Das Hörspiel unter der Lupe 2019/02 FÜNF NACH ACHT - Ein Hörspiel von Diddi Meyer und Sirius Kestel

      Das Hörspiel unter der Lupe 2019/02 FÜNF NACH ACHT - Ein Hörspiel von Diddi Meyer und Sirius Kestel

      ACHTUNG SPOILER - ACHTUNG SPOILER - ACHTUNG SPOILER - ACHTUNG SPOILER

      Dies ist ein Thread für all diejenigen, die das Hörspiel gehört haben oder für diejenigen, die das Hörspiel noch nicht gehört haben und denen es nichts ausmacht, wenn sie Handlung, Inhalt und Auflösung erfahren!!!!

      Ich selbst werde erst am Sonntag Nachmittag
      meine Meinung, meine Schlüsse und meine Vermutungen dazu schreiben können. Wer aber bereits fertig gehört hat, kann hier seine Theorien und seine Kritiken zum besten geben.

      Zumindest @S.R.-Fan & @Chris haben gehört bzw. . werden hören. So können wir Drei uns zumindest darüber austauschen. Aber über mehr Hörmeinungen und Theorien würde ich mich sehr freuen.

      Lasst uns spoilern ;)
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

      Markus G. schrieb:

      Wer aber bereits fertig gehört hat, kann hier seine Theorien und seine Kritiken zum besten geben.

      Fertig bin ich noch ängst nicht, aber als kleinen Teaser habe ich direkt Track 1 eingeschoben. Und den fand ich "schwierig". Das Telefonat in Sachen Hakenkreuztätowierung ist sehr ermüdend, zieht sich wie Kaugummi, hat mich nicht nur gelangweilt, sondern richtig genervt. Muss noch nix heißen, hat vermutlich eh noch nichts mit der richtigen Handlung zu tun.
      "Ich habe mittlerweile ca. 30000 Hörspiele gehört, bitte, danke."

      Simmering gegen Kapfenberg Greenskull gegen Audionarchie Dreamland gegen Greenskull - das ist Brutalität
      @Chris Hat es auch nicht. Es geht wohl darum Harry und seine Art zu helfen näher kennen zu lernen. Man bemerkt aber aus meiner Sicht schon wohin die Reise gehen soll.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Warum es jetzt ein HudL braucht, wenn unter Hörspiel-Meinungen bereits eine interessante Diskussion eröffnet wurde, verstehe ich nicht so richtig. Aber sei's drum, vielleicht kann ja ein Moderator die allesamt lesenswerten Beiträge hier rüberschieben?

      Ich habe das Hörspiel heute vormittag gehört und, soviel vorweg, es hat mir sehr gut gefalllen.

      '5 nach 8' ist für mich ein spannendes Hörspiel. Spannend nicht im Sinne von Krawall, Action, Verfolgungsjagden oder Tempo. Die Spannung resultiert im Wesentlichen aus drei Fragestellungen:
      • Wird Emile springen oder nicht?
      • Was wird im Verlauf des Dialogs zwischen ihm und Harry über die beiden bekannt werden?
      • Wird es noch einen Twist geben, der alles in einem neuen Licht erscheinen lässt?
      Damit ein solches Hörspiel funktioniert, muss ausnahmslos alles stimmen: Plot, Dialoge, Sprecherleistungen, Sounddesign, Musik. Es ist so eine Produktion, die scheinbar ganz einfach ist, aber in Wahrheit viel Vorbereitung, Aufwand und handwerkliches Können benötigt. Und all das ist bei '5 nach 8' auch vorhanden. An Skript und Umsetzung gibt es für mein Dafürhalten nichts auszusetzen.

      Im Gegensatz zu @Markus G. fand ich den Inhalt keinesfalls nur 'befriedigend'. Wenn ich in Schulnoten bewerten sollte, wäre das für mich eine 2+. Emile ist ein durchaus faszinierender Charakter: Er wirkt gleichzeitig hilfebedürftig, arrogant, überheblich und manipulativ. So was muss man erst mal schreiben können. Die Art und Weise, wie es Emile gelingt, einen Medienprofi wie Harry aus der Bahn zu werfen, fand ich dann etwas übertrieben - weshalb es für mich auch 'nur' eine gute 2 und keine 1 ist. Das ist aber natürlich das übliche 'Jammern auf hohem Niveau'. Die Figurenzeichnung ist toll - und die Suche nach Glück und Zufriedenheit bei Emile durchaus 'glaubwürdig', obwohl er sich schon in extrem unterschiedlichen Situationen befindet. Ein wenig stiehlt er Harry die Schau, dessen Lebenslügen zwar weniger spektakulär, aber nicht minder intensiv gezeichnet werden.

