr Fragen als Antworten aufwirft. Überhaupt ist auch diese Folge sehr bemüht die Rahmenhandlung rund um das Wolfram aus Folge 1 und den Vascos aus Folge 3 weiterzuführen und um ein weiteres Kapitel, nämlich den geheimnisvollen Amonit sowie den nicht weniger geheimnisvollen Luther Nils zu ergänzen. Man benötigt auch für diese Folge die Vorkenntnisse der bisherigen Episoden. Die Sprecher sind gewohnt erstklassig, die Musik ist diesmal nicht ganz so eindrucksvoll wie in den vergangenen Teilen, dafür sorgen die Kinderstimmen und die damit verbundenen akustischen Effekte für Gruselatmosphäre.
      Eine gute Folge, die den Mysteryplot gekonnt voran treibt und den Hörer zwingt die bisherigen Handlungsfäden im Kopf zu verbinden um weiterhin den Überblick zu bewahren.

      Folge 5 - Nachtkathedrale - Gut
      Steven Burns erhält einen Anruf von Henry Keene, einem Bekannten seines Vaters, der als Magier auftritt. Stevens findet ihn in einem sehr schlechten Zustand. Er meint "sie kommen ihn holen". Lil Hastings taucht auf und bietet ihre Hilfe an. Sie berichtet von einer Jagd auf Magier. Gleichzeitig gibt es in der Stadt mysteriöse Todesfälle. Eine Illusionistin, ein Priester und ein ausgeweideter Parkwächter, indianischer Herkunft werden tot aufgefunden. In allen Fällen wird ein Sakrileg begangen. Joyce Kramer, Larry Newman und Bakerman gehen dem Rätsel nach. Plötzlich verschwindet Joyce. Wer ist Aaron Cutter und wo ist die Nachtkathedrale. Als sie das Rätsel am Ende lüften, ist es fast zu spät...
      Eine weitere gut gelungene Mysteryfolge, rund um Ritualmorde, fremden Wesen aus anderen Dimensionen und wahnsinnigen "Schlitzern". Der Kreis der neuen Personen der Serie wird um Yellow Ma, Aaron Cutter und dem "Fahlen" erweitert. Ebenso steigt die Zahl der Fragen, mit denen der Hörer konfrontiert wird. Was ist der große Plan, wer ist der Fahle, was hat es mit Rumänien auf sich und welche Rolle nimmt Aaron Cutter ein, sind nur einige davon. Sprecher, Sound und Musik sind wieder gelungen. Die Geschichte gefällt, liefert Mysteryatmosphäre, Grusel- und Thrillerelemente und hält einem in Atem, wenngleich sie nicht an die für mich hervorragenden ersten beiden Folgen heran reicht.
      Ritualmorde, eine rätselhafte Jagd auf Magier und neue interessante Charaktere sorgen auch in diesem Teil für gute Mysteryunterhaltung!

      Folge 6 - Die Totenmaschine - Gut
      Steven Burns und Joyce Kramer besuchen eine Klinik, die todkranke Menschen vor dem Tod einfriert. Ein Hund ist der lebende Beweis, dass man nach dem Einfrieren wieder aufgeweckt werden kann. Doch etwas in der Klinik läuft schief. Während dessen wird das Hauptquartier von Bakerman Opfer eines Anschlages. Bakerman und Newman machen sich in einem Zug mit Namen Mountains Whistler auf Vancouver zu verlassen und in ein Ausweichquartier in die Rocky Mountains zu fahren. Im Zug passieren mysteriöse Todesfälle. Etwas "bricht" aus den Menschen aus. Bakerman und Newman entdecken, dass Würmer wie sie schon auf der Ölplattform vorgekommen sind, im Zug befördert werden. Sie sind zum Teil organisch und zum Teil mechanisch, bestehen aus Drähten. Die im Zug mitfahrenden Menschen verhalten sich auf einmal seltsam. Die Hintermänner versuchen sie im Auftrag des Beobachters zu töten. Doch sie haben nicht mit Steven Burns gerechnet. Er kann das Rätsel um den Beobachter in letzter Sekunde lösen.
      Die Totenmaschine führt die bisherige Geschichte spannend, mysteriös und kurzweilig fort. Erstmals fehlt das "Willkommen in Vancouver" in der ersten Erzählpassage von Jürgen Kluckert. Warum? Wahrscheinlich weil das ganze Team Vancouver verlässt. Manche Fragen werden beantwortet. So erfährt man, dass Luther Niles Überreste geklont wurden und deshalb eine Vielzahl an weitere Personen, die das Aussehen von Luther Niles haben, unterwegs sind. Doch die Zahl der Fragen wird nicht weniger sondern es kommen zwei weitere für mich dazu. Wieso zeigt ein Foto Steven Burns im Kindesalter während der neben ihm stehende Bakerman genau so aussieht wie 30 Jahre später? Warum wird Steven Burns mit Gabriel angesprochen? Doch die Fragen und die Rätsel verbunden mit dem Spekulieren was dahinter stecken könnte, macht den Charme dieser Serie aus. Davon ab bekommt man wieder die gewohnt gute Gabriel Burns Unterhaltung. Einmal mehr besticht die Atmosphäre, die Musik und natürlich die sprecherische Leistung. Neben den bekannte Gabriel Burns Sprechern taucht in der Sprecherliste auch ein gewisser Bela B. in einer Nebenrolle auf. Und er macht es richtig gut.
      Schöne Mystery-Unterhaltung, die auf den bisherigen Folgen aufbaut. Wer mit den vielen Fragen leben kann, wird eine tolle Hörstunde erleben!

      Folge 7 - Die Fänge des Windes - Gut
      Steven Burns erwacht nach seiner Konfrontation mit dem Beobachter aus der letzten Folge. Sofort stellt er Bakerman zur Rede warum er seit 30 Jahren nicht gealtert ist. Bakermans Erzählung bringt uns Hörer zurück ins Jahr 1936 nach Libyen. Dort begleitet Bakerman eine Expedition in die Wüste mit dem Ziel die Kufra-Oase zu untersuchen und Ila Halkhalf zu finden. Es ranken sich viele Gerüchte darüber. Der Duce persönlich möchte Ila Halkhalf haben. Begleitet wird Bakerman von Colonello Amato und seiner rechten Hand Majore Fink, ihres Zeichens Soldaten der italienischen Armee. Sie haben gemeinsam mit einer Panzerbrigade einen Auftrag von Duce Mussollini zu erfüllen. Weiters haben sie die Tochter des Senussi Rebellenführers Abdul Aschbadri sowie eine Patientin in einem "Kühlfach" und deren Arzt im Konvoi mit dabei. Nach dem mysteriösen Tod einer Panzerbesatzung entdecken sie in einer Höhle eine Steinplatte samt Vertiefungen. Es ist der Eingang in die Tiefe. Dort entdecken sie ein riesiges Meer unter der Sahara, ein gewaltiges Skelett eines Vascos, gefährliche Tiere im Wasser und das gesuchte Ila Halkhalf in einem Flakon. Es kommt zu einem tödlichen Kampf um das Kristall-Gefäss. Dieser Kampf fordert Opfer. Und auch Bakerman ist in sehr großer Gefahr.
      Mit der Folge 7 verlässt die Serie ihre bisherigen gewohnten Pfade. Plötzlich ist man in Bengasi in den 30iger Jahren, jagt nach einem Lebenselixier, bekommt es mit Faschisten und Rebellenführer, mit geheimnisvollen Saharawinden und einem Meer unter der Erde zu tun. Es gibt kein Intro von Hans Paetsch, keine einleitenden Worte von Jürgen Kluckert. Diesmal nimmt Thomas Danneberg die Rolle des Erzählers an. Die Musik ist orientalisch angepasst. Der Hörer wähnt sich also kurzfristig in einer anderen Serie wieder. Aber der Zeit- und Ortswechsel tut dem Hörvergnügen keinen Abbruch. Das Rätsel um Bakerman wird gelüftet. Dafür treten neue Protagonisten auf, die in späteren Folgen eine Bedeutung bekommen werden. Die Fänge des Windes haben auch mich als Hörspielhörer "gefangen".
      Folge 7 verwöhnt des Hörspielhörers Ohr mit neuer Zeit, neuem Ort, neuen Protagonisten und einem Aha-Erlebnis. Gut gemacht!

      Folge 8 - Nebelsee - Sehr Gut
      Sonny Hesseltine, der Inhaber eines Kochbuchverlages und auch Verleger von Steven Burns Bücher, besucht seine Tochter Jana in Desmond. Auf Janas Arm sind einen Tag vor dem Besuch ihres Vaters plötzlich seltsame Abdrücke einer Hand erschienen. Sie sehen wie leichte Verbrennungen aus. Auch die schwangere Barbara Dugan hat auf ihrem Bauch solche Abdrücke. Barbara erzählt Jana, dass "sie" jede Nacht zu ihr kommen und sie berühren. Jana möchte den nahe gelegenen See für diverse Freizeitaktivitäten touristisch erschließen. Dabei hilft ihr Noel Rubinek, dessen Vater vor einem Jahr plötzlich verschwunden ist, den Steg zu reparieren. Nach einem Unfall am Steg, bei dem Noel und das Mädchen Kay fast ums Leben kommen, weil scheinbar etwas im Wasser lauert, bittet Hesseltine Steven Burns zu kommen. Er macht sich um seine Tochter Jana große Sorgen. Das Unheil nimmt weiter seinen Lauf. Der kleine Ben Rubinek, Bruder von Noel, verschwindet. Agnes Webster sucht wie in Trance den See auf. Der mittlerweile in Desmond angekommene Steven erkennt recht rasch, dass die Wahrheit tief unten im Nebelsee zu finden ist. Er möchte mit einer Taucherausrüstung den See erforschen. Dabei macht er eine grausige Entdeckung...
      Dieses Mal heißt es "Willkommen in Desmond". Es handelt sich um eine schwermütige Geistergeschichte. Es geht dabei sehr düster, traurig und melancholisch zu. Dieses Gefühl im Hörer wird durch das sehr langsame Lesen von Erzähler Jürgen Kluckert und den manchmal langen Pausen zwischen den Szenen verstärkt. Fast meint man in vielen Szenen den Nebel gemächlich und träge vor dem geistigen Auge vorbei wabern zu sehen. Eine Folge wie sie wunderbar zu Allerheiligen/Allerseelen passt. Mir gefiel die trübsinnige und unheimliche Stimmung, die einem als Hörer sofort erfasst. Das Ende ist traurig und tragisch zugleich. Erst ganz zum Schluss nimmt die bis dahin auch wunderbar als Einzelgeschichte durchgehende Folge Bezug zur Rahmenhandlung der Serie. Welche Verbindung gibt es zwischen dem Dröhnen tief unten im See und dem Dröhnen auf der Ölplattform Sea Hawk und während des Experiments Stille?
      Eine unglaublich dichte und immens stimmungsvolle, wenn auch sehr traurige Geistergeschichte, die mir unterhaltsame und gruselige 60 Minuten bereitet hat!

