Kinder als Hörspielsprecher/innen

      Kinder als Hörspielsprecher/innen

      In der neuen Folge der Gruselserie werden ja „Kindersprecher“ eingesetzt. Diese kommen beim Publikum nicht besonders gut weg. Mir haben sie gefallen. Ich habe diesbezüglich nachgedacht wie ich denn im Grunde zu Kindersprechern stehe. Diese Frage möchte ich an euch weiter geben:

      Wie ist eure Meinung zu Kindern als Sprecher in Hörspielen?

      Müssen es immer Kinder sein oder lehren uns die ??? & Co nicht, dass Erwachsene ebenso gut Kinderrollen sprechen können?

      Was sind/waren für euch die herausragendsten Kindersprecher/innen?
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Eine Bereicherung an Kindersprechern war mit Sicherheit in „Fallen“ Lilli Martha König! Und sie war einfach perfekt und hat ideal in die Story reingepasst ohne zu nerven, [nicht so wie damals Nick und Kicky bei Maritim Wallace!]

      Und dann gabs noch in einer Dorian Hunter Folge „Richtfest“ eine tolle Kindersprecherin.

      Und wie ich gerade nachgeschaut habe, handelt es sich hier zufälligerweise auch um Lilli Martha König!

      Markus G. schrieb:

      Diese kommen beim Publikum nicht besonders gut weg.

      Echt? Ich habe noch gar keine Kritiken diesbezüglich gelesen, kann es aber auch so gar nicht nachvollziehen. Ich fand, die haben ihre Rollen gut gesprochen. Außerdem sollten Kinderrollen in Hörspielen unbedingt von Kindern gesprochen werden. Ich bin kein all zu großer Verfechter von Erwachsenen in Kinderrollen. Früher gab es doch auch schon eine Gruselfolge mit Kindern, „Dem Monster auf der blutigen Spur“.

      Durch die Kinder, kam auch gerade diese neue Gruselfolge 4 bei meinem Sohn besonders gut an.

      @Evil: Nick und Nicky in Edgar Wallace fand ich als Kind klasse. ^^ Heute müßten sie nicht sein, da sind mir die letzten Folgen mit Jim Stone lieber. Man wollte anfangs, mit den ersten Folgen aber auch eine ganz andere Zielgruppe ansprechen. War auf den ersten Edgar Wallace Kassetten nicht sogar kein „Kinder-Krimi“ Aufkleber auf der Hülle drauf?
      Ist schwierig.

      Es müssen schon richtig gute Kinder-Sprecher sein. Sascha Draeger war schon als Kind spitze!

      Wenn es so nach dem Prinzip "Der Uli wollte schon immer gerne mal im Hörspiel mitspielen und mein Mann ist ein Saufkumpan vom Regisseur/Produzent" geht, geht es richtig schief.

      Mir fallen da als Beispiel spontan so ein TKKG-Machwerke ein, wo man das Blag besser auf die Achterbahn im Heidepark Soltau gesetzt hätte anstatt vor ein Studio-Mikrofon.
      Grundsätzlich bin ich auch dafür, dass Kinderrollen von Kindern gesprochen werden sollten. Vorausgesetzt, sie hören sich natürlich an und sie bringen das entsprechende Talent mit oder haben bereits das Können erworben. Holprige Sätze und falsche Betonungen möchte ich in einem Hörspiel von einem bekannten Label wie z. B. Europa nicht hören. Wenn das wiederum bei einem Hörspiel aus dem non-kommerziellen Bereich z. B. Hörspielprojekt kommt, habe ich da werniger Probleme mit. Da setze ich andere Maßstäbe an.

      hoerspielkassette schrieb:

      Echt? Ich habe noch gar keine Kritiken diesbezüglich gelesen, kann es aber auch so gar nicht nachvollziehen.


