Geräusche, die euch im Ohr geblieben sind...

      Geräusche, die euch im Ohr geblieben sind...

      Wie haltet ihr es denn ganz allgemein mit der Geräuschkulisse?

      Findet ihr sie in einem Hörspiel extrem wichtig oder ist sie nur eine „Beigabe“. Habt Ihr Beispiele wo euch die Geräuschkulisse sehr bleibend in Erinnerung geblieben ist? Habt Ihr Beispiele für Hörspiele wo euch die Geräuschkulisse so gar nicht gefallen hat?

      Habt ihr spezielle Geräusche, die ihr sehr gerne hört oder die ihr öfters in Hörspielen hören möchtet?

      Gibt es bestimmte Geräusche, die ihr partout nicht leiden könnt und die euch ein Hörspiel so richtig verleiden kann?
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Bei den drei Fragezeichen natürlich Blacky und die Kreissäge auf dem Schrottplatz.
      Gerade heute Morgen wieder gehört - die Wetterkröte der drei Jungs von Point Whitmark (die sich so gar nicht nach Kröte anhört...)

      Was ich wohl nie wieder vergessen werde ist das Maschinengewehr bei Dorian Hunter, wenn Cohen(?!) einen der Zombies mit dem Gewehr köpft - ich weiss jetzt leider nicht welche Folge das genau ist und kann auch gerade nicht schauen.
      Geräusche und besonders eine Geräuschkulisse sind für mich sehr wichtig. Es gibt nichts schöneres, als wenn man die Umgebung alleine durch die Geräusche quasi schon vor Augen hat.

      Bei Geräuschen fällt mir aber ganz speziell das Label Europa ein. Da gibt es bei mir ein Phänomen. Ich weiß nicht, ob es anderen auch so geht. Es werden ja bei den drei ???, TKKG, Fünf Freunde und so weiter, immer die gleichen Geräusche verwendet. Wenn ich in meiner Kindheit z. B. ein Geräusch in einem Hörspiel gehört habe, ordne ich es beim Wiederhören automatisch einer bestimmten Folge zu. Z. B. ist der bellende Hund aus der Silbermine bei den drei ??? fix. Wenn ich dieses Bellen in irgendeinem anderen Hörspiel höre, denke ich automatisch an die Silbermine. Verknüpfungen im Gehirn sind schon komisch. :huh:

      Was ich liebe (muss aber zum Hörspiel passen) ist Gewitter. Das kann ich mir stundenlang als Atmo im Hintergrund anhören. :love: Aber Geräusche, die ich nicht mag, fallen mir jetzt spontan nicht ein. Höchstens Kindergeschrei. Aber das kommt ja zum Glück nicht oft in Hörspielen vor.
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      Jep, ich denke die Europa-Geräusche sind vielen im Ohr haften geblieben. Ich freue mich bei aktuellen Produktionen auch immer, wenn ich alte Geräusche wiedererkenne, z. B das Knarren vom Holzfussboden oder das Geräusch beim Klettern. Auch ich finde Gewitter klasse, zb Tkkg 32.
      Ein unangenehmes Geräusch war bei Einem der auszog...
      Da fiel irgendjemand eine Treppe hinunter, das Geschrei,,, uh.
      Auch ich finde die Geräusche in den Hörspielen sehr wichtig. Besonders in Erinnerung sind mir natürlich die Schreie aus der Folge "... und der seltsame Wecker" der drei ??? geblieben! =O

      Ansonsten liebe ich ebenfalls Gewitter und Sturm in Hörspielen. Besonders wenn man selbst im warmen Bett eingekuschelt mit auf die Reise geht ;)
      Bei mir sind es definitiv die Soundeffekte aus den Masters Hörspielen.
      Egal ob es das Fluggeräusch des Windraiders ist oder die seltsamen Adlerschreie. Diese Dinge finde ich genial:)
      Auch die „Hintergrundmelodien“ von bestimmten Schauplätzen oder Charakteren haben es mir angetan. Freut mich immer wenn Europa die in aktuellen Hörspielen einbaut :)
      mfg
      warbird

      Life is a journey not a destination.