      Folge 9 - Am Grenzgebiet - Gut
      Bakerman erhält einen Anruf aus Rumänien. An der Grenze nach Russland im Donaudelta verschwinden Menschen. Joyce und Stevens machen sich auf nach Bukarest. Sie treffen dort einen Mittelsmann mit Namen Gacek. Er erzählt von einem Ort an der Grenze, an dem Menschen seit nun mehr 30 Jahren verschwinden. Die Russen verlangen Untersuchung und schicken ein Aufklärungsflugzeug, das abgeschossen wird. Kurz davor kann es noch Fotos übermitteln, dass eine bewaffnete Militärbasis mit einem großen Hangar zeigt. Das seltsame daran ist, dass es keine Landebahn für Flugzeuge gibt. Warum dann ein Hangar? Als sie einem Bewohner des Grenzortes Nelaru mit Namen Paul Angelescu treffen wollen, finden sie ihn zu Tode gefoltert von der Securitate, dem rumänischen Geheimdienst. Sie müssen flüchten. Angelescu wollte Joyce und Kramer erzählen, dass er als 17-Jähriger dabei war als plötzlich ein weißes Licht und mit ihm „Geistern und Furien“ auftauchten. Erst die Securitate sorgte damals für Ordnung sorgte. Das Trio begibt sich auf einem kleinen Motorboot auf um über das Donaudelta nach Nelaru zu gelangen. Dort werden sie dann Zeugen von geheimnisvollen Wesen im Wasser, einem riesigen Amoniten und der Geheimpolizei, die diesen Jahrzehnte lang beschützen wollten. Die Zeit wird für Bewohner und Steven Burns und Joyce Kramer knapp. Die Russen wollen alles in die Luft sprengen. Doch da ereilt Steven ein Anruf von Larry Newman aus Vancouver. Er hat wichtige Informationen von einem gewissen Dorgan Fink erhalten.
      Nach der schönen Geistergeschichte in Folge 8 bekommen wir hier einen Agententhriller geboten. Es geht um die Securitate, grausame Folterungen und eine geheimnisvolle Gruppe, die wie Bakerman nach Ilhalkalf suchen. Bemerkenswert finde ich die Tatsache, dass viele Rätsel und Fragen beantwortet werden. Und alles sehr spannend aufbereitet. Die Rahmengeschichte bekommt immer mehr Kontur.
      Ein übernatürlicher Agententhriller, der durchaus spannend aufbereitet und mit wichtigen Details über die Rahmenhandlung versehen ist!

      Folge 10 - Diesseits der Kuppeln (Teil 1 von 2) - Gut
      Der Kontakt zu Stevens Burns in Rumänien ist abgebrochen. Larry Newman und Stuart Bloomberg fliegen nach Bukarest um sie zu suchen. Newman und Bloomberg suchen den Chefredakteur Zela einer rumänischen Zeitung auf. Er hatte ein Interview mit einer Frau aus Nelaru veröffentlicht. Doch der Chefredakteur macht einen Rückzieher. Die von ihr geschilderten Folterungen der Securitate und Geschehnisse dort sollen laut Gutachten der rumänischen Regierung Wahnvorstellungen sein. Bei einem weiteren, diesmal geheimen Treffen mit Zela erzählt er von seltsamen Nachrufen in Zeitungen, dass Menschen tot sind. Er zeigt ihnen auch Telefone, aus denen man seltsame Geräusche hört. Und er spricht auch von den Grauen Engeln, die in Bukarest Menschen holen.
      Unterdessen werden Steven und Joyce von Dr. Karasyk und Major Moroswo verhört und gefoltert. Burns wird ein Finger abgeschnitten. Tage später werden sie zum Leichnam von Luther Niles, der in Nelaru erschossen wurde, gebracht. Dieser wird von den Rumänen als Dr. Konedka bezeichnet. Er verwest nicht. Ebenso wenig Stevens abgeschnittener Finger. Die Rumänen wollen wissen welchen Zusammenhang es zwischen Konedka und Burns gibt. Konedka arbeitet offiziell seit den 80igern an einem Projekt namens "die Sphären" und tut es immer noch. Burns erklärt, dass es sich dabei um Züchtungen handelt. Elma Kolmajansk, die Chefin des Projektes der Sphären, bringt sie gegen den Willen von Major Morosow zur Anlage der Sphären und möchte sie mit Konedka bekannt machen. Doch dieser flüchtet. Die Sphären sind zwei riesige Kuppeln. Unter diesen wurden 2 ökologische „Inseln“ angelegt. 2 Typen, einmal ein Waldgebiet der Taiga und einmal ein Küstengebiet ähnlich dem Kaspischen Meer. Doch die Pflanzenarten mutierten und die Atmosphäre hat sich verändert. Konedka ist in die Küstensphäre hinein geflüchtet. Burns und Kramer sowie 3 Aufpasser und ein Biologemit Namen Zargan Bat werden mit Segelgleiter in die Kuppeln geschickt. Die Suche nach Konedka erweist sich als gefährliche Angelegenheit.
      Erstmals wird uns hier ein Zweiteiler innerhalb der Serie präsentiert. Man schließt wie gewohnt nahtlos an der vorigen Folge an. Es plätschert zu Beginn etwas voran, es gibt weitere Informationen, "aufgelockert" nur durch ziemlich grausige Schilderungen von brutalen Morden. Doch zunehmend konnte man mich wieder "fangen" und spätestens bei den Sphären war ich wieder voll in den Bann gezogen. Hierbei muss man die wirklich gelungene Soundkulisse erwähnen. Ich habe im Cinema-Mehrkanalton auf meiner Anlage gehört. Bereits in der ersten Szene wird diese voll gefordert und man wähnt sich mitten in einem Dschungel. Beim Eindringen mit dem Segelgleiter hat die Sound-Anlage ein weiteres Mal ordentlich was zu tun. Der Hörer bekommt den stürmischen Flug im wahrsten Sinne des Wortes "um" die Ohren geknallt. Die Sprecher sind gewohnt sehr gut aufgelegt. Diesmal kommt mit Smudo ein weiterer Promi zum Einsatz, der in meinen Ohren eine sehr gute Arbeit verrichtet. Noch dazu eine neue mir unbekannte Stimme. Alles in allem ist auch diese Folge richtig gut geworden und ich als Hörer möchte am liebsten sofort zurück in die Sphären und wissen wie es weiter geht.
      Diesseits der Kuppeln ist trotz gemächlichen Beginns wieder eine gelungene Gabriel Burns Folge, die dem Hörer viele Informationen aber auch einen Cliffhanger liefert!

      Folge 11 - Welt der Dämmerung (Teil 2 von 2) - Gut
      Steven Burns und Joyce Kramer sind getrennt worden. Steven Burns hat die "Sphäre" der Küstenlandschaft verlassen und sucht nun gemeinsam mit dem Biologen Zargan Bat in der zweiten Sphärenkuppel im Wald nach Luther Niles. Joyce hingegen wird beim Aufprall mit dem Segelgleiter leicht verletzt. Ihr Aufpasser Konstantin kann sie verarzten. Sie treffen auch die beiden anderen Insassen des dritten Segelgleiters. Gemeinsam folgen sie den Spuren von Steven, der sie ebenfalls in den Taiga ähnlichen Wald führt. Doch die Tierwelt dort spielt verrückt. Konstantin wird von einer Wespe gestochen und wird immer kränker. Beim Marsch durch den tödlichen Wald treffen sie auf den Verhaltensforscher Jerin Petrowski, der als verschollen galt. Er ist nackt, isst Lehm und hat sich der Umgebung angepasst. Steven Burns hat unterdessen Zoltan Bat verloren. Dieser ist von Wölfen zerfleischt worden. Im Kampf mit den Wölfen rettet Luther Niles Burns das Leben. Niles bringt ihm zu seinen Kindern, Klone von Luther Niles, die gerade produziert werden. Luther Niles hat als Konedka die Atmosphäre in den Sphären absichtlich verändert um optimale Bedingungen für die Klone zu schaffen. Steven Burns glaubt, dass in den Amoniten der Bauplan für das Klonen versteckt war. Als Niles seine "Kinder" in Gefahr sieht, bietet er Steven Burns an ihm mitzuteilen wo sich Daniel befindet, wenn Burns seine Kinder mit seiner Gabe in Sicherheit bringt. Doch dann überschlagen sich mit dem Eintreffen von Joyce und Jerin die Ereignisse.
      Teil 2 führt uns immer tiefer in die Sphären. Man leidet mit den Protagonisten im Kampf gegen Natur und Bestien mit. Ein schöner Survival Horror-Abenteuer, das auch viele weitere Informationen und Antworten liefert. Sprecher, Sound und Musik sind auf hohem Niveau. Die Spielzeit von 53 Minuten verfliegt recht schnell.
      Gelungener Abschluss des Zweiteilers, der mit vielen Informationen aufwarten kann.

      Folge 12 - Die ersten Erinnerungen (Teil 1 von 2) - Befriedigend
      Der in Vancouver heimgekehrte Burns besucht auf ihren Wunsch Yellow Ma in China Town. Sie sagt die Geister sind in Aufruhr und viele der Antworten sind in ihm, Burns zu finden. Daher bringt Yellow Ma Steven zurück in die Vergangenheit. Zuerst in sein Kinderzimmer als er 12 Jahre alt war. Er hört die Stimme von Aaron Cutter, der schon damals die Nähe zu ihm gesucht. Danach gehen sie weiter in die Vergangenheit zurück und erleben wieder wie Steven Daniel bei seinem Geburtstagsfest verschwinden lässt. Sie gehen noch weiter zurück. Er findet sich als kleines Kind in einem Raum wieder. Auf der Schwelle zu diesem Raum ist ein anderer kleiner Junge. Es ist nicht Daniel. Er hört die Stimme des Flüsterers, der ihm sagt, dass er nicht weiter darf und umkehren soll. Yellow Ma sagt ihm, dass Stevens sich nicht an seine Geburt erinnert, weil er niemals geboren wurde. Bakerman und Kramer befassen sich zur gleichen Zeit mit den 2 Amoniten, einen in Island, einen in Rumänien. Waren in diesen die Pläne für die Sphären? Beide Amoniten sind vor 30 Jahren aufgetaucht. Bakerman suchte nach ähnlichen Vorkommnissen. In einem Steinkohle-Bergwerk in Karmengay kam es zu einem ähnlichen Ereignis. Nach einem Erdbeben vor 30 Jahren musste es geschlossen worden. Beide fahren hin um nachzusehen. Dort wird gerade nach 2 Vermissten gesucht. Kramer und Bakerman dringen in das Bergwerk ein. Sie finden die beiden Vermissten tot auf. Später treffen sie auf Stockwell und Weiner, die für die Suchtrupps verantwortlich sind. Als sie den Stollen genauer untersuchen, bemerken sie dass eine von den Suchtrupps falsch spielt und alle in große Gefahr bringt.
      Das erste Dutzend ist nun voll. Und mit "Die ersten Erinnerungen" kommt gleich ein weiterer Zweiteiler auf mich zu und ist auch die erste Folge, die mich nicht zu 100% zufrieden stellen kann. Die Szenen rund um Yellow Ma sind sehr träge, langsam und fast fade vorgetragen. Dem muss man entgegen halten, dass man weitere wichtige Informationen erhält. Der zweite Handlungsstrang im Bergwerk ist deutlich flotter, spannender und auch unheimlicher inszeniert. Hier stösst mir jedoch das Ende etwas sauer auf. Dieses ist sehr abrupt und lässt den Hörer plötzlich alleine stehen. Das hätte man etwas "runder" lösen können. Da war der Cliffhanger im vorigen Zweiteiler deutlich eleganter gelöst. Ansonsten sind wieder alle anderen Zutaten der Serie über jeden Tadel erhaben. Sprecher, Musik, Soundeffekte machen wie eh und je Freude.
      Steven Burns Rückführung und die Suche in einem Bergwerk nach einem weiteren Amoniten bereitet mir nicht rund um die Uhr Freude.