      Die Dialoge wirken erst weitschweifig und etwas gekünstelt. Sobald man aber in der Handlung 'drin' ist, stört das überhaupt nicht. Im Gegenteil: Wie hier die Balance zwischen Dialog und Erzählpassagen gehalten wird und das Interesse des Hörers immer wieder neu getriggered wird, hat mich wirklich beeindruckt. Es hat auf mich in keiner Phase langatmig oder gar langweilig gewirkt. Ein solches Niveau kennt man sonst fast nur von guten Produktionen der Öffentlich-Rechtlichen. Im kommerziellen Sektor ist das meines Erachtens eine Ausnahme.

      Die beiden Hauptfiguren Harry und Emile sind mit (zumindest mir) unbekannten Sprechern besetzt. Und es ist gut, dass man hier keine Personen oder andere Hörspielfiguren vor Augen hat. Tobias Häusler als Harry und Sven Gielnik als Emile sprechen ihre Rollen auf den Punkt und meistern auch schwierige Passagen, die nach hinten hätten losgehen könnten, souverän. Auch alle andrern Rollen sind gut besetzt, aber die beiden stehen so klar im Mittelpunkt, dass das Hörspiel mit ihnen steht und fällt.

      Musik wird nur sehr zurückhaltend eingesetzt, besteht vornehmlich aus Jingles und Radiomusik. Umso dramatischer kommt sie dann im Abschluss des Hörspiels rüber. Die Geräuschkulisse scheint erst mal unwichtig, schließlich reden ja da zwei nur übers Telefon miteinander. Bei genauem Hinhören merkt man aber, wie viel Arbeit investiert wurde mit Geräuschen auf dem Hochhausdach, im Studio, etc. Der Aufwand hat sich gelohnt. Das Hörspiel wird dadurch deutlich aufgewertet, ohne dass man so richtig mitbekommt, wie das alles gemacht wurde.

      Über die Ausstattung der CD lässt sich streiten. Mir persönlich gefällt das Cover sehr gut und ich verstehe auch, warum man in einer solchen Produktion kein üppiges Booklet oder sonstigen Mehrwert beilegt. Schließlich soll das Hörspiel ja für sich sprechen. Es bleibt dann aber auch festzuhalten, dass es außer dem reinen Sammeltrieb keinen Grund gibt, sich die CD zu kaufen - Download oder auch Stream reichen dann aus. Egal: Bei mir steht '5 nach 8' im Regal unter der Rubrik 'Hörspiele anders als andere' und wird auch sicher nie verkauft werden.

      Überrascht war ich, dass laut der Aussage von @Wolfy-Office das Ende ein offenes sein soll. Für mich war eigentlich komplett klar, dass Emile gesprungen ist. Sein 'Gerade noch rechtzeitig' hatte ich so verstanden, dass er eben noch springen konnte, bevor unten alles mit Springkissen ausgelegt ist oder die Polizei ihn vom Dach holt. Ich habe mir den Schluss noch zweimal angehört, eine andere Interpretation drängt sich mir nicht auf. Da bin ich sehr gespannt, wie das die anderern HörerInnen verstanden haben.

      Der Verbraucherhinweis 'Harte Texte' auf der CD kann zwar nicht schaden, aber für mich sind es weniger die sexuellen Inhalte, die problematisch sein könnten. Da bekommt man doch ganz andere, heftigere Inhalte zu sehen, lesen und vermutlich auch zu hören. Es ist eher die Thematik Suizid als solche, die ein Problem sein könnte, denn man geht auch immer das Risiko eines Nachahmereffektes ein. Dessen muss sich jede Produktion, die sich damit befasst, bewusst sein, natürlich auch ein Hörspiel. '5 nach 8' nutzt den Suizid, um grundsätzliche Fragen nach dem Sinn des Lebens und dem Streben nach Glück zu stellen. Man tut das mit der gebotenen Vorsicht, aber es bleibt halt zwiespältig.

      Für mich ein tolles Hörspiel, das mich sehr in seinen Bann gezogen hat. Von Produktionen dieser Art, die Wert auf eine intelligente Handlung legen und bei denen die Produktion so sorgfältig vorgeht und nicht reiner Selbstzweck ist, hätte ich gerne mehr im kommerziellen Sektor. Ich drücke den Machern die Daumen, dass sich der Mut auch auszahlt.
      Ohne Oberfläche gibt es keine Tiefe. (Walter Moers)

      Stollentroll schrieb:

      Ich habe mir den Schluss noch zweimal angehört, eine andere Interpretation drängt sich mir nicht auf. Da bin ich sehr gespannt, wie das die anderern HörerInnen verstanden haben.


      Beim ersten Hören war ich überrascht, dass er so plötzlich springt. Nach dem Hören habe ich mich dann schon gefragt, ob er wirklich gesprungen ist oder ob er vielleicht nur das Handy runtergeworfen hat. Das funktioniert im Hörspiel ja wunderbar, denn man sieht es nicht.

      Stollentroll schrieb:

      Es ist eher die Thematik Suizid als solche, die ein Problem sein könnte, denn man geht auch immer das Risiko eines Nachahmereffektes ein.


