Das Hörspiel unter der Lupe 2019/01 & 2021/01 GHOSTBOX

      Orko aus dem Zauberland schrieb:

      Die KI verhält sich hier leider zu "menschlich" (z.B. Szene mit Chip), das stört mich doch schon sehr... ich mag das einfach nicht, dass die KI sich so unlogisch verhält.

      Aber die KI ist ja aus der Tochter von Professor Magnus entstanden und somit menschlicher Abstammung. ;)
      Daher habe ich dies jetzt als nicht so unlogisch empfunden. Immerhin lernt sie auch noch und macht Fehler, wenn auch dies immer nur einmal.

      Orko aus dem Zauberland schrieb:

      ...denn auch wenn es seine Tochter ist, wo kommt dann der Hass auf die ganze Menschheit her?

      Habe ich mich auch ein wenig gefragt, aber ist es denn wirklich „Hass“?
      Sie argumentiert einfach mit einer besseren und perfekten Welt. Wenn der Mensch dabei im Wege stehe, dann muss sie halt entsprechend handeln. Da ist sie dann doch einfach zu sehr KI, auch wenn der Erlaß, alle Brillenträger zu töten, für mich auch ein wenig zu weit ging.
      Aber wir wissen ja manchmal schon nicht, wieso Menschen bei bestimmten Situationen austicken, warum sollten wir uns dann das Handeln von KIs erklären können? ^^
      Ich bin mittlerweile bei Folge 9 angehört. Es ist sehr spannend. Gefällt mir. Aber DAS Highlight wird es wohl nicht mehr werden.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Haben wir eigentlich schon die Covermotive aufgelöst? Wer abgebildet ist?

      Staffel 1 - Wohl Lena

      Staffel 2 - ??? Chip? Kevin? Thomas?

      Staffel 3 - Charlotte bzw. Kim Isaak oder doch der „Golem“?
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

      hoerspiel schrieb:

      Sie argumentiert einfach mit einer besseren und perfekten Welt. Wenn der Mensch dabei im Wege stehe, dann muss sie halt entsprechend handeln. Da ist sie dann doch einfach zu sehr KI, auch wenn der Erlaß, alle Brillenträger zu töten, für mich auch ein wenig zu weit ging.
      Aber wir wissen ja manchmal schon nicht, wieso Menschen bei bestimmten Situationen austicken, warum sollten wir uns dann das Handeln von KIs erklären können?


      Da hast du Recht und meine Gedanken gingen auch teilweise in die Richtung - irgendwie fehlte mir da trotzdem die Balance. In einigen Szenen ist die KI einfach zu "menschlich" und in anderen dann doch wieder zu rational... ich mache Fehler nur 1x - also töte alle Brillenträger vs. Chip mit Gas ersticken hat ja schon fast geklappt, aber das war nicht dramatisch genug... also ertränken wir ihn jetzt... :P

      Orko aus dem Zauberland schrieb:

      Chip mit Gas ersticken hat ja schon fast geklappt, aber das war nicht dramatisch genug... also ertränken wir ihn jetzt...

      Stimmt, war mir jetzt auch ein wenig zu menschlich gedacht. Aber da hat sie wohl zwei „Herzen“ in ihrer Rechnereinheit, halb menschlich, halb elektronisch. Beides zusammen ergibt dies hier anscheinend eine sehr brisante Mischung.
      Trommelwirbel #band#

      Ich habe heute die Ghostbox Reise Staffel 1-3 beendet. Der Schluss hat mir gut gefallen. Überhaupt war es eine tolle Produktion, spannend, passend zu den Fragen unserer Zeit, wie KI, Religion, Leben nach dem Tod, Virus etc. Trotzdem wird es in meiner persönlichen Ivar Leon Menger Hitliste nicht ganz oben mitspielen. Das ist einerseits der Tatsache geschuldet, dass Ivar so viele klasse Produktionen gemacht hat und dass ich mit diesen KI-Themen nicht so viel anfangen kann. Das ist aber Meckern auf hohem Niveau, denn ich wurde richtig gut unterhalten.