      Folge 13 - Die Kommission (Teil 2 von 2) - Gut
      Kramer und Bakerman können rechtzeitig das zusammen stürzende Bergwerk verlassen. Davor entdecken sie noch Zeichnungen des Fremden, der dort Jahre lang gelebt hat. Er hat eine Karte mit 10 Orte und zudem einen Grauen Engel auf die Wand gezeichnet. Kramer entkommt dem Inferno nur schwer verletzt, überlebt aber. Stevens Burns wird von Helfern von Bakerman nach Karmengay gebracht. Er stellt Bakerman zur Rede warum er keine Erinnerung an seine Geburt hat. Bakerman erzählt ihm von seiner Zeit unter Trudeau. Er arbeitete damals in einer Sonderkommission. Er wurde mit einer Medizinerin, einem Mann mit Spezialausbildung und mit Luther Niles nach Fairlane, einem Gefängnis geschickt. Dort wurden 5 Häftlinge ermordet. Als sie hinkamen, ist die Brücke über den Teich zum Gefängnis mit Beton verschlossen und unpassierbar. Die Kommission und jener Wächter, der die Brücke bewacht hat, gehen über den zugefrorenen Teich ins Gefängnis. Dort finden sie viele Leichen. Jüngeren wurde der Schädel eingeschlagen, Ältere haben violette Linien am Körper und sind durch eine Art von Epidemie gestorben. Sie finden ein junges verletztes Mädchen. Die Ärztin bleibt bei ihr während die Männer nach Überlebenden suchen. Die Ärztin wird während ihrer Abwesenheit von einem Eindringling getötet. Bakerman findet einen kleinen Jungen, der plötzlich auftaucht. Eine geflügelte Kreatur jagt ihn und den kleinen Jungen. Doch plötzlich verschwindet die Kreatur von der Bildfläche. Bakerman berichtet, dass Steven der kleine Junge war, der plötzlich aufgetaucht ist. Er wurde bei Freunden von Bakerman aufgenommen und aufgezogen. Stevens Fähigkeiten wurden erst später bemerkt. Fairlane ist einer der fahlen Orte. Bakerman vermutet, dass Steven die Krankheit nach Fairlane gebracht hat. Wieso die Älteren die Jungen umgebracht haben und die Älteren krank wurden, weiß man nicht.
      Die Kommission bringt viel Licht ins Dunkel. Einerseits erfährt man erste Infos über Bakerman und seine Zeit in der Trudeau Kommission. Andererseits bekommt man wichtige Hinweise über Stevens Herkunft. Eine Folge, für die man das Wissen der vorigen Folgen dringend benötigt, die aber dann durchaus Spass macht, weil man viel erfährt und die Szenerien im Gefängnis sehr unheimlich und stimmungsvoll daher kommen. Meine leichte Enttäuschung über Folge 12 ist wieder verflogen, denn die 13 macht die Geschichte wieder deutlich runder. Aber Gabriel Burns erweist sich jetzt schon als sehr komplexe und mysteriöse Hörspielserie.
      Schöner Abschluss des Zweiteilers, der durch viele Informationen bei mir Pluspunkte sammeln kann.

      Folge 14 - Die Verbündeten - Gut
      Bloomberg und Newman haben sich wieder nach Bukarest aufgemacht um dort weitere Informationen einzuholen. Zuerst besuchen sie die Zwillingsschwestern Mincu. Sie erfahren, dass die Zwillinge unterschiedliche Mütter hatten, sie „eingepflanzt„ wurden und ihr Erbgut manipuliert ist. Newman spekuliert, dass die Rumänen ihr Wissen darüber aus dem Amonit haben könnten. Sie bekommen den Frauen den Tipp Proffessor Lugoj aufzusuchen. Dieser spricht vor einer großen Versammlung. Er scheint die grauen Engel kontrollieren zu können. Als die Beiden die Zusammenkunft heimlich wieder verlassen, werden sie von Unbekannten gekidnappt und weit weg gebracht. Nahe dem Pol werden sie dann getrennt. Bloomberg wird in einem kleinen Käfig eingesperrt. Es sind viele dort eingesperrt. Es werden angeblich Experimente mit ihnen gemacht. Newman trifft Majore Fink, der seit 1937 kein Jahr gealtert ist. Er hatte damals Ilahalkalf aus der Wüste mitgenommen und Bakerman halbtot liegen gelassen. Finks Analyse von Ilhaalkalf hat ergeben, dass dieses aus der Haut der Vascos, riesigen Unterwasserbewohner stammt. Fink möchte Ilhaakhalf allen Menschen zugänglich machen. Er hat sich deshalb mit den Grauen Engel zusammen getan. Bakerman bekämpft seiner Meinung nach die Grauen Engel und sorgt damit für Chaos. Fink war es, der damals gemeinsam mit dem Militär nahe der Ölplattform Seahawk Five die Vascos angelockte. Sie haben festgestellt, dass sich Vascos untereinander unterhalten können. Majore möchte, dass Newman mit ihm gegen Bakerman kämpft. Bloomberg bekommt in seinem Käfig Besuch von Dorgan Fink und einem Mädchen mit Atemmaske. Sie ist eine Beobachterin, wie der Junge im Zug und kommt von den Grauen Engeln. Beobachterinnen sind immer jung. Fink schickt sie weg. Der Sohn des Majore zeigt Bloomberg das Wolframtor. Die Gefangenrn werden zu Testzwecken durch dieses geschickt. Doch Bloomberg kann mit Hilfe von Dorgan Fink flüchten. Doch die Flucht stellt sich als schwieriges und tödliches Unterfangen dar.
      Folge 14 ist vollgepackt mit vielen weiteren Informationen. Informationen, die der Hörer zum Teil schon kennt, zum Teil Neuland für ihn sind. Einiges wird wiederholt. Mittlerweile ist die Geschichte schon sehr komplex, ein wenig aufgebläht und man muss sehr konzentriert hören. Ich selbst mache mir Notizen um die vielen Querverbindungen zu erfassen und nicht zu vergessen. Insofern macht die Folge durchaus Spaß, weiter in das Rätseluniversum einzutauchen, wenngleich die Geschichte außer vielen Antworten und einigen neu hinzukommenden Fragen nicht besonders viel hergibt. Es fehlt ihr an Höhepunkten. Trotzdem hat sie mir gefallen. Die Stimmung ist nach wie vor eine Ohrenweide und Dank der Informationen bekommt der Kopf viel zu tun.
      Die Story rund um Newman und Bloomberg in einer mit vielen Informationen vollgepackten Episode kann mich zum großen Teil gut unterhalten.

      Folge 15 - Ohne Bewusstsein (Teil 1 von 2) - Befriedigend
      Die Geschichte spielt zunächst im Fairlane der Gegenwart. Bakermans Leute untersuchen das ehemalige Gefängnis. Eine Frau aus seinem Team hört eine Stimme, die "einen Mann mit Glatze" sucht. Er hat eine Botschaft auf der Zellenwand hinterlassen. Es handelt sich um den Geist von Frank Eldies, einem verstorbenen Bewohner von Fairlane. Die Botschaft hieß Vasengu. Vasengu ist ein Krankenhaus in Zentralafrika, Kongo.
      Bakerman nimmt den psychisch angeschlagenen Steven Burns mit in den Kongo. Sie wollen ins Krankenhaus von Vasengu. Bakerman vermutet, dass es sich um einen der fahlen Orte handeln könnte. Dort ist wie in Fairlane eine Epidemie ausgebrochen. Doch der Weg von Goma nach Vasengu ist sehr gefährlich...
      Episode 15 ist relativ dünn ausgefallen. Es fehlen die absoluten Höhepunkte. Vielleicht weil es sich wieder um Teil 1 eines Zweiteilers handelt. Ich denke man hätte hier wohl den gesamten Zweiteiler auf einer CD abhandeln können. Man erfährt wieder das eine oder andere Wissenswerte, vieles hat man aber bereits im Laufe der Geschichte bereits gehört. Ich habe die Folge als unnötig aufgebläht empfunden und hoffe, dass wir in den nächsten Folgen wieder mehr Handlung gespickt mit diversen Höhepunkten zu hören bekommen.
      Folge 15 ist eine Zwischenfolge mit wenig Erkenntnissen und Höhepunkten. Geht so!

      Folge 16 - Infektiös (Teil 2 von 2) - Gut
      Der Konvoi, indem sich Bakerman, Steven Burns und der Wunderheiler Patrice befinden, wird von den Rebellen angegriffen. Die Gruppe wird getrennt. Es gelingt Bakerman alleine ins Krankenhaus nach Vasengu zu gelangen. Dort sind mittlerweile alle Patienten,die meisten Krankenschwestern und auch der Assistenzarzt Dr.Oboja infiziert. Einzig ein im Koma liegender Patient aus Seattle mit Namen Chris Evers zeigt keine Anzeichen der Krankheit. Er hat seltsamer Weise die Armbanduhr von seinem Bruder Daniel. Sie zeigt die Uhrzeit seines Verschwindens. Als auch Dr. Theron infiziert ist, befielt Bakerman allen Kranken ein starkes Beruhigungsmittel zu spritzen, da er einen Amoklauf der Patienten ähnlich wie vor 30 Jahren in Fairlane erwartet. Wie damals im Gefängnis taucht plötzlich ein Baby auf. Die Patienten wollen es töten. Sie riechen das Melatonin der Zirbeldrüse. Diese soll für das Altern verantwortlich sein. Deshalb wurden in Fairlane den jungen Menschen tödliche Kopfverletzungen verpasst. Die infizierten Gefängnisinsassen wollten die Zirbeldrüse essen. Burns und der Wunderheiler Patrice sind während dessen in Gefangenschaft der Rebellen. Doch diese sind ebenfalls infiziert. Es gelingt ihnen ins Krankenhaus zu Bakerman zu flüchten. Doch Patrice ist nicht Patrice. Er ist der Flüsterer und warnt Burns ein weiteres Mal. Doch damit nicht genug.
      Der zweite Teil ist mit 42 Minuten sehr kurz gehalten. Ich fand es schade, dass man die Geschichte rund um den Ausflug in den Kongo zerrissen hat. Dieser hätte ein klein wenig gerafft und als eine einzige Folge ein deutlich runderes Hörbild abgegeben. Trotzdem fand ich Teil 2 durchaus erhellend. Er hatte auch seine spannenden und traurigen Momente, wenngleich diese eher rar gesät waren. Die gelieferten Antworten ergeben durchaus Sinn. Die Musikkulisse ist dem Kongo angepasst. Trotzdem habe ich den Eindruck, dass die typischen Musikstücke der ersten Folgen, wie sie von Manuel Rösler komponiert waren und wie sie so typisch zur Serie gehörten nun mit Matthias Günther der Vergangenheit angehören.
      Ein guter Abschluss eines weiteren Zweiteilers, der jedoch sehr kurz daher kommt.

      Folge 17 - Was ist das Leben (Teil 1 von 2) - Gut
      In Alaska haben die Eltern von Joyce Kramer vor 30 Jahren im Katmaital ein elektrisches Störfeld untersucht. Es ist ein ähnliches Störfeld wie es später in Desmond und Eden Creek aufgetreten ist. Ihre Eltern fielen daraufhin in ein Koma und sind bis heute nicht mehr aufgewacht. Man konnte sie nicht in eine Klinik fortbringen, denn bei jedem Versuch sie zu bewegen, versagten ihre Organe. Steven Burns und Joyce Kramers Aufgabe lautet die Eltern mit Stevens Gabe fortbringen. Der nahegelegene Vulkan steht kurz vor dem Ausbruch und droht die Eltern für immer zu begraben. Joyce und Steven gelangen in jene geologische Forschungseinrichtung in der sie seit Jahrzehnten ungealtert auf einem Bett im Koma lagen.
      Larry Newman ist derweil nach Vancouver zurück gekehrt und weiß nicht ob er die richtige Entscheidung getroffen hat. Bakerman lässt Larry überfallen und ihn untersuchen ob Majore Fink einen geheimen Sender bei ihm untergebracht hat. Darauf hin bringt er Larry in einen technischen Raum, tief unter der Erde. Dort treffen sie auf Prof. Jiang Luong. Er zeigt ihnen einen Riesenkalmar. In dessen Bauch fanden sie einen fast unverdauten Vasco. Der Patient Chris Evers befindet sich ebenfalls unter Bakermans Gewahrsam. Sie wollen dem von einem Virus infizierten Evers ein Serum aus der Haut jenes Vascos injizieren, der in dem Bauch des Riesenkalmars gefunden wurde.
      Folge 17 ist insofern bemerkenswert, dass erstmalig im Booklet nicht mehr nach einer Erzählung von Raimon Weber steht. Es wird nur mehr Idee & Konzeption Decision Products angeführt. Dafür wird in weiterer Folge bei den Danksagungen auch ein gewisser Andreas Gloge erwähnt. Dieser scheint nun gemeinsam mit Volker Sassenberg für die Geschichte verantwortlich zu sein. Abermals bekommen wir es mit einem Zweiteiler zu tun. Diesmal hat die Auftaktfolge jedoch eine Laufzeit von über eine Stunde. Wir erfahren diesmal viel über Joyce. Joyce Kramer ist eine halbe Indianerin, nämlich eine Klingid. Sie hat eine Schwester mit Namen Aileen. Diese ist schwanger. Payton ist Ranger und der Vater von ihrem Kind. Als die beiden Kramer-Kinder damals die Eltern verloren, blieb Aileen in Alaska. Man brachte Joyce in eine Spezialklinik mit Namen Ravenstone. Als sie 21 Jahre alt war, wurde sie von Bakerman besucht. Er bot ihr einen Job und Hilfe für ihre Eltern an. Ein weiteres Puzzlestück ist gefunden. Trotzdem hat man ein wenig den Eindruck, dass der Schwung möglichst rasch vorwärts zu kommen, ins Stocken geraten ist. Trotzdem eine durchaus interessante, spannende und auch gruselig-mystische Hörangelegenheit.
      Ein Zweiteiler, der nicht mehr aus der Feder von Raimon Weber stammt und viele Details über Joyce Kramer erzählt. Trotz abermaligem Cliffhanger eine Folge, die mir gefallen hat.