      Da gebe ich dir absolut recht. Die Kritik hatte ich auch schon gelesen. Ich hatte mich vorher auch nicht über die Handlung informiert und war überrascht, dass es um Suizid geht. Bei einigen Menschen könnte das triggern und ein Hinweis auf dem Cover oder als Track vorneweg (ich denke da an den Stream, wo es kein Cover gibt), wäre gut gewesen.
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      S.R.-Fan schrieb:

      [...]oder ob er vielleicht nur das Handy runtergeworfen hat
      Okay, das wäre denkbar. Wäre sein einziges Ziel dann gewesen, Harry bloßzustellen? So richtig passt das für mich nicht zu der Geschichte.

      Wolfy-Office schrieb:

      Am ende fährt Harry ja sogar noch hin un zu sehen ob er es wirklich getan hat.
      Das stimmt natürlich.
      Ohne Oberfläche gibt es keine Tiefe. (Walter Moers)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Stollentroll“ ()

      Stollentroll schrieb:

      Wäre sein einziges Ziel dann gewesen, Harry bloßzustellen? So richtig passt das für mich nicht zu der Geschichte.


      Nur bloßstellen, glaube ich nicht. Der Charakter von Emile ist sehr vielschichtig, wie du auch schon geschrieben hast. Zitat: "...hilfebedürftig, arrogant, überheblich und manipulativ." Das passt sehr gut zu jemanden, der gerne Machtspiele spielt. Er will stets die Kontrolle haben, über die Mitmenschen und über sich. Daraus zieht er seine Energie. Es könnte für ihn befriedigend sein, dass er Harry dazu gebracht hat, sich Sorgen um Emile zu machen und durch die Öffentlichkeit der Radiosendung andere vom Selbstmord zu überzeugen bzw. darüber und über den Sinn des Lebens nachzudenken.
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      Vorweg muß ich sagen das ich bis jetzt noch nie richtig eine Rezension geschrieben habe und bitte um einwenig Nachsicht .

      Eigentlich ist das nicht wirklich ein Buch oder in diesen Fall ein Hörspiel was für mich in Frage kommt. Das ganze ist mir etwas zu Realitätsnah und Suizid erst recht nicht. Trotzdem habe ich mich einwenig anstecken lassen und hatte heute Zeit das Hörspiel zuhören.

      Dann fang ich mal an die Sprecherauswahl ist für mein Empfinden sehr gut gewählt. Geräusche und Musik ist mehr im Hintergrund aber mehr als passend.

      Jetzt zu den hauptsächlichen Protagonisten Harry der Radiomoderator dieser kommt für mich Sympathisch rüber im Lauf der Geschichte wirkt er mir aber etwas überfordert , daran ist Emile und seines möglichen Suizid geschuldet.

      Emile hingegen ist mir von Anfang an unsympathisch , ich kann seinen Gründen nur in wenigen Teilen nachvollziehen.

      Alle anderen Sprecher sind auch gut gewählt sind aber nicht wirklich wichtig.

      Zur Geschichte , dass ganze ist sehr Spannend wie ich finde ausgearbeitet.
      Springt er oder Springt er nicht. Ich laufe des Gesprächs hatte ich aber nur noch wenig Hoffnung das er nicht springt. Harry wird immer mehr in die Defensive gedrückt und muß sein gewähltes Leben mehr Verteidigen als im lieb ist. Die Polizei und das Radioteam spielen spielen wie Schöns erwähnt eine eher eine Nebenrolle. Am Ende bleibt offen ob Emile wirklich gesprungen ist.

      Zum Schluss ist zu hören das Harry zur vermeintlichen Stelle fährt . Ich mußte das Ende mehrmals hören und beim ersten Mal hatte sich das wie Bahn Geräusche angehört und hatte gedacht das Harry sich vielleicht vor einen Zug geworfen hat. Sicher eine negativen Wahrnehmungen weshalb ich diese Realitätsnahmen Geschichte nicht Lesen und Hören möchte .
      Aber das ist ein persönliches Problem von mir.

      Ingesamt ist das ein sehr hörenswertes Hörspiel und hebt von der Masse ab.

      Aber ich werde es mir nicht noch einmal anhören.Sorry ;(
      „Es gibt, wie bereits festgestellt wurde, zwei Typen von Menschen auf der Welt. Da sind jene, die - wenn man ihnen ein exakt halbvolles Glas reicht - sagen: 'Dieses Glas ist halbvoll.' Und dann gibt es jene, die sagen: 'Dieses Glas ist halb leer.' Die Welt gehört jedoch jenen, die das Glas anschauen können und sagen: 'Was ist mit diesem Glas los? Entschuldigen Sie? Entschuldigen Sie? Da soll mein Glas sein? Mein Glas war voll! Und es war größer!'" (Terry Pratchett)
      So, nach dem mittlerweile vierten Hören des Endes: Ihr habt recht, es ist offen.