      Was mir so durch den Kopf geht. Vielleicht könnt ihr ja helfen. Am Ende wird Kim Isaak dadurch zerstört, in dem man ganz klassisch zurück in die Zeit reist und die Ghostbox zerstört, sodass Charlottes Erinnerungen niemals auf der Ghostbox gespeichert werden kann. So weit so gut. Aber meiner Auffassung nach kann man auf der Ghostbox nur Erinnerungen speichern und über diese von vergangenen bis hin zu aktuellen Erinnerungen hin und her surfen. Aber wie schafft man es dann aktiv einzugreifen? Man kann doch damit nichts verändern??? Klar kann man die Erinnerungen einer Person manipulieren, dass diese meint es wäre die Ghostbox zerstört worden. Das ändert aber nichts daran dass sie trotzdem noch existiert. Wieso ist die Ghostbox auf einmal eine richtige Zeitmaschine? Eine Zeitmaschine wo man Handlungen ausführen kann? Für mich war die Ghostbox wie ein Fotoalbum wo ich darin blättern kann und so durch die Zeit reisen kann. Aber auch wenn ich weiß was vor 40 Jahren passiert ist, kann ich nicht ändern was vor 40 Jahren passiert ist.

      Ähnliche Schwierigkeiten habe ich mit den Abgespeicherten. Die Erinnerungen sind in der Ghostbox abgespeichert. Aber letztendlich sind es doch nur Erinnerungen aber nicht die Menschen dahinter. Was ist mit Daniel, Thomas & Co nach ihrem Tod passiert? Ihre Erinnerungen sind auf der Ghostbox. Dort sind sie weiterhin als Persönlichkeiten unterwegs und arbeiten für (oder gegen) Kim Isaak. Aber was ist mit der Seele der Menschen passiert? Wäre es theoretisch aus Sicht eines religiösen Menschen nun passiert, dass der Verstorbene in den Himmel aufgefahren ist und gleichzeitig dessen Erinnerungen in der Ghostbox? Sprich gibt es eine Person auf einer transzendentalen Ebene nun 2x? Und was passiert wenn die Erinnerungen in der Ghostbox gelöscht werden???

      Also da ist für mich schon noch großer Diskussionsbedarf!

      Schön fand ich das Ende, weil sich die Wege der Protagonisten irgendwie doch gekreuzt haben. Interessant fand ich die Szene mit dem Taxifahrer und Lena. Da hat doch eine Wandlung zwischen Lena Staffel 1 Beginn und Lena Staffel 3 am Ende stattgefunden. War sie ja in der einen Szene zu Beginn arrogant und knausrig und in der Letzten Szene sehr charmant und großzügig. Das verwundert insofern, dass es ja mehr oder weniger fast zur selben Zeit spielen sollte.

      Auf jeden Fall sieht man schon, dass hier ein tolles Hörspiel vorliegt, das einem zum plaudern, Nachdenken und diskutieren anregt.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

      Markus G. schrieb:

      Wieso ist die Ghostbox auf einmal eine richtige Zeitmaschine?

      Sehr gute Frage, aber wenn man es genau nimmt, war die Ghostbox zum Schluss viel mehr als nur eine Box mit digitalen Erinnerungen. Man konnte sich mit ihr sogar in andere Menschen transformieren.
      Außerdem gab es durch die Garage ja sowas wie eine „Sicherheitslücke“. Damit habe ich mir dann auch die Funktion der Zeitreise erklärt.

      Markus G. schrieb:

      Dort sind sie weiterhin als Persönlichkeiten unterwegs und arbeiten für (oder gegen) Kim Isaak. Aber was ist mit der Seele der Menschen passiert?

      Damit setzt du natürlich voraus, dass es sowas wie eine Seele gibt, bzw. was können wir uns überhaupt darunter vorstellen?
      Ich habe mir hier gedacht, dass diese Menschen mit all ihren Eigenschaften wie Charakter, Erinnerungen usw. komplett digitalisiert wurden und nun in der Ghostbox gespeichert sind. Ich glaube, man muss sich einfach von den Gedanken lösen, dass die Ghostbox nur Erinnerungen aufgenommen hat. Für mich wurde der komplette Mensch in die Box gespeichert.
      Das mit dem Transformieren klappt durch das Brain LED. Und dass damit Erinnerungen bzw. Persönlichkeiten in Menschen gesteckt werden können. Das leuchtet mir durchaus ein. Aber die Zeitreisen kapiere ich nicht so ganz.