      Folge 18 - Neun Morde (Teil 2 von 2) - Genügend
      Es ist so weit, der Vulkan im Katmaital bricht aus. Burns spricht in Trance mit der Mutter von von Joyce. Sie sprechen ihn mit Gabriel an. Dabei hört Stevens auch Daniels Stimme. Sein verschollener Bruder braucht seine Hilfe. Stevens wird von Joyce aus der Trance geholt. Burns hat es irgendwie geschafft ihre Eltern aus dem Koma aufzuwecken! Joyce Schwester Aileen bekommt das Kind, während sich der Lavastrom Richtung Haus bewegt. Wie in Desmond hat auch hier eine Schwangere, diesmal Aileen, eine Hand auf ihrem Bauch. Ihr Vater Alfred Kramer ist der Ansicht, dass er und seine Frau Marsha bereits längst gestorben sind, nur die Gabe von Joyce Mutter hat sie gerettet. Er berichtet, dass sie damals viele Tunnel unter der Erde entdeckt haben. Als die Mordfälle passierten, sahen sie einen Zusammenhang. Es war ein Schamane der Klingid, der die Morde beging. Marsha Joyce wollte ihn hindern, doch der Kampf kostete ihnen das Leben. Sie fielen ins Koma. Als Aileen kurz vor der Endbindung steht wird ihrer Mutter Marsha Kramer von Aalens Freund Payton der Hals durchgeschnitten. Der Schamane war der Vater von Payton. Er möchte vollenden was sein Vater angefangen hat - 9 Morde. Doch Alfred Kramer reißt Payton in die Lawa. Das Baby kommt heil auf die Welt.
      Unterdessen ist auch Bakerman und Newman tief unter der Erde in Vancouver in einen Kampf auf Leben und Tod verwickelt. Geheimnisvolle Seeanimone und der riesige Kalmar töten Dr. Liong. Ihr Patient Chris Evans ist aufgewacht. Bevor ihn ein Tentakel tötet, schreit er „Es hat begonnen. Der erste der Zehn steht vor dem Fall“.
      Nach nun mehr 17 Folgen liegt mir mit "Neun Morde" eine Folge vor, die auf mich einen sehr chaotischen Eindruck macht. Hatte ich bis dato immer das Gefühl es gäbe einen roten Faden und alles was passiert, hat Hand und Fuss, so bin ich mit dieser Folge schlichtweg überfordert. Trotz meiner gleichzeitigen Notizen kommt mir vieles sehr wirr und unklar vor. Darüber hinaus habe ich wieder den Eindruck, dass man einiges hätte kürzen können. Und dass trotz der gerade mal etwas über 40 Minuten gehenden Laufzeit. Nein, diese Folge hat leider wenig Spass gemacht. Ich hoffe dies ist nicht symptomatisch für die Ära 2 Gabriel Burns und es kommen wieder Folgen, die neben einer grandiosen Atmosphäre und tollen Sprechern auch eine für mich nachvollziehbare Handlung aufweist.
      Chaotisches und wirres Ende des Zweiteilers, die mich teilweise überfordert hat. Ich hoffe auf einen einmaligen negativen Ausreisser!

      Folge 19 - Die welke Saat des Lotus - Befriedigend
      Zwei Männer und eine Frau werden tot in der Kanalisation von Vancouver gefunden. Ihre Augen sind geweitet, die Iris ist verschwunden und sie haben phosphoreszierende Augen. Sie weisen Bisswunden auf. Steven kennt die tote Frau. Es ist Kim Noon. Kim Noon trat als Zeugin in einem Strafprozess gegen Jefferson Carter auf. Es scheint einen Zusammenhang zwischen Prof. Lugoj, einem verrückten Wissenschaftler den Newman in Bukarest kennen gelernt hat und Carter zu geben. Kramer und Newman brechen in Murtoghs Haus, dem Anwalt von Carter ein. Sie finden einen Zellentrakt. Dort gibt es Menschen, denen man die Augen rausgeschnitten hat. Kramer glaubt „sie“ testen das Wissen, das in den Amoniten gefunden wurde. Sie folgen Murtoghs Spur weiter nach China Town in eine Opium-Höhle. Dort belauscht Newman ein Gespräch zwischen Murtogh und Ming-Tsai. Dieser arbeitet für einen gewissen Lin Zisheng. Murtoghs Augen funkeln wie Phosphor als er diesen verlässt. Kurze Zeit später entdecken Newman und Kramer Carters Leib tot in einer Wanne. Seine Augen funkeln ebenso mit Phosphor. Kramer nimmt Kontakt zu Lin Zisheng auf. Sie entlarven Ming-Tsai als Verräter. Mit einer Nadel im Ring hat er seine Opfer gestochen und sie mit dem „Licht“ infiziert. Ming-Tsai sagt ihre Experimente sind nun abgeschlossen. Carter glaubte er sei auserwählt. Ming-Tsai musste ihn und Murtogh umbringen.
      Steven besucht währenddessen Shelley Noon, Kims Schwester in China Town. Sie glaubt Carter hat Kim umgebracht, denn sie hat von ihrem Tod geträumt. Es gibt einen Club wo Frauen verschwunden. Er gehört Lin Zisheng. Shelley bringt ihn zu ihm. Steven möchte wissen was mit Kim passiert ist. Er bekommt einen Schlag ins Genick und wird ohnmächtig. Als er aufwacht, findet er sich im Keller wieder. Lin Zisheng sagt, dass Kim mit etwas infiziert war. Mit Phosphor ähnlichen Stoffen. Auf der Straße nennen sie es „Das Licht“. Sie mussten die Leichen entsorgen. Steven und Shelley folgen einem Schacht in die Kanalisation. Sie trennen sich. Steven fällt ins Wasser, kann sich aber über ein Rohr in ein Gewölbe retten. Dort entdeckt er einen Raum wo sie den grauen Engel huldigen.
      Folge 19 bringt keine großen neuen Erkenntnisse. Man könnte diese Folge auch ohne Vorwissen anhören. Ein übernatürlicher Kriminalfall in China-Town. Leider wird die Handlung in die Länge gezogen. Zudem fehlt es an Höhepunkten. Alles plätschert ein wenig dahin, Informationen hier, Informationen da, am Ende darf auch noch der Flüsterer kurz etwas sagen. Mir hat diese Folge nur bedingt gefallen. Schade, denn ich hätte nichts gegen eine Geschichte im Stile einer Einzelfolge gehabt. Dann aber bitte mit etwas mehr Pepp.
      Etwas langatmige Geschichte, die man dafür auch ohne Vorkenntnisse hören kann. Da gab es aber viel Besseres innerhalb der Serie zu hören!

      Folge 20 - Staub der Toten - Sehr Gut
      Es gab drei spontane Selbstentzündungen in Vancouver. Bei einer Autopsie wird bemerkt, dass alle einen Chip mit Wolfram im Kopf implantiert hatten. Im Adressbuch der Opfer findet sich ein und der selbe Name: Nicolas Skelton. Inspektor Drake und Bakerman statten ihm einen Besuch ab. Er leidet unter sozialen Phobien und war Teil einer sieben köpfige Gruppe von Dr. Zaisen. Bakerman kennt Dr.Zaisen aus seiner Vergangenheit. Er dachte er sei tot. Skelton gibt ihnen die Namen der drei übrigen Patienten. Als Larry und Steven eine Frau aus der Gruppe aufsucht, entzündet sie sich spontan. Larry wird dabei an den Augen verletzt und liegt im Krankenhaus. Dort erhält er einen Besuch von Dorgan Fink. Fink erzählt, dass die Opfer Teil eines Experimentes der Gesandten sind. Der Chip kann einen Impuls zur Selbstentzündung von außen bekommen. Wolfram ist deshalb involviert weil es den höchsten Schmelzgrad aufweist. Der Rest der Pateinten-Gruppe trifft sich zu einer Besprechung. Dabei geht eine weitere Person in Flammen auf. Auf Grund einer Videoaufzeichnung kommen sie aber vorher darauf dass alle Sieben gemeinsam auf Vancouver Island eingeladen war und dort etwas mit ihnen gemacht worden sein muss. Bakerman, Kramer und Burns fahren mit den letzten beiden Verblieben hin um den Auslöser und Impulsgeber für die Selbstenzündung zu finden. Dabei stirbt auch die Frau. Burns entdeckt gemeinsam mit Nicolas Skelton, dass sie dort alle durch ein Wolframtor geschickt wurden. Einerspielt falsch. Larry Newman bekommt von Dorgan Fink einen Anruf, dass alle Amoniten zerstört wurden bis auf einen. Sie müssen nach Vietnam.
      Nach den schwächeren Folgen und Geschichten gibt es hier wieder ein sehr spannendes, gruseliges, unheimliches und mysteriöses Hörspiel zu hören. Im Mittelpunkt stehen scheinbar spontane Selbstentzündungen, die es ja tatsächlich bereits mehrfach gegeben hat. Doch diesmal steckt ein geheimes Experiment, das Wissen aus den Amoniten und das Wolframtor hinter den Todesfällen. Bereits die erste Szene ist grausig und ein kleiner Höhepunkt. Musik, Sprache und die guten Sprecherleistungen verstärken die Atmosphäre und die Jagd auf den Mörder. Besonders Tobias Kluckert zeit, dass er ein großartiger und wandlungsfähiger Sprecher sein kann. Er spricht den unsicheren und sozial scheuen und von Phobien und Verbrennungen geplagten Nicolas Skelton in nahezu perfekter Art und Weise. man nimmt ihm die Rolle wunderbar ab. Eine Folge, die man auch ohne großes Vorwissen hören kann.
      Ein Hörspiel ganz nach meinem Geschmack mit einem sehr interessanten Thema! Sehr Gut!