      Meine Sicherheit, dass er gesprungen ist, war einfach nur meine Interpretation des Geschehens, es könnte alles auch ganz anders gewesen sein. Und wie @S.R.-Fan ja bereits geschrieben hat, würde es auch durchaus zu Emiles Charakter passen, wenn er nur ein 'Spiel gespielt' hätte, um seine Macht auszukosten.
      Ohne Oberfläche gibt es keine Tiefe. (Walter Moers)
      Wow, ich bin so unendlich gerührt wie intensiv ihr euch mit unserer Geschichte auseinandersetzt. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie glücklich ich darüber bin, danke danke danke!!! <3 <3 <3
      Und meine Güte diskutiert ihr schnell, da komme ich ja fast gar nicht mehr hinterher...

      ​Die beiden Hauptfiguren Harry und Emile sind mit (zumindest mir) unbekannten Sprechern besetzt. Und es ist gut, dass man hier keine Personen oder andere Hörspielfiguren vor Augen hat.

      Das freut mich! Es war nämlich unser Plan vorwiegend nicht mit klassischen Hörspielsprechern zu arbeiten, sondern total unverbrauchte, dennoch professionelle Stimmen zu liefern. Tobias und Sven sind eigentlich sogar einigermaßen bekannt, nur halt nicht in der Hörspielszene. Tobias Häusler ist hauptberuflich tatsächlich Moderator, mittlerweile im WDR Fernsehen, früher aber tatsächlich im Radio. Im Hörspielbereich hat er bisher nur bei ein paar ÖR-Kinderhörspielen mitgesprochen, sowie eine Nebenrolle im dritten Teil von "Schrei der Angst" und in meiner letzten Amateurproduktion "Blutwüste", ich hatte aber auch darüber hinaus schon öfter mit ihm gearbeitet und war mir sehr sicher, dass er der Rolle gewachsen ist.
      Sven Gielnik ist Schauspieler und hat bsp. in "Die Wolke", "Hanni und Nanni" oder in mehreren "Tatort" Folgen mitgespielt. Daneben ist er auch als Filmregisseur tätig, daher kennen wir uns, da ich seine zwei letzten Filme vertont und abgemischt habe. Diddi und mir war sofort klar, dass er der perfekte Emile ist. Schaut euch Fotos von ihm an, wäre "5 nach 8" ein Film wäre er immer noch der perfekte Emile. Das gilt übrigens für den gesamten Cast ;)
      Oli, der erste Anrufer wird von Matthias Kick gesprochen, die deutsche Synchronstimme von Neville Longbottom in den ersten drei Harry Potter Filmen. Linda, die Polizistin, wird von Jasmin Lord gesprochen, bekannte Schauspielerin (Bullyparade, Vier gegen die Bank, Vielmachglas, Verbotene Liebe, ...).
      Neben dem, dass wir viel mit Schauspielern arbeiten wollten, war es uns auch wichtig SprecherInnen zu bekommen, die sonst noch niemand hatte.


      ​Überrascht war ich, dass laut der Aussage von @Wolfy-Office das Ende ein offenes sein soll. Für mich war eigentlich komplett klar, dass Emile gesprungen ist.

      Du bist ja mittlerweile selbst drauf gekommen, @S.R.-Fan und @Markus G. ebenfalls, aber es gibt sogar drei Deutungsmöglichkeiten für das Ende.
      Klar, das zunächst Offensichtlichste ist, dass Emile gesprungen ist. Die zweite Möglichkeit ist, dass er Harry nur vorgeführt hat, um eine möglichst große Zuhörerschaft zu bekommen und seine Ansichten zu verbreiten. Diese These äußert indirekt auch Linda Bergmann, als sie sagt, dass sie verwundert ist, dass sie noch keine weiteren Informationen zu Emile finden konnten. Die dritte Möglichkeit (fast schon unspektakulär) ist, dass er tatsächlich gesprungen ist, aber durch die Sprungkissen überlebt hat.
      Deswegen fährt Harry am Ende auch zum Tatort, er möchte Klarheit haben, ob er nur verschaukelt wurde oder am Ende tatsächlich indirekt für den Tod eines Menschen verantwortlich ist.
      Diddi und ich haben uns aber selbst auf keine dieser drei Möglichkeiten festgelegt!


      ​Ich mußte das Ende mehrmals hören und beim ersten Mal hatte sich das wie Bahn Geräusche angehört und hatte gedacht das Harry sich vielleicht vor einen Zug geworfen hat.

      @Rincewind wie hast du denn das Ende anschließend aufgenommen? Oder auch alle anderen, was habt ihr gehört/wahrgenommen/gefühlt? Das interessiert mich als verantwortlichen Sounddesigner natürlich extrem, da vor allem in der Szene viel Detailarbeit steckt.


      ​Das Telefonat in Sachen Hakenkreuztätowierung ist sehr ermüdend, zieht sich wie Kaugummi, hat mich nicht nur gelangweilt, sondern richtig genervt. Muss noch nix heißen, hat vermutlich eh noch nichts mit der richtigen Handlung zu tun.

