„Das kommt nicht wieder...“

      „Das kommt nicht wieder...“

      Kennt ihr diese Ausspruch wenn ihr euch an etwas Einzigartiges erinnert, ihr euch etwas Großartiges im Film anseht oder ihr euch eine Perle aus der Vergangenheit anhört?

      Wenn ihr zurück denkt, auf was würde dieser Spruch „Das kommt nicht wieder...“ im Hörspielbereich zutreffen? Was kann nicht mehr wiederholt werden?
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Ja.
      Denn Spruch kenn ich natürlich!
      Schönes Thema Markus!

      Und der Spruch trifft auf sehr viel zu. Auf viele Erinnerungen von Früher und sehr viele schöne Erlebnisse.

      Bei Hörspielen trifft es für mich auf sehr viele frühere Hörspiele, ob Einzel oder Serie zu.

      Eine Serie " Anne" lässt sich für mich in Sachen Romantik nicht wiederholen.
      " Paul Temple" zeichnet sich durch seinen Stimmung und besonders den Ton aus! Dieses ist wie in alten Filmen einfach wunderschön anzuhören. Das gibt es mit der heutigen Technik nicht mehr.
      Oder ein Hans Paetsch! So eine Stimme wird es nicht mehr geben. Und ich verbinde diese auch mit meiner Kindheit und den vielen LP's die ich habe.
      In Sachen Film wäre da von mir die schönen alten Western oder die Spencer/ Hill Filme zu nennen. Auch die Synchros sinf hier genial.
      Und es gab früher einfach viel mehr bessere Stimmen und Sprecher, als heute.

      Da gibt es natürlich noch viel mehr.
      Absolut deiner Meinung Akita. Diese damaligen Stimmen sind auf ewig bei mir eingebrannt. Aber was auch nie wieder kommt ist für mich diese absolute Hörspielkurzweiligkeit der Europa Hörspiele zwischen Mitte der 1970iger bis 1984,verbunden mit der wahnsinns guten Zwischenmusik von Carsten Bohn in Kombination mit super Sprechen und diesen tollen Dialogbücher von H. G. Francis. Eine unschlagbare Kombination.
      Man muss die Menschen nehmen wie sie sind,
      es gibt ja keine anderen. ;)
      Ganz spontan fällt mir hier auch die Europa Kassette mit den Carsten Bohn-Musiken ein..... Das war richtiggehend organisch miteinander verbunden und leider durch Diskussionen ums liebe Geld für immer zerstört.

      Aus der jüngeren Vergangenheit ist hier noch die JS Edition 2000 zu nennen - plötzlich war Kino für die Ohren da. Ein solches Gefühl wird sich in puncto Hörspiele nicht so schnell wieder einstellen.

      Im weiteren Umfeld des Hörspieles ist noch die Hörspiel-Renaissance mit den dazugehörigen Internetforen zu nennen. Alles war so "Hurra, lang lebe das totgeglaubte Hörspiel!", sehr spannend und toll!
      Jede Zeit hat ihre eigenen tollen Hörspiel-Erlebnisse. Und diese kann man wohl nicht mehr wieder herauf beschwören.

      Als ich meine erste Gruselkassette „Das Schloss des Grauens“ ausgepackt und in den Kassettenplayer gelegt habe und gebannt „Ulla“ beim Schreien zugehört habe. So ein Gefühl werde ich nie mehr haben. Ebenso als ich Das Geheimnis des Bermuda Dreiecks gehört habe. Die Kassette ist bis heute mein Lieblingshörspiel. Aber so eine Produktion wird es leider nie mehr geben können.

      Mein Besuch im Tonstudio Braun, mein Treffen mit den TSB-Fans, die ich nur aus dem Forum kannte, unsere gemeinsame Hörspielaufnajme. So etwas werde ich wohl nie mehr in dieser Intensität und vor allem in diesen Röumlichkeiten erleben können. Das Tonstudio hat leider für immer seine Pforten geschlossen.

      Die Euphorie als ich 97 Dank Internet bemerkte dass es noch andere so Hörspielverrückte wie mich gibt. Die ersten Plaudereien und Diskussionen im alten Maritim Forum. Das kommt nie wieder. Ebenso die Begeisterung als ich „Die Mumie“, Maritims Gruselserie Folge 1 in Händen hielt.

      Da werden Erinerunhen wach. Das kommt leider nicht wieder ...
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Was für mich persönlich nicht wiederkommen wird, ist die Unbefangenheit und Naivität, mit der man früher die ersten Hörspiele gehört (und Fernsehen geschaut) hat.

      Heute habe ich oft das Gefühl: Ach, kenne ich alles schon. Es wird immer schwerer, Neues, Überraschendes und Faszinierendes zu finden.
      Ich lese ein Buch und nach ein paar Seiten wird der krasse Thriller mit den x-fachen Wendungen langweilig wie ein alter Käse, weil ich schon das Ende absehen kann.
      Ich höre eine Stimme in einem Hörspiel und weiß sofort, wer hier der Böse ist, weil zu 99% immer die gleichen Typen besetzt werden. *Gähn
      Wenn ich mit meiner Frau Filme anschaue, krieg ich öfter mal Ärger, weil ich den bösen Psychokiller oder Erpresser trotz Stimmverzerrer am Telefon sofort erkenne.

      Zeiten, in denen die EUROPA-Platte mit den 3 kleinen Schweinchen und dem Wolf superspannend war, kommen leider nicht zurück.
      Na gut, und Alzheimer möchte ich mir deswegen sicher nicht wünschen. Aber auf normalem Wege kann man etwas, das man weiß, nicht mehr nicht wissen - wenn ihr wisst, was ich meine. :D
      Was für mich persönlich nicht wiederkommen wird, ist die Unbefangenheit und Naivität, mit der man früher die ersten Hörspiele gehört (und Fernsehen geschaut) hat.



      Definitiv! Das hast Du schön geschrieben. Damals hat man auch nicht ein Hörspiel nach dem anderen gehört sondern, ich zumindest, ein Hörspiel rauf und runter, bis man schon selbst mitsprechen konnte.

      Das ist ein bisserl wie daals beim Pannini-Pickerl-Album. Damals bin ich ins Geschäft gegangen, habe mir ein oder zwei kleine Sackerl gekauft und diese genüsslich ausgepackt und eingeklebt. Als ich 2016 gesammelt habe, ging ich ins Geschäft, eine Jumbopackung gekauft und dann alle in Fliessbandmanier aufgemacht und eingeklebt. Mit den „Möglichkeiten“ geht ein wenig die Liebe verloren.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#