Neue Gruselserie

      Ich glaube auch, dass Lauflängen-Dilemma ist erst gekommen, als man mehr Platz zur Verfügung hatte als notwendig war. Gerade in Streamingzeiten ergeben längere Laufzeiten (theoretisch) auch ein "mehr" an Einnahmen. Aber wie schon oft geschrieben, haben viele die Kunst verlernt sich auf das Wesentliche im Hörspiel zu beschränken. Gerade bei den ??? ging dies vollkommen verloren. Bei besagter Gruselserie, um wieder ein wenig zum threadthema zu kommen, ist es für mich (!) nicht so in die Länge gezogen. Da fehlt es mir mehr an Gruselatmosphäre und an knackigen Höhepunkten. Durch die grundsätzlich tollen Ensembleaufnahmen machen viele Szenen oft den Eindruck eines Familientreffens wo untereinander geplaudert, aber auf die wesentlichen Punkte eines spannenden Hörspiels vergessen wird. Trotzdem hat sie für mich noch etwas Charme hinüber gerettet, Charme alleine kann aber daraus kein grossartiges Hörerlebnis machen, davon sind alle Folgen weit entfernt. Dies wird aber jeder anders erleben. Ich denke ich kann mich da ganz gut in beide Seiten hinein versetzen.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Was die Spielzeit angeht, wünsche ich mir ebenfalls die alten Zeiten wieder. Mir ist ein knackig kurzes Hörspiel auch 1000mal lieber.
      Stutzig macht mich allerdings die Tatsache, dass die Tendenz eindeutig zu längeren Produktionen geht, obwohl das Konzentrationsvermögen bei den Menschen angeblich immer weiter abnehmen soll. Müsste man da die Spielzeit in den Hörspielen aktuell nicht eher zurückschrauben, wenn man auch die jüngere Generation ansprechen will?
      Definitiv, aber deshalb sind ja Podcasts sehr beliebt. Oft weisen ja diese kurze und knackige 20 Minuten auf. Ich denke da auch an die Streaming-Serie "Die verdrehte Welt der Amelie", die im Wochenrythmus erschien, ein sehr junges Publikum ansprach und auch nur 20 Minuten Folgen anbot.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

      Flori1981 schrieb:

      Ich habe mir, nachdem mich kürzlich zwei User in einer Facebookgruppe auf übelstem Verbalniveau beleidigt habe


      Du schreibst sehr oft ebenfalls sehr kontrovers, aber eben positiv. Ein negativer Gegenwind ist daher manchmal unvermeitbar.
      ALLGEMEIN ÜBER "TEXT-Diskussionen": Nicht zu vergessen ist auch, das der "TON" fehlt und somit manches, was einfach nur direkt gemeint ist, arrogant oder gar feindlich rüberkommt, obwohl es nicht so gemeint ist...

      hoerspiel schrieb:

      @warbird: Ist es wirklich so? Wird wirklich all zu schnell Lobhudelei betrieben? Liegt es nicht oft viel mehr an Unverständnis untereinander?


      Nö, das wurde von Warbird schon sehr trefflich bemerkt.
      Es gibt die "Alles ist Toll"-Fraktion und die, die es kritisieren. Das ganze ist mittlerweile so schlimm, das kritische Stimmen von Studios eher als Spinner wahrgenommen werden, weil ja "alle anderen" kein Problem haben.
      Die Macher übersehen das auch viele KÄUFER das Produkt schlecht bewerten und anschließend wird sich gewundert, wenn Produktionen sehr schlecht laufen ...
      Sehr auffwallend ist auch, das die, die meinen man dürfe ja wohl noch etwas schön finden, genau die sind, die nicht zugestehen, das jemand etwas richtig schlecht finden kann...
      Das ist in der Hörspielszene sehr ausgerpägt, keine Ahnung warum.