      Das war auch intern ein Diskussionspunkt, ich habe mich allerdings dafür eingesetzt die Szene so im Hörspiel zu lassen, da sie, wie Markus sagt, indirekt einige Informationen über Harry und die Art der Sendung preisgibt. Ich persönlich fand Olis Story auch unfassbar lustig, aber zum einen bin ich ja auch der Produzent, zum anderen habe ich in der Vorbereitung gefühlt hunderte Stunden alter Domian Sendungen angehört und mich auch da köstlich amüsiert. Trifft irgendwie meinen Humor. Aber wie seht ihr das, hat euch der unrasante Einstieg hart abgeturned oder gefiel es euch?


      ​Die Geräuschkulisse scheint erst mal unwichtig, schließlich reden ja da zwei nur übers Telefon miteinander. Bei genauem Hinhören merkt man aber, wie viel Arbeit investiert wurde mit Geräuschen auf dem Hochhausdach, im Studio, etc. Der Aufwand hat sich gelohnt.

      Danke! :) Du bist tatsächlich die erste Person, der das explizit auffällt, bzw. darüber schreibt. Das ist das tollste Kompliment, das man als Sounddesigner bekommen kann.
      Da steckt tatsächlich viel Detailarbeit dahinter (versucht bsp. mal auf den Nachrichtensprecher in der allerersten Szene zu achten :D). Die gesamte Geräuschkulisse, die unter Emile liegt ist auch nicht willkürlich, sondern verfolgt sogar auf Metaebene ein Konzept.
      Das "schwierigste" oder besser gesagt das herausfordernste der Vertonung und Mischung war aber tatsächlich das Fehlen sämtlicher Perspektivsprünge, durch die man im Hörspiel sehr viel Postproduktionszeit sparen kann. Das gesamte Hörspiel ist von Anfang bis Ende strikt aus Harrys Egoperspektive, ensprechend ändern sich immer alles um ihn herum.


      ​Emile hingegen ist mir von Anfang an unsympathisch, ich kann seine Gründe nur in wenigen Teilen nachvollziehen.

      Das ist nicht schlimm, Emile muss auch nicht unbedingt sympatisch sein, ich selbst kann mich mit ihm in sehr vielen Aspekten nicht identifizieren,aber auch genauso wenig mit Harry. Darum geht es uns auch gar nicht, wir sind es eher wie Bertolt Brecht angegangen, der ganz explizit eine Distanz zwischen Rolle und Zuschauer schaffen wollte, eben damit man sich noch mehr eigenständige Gedanken machen kann.
      Ich würde mich selbst als krasses Gegenteil zu Emile bezeichnen, dennoch haben seine Erzählungen und Ansichten beim erstmaligen Lesen des Scriptes etwas in mir ausgelöst und ich fühlte mich fast schon genötigt über Dinge nachzudenken, die mir sonst gar nicht aktiv in den Sinn kommen.


      ​Der Verbraucherhinweis 'Harte Texte' auf der CD kann zwar nicht schaden, aber für mich sind es weniger die sexuellen Inhalte, die problematisch sein könnten. Da bekommt man doch ganz andere, heftigere Inhalte zu sehen, lesen und vermutlich auch zu hören. Es ist eher die Thematik Suizid als solche, die ein Problem sein könnte, denn man geht auch immer das Risiko eines Nachahmereffektes ein.

      Was Sex und Gewalt angeht sind wir tatsächlich noch eher zurückhaltend, im Vergleich zu Hörspielen wie "Schrei der Angst" oder "MindNapping: Dopamin", die Gefahr der Suizidthematik war mir jedoch nie so wirklich bewusst. Wir wollten das Thema der Geschichte für den "Wow-Effekt" so lange und so gut wie möglich geheim halten, da wir davon ausgingen, dass bei Ankündigung einer Suizidgeschichte das eigentliche Thema in den Hintergrund gerückt wird und sich vorab deutlich weniger interessierte Zuhörer finden würden. Wie Emile schon sagte, es geht ja eigentlich gar nicht um den Selbstmord.
      Da ich selbst ein sehr lebensbejahender Mensch bin (Harry Ossman Voice) kam mir offengestanden nicht einmal in den Sinn, dass sich jemand Emile zum Vorbild nehmen könnte, das war sehr kurzsichtig von mir. Es tut mir sehr Leid und die Verantwortung dafür liegt mindestens zur Hälfte bei mir.