      Ich hatte im Hörgrusel dazu etwas geschrieben. Rein nach meiner subjektiven Empfindung nach dem Hören. Fand die Sprecher nicht so optimal in ihren Rollen. In der Diskussion habe ich dann überhaupt erst die Namen der Sprecher gelesen und mir sind die Nachnamen aufgefallen. Aus dem Sprecherbereich schon bekannt: Harloff und Brönneke. Ob die Sprecher jetzt wirklich mit den schon bekannten Schauspielern verwandt sind, weiß ich nicht. Aber mir drängt sich da die Frage auf, ob da nicht vielleicht Vitamin B vor entprechendem Talent stand? ?( Und vielleicht lief das auch in so manchem TKKG-Hörspiel so, wie @Mr. Smathers schon angesprochen hatte.

      Wenn Talent oder schon erworbenes Können vorhanden ist, finde ich neue, junge Stimmen großartig. Höre Hörspiele mit Kindern eigentlich sehr gerne.
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      Markus G. schrieb:

      In der neuen Folge der Gruselserie werden ja „Kindersprecher“ eingesetzt. Diese kommen beim Publikum nicht besonders gut weg.


      Jetzt mal aber nicht wie nen "Click Bait" formulieren :saint: :thumbsup:
      Es sagen relativ wenig, das die schlecht sind. Die sind genauso schlecht/gut wie TKKG oder ??? am Anfang. Ich wage sogar zu behaupten, das Andreas Fröhlich zu Beginn schlechter klang als die, das darf ich auch, er selber sagt ja auch immer wieder, das es ein Wunder ist, das er damals nicht ausgetauscht wurde...
      Besucht meine Homepageprojekte:
      hoernews.de
      kurtz-check.de
      Es kann meines Erachtens beides gut und richtig sein oder eben nach hinten losgehen.

      Zwei Beispiele, die mir spontan dazu einfallen:

      Paradebeispiel dafür, dass die Besetzung einer Kinderrolle mit einem Kind vorgenommen werden sollte: Mia Carla Oehring als Greta in 'Papa, Kevin hat gesagt'. Das könnte mit einer verstellten Erwachsenenstimme nicht funktionieren.

      Paradebeispiel dafür, dass die Besetzung einer Kinderrolle mit einer Erwachsenen vorgenommen werden sollte: Helen Blaschke als Amy Cody in 'Monster 1983'. Das war so gut, dass ich aus allen Wolken gefallen bin, als ich mitbekommen habe, dass hier kein Kind die Rolle spricht.
      Ohne Oberfläche gibt es keine Tiefe. (Walter Moers)
      Mir persönlich ist es egal, ob ein Kind von einem Kind gesprochen wird oder nicht. Es muss sich, da es eine künstleriche Aufführung ist, passend anhören. Es ist schon eine Leistung, als Erwachsener dem Publikum glaubhaft ein Kind vorzuspielen.

      Ich wollte als positives Beispiel "Der kleine Major Tom" anführen und habe eben nach dem Cast gegoogelt X/ . Er 38, Sie 37. Uppps.

      Von der Sprecherleistung fand ich die drei, bei der vierten Gruselserie, gar nicht schlecht. Die Geschichte war leider nur müll.


      EDIT
      Was Die drei ??? angeht, ist es unheimlich, wie gut die waren und sind. Was Oliver Rohrbeck als Kind abgeliefert hat, ist bemerkenswert.

      daneel schrieb:

      Was Oliver Rohrbeck als Kind abgeliefert hat, ist bemerkenswert.


      Beim ihm ist es eher umgekehrt. Er hat hier und dort heute Probleme natürlich in der Rolle zu bleiben.
      Als Kind war er unglaublich natürlich und fließend unterwegs, während die anderen beiden noch unsicherer waren.
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      Mr. Smathers schrieb:

      Wenn es so nach dem Prinzip "Der Uli wollte schon immer gerne mal im Hörspiel mitspielen und mein Mann ist ein Saufkumpan vom Regisseur/Produzent" geht, geht es richtig schief.

      Mir fallen da als Beispiel spontan so ein TKKG-Machwerke ein, wo man das Blag besser auf die Achterbahn im Heidepark Soltau gesetzt hätte anstatt vor ein Studio-Mikrofon.