      Zurück zum Thema:

      Die Serie hat potenzial, aber mit noch mehr Fingerspitzengefühl hätte man deutlich mehr draus machen können.
      Das Timing und das Spiel hätte noch viel schöner funktionieren können.
      Mit der "Fan-Brille" hat das auch nichts zu tun. Klar waren die alten Grusel-Folgen auch traschig, aber dort hat _IMMER_ das Schauspiel gepasst.
      Nur selten wirkte etwas lächerlich.
      Seltsam ist auch, das Heikedine Körting und André Minninger nur wenig bis gar keine Spannung reinbrachten, während parallel TKKG und ??? erschienen die spannender (!) waren als jede der 5 Grusel-Folgen.
      Da darf man_n sich nicht wundern, wenn nagative Kommentare kommen.
      Besucht meine Homepageprojekte:
      hoernews.de
      kurtz-check.de
      Es gibt die "Alles ist Toll"-Fraktion und die, die es kritisieren. Das ganze ist mittlerweile so schlimm, das kritische Stimmen von Studios eher als Spinner wahrgenommen werden, weil ja "alle anderen" kein Problem haben.


      @Detlef Das ist aber jetzt sehr pauschal. Ohne konkrete Beispiele, liest sich das wie eine Meinung von jemanden, dem man widersprochen hat. Ich sehe da schon 3(!) Fraktionen. Die, die alles toll finden, die die differenziert kritisieren und loben und die, die alles schlecht finden. So lange jede Gruppe damit glücklich ist und dies ihre Meinung ist, sollen sie doch. Wenn jemand mit allem Spaß hat, großartig für ihn, ist ja schön wenn man glücklich durchs Leben geht. Und wenn jemand Spaß daran hat, alles schlecht zu finden, auch genau so OK. Stressig wird es nur dann wenn eine Gruppe der anderen ihren Geschmack zum Vorwurf macht.
      Das Studios lieber lesen/hören, dass Fans Freude mit ihren Hörspielen hat, als wenn jemand polternd und beleidigend über sie herzieht, ist klar. Anders ist es bei der Gruppe der differenziert Kritisierenden und Lobenden. Wenn hier ein Label konstruktive Kritik und konstruktives Lob nicht erkennen, dann sollten sie sich wohl gar keine Kritiken anhören. Aber dass habe ich bei einigen Labels, Namen gerne per PM, erleben müssen, aber ich habe viel mehr Labels kennen gelernt, die sehr gut mit Kritik umgehen können und dies auch gut einschätzen können. Wenn der Mehrheit ein Hörspiel gefällt und eine Minderheit Kritik äußert, dann ist es durchaus verständlich, dass diese Kritik nicht oder nur sehr spärlich angenommen wird. Was hat es in der Vergangenheit Serien gegeben, die Kritiker und Fans in den Himmel gelobt haben und die wegen schlechter Verkaufszahlen eingestellt werden mussten. Von daher muss man einfach akzeptieren, dass Labels deren Serien lange laufen vielleicht nicht alles aber vieles richtig gemacht haben, selbst wenn sie nicht perfekt sind und selbst wenn es einem selbst nicht gefällt. Denn ich habe öfters den Eindruck, dass Fans, nur weil es einem selbst nicht gefällt, den Geschmack der Mehrheit und die allgemeine Qualität der Serien anzweifelt. Dabei ist es mMn schon eine Leistung, unabhängig ob es mir nun gefällt oder nicht, die Masse zum kaufen zu animieren und motivieren. Dazu gehört für mich auch die Gruselserie dazu.

      Da darf man_n sich nicht wundern, wenn nagative Kommentare kommen.


      Wer wundert sich denn? Wir hier haben doch einzig allein geschrieben, dass Beleidigungen nicht gehen. Dass darf dann doch verwundern, dass eine positive Meinung zu einem Hörspiel eine Beleidigung nach sich zieht. Wie würde der Beleidiger denn reagieren wenn es um wirklich wichtige Dinge im Leben geht???
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#