      So, jetzt aber noch ein Impuls von mir. Sind euch eigentlich die diversen literarischen und popkulturellen Anleihen aufgefallen, die wir in die Geschichte haben mit einfließen lassen? Oder auch, auf welche Interpretationsmöglichkeiten kommt ihr? ;)
      Wow, klasse Diskussion und viele tolle Inputs, die man bis jetzt hier lesen konnte. Man kann schon jetzt sagen, egal ob einem das Hörspiel nun gefällt oder nicht, dass es eines ist über dass man wirklich sprechen und diskutieren kann. Das ist ja schon eine kleine Auszeichnung, wie ich finde. Toll auch, dass @Sirius und @Wolfy-Office mit plaudern und auch neue Sichtweisen präsentieren. So stelle ich mir einen gesunden Dialog zwischen Forumsuser und Labels/Macher vor. Bevor ich meine Gedanken niederschreibe kurz nur eine Antwort warum wir hierzu einen eigenen thread "Hörspiel unter der Lupe" und nicht einfach in den threads weiter diskutieren. @Stollentroll Der Grund liegt darin, dass wir hier bewusst spoilern können und dort fortsetzen dürfen wo man in einer Diskussion sonst stoppt, nämlich beim Ende bzw. bei jenen Dingen des Hörspiels, die man nicht verraten sollte um einen Neuhörer nicht den Spass zu nehmen.

      Ich habe mir schon beim hören viele Gedanken gemacht. Ich möchte diese relativ wild hier einfach niederschreiben und auf die eine oder andere bis jetzt geäusserte Meinung eingehen. Meine allgemein gehaltene Meinung zum Hörspiel kann man ja hier nachlesen: FÜNF NACH ACHT - Ein Hörspiel von Diddi Meyer und Sirius Kestel

      Bei mir als Hörer haben sich folgende Frage während des Hörens im Ohr gebildet:

      Was ist die tatsächliche Intention von Emile anzurufen?
      - Zunächst einmal denkt man sich, er will springen und sich noch einmal den ganzen Frust und seine ganze Lebens- und Leidensgeschichte von der Seele schreiben.
      - Möglicherweise ist er auch auf der Suche nach einem Anker, der ihm noch einen Grund gibt, warum er leben soll. Ich war mir eine Zeit lang unsicher ob er nicht "durch die Blume" Harry um Hilfe bittet.
      - Emile macht durch seine Erzählungen den Eindruck, dass er sein ganzes Leben lang nur auf der Suche war und dieser Anruf im Grunde ein weiteres oder vielleicht das letzte Puzzlestück für diese Suche sein soll.
      - Mit Fortdauer der Geschichte habe ich dann doch den Eindruck gewonnen, Emile verfolgt einen ganz anderen Plan. Er ist gar nicht der Arme und Bemitleidenswerte, der kurz vor dem Suizid steht. Ganz im Gegenteil. Aber was könnte der Plan sein, der dahinter steckt?
      a) Er möchte sich einfach nur einem Publikum zur Schau stellen und am Ende dann davon in irgendeiner Art und Weise Profit ziehen, sei es durch Einladungen in Talkshows, durch Interviews in Zeitungen oder andere Formen, durch die Emile Bekanntheit, Berühmtheit oder zu Geld kommen kann.
      b) Er möchte aus welchen Gründen auch immer dem Radiosender und im besonderen dem Moderator, also Harry schaden. Manchmal hatte ich den Eindruck, dass er Harry kannte und genau wusste wo er den Finger in die Wunde zu legen braucht um ihn aus der Reserve zu locken. Das könnte natürlich alles Zufall sein, aber bringt doch Harry in einigen Situationen in Bedrängnis. Welchen Sinn sollte dieses "in Bedrängnis bringen" für Emile machen, wenn er damit nicht einen Hintergedanken verfolgen würde. So hatte ich dann im Hinterkopf Emile weiß etwas über Harry und möchte sich auf perfide Art und Weise rächen. Entweder in dem er ihn im Radio komplett lächerlich macht. Oder in dem er ihn dazu bringt selbst Suizid zu begehen, weil sein Leben nach außen hin zwar perfekt zu sein scheint, hinter der Fassade aber doch einiges im Argen liegen könnte. Und mein letzter Gedanke war eigentlich, dass Emile Harry vom Hochhaus schupsen könnte, wenn dieser dort ankommt. Die tatsächliche Antwort darauf bleibt das Hörspiel letztendlich schuldig. Wobei ich dies dem Inhalt in keiner Weise negativ ankreide. Es ist so ein offenes Ende durchaus spannend. Dem Inhalt habe ich angekreidet, dass es durch den Monolog teilweise für mich zu zäh daher kam und ich mir als Hörer während des Hörens ein klein wenig Abwechslung gewünscht hätte, auch auf die Gefahr hin, dass dadurch die Kammerspielatmosphäre etwas gelitten hätte.