      Folge 21 - Zauberer - Gut
      Steven Burns wird von Daniel um Hilfe gebeten. Er macht sich mit Bakermans Flugzeug nach Kamtschatka zur Straße der Knochen auf. Doch sein Flugzeug wird von Amitore Fink und seinen Sohn gekapert. Die Pilotin und Burns werden in ein Kloster gebracht. Amitore Fink erzählt, dass die Wirkung von Ilaalkhalf nach lässt. Er sucht nach dem Muttertier der Vascos und möchte eine neue Expedition starten. Pleva, die Pilotin des Flugzeugs ist angekettet. Burns soll hinter das Wolframtor und sich dafür einen Sender einsetzen lassen. Sie drohen ihm die Pilotin zu Tode zu foltern wenn er dies nicht macht. Ein Junge mit einer Atemmaske erscheint. Ein Beobachter. Er zwingt jene Frau, die die Pilotin foltern sollte, sich selbst zu töten. Daraufhin tötet Burns den Beobachter und flüchtet gemeinsam mit der Pilotin in einem Helikopter. Davor zerstören sie das Kloster mit einer Missile. Steven trifft auf seiner Flucht den Flüsterer. Er erzählt ihm, dass er, Steven, in diese Welt gesetzt hat und spricht ihn mit Gabriel und als Zauberer an. Er ist das Portal. Die andere Seite möchte ihn wieder zurück holen. Steven muss die 10 fahlen Orte versiegeln. Joyce und Larry sind derweil in Vietnam. angelangt. Im Dschungel erleben sie eine böse Überraschung. Insekten und Bäume greifen an. Sie treffen eine Frau. Sie ist die Tochter des Wissenschaftlers aus Vancouver und eine Öko-Guerrilla Kämpferin. Sie erzählt, dass der Wald und die Lebewesen darin mutiert sind. Beide sind nun nicht mehr voneinander zu trennen.
      Erstmalig wird die Geschichte als eine Art Rückblende erzählt. Die Handlung ist durchaus gelungen, wenngleich manchmal etwas in die Länge gezogen. Der Mysterygehalt steigt deutlich an. Manches wirkt verworren, manches ist aber klar erzählt und mit genügend Informationen versehen.
      Eine ganz gute Folge, mit Mystery- und Soapelementen, die 60 Minuten lang durchaus unterhalten kann. Aber es gab schon bessere und vor allem Höhepunkt reichere Episoden!

      Folge 22 - In das Dunkel - Gut
      Folge 22 beginnt mit einem Besuch von Bakerman in der Loge von Lill Hastings während eines Konzertes. Lill Hastings, die als Zauberin bezeichnet wird, gibt zu, dass sie es war, die Margrete Jordan beauftragt hatte jene Familienfotos auf denen Bakerman und Steven zu sehen sind, Steven Burns zu schenken. Sie erzählt weiter von einem zufälligen Erlebnis, das sie Steven und Aaron Cutter hatte, bei dem sie am Ende Henry Keane erstochen aufgefunden hatte.
      Joyce und Larry werden weiterhin in Vietnam von Jiang Ly Mai, jener Öko-Kämpferin begleitet. Sie zeigt ihnen ein Tempelkloster, in dem ihre Leute Kampftechniken trainieren. In den tiefer unten gelegenen Kellergewölben befindet sich Abdulaschbadri. Er wollte einen der zehn fahlen Orte aufsuchen. Joyce meint er habe dort ein Ritual durchgeführt und dabei seine Krieger geopfert. Jiang Ly Mai verlässt mit Larry und Joyce auf einer Barkasse das Mekong Delta. Im südchinesischen Meer werden sie von den Amintore Finks Gefolgschaft überfallen. Sie werden zum letzten verbliebenden Amoniten verschleppt.
      Bakerman macht sich ebenfalls nach Vietnam auf und trifft in einem Hotel auf Dorgan Fink. Bakerman zwingt Fink, dass er ihn mit auf ein geheimes U-Boot mitnimmt. Dieses beherbergt einen Vasco. Man hofft, dass dessen Schreie das Muttertier anlockt. Dorgan berichtet Bakerman, dass Amoniten nicht befördern, sondern dass sie gebären. Sie sind vor 65 Millionen von Jahren nicht ausgestorben, sondern haben eine neue Evolutionsstufe erreicht. Sie haben sich mit einer anderen Spezies in den Tiefen der Ozeane verbunden. Die Amoniten waren damals Brutkästen für ihre Nachkommen, für die Vascos. Doch dann kamen die Fremden, benutzten die letzten Amoniten dazu Lebewesen einzufangen, zu sie zu verändern und neu zu gebären. Dorgan Fink begauptet Bakerman zu helfen seinen Vater aufzuhalten und mit einem Sprensatz das U-Boot zu zerstören. Daraufhin trennen sie sich. Als Bakerman ein Wolframtor entdeckt, zeigt sich ein Beobachter. Es ist Kind von 4 Jahren. Da taucht der sichtlich kranke Armintore Fink auf. Armintore Fink will an Ilahalkalf gelangen, weil die Wirkung der Probe die er aus der Wüste in den 30igern mitgenommen hat, nachlässt. Das Erscheinen der Amoniten hat laut Fink die erste Phase, die Phase Fleisch eingeläutet. Der letzte verbliebene Amonit im Kondao Archipel birgt sein Geheimnis noch. Fink wollte warten bis er sich von selbst öffnet. Plötzlich bemerken beide Kontrahenten, dass sie von Dorgan Fink reingelegt worden sind.
      An anderer Ort und Stelle spricht eine gewisse Alicia Donovan mit Victor Zeysen, dem Leiter eines Waisenhauses. Sie schreibt einen Bericht über rumänische Waisenkinder. Während Miss Donovan sich mit einigen Waisenkindern unterhält, kommt ein Lieferwagen an. Dieser ist voll mit vielen kleinen verschleppten Kindern. Ein Mädchen mit einer Atemmaske empfängt sie und spricht davon, dass die zweite Phase begonnen hat. Sie sollen rasch neue Eltern finden und in die Seelen eingreifen.
      Folge 22 ist vollgestopft mit vielen wichtigen Informationen, Details, Querverbindungen zu bisherigen Erlebnissen und stellt auch eine Brücke zu wichtigen späteren Ereignissen dar. Ich war ob der Flut an Informationen schlicht weg überfordert. Ich musste drei Mal sehr konzentriert hören und mir wirklich fast alles notieren um nicht den Faden zu verlieren. Zwischenzeitlich habe ich mich schon gefragt, ob ein solches "hören" noch Spass macht und Unterhaltung bietet. Am Ende muss ich doch schreiben, Ja, tut es, weil einem die Größe und die Tragweite des ganze Universums rund um Steven Burns, der hier im übrigen gar keinen Auftritt hat, erst so richtig bewusst wird. Aber ich muss auch schreiben, dass viele solcher Folgen hintereinander brauche ich nicht. Ob dies weiterhin der Fall sein wird, werde ich wohl in den nächsten Folgen bald erfahren. Knackig und einfach, sieht anders aus.
      Eine Mysteryfolge, vollgepackt mit Informationen, Ereignissen und Details, die den Kopf rauchen lassen, die einem, so man konzentriert hört, am Ende aber doch zufrieden zurück lassen!

      Folge 23 - Bereit - Befriedigend
      Die Stadt ist bereit für die Rückkehr. Alles wartet auf die Dämmerung der 2 Horizonte. Die Gesandte warten. Der erste der 10 fahlen Orte steht vor dem Fall. Vor vielen Jahren tötet Bakerman einen gewissen Norman beim Kartenspiel in Edinburgh, weil dieser ihm Betrug vorwarf und erschiessen wollte. Jahrzehnte später ist Bakerman wieder auf dem Weg nach Schottland. Er will die Eltern von Steven Burns befragen. Im Zug hat er ein seltsames Erlebnis mit einer älteren Dame Namens Laura Osgoud. Nach einer Notbremsung verlässt Bakerman den Zug und marschiert durch die schottische Moor-Landschaft. Laura Osgood taucht wieder auf. Sie erzählt von einem Deal. Ihr Vater erhält Bakermans Seele und „sie“ erhalten dafür Steven Burns. Als ein grauer Engel erscheint, versinkt Bakerman im Moor.
      Steven Burns befindet sich ebenfalls in Schottland. Er wartet bei seinen Eltern auf Bakerman. Seine Mutter pflegt ein Mädchen mit Namen Anni, die glaubt Tote sprechen zu hören. Es sollen die Toten Kinder von Mount Pailen sein. Die Toten sagen ihr, dass sie auch bald sterben wird. Steven besucht Louis und seine Schwester Caroline. Sie sind Kartografen. Er fragt nach besagtem Mount Pailen und bittet sie ihn dort hinbringen. Es heißt es verschwinden dort Menschen. Als es klopft, steht Bakerman vor der Tür. Er wurde auf wundersame Art gerettet. Gemeinsam machen sie sich auf einem Boot durch das Moor auf um nach Mount Pailen, einer Brückenanlage zu gelangen. Während die Kartografen beim Bott bleiben, gelangen Bakerman und Burns zu einem Friedhof. Plötzlich hören sie Schreie vom Boot. Bakerman läuft zurück um zu helfen. Der Kahn ist umgedreht, Louis ist umgebracht worden. Bakerman kann auch die bis zur Brust im Moor eingesunkene Caroline nicht retten.
      Während dessen beginnt Steven ein Grab auszuheben. Er findet einen alten Koffer. Darin findet sich Annie. Doch sie zerbricht in seinen Händen. Die alte Laura Osgood taucht auf und sagt Annie ist jetzt bei Daniel auf der anderen Seite. Danach zerbricht Laura und aus ihr entsteigt ein Grauer Engel. Steven wirft sich dem Engel in seine Schwingen. Beide verschwinden. Steven wacht scheinbar in einem Hotel in der Lobby auf. In einem Traum ähnlichen Zustand wird er mit Erlebnissen aus seiner Vergangenheit konfrontiert, bis er springt. Er spürt nach dem Aufkommen, dass er sich an einem der zehn fahlen Orte befindet. Ein Mann spricht zu ihm. Dieser spricht von der ersten Phase, dass sie bald wieder zurück kehren werden und meint Steven ist mit den fahlen Orten verbunden. Steven ist nämlich der erste der Grauen Engel, der dem Licht widerstehen kann. Der Mann erklärt ihm, dass er Gabriel ist und für sie die Tore öffnen wird. Als Steven verschwindet sagt der Mann „er hat es geschafft, der erste der Orte ist gefallen". Es hat begonnen.
      Die Geschichte rund um die Familie Burns, dem schottischen Moor und einmal mehr um Bakermans Vergangenheit, hört sich im ersten Moment durchaus spannend und interessant an. Wäre es wohl auch gewesen, wenn man ein klein wenig konkretere Situationen geschaffen hätte. Die teilweise traumähnlichen und psychedelischen Situationen haben auf mich eher einschläfernd gewirkt. Hier hätte man durchaus statt dessen reale Momente schaffen können. Ähnlich wie dies in den ersten 10 Folgen so wunderbar passiert ist. So hatte ich teilweise den Eindruck alles wie durch einen Schleier vor meinem geistigen Auge zu sehen. Da hat es Volker Sassenberg meiner Ansicht nach übertreiben eine Twin-Peaks ähnliche Atmosphäre zu schaffen. Schade, denn der Plot hätte durchaus in Richtung "Nebelsee" gehen und unterhalten und gruseln können.
      Eine Folge mit einer interessanten Hintergrundgeschichte, aber zu vielen Traum ähnlichen Sequenzen, die mich etwas ermüdeten.