      Damit setzt du natürlich voraus, dass es sowas wie eine Seele gibt​


      Ich würde behaupten, dass dies das Hörspiel selbst so vorgibt. Ich erinnere an Herrn Markowitz aus Staffel 1 der ja Tote mit seinem Kassettenrekorder aufgenommen hat. Ob man es Seele nennt, lasse ich mal außen vor. Aber es zeigt dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Zumindest mal im Setting dieses Hörspiels. Aber die spannende Frage ist halt, sind die Menschen dann nicht tot, wenn sie auf die Ghostbox gespeichert werden? Und sind es die kompletten Menschen? Eigentlich waren es ja immer nur Erinnerungen. Oder sind Erinnerungen dass was uns ausmacht? Oder unsere Seele?

      Da kann man ins philosophieren kommen ;)
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

      Markus G. schrieb:

      Aber die spannende Frage ist halt, sind die Menschen dann nicht tot, wenn sie auf die Ghostbox gespeichert werden?

      Körper = ja, Geist= nein.
      Sie sind für mich komplett auf der Ghostbox, bis auf ihren materiellen Körper.
      So, habe ich mir dies jedenfalls vorgestellt.

      Markus G. schrieb:

      Oder sind Erinnerungen dass was uns ausmacht? Oder unsere Seele?

      Dies ist ja genau die interessante Frage. Ich glaube, dass eine Seele des Menschen auch mit aus Erinnerungen besteht, denn genau diese prägen uns doch und machen uns zu dem, was wir sind.
      Aus dem Bauch heraus würde ich sagen Nein, denn die Erinnerungen sind für mich nur ein Bruchteil von dem was uns ausmacht. Aber spannend darüber nachzudenken.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Was wären wir denn ohne unsere Erinnerungen? Was, wenn wir morgen plötzlich komplett andere (falsche) Erinnerungen in unserem Kopf vorfinden würden? Wären wir dann nicht plötzlich auch ein ganz anderer Mensch? Hätten wir dann nicht plötzlich auch ein völlig anderes „Ich“ in uns und würden anders handeln als sonst? Was außer unseren Erinnerungen macht uns denn sonst aus?
      Persönlichkeit, Ehrgeiz, Glaube, Liebe, Hingabe um nur einige zu nennen. Man sieht es sehr schön an den Kindern. Sie sind frei von Erinnerungen, frei von guten und schlechten Erfahrungen und handeln nach ihrem ureigenen Impuls heraus. Und ich könnte mir vorstellen, dass Erinnerungen und Erfahrungen und Erlebnisse Ballast sind von dem wir uns nach unserem Tod trennen. Würden wir das nicht machen, dann könnten wir wahrscheinlich nicht so einfach vom Leben los lassen. Aber dass ist jetzt alles nur Spekulation. Aber ich glaube im ureigensten Sinn dass die Erinnerungen an unser diesseitiges Leben im Jenseits keine Rolle mehr spielen. Deshalb spießt sich dies mit der Idee der Ghostbox. Dort sind die Erinnerungen abgespeichert, aber nicht dass was den Menschen ausmacht, nicht die Paar Gramm, die jeder Mensch nach dem Tod leichter ist, diese Energie, die man bei uns landläufig Seele nennt, geht in eine andere Sphäre über. Wahrscheinlich. Daher mein Gedanke, dass es dann 2 von Jedem geben müsste. Der Mensch, der nur aus Erinnerungen auf der Ghostbox besteht und der Mensch, der als Energie im Jenseits ist. Und dort ist wo besagter Markowitz über das Tonband Kontakt aufgenommen hat. Dieser Strang wird leider gar nicht mehr weiter verfolgt, was ich sehr schade finde. Ich hätte dies noch viel reizvoller gefunden. Aber es hätte wohl nicht so einen spannenden Stoff geboten wie dies eine künstliche KI und die Ghostbox konnte.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

      Markus G. schrieb:

      Persönlichkeit, Ehrgeiz, Glaube, Liebe, Hingabe um nur einige zu nennen. Man sieht es sehr schön an den Kindern.Sie sind frei von Erinnerungen, frei von guten und schlechten Erfahrungen und handeln nach ihrem ureigenen Impuls heraus.