      Die zweite große Frage während des Hörens betrifft Harry. Wie wird er auf die Geschichte von Emile reagieren. Wird er weiter allglatt und cool seine Rolle als Lebensratgeber weiter spielen. Das kann man nach dem Hören schon mal klar verneinen. Wird er vor dem Publikum von Emile in die Knie gezwungen, weil dieser ihm zeigt, dass er für sein eigenes Leben auch keinen Plan hat und nicht mal sein eigenes Leben in den Griff bekommt, wie soll er dann anderen Menschen helfen. Emile spricht ja auch vom immer gleichen System, dass Harry bei seinen Ratschlägen anwendet. Emil pflanzt dem Hörer ein wenig die Idee in den Kopf Harry sage im Grunde nur "Blabla" und helfe gar nicht wirklich, er blende nur. Diese Frage würde ich aber nach dem Hören mit Nein beantworten. Klar ist Harry emotional immer mehr in die Sache verstrickt und unter Druck. Es steht ja ein Menschenleben auf dem Spiel. Zudem steht sein persönliches Renommee als Ratgeber, aber auch sein Job und sogar die Existenz des Radiosenders auf dem Spiel. In Anbetracht dessen finde ich, dass Harry gut pariert und reagiert und keinesfalls das Spiel gegen Emile verliert. Er hat aus meiner Sicht im Radiosender immer die Kontrolle über sich und über das Geschehen. Erst als er sich entscheidet zu Emile zu fahren, verliert er die Contenance, was ihm aber mir gegenüber sehr sympathisch macht. Damit "schlägt" er letztendlich Emile "nach Punkten", weil er ihm so beweist, dass er seinen Hörern gegenüber NICHT nur aus Fassade und weil es sein Job ist, so antwortet und reagiert, sondern dass er durchaus einen Draht zu seinen Anrufern aufbauen möchte und wirklich helfen will. Wie auch schon ausgeführt, habe ich während dem Hören gedacht, vielleicht gibt es eine Verbindung zwischen Harry und Emile, und Harry hat irgendwann einmal etwas getan, wofür sich Emile nun rächen möchte. Nach dem Hören habe ich aber nicht mehr den Eindruck, dass Harry hier letztendlich vom Täter zum Opfer gemacht werden soll.

      Die dritte große Frage ist dann natürlich das Ende selbst - was ist denn nun wirklich passiert.
      @Sirius schreibt von den drei Möglichkeiten. Diese hatte ich ebenfalls in meinem Kopf. Ich für mich bin auf Grund des Charakters von Emile nach Hören des Endes zu dem Schluss gekommen, dass es ihm wie oben ausgeführt nicht darum ging selbst Hilfe beim Moderator zu suchen. Es ging ihm darum während der Sendezeit Harry bloß zu stellen. Was sein Vorteil davon ist, bleibt ebenfalls im Dunklen. Aber jemand der so auf seinen Vorteil, so Manipulation und berechnend durch das Leben gegangen ist, der stürzt sich nicht einfach vom Dach. Nein. Der hat mit dem Runter Werfen des Handys seinen großen Auftritt gehabt, sich irgendwo dann versteckt und Harry beobachtet wie er aus dem Studio zum Hochhaus gekommen ist. Vielleicht liegt darin nun seine große Befriedigung, nämlich Harrys Gefühlswelt nun endgültig einen Dämpfer versetzt zu haben. Vielleicht ist es wie in einem guten Krimi, ein Kampf zwischen Gut & Böse und das Böse versucht das Gute ins Wanken zu bringen. Wer weiß. "Mein" Emile ist auf jeden Fall kein angenehmer sondern ein unsympathischer und durchaus auch als böse zu bezeichnender Mensch und kein verzweifeltes Wesen auf der Suche nach Anerkennung oder Hilfe.

      Zum Thema Sprecher nur so viel: Danke Sirius, tolle und eigentlich doch bekannte Sprecher, wenn man Deine Ausführungen darüber liest, die aber einem Hörspielfan noch nicht (so) im Ohr sind. Genau solche Sprecher möchte ich zumindest hören. Sehr gute Sprecher, die man im Hörspielbereich oder allgemein noch nicht so mit einer Rolle oder Person verbindet.

      Die Frage von @Sirius:" Aber wie seht ihr das, hat euch der unrasante Einstieg hart abgeturned oder gefiel es euch?" habe ich mehr oder weniger bereits in meiner Rezi beantwortet. Ich finde den Einstieg sehr gelungen. Er war flott inszeniert, man bekam einen Eindruck von Harry und seiner Arbeit und wurde an die Radioatmosphäre und an die Sendung gewöhnt. Das musste sein. Ein sofortiger Einstieg von Emile wäre aus meiner Sicht nicht zielführend gewesen, weil man noch keine richtige Verbindung bzw. noch kein richtiges Gespür zu Harry aufgebaut hat. Das braucht es aber um Harry richtig einschätzen zu können und um eben einen menschlichen Kontrast zwischen Harry und Emile erleben zu können. Da würde ich klar schreiben, hier wurde inhaltlich für mich alles richtig gemacht!
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#


      Schaut mal welches Bild ich heute bei einem großen österreichischen Möbelhaus entdeckt habe als ich ein Bett für meine Tochter gekauft habe :) Erinnert mich an Sirius Cover, dass mir übrigens sehr gut gefällt, wie auch dieses Bild hier.