      Folge 24 - Der erste der zehn - Gut
      Es herrscht Quarantäne in Bukarest. Angeblich hat es einen Giftunfall gegeben. Bakerman und Joyce suchen nach ihrem Kontaktmann mit Namen Tomas. Sie wissen dass der siebente fahle Ort Bukarest sein soll. Im Radio hört man Lugoj predigen. Seine Stimme hat eine hypnotische Wirkung auf Jocye. Bakerman kann jedoch rechtzeitig das Radio abdrehen. In einer Wäscherei, in der sie sich mit Tomas treffen sollten, finden sie viele Leichen, Zähne und auch Bakermans Namen eingraviert. Es ist eine Falle. Plötzlich taucht das Militär auf. Bevor das Militär sie gefangen nehmen können, entdecken sie den nackten Tomas. Es gibt eine fürchterliche Explosion. Das Militär folgt laut Tomas Lugoj und den Auserwählten. Sie senden Botschaften über Radio. Diese haben eine tiefenhypnotische Wirkung auf die Hörer. Joyce und Bakerman flüchten mit einem Hubschrauber. Bakerman wird zunehmend schwächer. Er scheint krank zu sein. Vom Hubschrauber aus sehen die beiden Flüchtenden einen Scheiterhaufen und brennende Menschen. Auch ihr Pilot ist hypnotisiert. Joyce überwältigt ihn und steuert den Helikopter selbst und verlassen Bukarest.
      In Kanada sind Larry und Steven im Auto unterwegs. Larry fährt eine Frau im Kleid an. Doch die Frau ist von einem Mal zum anderen verschwunden. Auf der Suche nach ihr gelangen sie in ein "Dinner" für Trucker. Dort findet Steven eine tote Frau im Kleid in einem Nebengebäude. Derweil wird Larry von 2 Männern bedroht. Steven findet weiteres Mädchen, dass von einem Mann mit Geflügelschere drangsaliert wird. Steven tötet ihn. Er geht ins Resteraunt zu Larry zurück. Der Angreifer, der Larry bedroht wird von Steven überwältigt. Steven verwendet dabei seine Fähigkeiten. Der Mann ist von Eis überzogen und erfroren. Das Mädchen, dass sie im Kleid gesehen haben, war schon tot und hat Steven eine Botschaft gesendet.
      Diese Folge ist wieder abwechslungsreich. Es gibt wie meistens 2 Handlungsschauplätze. Während in Bukarest die Rahmenhandlung voran getrieben wird, erleben wir mit Larry und Steven einmal mehr eine andere Art von Geistergeschichte. Ein schöner und angenehmer Kontrast, den man zu hören bekommt. Sprecher und Sound sind wie üblich gelungen. Die Handlung wird diesmal wieder etwas flotter abgespult. Diesmal bekommen wir auch wieder Musikstücke, die man in den ersten Folgen zu hören bekommen hat. Das tut der Atmosphäre gut.
      Mysterthriller in Bukarest, Geistergeschichte in Kanada, eine Mischung, die mich gut unterhalten konnte.

      Folge 25 - ...dem Winter folgte der Herbst - Gut
      Zu Beginn von Folge 25 erfährt der Hörer, dass die erste Phase des großen Plans Experimente mit Menschen beinhaltet. Diese wird als Phase Fleisch bezeichnet. Bakerman ist schwer krank. Er braucht den zwielichtigen Wahrsager Cardieu um zu überleben. Steven und Joyce können ihn ausfindig machen und zu Bakerman bringen. Dieser hat immer noch die Tätowierung mit dem Namen Pandialo auf der Hand und glaubt dass ihm nur dieser helfen kann. Cardieu kann Bakermans Geist in das Jahr 1886 zurück führen. Es war jenes Jahr in dem Vancouver von einem furchtbaren und rätselhaften Feuer Heim gesucht worden ist. Pandialo war damals mit einem Wanderzirkus unterwegs. Bakerman lernt auf seiner Suche Aaron Cutter kennen und sieht die Nachtkathedrale wieder. In Vancouver gibt es zu dieser Zeit auch eine Serie von ungelösten Mordfällen. Dank der Chinesin Persephone macht er Pandialos Aufenthaltsort ausfindig. Bakerman verbindet sich mit dessen Gedankenwelt und umgekehrt. Steven hört in der Gegenwart alles mit. Dabei verrät Pandalio wo er Ilaalkhalf versteckt hat. In Vancouver des Jahres 1886 findet Bakerman durch Pandialos Hilfe Aaron Cutter. Dieser hat viele Menschen gefoltert und auf Haken aufgehängt. Er möchte zu den Fahlen gehören und legt jenes Feuer, dass Vancouver in Schutt und Asche verbrennt. Steven und Larry folgen der Beschreibung von Pandialo, die sie über Bakerman gehört haben. Sie finden in einem alten morschen Wohnwagen jenes Flacon mit Ilhaalkalf, dass Pandalio damals versteckt hat. Sie werden dabei von Fremden angegriffen und können fliehen. Währenddessen bekommt die auf den kranken Bakerman aufpassende Joyce einen Anruf und geht. Kann Bakerman überleben?
      Die 25 ist eine gut gelungene kleine Jubiläumsfolge. Sie bringt uns in die Vergangenheit, lässt alte Gegner und Ortschaften wieder aufleben und knüpft so an bereits vergangene Folgen an. Das Ende ist überraschend und lässt den Hörer im Unklaren. Man möchte möglichst rasch weiter hören und erfahren ob sich die Befürchtungen bewahrheiten oder ob sich letzten Endes doch alles in Wohlgefallen auflöst.
      Unterhaltsame Zeitreise in die Vergangenheit mit dem Ziel den kranken Bakerman zu helfen.

      Folge 26 - R. - Gut
      Larry und Steven erfahren, dass Dr. Zaisen angeblich vor 8 Jahren verunglückt ist. Es wird ihnen zur Überraschung des Zuhörers zum Tod von Joyce Kramer kondoliert. Danach geht es für den Hörern einige Stunden zurück in der Zeit. Bakerman geht es nicht besser sondern schlechter, weil Joyce mit Ihlaalkhalf abgehauen ist. Larry und Steven machen sich auf der Suche nach ihr und finden in ihrer Wohnung die Nachricht „Treffen wir uns in R“. Sie fahren nach Ravenstone, jener Anstalt in der sie als Kind eingewiesen wurde. Dort sterben Kinder. Und zwar alle jene, die Patienten von Dr. Zaisen waren. Auch Joyce war seine Patientin. Er machte Experimente mit ihr und programmiert sie um. Sie erhält dort eine letzte Behandlung und soll Larry umbringen. Es beginnt ein Kampf auf Leben und Tod.
      Die Geschichte beginnt mit einer handfesten Überraschung und endet mit einer handfesten Überraschung. Dies sorgt für Abwechslung bei mir als Hörer. Ebenso gibt es diesmal einen etwas "anderen" Einstieg in die Folge. Zudem ist die Handlung diesmal angenehm linear, knackig und kurzweilig. Das macht mir Laune. Eine Folge, die diesmal ohne viel Querwissen und Querdenken auskommt, wenngleich man unbedingt die Rahmenhandlung und Geschehnisse im Kopf haben sollte.
      Schöne unterhaltsame und kurzweilige 49 Minuten! Eine angenehme Abwechslung!

      Folge 27 - Zwiespalt - Gut
      Bakerman ist untergetaucht. Steven Burns ist wieder auf sich alleine gestellt und hat kein Geld. Er hat 2 Tage verschlafen. Sein ehemaliger Verleger Sonny Heseltaine besucht ihn und will ihm den Vorschlag unterbreiten gemeinsam Urlaub zu machen und über seine Zukunft zu sprechen. Da findet Sonny in Stevens Umzugskartons eine Holzpuppe mit Namen Chap. Sie gehörte dem Bauchredner Charlie. Als Steven Sonny ein Videoband mit Charlie & Chap zeigt, sieht Steven plötzlich im Rauschen des Bandes einen Platz von Häusern umgeben. Burns schickt Heseltaine nachhause und sucht Julien Cardieux mit der Puppe auf. Cardieux kannte Charly. Er berichtet, dass Charly seine Gabe nicht im Griff zu haben schien und eine Persönlichkeitsstörung hatte. Die Puppe stammte aus México. Auf einer Karte erkannte er den Platz und eine Pension, die er beides im Video gesehen hat. Steven meint Charly habe ein ähnliches Problem wie er gehabt und möchte erfahren wie er das Problem gelöst hat. Also fahren Steven, Sonny Heseltaine, der den „Urlaub“ zahlt, und Larry Newman nach México. Dort findet gerade das Fest der Toten statt. Das Trio nimmt sich ein Zimmer in besagter Pension von der Karte. Sie sind die einzigen Gäste. Die Pensionsbesitzerin Senore Siquera hat ihre beiden Kinder verloren. Sie gibt ihnen eine Adresse in der sie möglicherweise Charly finden könnten. Dort findet ein Kongress der Zauberer statt. Im Vortrag wird der Mythos vom alten Feind und von Persönlichkeitsstörung gesprochen. Es gibt einen Zwiespalt im Körper. Als der Vortragende das Weiß zum leuchten bringt, erhebt sich Stevens Schatten und Steven muss flüchten. Er ist verzweifelt, denn er spürt den alten Feind in sich selbst. Wenn Steven die Beherrschung verliert, dann wird das andere in ihm stärker. Stevens Schatten nennt sich Gabriel. Larry und Steven folgen dem Schatten. Ein Mädchen und andere Kinder umringen sie mit Totenkopfmasken und stehlen die Puppe Chep. Als sie den Kindern nachjagen stoßen Larry und Steven mit einer alten Frau und ihrem dreibeinigen Hund zusammen. Es ist jene Frau, die Larry in Bukarest gesehen hatte, als sie von Blut besprenkelt wurde und es trank. Die alte Frau verschwindet wieder. In einem allein stehenden Gebäude, einem ehemaligen Freibad, hören sie Kinderlachen. Die Kinder warteten auf Steven in einem leeren Becken. Sie fragen warum Steven sie nicht erlöst. Es ist die verstorbene Tochter der Senora. Carlos ihr kleiner Bruder wollte nicht gehen. Charly wollte nicht alleine sein, so wurden sie Freunde. Chep ist der kleine Bruder. Das kleine Mädchen sagte, dass die alte Frau versprochen hat, dass sie erlöst werden würden wenn Steven hier her gelockt wird. Aber Steven kann es nicht. Die alte Frau hat gelogen, denn sie sucht in der Nacht des Hundes nach toten Kinder. Es ist jene alte Frau mit dem dreibeinigen Hund aus Bukarest. Sie jagt die Kinder, die nicht gehen wollen. Das Mädchen sagt der Tod ist kein Geschenk und die Fahlen sollen sie nicht berühren. Dann sucht ihm sein Schatten, Gabriel, auf und befiehlt Steven er solle ihm dienen. Doch eine andere Stimme flüstert ihm zu dass er bis zum Applaus am Ende der Vorstellung durchhalten solle. Steven flüchtet zu Chep in seinen Puppenkörper.
      Folge 27 ist aus mehreren Gründen interessant. Einerseits wird auf das Ende in Folge 26 gar nicht näher eingegangen. Diesmal dreht sich alles nur um Steven und wir erfahren endlich warum die Serie Gabriel Burns heißt. Wir bekommen es diesmal mit mexikanischer Mythologie zu tun. Eine Geistergeschichte, die jedoch eng mit Steven Burns und seiner Gabe gekoppelt ist. Wieder tauchen auch Figuren aus alten Folgen auf. Diesmal die alte Frau mit dem dreibeinigen Hund, die in den Bukarest-Episoden kurz erwähnt wurde. Hinzu kommt, dass wir diesmal eine Doppel-CD erhalten. Neben der eigentlichen Geschichte bekommt der Hörer zusätzlich noch einen Soundtrack spendiert. Dabei sind die Musikstücke von Volker Sassenberg und Matthias Günthert enthalten. Es sind schöne orchestrale Klänge, die wir ausgespielt zu hören bekommen. Da ich jedoch ein großer Fan von Manuel Rössler bin und er meiner Meinung nach mit seinen Musikstücken in den ersten 15 Folgen der Serie eindeutig seinen Stempel aufgedrückt hat, bin ich nicht vollkommen begeistert. Da hätten sich einige mehr Themen aus den ersten Folgen aufgedrängt. So ist dieser Soundtrack durchaus gut hörbar, mit dem "Star-Thema" Gabriel Burns, aber sicher nicht das Beste was möglich gewesen wäre. Schade um die verpasste Möglichkeit. Ansonsten bin ich mit dieser Folge zufrieden. Sie ließ sich gut hören, setzt wieder auf ein neues Land und deren Mythologie, ist gruselig, mysteriös und durchaus spannend. Vielleicht hätte man das Ende etwas pompöser und eindrucksvoller gestalten können.
      Eine mexikanische Geistergeschichte mit deren Hilfe wir vieles über Steven und Gabriel erfahren. Der Soundtrack ist eine nette Beigabe, verzichtet aber auf die besten Stücke von Manuel Rössler!

