Werden heutzutage mehr Serien nicht mehr fortgesetzt bzw. abgebrochen?

      Werden heutzutage mehr Serien nicht mehr fortgesetzt bzw. abgebrochen?

      Werden heutzutage mehr Serien nicht mehr fortgesetzt bzw. abgebrochen? 11
      1.  
        Nein, im Gegenteil, es werden mehr Serien fortgesetzt und wieder zurück ins Leben gerufen! (5) 45%
      2.  
        Nein heute werden genau so viele Serien unvollendet abgebrochen wie früher! (5) 45%
      3.  
        Ja, heute werden mehr Serien abgebrochen! (1) 9%
      Auf Grund neuer Medien und teilweise neuen Hörverhaltens stellt sich mir die Frage ob Serien heute eher eingestellt werden müssen oder wurden zu allen Zeiten Serien eingestellt?
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Ich muss jetzt mal schwer überlegen, welche mir wichtigen Serien aktuell abgebrochen wurden. #gruebel#
      Raumschiff Promet zählt nicht, denn die Serie wird ganz sicher fortgesetzt, da zähle ich voll auf WinterZeit. ;)
      Ansonsten fällt mir spontan wirklich keine Serie ein. Mit Jan Tenner wird ja sogar eine schöne Serie aus meiner Jugend wieder fortgesetzt. Auch Larry Brent ist wieder da und bei Maritim wurde inzwischen vieles wieder aufgenommen und weitergeführt.
      Insgesamt denke ich, dass man auch ein wenig vorsichtiger beim produzieren von Endlosserien geworden ist.
      Ich habe mit "Nein" gestimmt.
      Allerdings fällt mir auf das vermehrt auf Reihen, statt auf Serien gesetzt wird. Und Reihen wie "The Border" und "Imagas H.G. Wells" werden dann quasi zusammengepackt.
      Was natürlich im Regal dann auch wieder unschön aussieht.

      Was mir momentan als "Unvollendete" einfällt ist leider "Fallen".
      Ich habe subjektiv mit "Nein, im Gegenteil" gestimmt. Liegt aber an der meiner Meinung nach größeren Masse an Hörspielen, dass ich denke, dass es mehr Forsetzungen (leider auch aus künstlerischer Sicht unnötige) gibt.

      Zudem liegen die für mich wirklich schmerzhaften Serien-Abbrüche eher in der weit zurückliegenden Vergangenheit, auch deshalb komme ich zum subjektiv empfundenen "Nein".

      Ich denke da besonders wehmütig an COMMANDER PERKINS von Europa, der irgendwie total unbefriedigend in der Luft hängen blieb und DER FRAUENARZT VON BISCHOFSBRÜCK von Polydor, der für das Radio wohl zwar mit 5-Minuten-Episoden zu Ende produziert wurde, aber auf LP/MC einfach mittendrin aufhörte. Dabei hatte das IMHO richtig gut funktioniert, die kurzen Radioepisoden zu einem "richtigen" Abenteuerhörspiel zusammengeschnitten auf einem kommerziellen Tonträger...

      Im Bereich Kinderhörspiel werde ich übrigens nie verschmerzen, dass die Hörspiele vom Sams vom Puppentheater DIE KULLERKÖPFE nach dem jeweils neusten Buch der Serie irgendwann durch Hörbücher abgelöst worden sind...
      Wenn ich so zurück denke welch tolle Serien wir in der Kassettenkinderzeit hatten, Larry Brent, Macabros, Dämonenkiller, Gruselserie, Flash Gordon, Commander Perkins, Masters of the Universe, Edgar Wallace Europa und Maritim und nur ein paar zu nennen und alle wurden eingestellt. Manche überlebten länger manche nur kurz. Oder in der Blütezeit der 00er Jahre. Lübbe kappte viele Serien, auch Maritim und andere Labels, die zu Hauf neu gegründet wurden. Praktisch jedes Label hatte Serien/Reihen,die vorzeitig beendet wurden. In Anbetracht dessen habe ich nicht den Eindruck, dass heute mehr Serien beendet werden. Im Gegenteil. Immer mehr Serien knacken hohe Folgenzahlen. Es wird zwar des öfteren das Ende des Hörspiels prophezeit, dies war übrigens auch schon vor dem Streaming von manch einem befürchtet worden, es passiert aber gerade das Gegenteil.

      Von daher denke ich dass Serien 2019 eine höhere Überlebenschance hat. Aber warum ist das so? Was meint ihr?
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Von daher denke ich dass Serien 2019 eine höhere Überlebenschance hat. Aber warum ist das so? Was meint ihr?​


      Ich meine, dass heutzutage der Hörspielkuchen und der damit verbundene Ertrag deutlich kleiner geworden ist. Eine Serie mit einigen Folgen hat ihre Stammhörerschaft, die zwar nicht reich macht, aber für (regel)mäßige Einnahmen sorgen. Mit einem Serienneustart hat man sicherlich höheres Risiko und höhere Einmaligkosten. Früher sattelte man rasch wieder um wenn man das Gefühl hatte, dass die Einnahmen nicht so hoch sind wie erwünscht und dass man mit etwas anderem viel mehr verdienen könne.

      Heute gibt es viele Labels, die Hörspiele neben ihrem Brotberuf machen. Somit ist man nicht zwingend davon abhängig sich eine goldene Nase verdienen zu müssen. Man sollte nur „positiv“ aussteigen. Man ist also genügsamer als früher geworden.

      Dank Streaming kann man noch Jahre später mit (kleinen) regelmässen Einnahmen rechnen. Das konnte man früher mit MCs und CDs nicht.

      Die Branche wird von einigen großen Verlagen dominiert, die kleinere Labels unter ihre Fittiche nehmen und deren Arbeit unterstützen. Diese großen Verlage setzen auf einen großen Katalog und sehen diese Unterstützung als langfristige Investitionen. Dabei ist es nicht zwingend notwendig, dass sich jede Serie/Reihe rechnet. Ich denke dabei an Audible, Maritim/Highscore, Lübbe oder HolySoft. Das gab es früher in diesem Ausmaß nicht. Hier stand jedes Label mehr oder weniger für sich alleine und musste selbst für sich „sorgen“.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#