      Sind Kinder wirklich frei von Erinnerungen? Das Sammeln von Daten beginnt doch schon im Mutterleib. Danach auch als Baby und im Kleinkindalter wird fleißig weiter Daten gesammelt und als „Erinnerungen“ abgespeichert. All diese „Erinnerungen“ erzeugen wir ständig in JEDER Altersphase unseres Lebens und diese prägen unser „Ich“.
      Was machen denn „Glaube“, „Persönlichkeit“ und „Liebe“ überhaupt aus? Werden die nicht auch mit von unseren Erinnerungen gesteuert? Wenn morgen deine Erinnerungen mit denen von einer anderen Person überschrieben würden, würdest du dann überhaupt noch deinem jetzigen Glauben nachgehen? Die gleichen bisherigen Personen wie bisher lieben? Würde sich nicht sogar deine Persönlichkeit verändern?
      Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr Rücken für mich die „Erinnerungen“ (die gespeicherten Gedanken) zum zentralen Punkt, der für mich das „Ich“ ausmacht. Vielleicht ist der Rest in unseren Geninformationen abgespeichert. Dinge und Talente, die wir auch vererbt bekommen. Aber, auch diese Informationen müssten sich theoretisch digitalisiert und speichern lassen, wenn es denn eine Ghostbox gäbe.
      Es gibt Studien über eineiige Zwillinge, die trotzdem sie hunderte Kilometer voneinander getrennt und in unterschiedlichen Milieus aufgewachsen sind, die selben Vorlieben, die selbe Persönlichkeit etc. entwickelt haben. Das spräche doch auch dafür dass manches auch von Haus „da“ ist und nicht erst erworben wurde. Aber darüber streiten sich Kapazitäten. Und die Idee, dass die Erinnerung jene Energie ist, die weiterlebt, ist eine durchaus vorstellbare. Und auch dass diese Energie anstatt in eine andere Sphäre einfach auf eine andere digitale Festplatte gespeichert wird. Aber für mich ist es trotz allem zu „dünn“. Mir fehlt hier doch das „Spirituelle“, der „Ursprung“ des Seins vor der Erinnerung und das Bewusstsein.

      Als rational denkender Mensch hat Ivars These hier durchaus Potential. Und es macht für mich auch weitaus mehr Sinn als die Theorie man könne über Erinnerungen durch die Zeit reisen und dabei gewisse zukünftige Dinge in der Vergangenheit ungeschehen machen. Aber da ich alles was Leben und Tod angeht von einer gewissen spirituellen Seite her betrachte, kann mich der Gedanke Seele = Erinnerung nicht ganz befriedigen. Mir fehlt da einfach was.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

      Markus G. schrieb:

      Es gibt Studien über eineiige Zwillinge, die trotzdem sie hunderte Kilometer voneinander getrennt und in unterschiedlichen Milieus aufgewachsen sind, die selben Vorlieben, die selbe Persönlichkeit etc. entwickelt haben. Das spräche doch auch dafür dass manches auch von Haus „da“ ist und nicht erst erworben wurde.

      Ich denke, dass steckt dann halt in den mitgegebenen Genen. Wir bekommen ja auch einiges an Eigenschaften von unseren Eltern und Großeltern mit. Wir tragen somit unsere persönliche (biologische) Ghostbox in uns. ^^ Zusammen mit den abgespeicherten Erinnerungen (Gedanken) entsteht für mich so unsere (einmalige) Persönlichkeit.
      Ich gebe dir Recht, die Gedanken alleine sind es möglicherweise nicht, die unser „Ich“ ausmachen. Ich bin aber eher ein Mensch, der nicht so an das „Spirituelle“ glaubt, muß ich zugeben. Ich versuche mir mehr Dinge mehr auf wissenschaftlicher Basis zu erklären.
      Die Ghostbox könnte es für mich in Zukunft wirklich geben. Wenn ich mir die gesamte Entwicklung der vergangenen Jahre so anschaue, dann denke ich mir immer, die einzige Grenze in der Forschung ist der Mensch selber. Unser Vorstellungsvermögen ist einfach zu begrenzt und wir denken oft nur an uns selbst. Damit stehen wir uns selber im Wege.
      Zeitreisen an sich finde ich als Thema genauso spannend wie die „Unendlichkeit“.
      Ich bin jetzt auch endlich fertig - ich bin immer noch überrascht, dass @Markus G. in der Zeit die ich für Staffel 3 brauchte, einfach mal so alle 3 Staffeln runtergrhört hat :D

