Jordsand

      Vielen Dank für die Info! Schön, dass Audible zu Halloween immer ein tolles unheimliches Mystery-Hörspielerlebnis zu bieten hat. Auch wenn mich die Inhaltsangabe, besonders die Rolle des Kindes, beim Lesen nicht so anspricht, so erwarte ich mir wie gewohnt ein gelungenes Hörspiel :thumbup:
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Danke für die Info! Ich werde es auch gleich mal kaufen. Hören werde ich es aber erst nach meinem Gabriel Burns Marathon #jaja#
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Habe jetzt fast drei Stunden gehört und bin richtig begeistert. Erst dachte ich noch, naja, wieder ein Psychothriller. Aber die Geschichte ist richtig gut aufgezogen, packend und mit vielschichtigen Charakteren. Bin gespannt, wie das ganze ausgehen wird. Was mich nur wirklich stört ist die Stimme von Jan - also ihn als 13-Jährigen zu verkaufen geht gar nicht.

      @hoerspiel: wie ist dein erster Eindruck?
      Fertig gehört! Jordsand fängt recht ruhig an und man glaub anfangs gar nicht, in was für eine teils heftige Geschichte man da geworfen wird. Die Szene mit dem Pferd war für mich schon ein wenig grenzwertig und ging mir unter die Haut. Überhaupt komme ich persönlich auch nicht so sehr klar, wenn Kinder die Bösen sind und es hat mir hier wirklich geholfen, dass Jans Stimme deutlich älter als 13 Jahre klang.
      Alles wird sehr spannend erzählt und es fiel mir oft schwer aus Zeitgründen zu unterbrechen. Positiv ist auch zu vermerken, dass der Erzähleranteil bei diesem Hörspiel sehr niedrig ist.
      Die Geschichte spielt ein wenig mit dem Hörer und ließ mich schwanken, ob es auf ein übersinnliches oder rationales Ende zusteuert. Das Ende selbst hat mich dann aber doch recht verstört zurückgelassen.
      Spoiler anzeigen
      Da war der Part mit dem Dämon also nur ein „Nebenstrang“ und hatte mit dem rationalen Ende um Ilsa und ihrem Sohn nichts zu schaffen? Dass Ilsa plötzlich die Mörderin gewesen und ihren Hang zum Töten auch noch an Jan vererbt haben soll, verleiht für mich der Geschichte eine kleine Delle. Ich geb zu, erwartet hätte ich dies nie und nimmer. Die These, dass Böses vererbt wird, empfinde ich ein wenig gewagt.

      Fazit: Wie immer eine klasse Audible Produktion, die spannend und mit sehr guten Sprechern umgesetzt wurde. Ich hätte mir hier allerdings wirklich ein anderes Ende gewünscht/erwartet.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „hoerspiel“ ()

      Hab’s noch nicht gehört. Aber vielleicht gibt es ja eine zweite Staffel. Bei Monster 1983 sah es nach dem Ende der ersten Staffel ja auch anders aus.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

      Neu

      Tja, was war das nun? In meiner Ratlosigkeit habe ich mir gerade mal die Rezensionen bei audible angeschaut, dort polarisiert Jordsand heftig: Entweder gibt es 5 Sterne oder 1, dazwischen gibt es wenig. Na gut.

      Ein Überflieger ist 'Jordsand' in meinen Augen nicht. Dafür gibt es dann doch ein oder zwei Kritikpunkte, die durchaus schwer wiegen. @Mittagshoerer hat völlig recht: Jan klingt nicht wie 13, sondern als wäre er Anfang 20. Das nimmt sehr viel von der Wirkung der Geschehnisse. Nicht alle Rollen sind optimal besetzt, gerade bei den Nebenrollen passt es nicht immer. Und obwohl ich Hörspiele mag, die sich ausreichend Zeit nehmen, um eine Geschichte zu erzählen: 'Jordsand' ist für mein Dafürhalten mindestens zwei Stunden zu lang geraten. Zumindest kann es den Spannungsbogen nicht über die volle Laufzeit halten.

      Kleinkram, aber dennoch zu erwähnen ist ein Schnittfehler, durch den sich ein Dialog wiederholt (ab 6:52:16 - 'Gott kann jedem vergeben'). Das stört den Gesamteindruck aber ganz sicher nicht nachhaltig.

      Andererseits wird auch viel richtig gemacht: Die Geräuschkulisse hat mir gut gefallen, die Musik mäandert meist schön bedrohlich im Hintergrund. Der Einsatz des Erzählers ist gekonnt. Fast alle Informationen, die wir von ihm erhalten, sind relevant, Redundanzen gibt es kaum. Das hat dann zur Folge, dass die von der Notwendigkeit des Beschreibens befreiten Dialoge mehrheitlich auch sehr gut gelungen sind.

      Die Kritik an Auflösung und Ende, die @hoerspiel in den Spoiler gesetzt hat, unterschreibe ich zu 100%. Die Überraschung am Ende ist dennoch durchaus gelungen. Das Hörspiel ist inhaltlich abgeschlossen, Raum für eine Fortsetzung wäre aber gegeben. Und ich fand es dann unterhaltsam genug, dass ich eine Fortsetzung ziemlich sicher anhören würde.

      Insgesamt für mein Empfinden ein ordentliches Hörspiel, das allerdings einige heftige Szenen beinhaltet. Tierliebhaber sollten sich gut überlegen, ob sie das wirklich hören wollen. Denn was Ratten und Pferden hier angetan wird, ist allerstärkster Tobak. Weder ein Fall für 5 Sterne noch für 1 Stern, sondern genau mittendrin.
      Ohne Oberfläche gibt es keine Tiefe. (Walter Moers)