      Folge 28 - Im Kreis des Vertrauens - Gut
      Larry und Steven begeben sich ins St.Pauls Hospital. In deren Keller befindet sich ein Gewölbe. Es ist die Nachtkathedrale. Steven weiß dass Vancouver einer der zehn fahlen Orte ist und fallen wird. Er möchte bereit sein. Das Hospital hat technische Probleme und weiß nicht wieso. Eine Krankenschwester erzählt von Kinderweinen in den Mauern. Beim Durchsuchen des Gewölbes finden sie ein Mädchen ohne Zähne. Sie hat wie Bakerman Pandialo auf den Arm tätowiert. Steven verschwindet im Gewölbe. Das Mädchen übernachtet in einem abgelegenen Teil des Hospitals und wird von Larry bewacht. Dabei bekommen sie Besuch von Razwan Gulescu. Es ist einer der Anhänger Pandialos, die Larry und Steven beim alten Wohnwagen von Pandialo angegriffen haben, damit diese nicht Ilaalkhalf für Bakermans Gesundung entdecken können. Gulescu erzählt, dass das Mädchen ein Schutzsymbol vor den Gesandten auftätowiert hat. Das Mädchen ist ein Waisenkind und wurde von einem Waisenhaus von Dr.Zeisen nach Kanada gebracht. Sie flüchten über Ungarn nach Rumänien in eine Höhle zu den übrigen Anhängern und Nachkommen von Pandialo. Die Gruppe wird von der Securitate angegriffen. Da wird der Boden geöffnet und verschluckt die Soldaten. Die Gruppe gelangt an die Geburtsstätte Pandialos. Es ist eine Kapelle in der Kinderbetten aufgestellt sind und Kinder aus Rumäniens Waisenhäusern aufgesammelt wurde. Zur Überraschung von Larry Newman trifft er Dorgan Fink, der das Abenteuer im Wasser überlebt hat. Er ist ein Erbe Pandialos und hatte Bakerman in Schottland verfolgt, weil er Ihlaalkalf haben will. In der Kappelle ist Ehrengast Lugoj gefangen. Das ist der Grund warum die Securitate Jagd auf sie Macht. Lugoj wird hingerichtet. Larry, Gulescu und die Inuitfrau suchen eine Fabrik auf. Dort werden Frauen ihre ungeboren Kindern entnommen. Die Föten gelangen in Waisenhäusern wo sie herangezüchtet werden. Sie müssen fliehen und werden auf einem Sportplatz Opfer eines Komplotts, bei dem Gulescu getötet wird. Victor Zeisen trifft in Bukarest auf den Auserwählten. Er hat einen neuen Körper durch die Errungenschaften der Phase Fleisch erhalten. Larry und die Inuitfrau werden in einen Saal gebracht und Victor Zeisen vorgeführt. Beide sollen erschossen werden. Der Auserwählte trifft vor einem Portal aus Wolfram auf Steven Burns. Burns bekräftigt, dass er die fahlen Orte versiegeln möchte. Da werden die Tore des Wolfram-Portals erschüttert und die Torflügel schwingen auf. 2 Horizonte.
      Die Rahmenhandlung wird mit vollen Tempo aufgenommen und steuert einem Höhepunkt zu. Es wird diesmal auf Inhalte vieler alter Folgen zurückgegriffen und angeknüpft. Der Hörer bekommt wieder viel Stoff zum hören, spekulieren und nachdenken. Anspruchsvoll, wobei es keine untergeordnete Einzelgeschichte gibt, sondern einzig die Rahmenhandlung an sich im Vordergrund steht. Mysteryfans sollten damit aber durchaus ihre Freude haben. Freunde von Folgen mit Einzelcharakter, wie ich selbst, werden damit etwas weniger gut unterhalten. Trotzdem eine durchaus gute Folge mit einer sehr eindrucksvollen und orchestralen Musik.
      Anspruchsvoller Stoff im Mysterygewand, der aber durchaus zu gefallen weiß.

      Folge 29 - Zwei Horizonte - Befriedigend
      Joyce und Bakerman suchen eine Schwachstelle im großen Plan. Einer der zehn fahlen Orte ist bereits gefallen: Bukarest. Bakerman gibt zu dass er die Einweisung von Joyce in die Anstalt von Ravenstone veranlasst hatte. Joyce wird untersucht ob sie wieder einsatzbereit ist. Sie ist es. Bakerman möchte vermisste Menschen finden, die „dahinter“ geblickt haben. Sie sehen sich ein Videoband von Bernard Cardieux an. Er wusste etwas über die Grauen Engel bevor er nach Eden Creek fuhr. Er hatte keine Zähne mehr. Das bedeutet, er hatte Kontakt mit den Fahlen. Vielleicht wusste er wie man die Gesandten der 2 Horizonte vernichten kann? Bakerman, Kramer und eine Ärztin brechen in Cardieuxs Haus ein. Sie suchen etwas, dass Zähne ausfallen lässt. Unter dem Boden finden sie einen Kühlraum und einen Laptop. Dort ist eine Videodatei gespeichert. Cardieuxs sagt er muss Platons Höhle verlassen. Er meint er ist geistig in seinem Denkschema gefangen und muss diese verlassen damit er die Wahrheit erkennt. Bakerman gibt Platons Höhle in den Laptop ein und bekommt Kontakt zum Japaner Osaki. Dieser berichtet von Versuchen mit Neutrinos und dunkler Materie. Ripley und Cardieux forschten gemeinsam und beide sind nun tot. Osaki leitet Bilder von alter Mine, Gesteinsschichten, Erdmantel weiter. Ein silbernes Leuchten geht unbemerkt vom Monitor auf die Kühlkammer über. Bakerman spricht von den 2 Horizonten. Es gibt eine Konstruktion unter der Erde aus Wolfram. Plötzlich werden Osaki und Bakerman angegriffen. Die Temperatur sinkt. Osaki verliert Zähne. Bakerman zerstört den Laptop und kann sich retten. Währenddessen wird Joyce von Julian Cardieux attackiert. Er möchte sie mit Benzin anzünden. Aber die Ärztin Dr.Phillips kann Schlimmes verhindern. Bakerman weiß, dass Wolfram Zellmutationen auslösen kann. Dieser Blutkrebs ist tödlich für die Menschen und tödlich für die Züchtungen. Die Gegner holen das Wolfram um sich immun dagegen zu machen. Alle machen sich zur weißen Villa auf. Die weiße Villa ist der letzte Zufluchtsort der Zauberer. Als sie dort ankommen geht im Hintergrund langsam das Licht in Vancouver aus und die Stadt verschwindet in Schwärze. Es hat begonnen.
      Larry und die Inuitfrau Anahita können wegen eines plötzlich auftauchenden Bebens die Soldaten überwältigen und flüchten in die Katakomben. Sie entdecken eine in einer Badewanne gefesselten Frau. Sie fragt nach einem Nicolai. Es handelt sich dabei um den ehemaligen rumänischen Diktator Nicolai Ceaucescu, der vor laufender Kamera erschossen wurde. Als die alte Frau nach ihm schnappt, bekommt Larry Eiterbeulen am Arm. Sie sagt seien keine Zauberer und könnt sie nicht aufhalten, wenn Gabriel die 2 Horizonte verschmelzen lässt. Es ist Jelena Ceaucescu. Sie sitzt in einem Bad, dass sie wieder gesund machen soll. Larry und Anahita folgen einem Tunnel bis sie zu einer Untergrundbahn kommen. Dort sehen sie Dr.Zeisen der Soldaten beim Einladen von Kisten befehligt. Larry und Anahita steigen unbemerkt in ein hinteres Zugabteil. Die Kisten haben alle Namensaufkleber der fahlen Orte. Kinder sind in den Kisten versteckt. Sie machen die Kiste mit Lieferung 8 auf und verstecken sich dort mit einem narkotisierten Mädchen. Die Kisten werden zum Flugzeug transportiert. Sie klettern hinaus. Anahita verschwindet und sagt, sie werden mit Larry Kontakt aufnehmen, denn ihr Anführer Dorgan Fink kann in seine Träume blicken.
      Steven Burns stürzt in eine andere Welt. Das Licht von allen Lebens ist in silbernem Glanz. Die andere Seite öffnet sich und entsenden die Grauen Engel. Steven wird gefragt ob er Daniel erlösen will. Dann muss er vom Leben ablassen. Steven will Daniel endlich nachhause holen.
      Wieder eine Geschichte, die dem Hörer viel Wissen aufbürdet und dabei trotzdem die Geschichte nur langsam weiter bringt. Atemberaubend sind die Musik und die Choräle. Die Sprecher verrichten einmal mehr eine gute Arbeit. Ganz packen kann mich diese Folge aber nicht. Dazu wird man zu wenig konkret und es gibt zu viele verschiedene Handlungsebenen, die parallel zu einander ablaufen.
      60 Minuten voller Informationen, die in eine ziemlich nebulöse Geschichte gepackt wird. Ein durchschnittliches Hörvergnügen!

      Folge 30 - Weiss - Gut
      Bakerman, Joyce und die Ärztin Phillips kommen in der weißen Villa an. Dort werden sie von Lill Hastings begrüßt und erfahren vom Treffen der Zauberer. Sie haben Kinder in ihrer Obhut. Bakerman geht schon auf dem Weg zu Lill Hastings verloren. Er wird von einem Mädchen angegriffen. Aber Dr.Phillips, die ihn suchen soll, rettet ihn. Die Zauberer treffen sich draußen an einem Bergsee mitten im Wald. Sie machen ein Ritual. Doch plötzlich legen sie sich hin. Sieben Kinder scheinen sie in Trance zu versetzen. Skorpione aus dem See greifen an. Joyce wird vom plötzlich auftauchenden Larry gerettet. Er kommt gerade von seinem Trip aus Bukarest und erzählt, dass Kinder in Kisten von Dr.Zeisen zu den fahlen Orten geschickt worden sind um die Zauberer zu töten. So auch hier. Larry kann ein Kind mit einem Elektroschocker ohnmächtig machen. Die Zauberer wachen langsam wieder auf. Sie bilden einen Kreis und halten so den Angriffen aus dem See stand!
      Steven findet sich nackt im Hause seiner Eltern wieder und ist auf der Suche nach Daniel. Er trifft dabei auf Cutter. Vor dem Haus befindet sich ein großes Wolfram-Tor. Er erkennt Daniel mit einer Maske. Er ist ein Beobachter und er ist nicht gealtert. Auf der anderen Seite altert man nicht. Man möchte dass Steven aufgibt und sich fallen lässt. Dafür erhält er Daniel. Steven schließt Daniel in seine Arme und nimmt ihm die Maske ab.
      Mit Folge 30 kommt es zu einigen Änderungen. Steven kommt seinem Wunsch Daniel zu retten einen großen Schritt näher. Zudem wird das Design dieser Jubiläumsfolge mit dem Namen Weiß stark von dieser Farbe beeinflusst. Von daher unterscheidet sie sich vom Design der bisherigen Folgen. Überdies scheint mit Vancouver nun tatsächlich ein Ort gefallen zu sein. Und am Ende wird erstmals ein gesungenes Lied verwendet. Eine durchaus gelungener Einfall, wenngleich das Lied nicht zu 100% in die Atmosphäre des Hörspiels passt. Die Handlung selbst wird wieder auf mehrere Orten aufgeteilt. Manchmal verliert man sich in psychedelisch „angehauchten“ Beschreibungen. Das macht es etwas langatmig. Hier hätte man wohl durchaus etwas konkreter und knackiger beschreiben können. Dafür wird eine für Burns wohl typische Atmosphäre geschaffen, auch wenn man es für mein Dafürhalten etwas übertreibt. Trotzdem bleibt einem wohl diese Jubiläumsfolge aus besagten Gründen im Gedächtnis und ist aus deshalb wohl einer dreißigsten Folge würdig. Von einer sehr guten Folge ist man aber nun schon sehr lange entfernt.
      Gutes Jubiläum mit einem Wiedersehen von Steven und Daniel! Man lässt sich was einfallen.