      Orko aus dem Zauberland schrieb:

      Oh ja - den Wecker habe ich vorhin wohl verdrängt, das ist wohl mit das nervigste, dass ich je in Hörspielen gehört habe :-o


      Dem kann ich auch zu 100 % zustimmen.
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      Mir sind viele Geräusche von Europa, aus den alten Hörspielen der 70 &80‘er noch in guter Erinnerung.
      Da war alles vertreten, von Schritte auf Kies/ Schnee, Sturz ins Wasser, Laserstrahlen, Explosionen, etc ich bekomme sie gar nicht mehr alle zusammen und aufgezählt.

      Auch war es so, dass man nicht nur einen Effekt oder Geräusch vernahm, sondern gleich mehrere zusammen.
      Wie der heulender Wind, Schritte und das öffnen einer Tür.
      Obwohl in tausend Europa Produktionen sich alles immer gleich anhörte, machte es trotzdem großen Spaß.

      Auch wenn viele Sounds bei Europa zu der Zeit irgendwie unecht und künstlich klangen, wußte man immer genau, was es war und das Hörspiel kam einfach plastischer rüber.
      Bei TSB Sinclair war man eher wieder sparsam mit der Geräuschkulisse und es klang eben oftmals richtig billig. Aber auch dieses Markenzeichen von TSB mochte ich damals sehr.
      Als Sinclair in DieTeufelsuhr gegen die 3 Kids kämpft und in Hügel der Gehängten gegen Destero, hat man ganz frech aus irgend einem Western oder Kommisar X Film ne Prügelszene verwendet. Johns Beretta ist der gleiche Sound, wenn in Western von Gestern, der Cowboy in die Kamera schießt.
      Nett geklaut...

      Und bei Die Götter aus dem All 1 +2 Ende der 70‘er hat man sich ganz frech bei der Star Wars Soundkulisse bedient.

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      warbird schrieb:

      Auch die „Hintergrundmelodien“ von bestimmten Schauplätzen oder Charakteren haben es mir angetan. Freut mich immer wenn Europa die in aktuellen Hörspielen einbaut


      Ja, geht mir genauso - war etwas verwirrt als ich irgendwann eine der alten "He-Man" Melodien bei einer relativ aktuellen drei ??? Folge hörte hab ich mich zuerst gefragt, was verdammt noch mal jetzt Skeletor in Rocky Beach zu suchen hat :P
      Wie haltet ihr es denn ganz allgemein mit der Geräuschkulisse? Findet ihr sie in einem Hörspiel extrem wichtig oder ist sie nur eine „Beigabe“.

      Die Geräuschkulisse gehört zu einem Hörspiel einfach dazu. Sie macht für mich ebenso wie Dialoge und Musik ein Hörspiel erst zu einem echten Hörspiel.

      Habt Ihr Beispiele wo euch die Geräuschkulisse sehr bleibend in Erinnerung geblieben ist?

      Mittlerweile gibt es viele Hörspiele, die mit exzellenter Geräuschkulisse aufwarten können. Atemberaubend fand ich die Geräuschkulisse auf der Hörspiel-DVD 20.000 Meilen unter dem Meer. Wenn man die Augen zugemacht hat, war man einfach mit dabei. Sehr eindrucksvoll war für mich auf die Geräuschkulisse bei „Das Lufer-Haus“. Hier gab es keinen Erzähler, auch keinen Sprecher, der in Monologen oder Gedanken dem Hörenden die Inhalte weitergibt. Hier ist es einzig und alleine das Geräusch, dass der Hörende zum „anhalten“ hat um sich in der Geschichte festzuhalten. Nach dem ähnlichen Muster starten sehr viele Hörspiele von Contendo Media. Hier wird durch Geräuschkulisse gepaart mit passender Musik in die Geschichte eingeführt. Das fördert bei mir „das Kino im Kopf“. Daneben haben sich mir natürlich viele, viele Geräusche aus der Kassettenkinderzeit in meinen Kopf eingeprägt. Jedes Geräusch der ??? oder Gruselserie sind mir im Ohr geblieben. Ebenso natürlich auch die vielen wunderbaren Sounds der TSB Hörspiele. Wer kann sich nicht an das legendäre Käuzchen erinnern oder an den fliegenden Pfeil des Bogenschützen (der in Wahrheit mit dem Mund gemacht wurde). Besonders hatten es mir aber auch die Geräusche der Larry Brent und Macabros Hörspiele angetan. Diese haben sehr viel zur gruseligen Stimmung beigetragen. Und am COOLSTEN fand ich die „Ketchup“-Szene/Geräusch von Oliver Döring bei Folge 29 der EDI 2000.

