Palliative Maßnahmen für die HSP-Forenszene

      Palliative Maßnahmen für die HSP-Forenszene

      Bei meiner Vorstellung im Forum gab ich als Grund an, Lust auf's mitdiskutieren bekommen zu haben. Das war allerdings nicht die ganze Wahrheit. Es war auch eine Art Torschlußpanik. Ich war ja lange Jahre praktisch nur als Beobachter in den Foren unterwegs. Teilweise mit längeren Pausen. Seit Mai diesen Jahres beobachte ich die Foren wieder intensiver. Ich war schockiert darüber, in welchem Zustand die Forenszene ist.
      Natürlich ist mir auch klar, dass mangels Nachwuchses und der Schwerpunktverlagerung in den sozialen Medien zu Facebook der Vorgang nur natürlich ist. Aber durch die Pause ist mir eines klar geworden. Die Nach-Unten-Entwicklung nährt sich langsam der Region an, in der die Existenz der Foren fraglich wird. Daher wollte ich sozusagen "noch mal mitposten", bevor die Ofen ganz aus ist.

      Palliative Maßnahmen, der Titel des Threads, spielen auf den Bereich der Medizin an, in dem man unheilbar Kranken versucht noch möglichst viel lebenswerte Zeit zu verschaffen.

      Im Forenbereich wäre das Äquvivalent dazu wohl die Erkenntnis "Wir gehen wohl eher früher als später unter, also machen wir uns noch eine lustige Zeit.".

      Ist aus eurer Sicht diese Einschätzung zu pessimistisch?
      Und falls sie aus eurer Sicht zutreffend ist ... würde es den Foren helfen, wenn man sich das Unvermeidliche eingesteht? Das sich daraus neue Denkansätze und Sichtweisen ergeben? Vielleicht eine etwas lockerer Herangehensweise und dadurch weniger Stress?
      Der Titel ist für mich zu dramatisch! Die Hörspielfans verteilen sich seit Jahren auf mehrere Foren. Dazu gibt es ja eine Vielzahl an Lesern, die aus verschiedensten Gründen nicht posten und nicht diskutieren. Jeder sieht in einem Forum einen anderen Sinn: Diskussionen, Informationen, Fragen, Treffen, Hörspiele bewerben, Rezensionen und sicher noch einiges mehr. In Sachen Information und Werbung hat sicherlich Facebook den Foren den Rang abgelaufen. In Sachen Diskussion gibt es für mich neben dem persönlichen Treffen nach wie vor keine Alternative. Und so lange es Hörspielfans gibt, die plaudern wollen, wird es Foren geben. Ich selbst bin jetzt Kahrzehnte mit dabei. Im Herbst wurden es 20 Jahre, also fast mein halbes Leben lang. Und ich bevorzuge immer mehr kleine Gesprächsrunden, wo es persönlich zu geht. In Massenboards wird man schnell zur Nummer und die Zahl derjenigen mit denen man sich nicht versteht steigt stark an. Der Hörspieltalk hat sich in den letzten Jahren gesund geschrumpft. Und das hat ihm mMn sehr gut getan. Es macht Spaß hier wieder etwas zu schreiben. Und sollte irgendwann einmal das letzte deutsche Hörspielforum schliessen, dann bin ich schon lange nicht mehr am Leben. Von daher sehe ich es sehr gelassen und meine wir sind noch weit entfernt von paliativen Maßnahmen. Die braucht es gar nicht. Nur ein netter kleiner Haufen der über Hörspiele plaudert.