      Übrigens gibt es noch weitere Meinungen und Interpretationen? @Flori1981 geht mir noch ab. Aber vielleicht möchte ja noch wer was hier „spoilern“?!
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

      'Markus G. schrieb:

      Übrigens gibt es noch weitere Meinungen und Interpretationen? @Flori1981 geht mir noch ab. Aber vielleicht möchte ja noch wer was hier „spoilern“?!


      Ok überredet, werde heute versuchen etwas zu schreiben.
      Meine Meinung könnt ihr aber auch ab 08.11. hören wenn wir in unserer Folge 135 "Fünf nach Acht" ausführlich rezensieren. ;)
      "Jack Slaughter", "Fünf nach Acht", K. Dieter Klebsch u.v.m. in der neuen Talker-Lounge-Folge 135 .

      Bislang viel das Feedback zu "5 nach 8" zwar wie zu erwarten gespalten aus, jedoch mit einer so gut wie durchweg positiven Tendenz. :)

      Dies hat sich nun geändert. Hier möchte ich mal eine komplett gegensätzliche Meinung in die Debatte mit einbringen:
      https://www.zauberspiegel-online.de/index.php/krimi-thriller-mainmenu-12/gehrtes-mainmenu-161/36154-es-fehlt-der-sinn-fuenf-nach-acht

      Finde ich wirklich sehr interessant die Meinung von jemanden zu lesen, den wir scheinbar überhaupt nicht abholen konnten.
      Ich werde es mir in den nächsten Tagen in Ruhe durchlesen und dann meine Meinung dazu schreiben. Danke auf jeden Fall für den Diskussionspunkt.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

      Sirius schrieb:

      Finde ich wirklich sehr interessant die Meinung von jemanden zu lesen, den wir scheinbar überhaupt nicht abholen konnten.


      Habe mir die Rezension eben auch durchgelesen. Es ist halt immer Geschmackssache. Diesem Hörer hat diese Art von Hörspiel nun mal nicht gefallen. An der Qualität der Arbeit wird ja nicht gemeckert. Anscheinend wurde hier ein Krimi erwartet, der es aber meiner Meinung nach absolut nicht ist. Würde das Hörspiel eher unter Psychothriller einordnen.

      Markus G. schrieb:

      b) Er möchte aus welchen Gründen auch immer dem Radiosender und im besonderen dem Moderator, also Harry schaden. Manchmal hatte ich den Eindruck, dass er Harry kannte und genau wusste wo er den Finger in die Wunde zu legen braucht um ihn aus der Reserve zu locken. Das könnte natürlich alles Zufall sein, aber bringt doch Harry in einigen Situationen in Bedrängnis. Welchen Sinn sollte dieses "in Bedrängnis bringen" für Emile machen, wenn er damit nicht einen Hintergedanken verfolgen würde. So hatte ich dann im Hinterkopf Emile weiß etwas über Harry und möchte sich auf perfide Art und Weise rächen. Entweder in dem er ihn im Radio komplett lächerlich macht. Oder in dem er ihn dazu bringt selbst Suizid zu begehen, weil sein Leben nach außen hin zwar perfekt zu sein scheint, hinter der Fassade aber doch einiges im Argen liegen könnte.


      Dieser Gedanke von dir @Markus G. hat mich an eine bestimmte Situation im Hörspiel denken lassen. Als Emile sich im Spiegel anschaut und feststellt, dass er überhaupt keine Ähnlichkeit mit seinem Vater hat. Vielleicht denkt er, Harry könnte sein wirklicher Vater sein. Auf Grund von Ähnlichkeiten oder vielleicht hat seine Mutter mal etwas in der Art erwähnt. Ja, sehr viele vielleichts. Aber so könnte man das Handeln von Emile gegenüber Harry auch deuten. Dass er Harry innerlich die Schuld gibt, dass sein Leben anders hätte verlaufen können, wenn Harry zu ihm gestanden hätte. Denn so ganz glaube ich es bei Emile nicht, dass er Harry überhaupt nicht kennt und nur einfach so in der Show angerufen hat. Für mich klang das eher so, als wenn er Harry durch Nachforschungen ganz genau kannte. Besonders seine Schwachstellen.

      Zu den Sprechern muss ich, wenn nicht schon getan, wirklich ein großes Lob aussprechen. Es gibt sicherlich noch so viele, im Hörspiel unbekannte, Stimmen, die nur für das Hörspiel entdeckt werden müssen. Das würde ich mir für die Zukunft wünschen. Talentierte unbekannte Sprecher. #daumenhoch# Das ist übrigens auch etwas, das dieses Hörspiel so anders macht und aus der Masse hervorhebt.
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      Ich komm auch noch ums Eck, sorry, dass meine Kommentare einem anderen Ereignis letzte Woche zum Opfer fielen ;)

      Aber beim HUDLn will ich nicht einfach was nebenbei in die Tasten hauen.
      "Ich habe mittlerweile ca. 30000 Hörspiele gehört, bitte, danke."

      Simmering gegen Kapfenberg Greenskull gegen Audionarchie Dreamland gegen Greenskull - das ist Brutalität