      Falls sich irgendwann mal wieder jemand wundern sollte, warum sich die "Hörspielmacher immer mehr aus den Foren zurückziehen, dann erinnert euch an solche Sprüche.
      Was sowas in einem Kind auslöst, wenn es das mal zufällig zu Gesicht bekommt, interessiert offenbar auch niemanden.
      Oh weiah..... #roll#

      Zu Punkt 1:

      Also, falls es hier einen TKKG-Hörspielmacher gibt, der einen sprachunbegabten Uli vors Mikro gelassen hat, weil er mit Ulis Papi schon so manche Flasche Jägermeister geleert hat - BLEIB HIER, BITTE!

      Zu Punkt 2:

      Kindern muss man die Wahrheit sagen:
      "Nein, du bist ein Sch....Sprecher, aber wir fahren jetzt in den Heidepark!" ist ethisch voll vertretbar. Ganz in echt. Wirklich.

      Alles wird gut. :]
      OFFTOPIC

      MikeFord schrieb:

      Falls sich irgendwann mal wieder jemand wundern sollte, warum sich die "Hörspielmacher immer mehr aus den Foren zurückziehen, dann erinnert euch an solche Sprüche.

      Ich habe diese Methode salongfähig gemacht :evil: . Ehrliche Kritik ist das Gift für jeden eitlen Hörspielmacher. Und wer sich wegen solchen Äußerungen beleidigt zurückzieht ... #winkewinke#
      David Holy ist in der Beziehung knallhart. #respekt#

      Es gab früher schon sehr gute Kindersprecher. Viele davon sind heute noch aktiv oder in der Schauspielbranche.
      Und auch heute kommen noch viele nach.
      Ob bei Hunter oder Sinclair. Oder bei Fallen. Immer wieder.
      Warum Kritik?
      Sie sprechen oft besser, als die Erwachsenen.
      Oder beim Gruselkabinett in den ersten Folgrn.
      "Die Unschuldsengel". Grandios.
      Ich muss mich hier in den Lobgesang auf Marco Göllners Tochter mit einstimmen. Lilli Martha König schafft es natürlich zu sprechen und kann auch wunderbar Gänsehaut erzeugen.

      Ansonsten fallen mir gerade Stimmen aus der Kassettenkinderzeit ein, die aus meiner Sicht tolle Leistungen erbracht haben. Egal ob ???, Fünf Freunde oder TKKG, sie haben bereits als Kind für mich als Kind 100% glaubhaft gesprochen. Wahrscheinlich nicht perfekt, aber welches Kind schafft dass schön UND welches Hörspielkind legt darauf so grossen Wert. Mir fällt immer mehr auf, dass meine Tochter Kinder oder wirklich noch kindlich klingende Erwachsene als Sprwcher hören möchte. Oli Rohrbeck heute geht bei ihr nie und nimmer als Kind durch.

      Es ist schade, dass Labels seltener echten Kindern eine Chance geben. Woran liegt das? Wirklich am bevorstehenden Stimmbruch Oder können Kinder von heute nicht mehr so vortragen? Oder haben sie einfach keine Lust mehr?

      Obwohl ich großer TSB Fan bin so fand ich die verstellten Kinderstimmen, es waren alles Erwachsene, ziemlich „grausig“ im negativen Sinn. Vanessa hingegen gefiel mir.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Kinder lassen sich als Hörer nicht betrügen und monieren gnadenlos, dass da ein Erwachsener einen Jugendlichen spricht. Als Erwachsener baut man sich hingegen diese (fiktive) Brücke, dass Justus Jonas eben Oliver Rohrbeck ist.

      Ich könnte mir vorstellen, dass die Bereitschaft zum still und konzentriert vor einem Mikro sitzen bei vielen Kindern nicht da ist.

      Während meiner Arbeitszeit in der Branche hatten wir mal einen kleinen Burschen, der richtig Spaß an der Sache hatte und gut abgeliefert hat.

      @ Auch ich spreche TSB nicht einen gewissen Nostalgie-Charme ab, aber - was haben die eigentlich nicht falsch gemacht?
      @Mr. Smathers Diese Frage darfst Du einen TSB-Fan nicht stellen :P Wenn Du wissen möchtest, was Du TSB alles gut gemacht hast, dann verweise ich auf diesen hervorragenden Artikel ;)

      Hörspiel-Feuilleton 1/2015 "Tonstudio Braun – Ein Kult-Label wird 50 Jahre alt"
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#