      Folge 31 - Rand der Gezeiten - Gut
      Bakerman macht mit einem seiner Untergebenen mit Namen Schmidt eine Bestandsaufnahme. Man kennt 7 von 10 fahlen Orten: das Katmai Tal in Alaska, der Drangnar Gletscher in Island, Fairlane im Norden Kanadas, Vasengu im Kongo, der vergessene Tempel im Mekong Delta in Vietnam, Bukarest und Vancouver. Es sind Machtzentren der Fahlen. Diese sind durch ein Wolframgeflecht unterirdisch miteinander verbunden. Hat jeder der Orte einen Auserwählten? Die Gegner wanderten einst zwischen den Sternen und existieren in einer Zwischendimension. Ihre schrecklichsten Diener werden die Gesandten der Zwei Horizonte genannt. Es sind die Grauen Engel. Die Zauberer sprechen vom alten Feind und von dessen großem Plan. Es begann mit der Manipulation von Erbgut und mit Experimente mit kontrollierbaren Lebensformen. Phase 2 und 3 betreffen die Kinder und den Genozid der Zauberer, denn diese stellen ein Risikofaktor dar, weil ihre Gabe einen Spalt zur anderen Seite öffnen kann. Steven Burns hat versagt die fahlen Orte zu versiegeln.
      Bakerman macht einen Besuch in den Trudeaux Archive, denn dort sind alle Ergebnisse der Kommission zu finden. Bakerman möchte zwischen den Horizonten blicken um den Fall der 10 zu stoppen. Larry und Joyce durchstreifen das menschenleere und finstere Vancouver. Am Hafen entdecken sie Schmidt. Er dokumentiert und entwickelt Theorien für Bakerman. Er berichtet von einem Fall vor 30 Jahren. Der Küstenschutz bekam ein SOS-Signal von einem Schiff, dass 1915 das Signal los geschickt hat. Es war ein Schiff von einem Millionär namens Everett Staunton. Die Trudeaux Kommission fand das Schiff Encourage ganz in Weiß vor. Als Larry und Joyce auf das Meer schauten, sehen sie wie dieses dort scheinbar vor Anker liegt. Staunten plante vor 30 Jahren eine Expedition ins Katmaital. Das Schiff ist überseht von Abdrücke von Händen. Scheinbar war das Schiff in einer anderen Dimension unterwegs. Die drei legen auf diesem Boot an. Sie sind plötzlich in einer Möbiusschleife gefangen, es gibt keinen Anfang und kein Ende. Als sie einen dreibeinigen Hund sehen, trennen sie sich. Jeder ist nun für sich alleine. Larry trifft auf Mauren, eine Assistentin von Staunton, die in einem Schrank eingesperrt war. Sie erzählt, dass sie gerade noch Tee getrunken hat. Staunton wollte beweisen, dass es das Übernatürliche gibt. Sie suchen Staunton auf. Seine Augen sind mittlerweile vernarbt. Er hat sie verbrannt. Staunton meint sie befinden sich in einer reinen Zwischenwelt. Er sagte, dass Mauren eine Woche vor Beginn der Expedition an einer Überdosis gestorben ist. Sie kann es also nicht sein. Ohne Larry hätte sie den Raum nicht betreten können. Staunton befürchtet, dass jetzt der Anker gelöst ist. Larry kann die falsche Mauren töten. Joyce sieht währenddessen Kinder in einem Lagerraum. Die Kinder erzählen ihr sie sucht nach ihnen. Die Kinder werden dann zu Beobachtern oder Vollstreckern gemacht. Plötzlich ist Joyce wieder auf dem Promenadendeck bei Schmidt. Sie findet Larry und flüchten zu Dritt über ein Beiboot. Die Encourage versinkt. Joyce, Larry und Schnidt können das Ufer erreichen. Bakerman erwartet sie. Bakerman verlangt von Schmidt ein Opfer.
      Zu Beginn von Folge 31 gibt es eine kleine Zusammenfassung was aktuell wichtig ist. Dies wird gut in die Geschichte „eingebaut“. Ansonsten dürfen wir uns auf eine Story über eine Art Geisterschiff freuen. Es erinnert ein wenig an das Philadelphia Experiment sowie an eine ganz ähnliche Akte X Folge. Dies tut dem Hörgenuss aber keinen Abbruch. Die Geschichte gefällt und ist recht kurzweilig. Mit dieser Folge ändert sich das Layout. Nun sieht man am Cover keinen roten Rahmen mehr, sondern nur mehr das Bild. Für mich persönlich nicht unbedingt ein Fortschritt. Aber scheinbar braucht jede große Serie einen Layoutwechsel...
      Die 31 bringt wenig neue Infos, dafür einen interessanten Plot über ein Geisterschiff, dass zwischen den Dimensionen vor Anker liegt.

      Folge 32 - die, die nicht bluten - Gut
      Joyce und Larry suchen Steven. Sie finden einen Hinweis bei Stevens Elternhaus. Heseltund meldet sich bei Larry. Er sucht ebenfalls nach Steven. Seine Tochter Jana liegt in einem Therapie-Hotel bei Lake Louis im Koma. Sie hat Steven sprechen wollen und ruft nach ihm im Schlaf. Joyce und Larry fahren nach Lake Louis. Es liegen einige Patienten des Hotels im Koma. Alle hatten Nahtoderfahrungen. Steven begegnet Jana im Traum. Er sagt sie hätten sie damals in Desmond am Bauch mit den Fingerabdrücken markiert und wollen sie jetzt holen. Eine Frau mit Namen Green fotografiert Jana im Bett. Sie macht eine Untersuchung über Erfahrungen mit dem Nahtod und macht sich deshalb im Dampfbad ein Treffen mit Joyce aus. Dort trifft Joyce Nikolas Skelton. Sie haben ihn damals in Sicherheit gebracht, bevor er sich selbst entzündet
      hat. Er sperrt sie ein und Joyce wird von Maden angegriffen. Ihr Partner Larry kommt aber noch rechtzeitig zu Hilfe. Alle im Hotel hatten Nahtoderfahrung. Green spricht davon, dass es dabei zu einem Seelentausch gekommen ist. Danach wurden alle amputiert. Green meint, dass die Zierbeldrüse bei den Nahtoderlebnissen eine Rolle spielt und dass das Bewusstsein von aussen kommt. Bakerman und Schmidt kommen ebenfalls in Lake Louis im Hotel an. Auch Schmidt besitzt die Gabe auf die andere Seite zu sehen. Bakerman nimmt an, dass sich Steven zwischen den Horizonten versteckt. Bakerman und Schmidt finden Heseltine und seine Tochter beim Koch in der Küche. Jana schneidet sich wie in Trance gerade den Fuß ab. Heseltine nimmt es nicht wahr. Der Koch nennt sich Vorkoster. Er isst Janas Ferse. Dabei wird er von Bakerman erschossen.
      Ein Bus mit Patienten wird weggebracht. Joyce und Green kommen zu spät. Sie finden Skelton tot vor. Larry befindet sich im Bus. Die Patienten werden zu Rakshaza gebracht. Es ist ein indischer Dämon. Er frisst die Patienten auf. Larry ist in Gefahr ebenfalls umzukommen. Joyce schießt auf den Rakshaza, doch die Kugeln können ihm nichts anhaben.
      Folge 32 knüpft mit Folge 8, Nebelsee an. Alles scheint sich wieder sehr mysteriös und unheimlich zu entwickeln. Doch gegen Ende hin nimmt die Geschichte einen überraschenden Verlauf. Plötzlich befindet sich der Hörer in einem waschechten Horrorhörspiel mit jeder Menge Splatterszenen. Diese Abwechslung hat mir gut gefallen. Trotzdem wird auch die Rahmenhandlung weiter voran getrieben. Es wurde ein weiterer fahler Ort in Indien entdeckt und man erfährt dass bereits ein zweiter „gefallen ist“.
      Mysteryhörspiel trifft auf Horrorgeschichte mit Splattereffekten. Eine interessante Mischung im Gabriel Burns Gewand.

      Folge 33 - Schmerz - Gut
      Folge 33 beginnt mit der Suche nach einem Mörder, mit Bränden und einem gewissen Kilian Weaver. Bakerman sucht die Verlassenschaft der Fahlen. Es sind Sporen. Kilian Weaver hatte schon früher versucht den Kontinent auszurotten. Ihr Weg führt nach Point Whitmark. Dort wurden die fiebrigen Tränen gefunden. Das sind die Sporen eingeschlossen im Bernstein. Wenn man den Bernstein zerstört, können die Sporen freigesetzt werden. Kilians Nachfahrin Lucia Weaver macht eine Zusammenkunft und möchte Kilians Werk zu Ende bringen. In der Kirche von Pater Calahan wird Joyce vom toten Kilian Weaver angegriffen. Bakerman kann es verhindern. Auf dem Jahrmarkt von Point Whitmark machen sie sich auf die Suche nach den fiebrigen Tränen und Lucia Weaver um eine Katastrophe zu verhindern. Sie macht sich mit einem Heißluftballon davon. Bakerman, Joyce und Larry machen Jagd auf den Ballon, damit diese nicht die Sporen über der Stadt frei setzen können. Bakerman möchte einen der zehn fahlen Orte mit den fiebrigen Tränen säubern.
      Mit der neuesten Folge Gabriel Burns überrascht man den Hörer ein weiteres Mal. Bekam man in der 31 ein Splatterhörspiel geboten, so war es diesmal ein Cross-Over mit der Jugend-Mysteryserie Point Whitmark. Als Fan beider Serien kann man zu Recht skeptisch sein ob das wirklich passt. Aber ich muss sagen, es funktioniert überraschend gut. Die bekannten Figuren Derek, Jay und Tom sowie Vater Callahan, Billy Boy oder auch die Familie Goodwinter kommen am Rande vor und werden gut in das Gabriel Burns Universum eingeführt. Die Zahnräder greifen aneinander. Ansonsten bekommt man eine wieder sehr unterhaltsame und kurzweilige, wenn auch an manchen Stellen sehr brutale Folge geboten. Point Whitmark Fans können hier aber nur zum Teil zufrieden rein hören. Burns-Einerseits ist es für Kinder ungeeignet, zu dem wird der Nicht Gabriel Burns Fachmann ob mancher Begriffe und Szenen, die Vorkenntnisse erfordern, etwas unglücklich zurück bleiben. Wer zusätzlich noch in die Point Whitmark Folge „Fiebrige Träne“ hinein hört, bekommt zusätzliche Hintergrundinfos, erfährt wo die Bernsteine bis jetzt waren und warum sie plötzlich wieder aufgetaucht sind, können die Geschichte auch aus dem Blickwinkel von Jay, Tom und Derek sehen und wissen nun auch was gleichzeitig an anderen Orten wie zum Beispiel im Heißluftballon passiert ist. Trotzdem hier 2 verschiedene Welten aufeinander prallen, behält jede Serie ihr eigenes urtypisches Flair bei. Fans beider Serien könnten also durchaus ihre Freude daran haben.
      Ein Cross-Over Gabriel Burns und Point Whitmark bietet ein reizvolles Setting rund um der Jagd nach den fiebrigen Tränen! Nette Idee!
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#