      Habt Ihr Beispiele für Hörspiele wo euch die Geräuschkulisse so gar nicht gefallen hat?

      Die wohl schlechteste Geräuschkulisse gab es bei Detolates Blutstern von Giftstachel. Die nervigste
      Geräuschkulisse ist auch für mich das Schreien des Weckers in der gleichnamigen ???-Folge. Wie oft wurde ich davon schon aufgeweckt.

      Habt ihr spezielle Geräusche, die ihr sehr gerne hört oder die ihr öfters in Hörspielen hören möchtet?

      Ich liebe wie viele von euch Sturm, Wind und Gewitter. Das sorgt für mich für eine schöne, bisserl unheimliche Atmosphäre. Da möchte man sich zusammen kuscheln und unter die Decke verkriechen.

      Gibt es bestimmte Geräusche, die ihr partout nicht leiden könnt und die euch ein Hörspiel so richtig verleiden kann?

      Da fällt mir eigentlich fast nichts ein. Da muss ich in nächster Zeit nachdenken. Fingernägel oder Kreide, die an einer Tafel ein quietschendes Geräusch erzeugen, mag ich nicht. Manchmal übertreibt man es bei den Holmes-Hörspielen mit dem Essen. Da waren mir manchmal zu viel schmatzen dabei. Aber es verleidet mir deshalb das Hörspiel nicht.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

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      Kurzes Up-Date bei mir: Die Geräuschkulisse im Lufer-Haus war sehr eindringlich. Da ohne Erzähler nur mit den Geräuschen die Phantasie in meinem Kopf angeregt wird, hängt man hier noch stärker mit dem Ohr an Geschehen dran. Besonders eindrucksvoll fand ich hier die „Schleif- und Ziehgeröusche am Boden“, die das Kopf- und Gänsehautkino so richtig in Gang setzten.

      Auch Gabriel Burns verfügt über eine tolle Geräuschkulisse. Hier ist es aber oft die Stille in den Übergängen der Szenen, die den Kopf zum arbeiten bringen und die Wirkung des zu letzt Gehörten verstärken und ihnen so viel mehr (unheilschwangere) Bedeutung beimessen. Ein genialer Schachzug von Volker Sassenberg, auch wenn er es zu weilen übertreibt :thumbup:
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

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      Markus: Das ist mir als ( ehemaliger) Gabriel Burns Hörer und bei Point W. auch immer aufgefallen:
      authentische, abwechslungsreiche Geräuschkulisse, atmosphärisch gut zusammengebastelt, ich kanns eigentlich nicht genau erklären.
      Hier ist eine ganz eigenartige Magie und Machart im Spiel! Da können andere ( leider) nicht mithalten, weils einfach nicht so perfekt klingt und rüberkommt ( mein Empfinden).
      Da hat der Hörr Sassenberg einfach die Nase vorn.( Schade, dass er diesen Vorteil nicht weiter ausnutzt!!!)

      Geräusche, die euch im Ohr geblieben sind...

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      Für mich ist die Geräuschkulisse häufig das, was mich richtig tief in ein Hörspiel eintauchen lässt. Schön sind die Momente, in denen ich die Kopfhörer abnehme, weil mich ein Geräusch so unvermittelt getroffen hat, dass ich es im ersten Moment nicht mit dem Hörspiel, sondern mit der realen Welt in Verbindung bringe. Darauf folgt eine sehr erhellende Sekunde der Erkenntnis, die das Weiterhören noch schöner macht.