      In der Tat ist es ein gutes Hörspiel - produktions- und Sprecher-technisch geht da nichts drüber.
      Das Thema an sich fand ich auch sehr interessant, aber letztendlich hat doch einiges zu einem richtig grossartigen Hörspiel gefehlt.

      An der Heidelberger Uni entwickeln Studenten die Ghostbox um Erinnerungen zu speichern, evtl.. auch um Persönlichkeiten umzuschreiben um so das Böse im Menschen auszulöschen - dies setzt voraus, dass man die Erinnerungen auch wieder zurückschreiben kann - da kommt das BLED ins Spiel - wie man sich da die technische Anbindung der Lampen an den Speicher der Ghostbox vorstellen kann, lassen wir mal ausser Acht.

      Eine der er Ersten oder sogar die Erste vollständige Übertragung einer Persönlichkeit wird mit Magnus´ Tochter Charlotte vollzogen. Die gespeicherte Charlotte entwickelt (aus Langeweile?) ein Eigenleben auf der Ghostbox und sich selbst letztendlich zu Kim Issak, einer grössenwahnsinnigen, menschenhassenden und massenmordenden KI... wenn das mal nicht auf wahren Begebenheiten beruht :P

      Da Kim die Kontrolle über das Internet und faktisch über jedes Gerät, dass einen Netzzugang hat. Somit kann sie nach belieben die Menschen manipulieren. Hinzu kommt, wer einmal in das BLED gesehen oder "Follow Me" gehört hat, steht unter Kims Bann und hat keinen eigenen Willen mehr. Eigentlich sollte das Hörspiel doch an dieser Stelle zu Ende sein, denn mal ehrlich, mit der vollen Kontrolle über jedes technische Gerät ist es völlig unmöglich, dass nicht jeder Mensch mindestens 1x den Song gehört, bzw. das Licht gesehen hat...

      Aber nein, eine kleine Gruppe mutiger Rebellen schafft es trotz aller Widrigkeiten sich Kim zu widersetzen. Kim die allmächtige macht den gleichen Fehler immer nur 1x - aber anscheinend macht sie die richtigen Fehler und so schafft es Thomas Koch am Ende aus dem Käfer in der Garage einen DeLorian zu bauen, in die Erinnerung von Daniel im Jahr 2017 einzudringen (denn auf der Ghostbox spielt Zeit keine Rolle!) und ihn zu veranlassen, mal eben die Welt zu retten - eigentlich schade, denn die so entstandene Version von "Follow me" ist echt grottenschlecht :D

      Die bloße Existenz dieses Blackspot (=Garage) auf der Ghostbox ist schon recht fragwürdig - ebenso, dass die Gespeicherten sich frei bewegen können (im Hoheitsgebiet von Kim) - Kim ist KI und kontrolliert alles, merkt aber nicht, dass immer mal wieder der ein oder andere gespeicherte verschwindet oder sich mal eben wohin transferiert... wenn man zu viel drüber nachdenkt, ist das Hörspiel leider an vielen Stellen recht unlogisch - aber das ist oft so mit Blockbustern.

      Ein Punkt, der mich ganz offensichtlich gestört hat war die Wache im Memorial - kommt schon, Chip und Frank dringen dort ein, betäuben eine Wache, vergessen aber den zu fesseln oder sonst wie zu sichern - Chip lässt Frank alleine zurück (der nicht laufen kann..), aber später fällt ihm dann gaaaanz heiss ein, dass da ja noch irgendwo ein Wachmann rumliegt - is klar :saint:

      Das klingt jetzt alles wesentlich negativer, als es gemeint ist - Ghostbox hat mich unterhalten und gefesselt - aber "Hörspiel unter der Lupe" heisst doch auch Analyse, oder?