      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Ich war im letzten Jahr mehr in Facebook, als in Foren unterwegs und kann Dir nur zustimmen @'Markus G.,' zur richtigen „Diskussion“ ist auch für mich das Forum einfach besser geeignet. Allerdings gibt es in Facebook auch schon viele Hörspielgruppen, die Forenfeeling vermitteln wollen und irgendwie habe ich den Eindruck, dass sich immer mehr Hörer dorthin bewegen. In den Foren selber bewegt sich nur noch ein kleiner „harter“ Kern. So, zumindest mein persönlicher Eindruck.
      Was das „Gesundschrumpfen“ vom Talk betrifft, dies finde ich eher schade. Ich hätte nichts gegen ein „großes“ Board. Ich finde, es hätte was, wenn sich die verbliebenen Hörspiel Foren zu einer großen Gemeinschaft zusammenschließen würden. Was wäre daran verkehrt? Macht es nicht auch mehr Spaß, wenn man auf möglichst viele Gleichgesinnte stößt? Hätte man nicht so auch eine größere Chance der Abwanderung zu Facebook entgegenzukommen? Sicher, kleine Gesprächsrunden sind schön, sie kann es aber auch in einem großen Forum geben. Dafür gibt es ja schließlich die verschiedenen Themen Bereiche, in denen man sich bewegt und man muß ja nicht alle Themen bedienen.
      Wenn ich sehe, dass sich stückzahlmäßig immer noch viele in den Foren anmelden, aber dann doch nichts schreiben, dann kann es doch aber auch am derzeigtigen „Zeitgeist“ der „Kurzen Worte“ liegen, oder? Vielleicht ist das Interesse an einer gepflegeten Diskussion allgemein gesunken und es werden halt lieber kurze Worte gepostet und da eignet sich halt Facebook einfach besser.
      Das mit dem Zeitgeist, da stimme ich Dir zu. Ansonsten habe ich persönlich von zu großen Gruppen genug. Wir sind hier einmal angetreten zum größten Board zu werden. Wir haben es geschafft. Aber was ist der Preis gewesen? Kein schöner, wie ich fand. Ich für mich plaudere lieber in einem kleinen Kreis und brauche keine 100 Hörspielfans mehr, die alle was zu sagen haben. Die Zeit ist für mich vorbei.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Foren sind übersichtlicher, strukturierter, als Facebook, doch durch zu viele Hatter, Nörgler und Besserwisser denen man freie Bahn gelassen hat, sind die Foren so gut wie tot. Einzig das Hoergruselspiele Forum lebt noch, weil man es dort lange Zeit sehr gut im Griff hatte. Es wird kaum noch was diskutiert und Rezensionen sucht man bei vielen Foren vergeblich. Ich bedaure das sehr, war ich doch seit den ersten Stunden dabei. Aber wenn ich hier was poste reagieren wenn es hoch kommt 2-3 Personen, bei Facebook sind es gleich das drei- bis zehnfache und da ist natürlich die Frage, wo man seine kostbare Zeit investiert.
      Ich finde es sehr schade.
      www.TS-Dreamland.de
      facebook.com/pages/DREAMLAND-H…e/121926814490719?fref=ts

      Hörspiele back to the roots
      Tony Ballard - Dreamland Grusel - Der Trotzkopf - Andi Meisfeld u. a..

      Aus Sicht eines Labels verständlich, für mich als Hörspielfan genügen eine Handvoll netter Hörspielfans zum plaudern. Da braucht es keine Hundert. Wie geschrieben ich habe keinen Wunsch nach einem Massenboard. Wenn ich die Facebookseiten so betrachte, dann sehe ich meistens zwar viele Likes und manchmal einen Einzeiler, aber interessante Diskussionen sind mir dort eigentlich noch nie untergekommen. Wenn dann lese ich oft eher viele nichtssagende oder gemeine Kommentare. Ich mache um Facebook einen weiten Bogen. Ich glaube auch dass Facebook schon fast genau so unmodern bei den jüngeren Internetusern ist wie Foren. Heute ist WhatsApp, Snapchat, Instagram oder anderes deutlich angesagter. Tolle Unterhaltungen in Gruppen kann man dort aber mMn auch nicht. Aus meiner Sicht sollten Labels dort ihre Zelte aufschlagen.

      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      @Markus G. schrieb...
      Ich glaube auch dass Facebook schon fast genau so unmodern bei den jüngeren Internetusern ist wie Foren.

      Stimmt, aber wir reden hier ja von Hörspiel-Hörern . :D

      Ansonsten gilt bei Facebook das gleiche wie bei Foren und was @Thomas Birker (DLP) angesprochen hat, eine gewisse „Moderation“ ist wichtig, die halt manchem Schreiber Einhalt gebietet. Sicher, in Facebook sind die Kommentare wesentlich kürzer gehalten, aber mir ist jetzt nicht aufgefallen, dass dort mehr aufeinander eingedroschen wird, als in den Foren. Jedenfalls ist mir dies in den Hörspielgruppen in Facebook, bei denen ich aktuell bin, noch nicht so aufgefallen.
      Ich bin nach wie vor der Meinung, dass mit einer „starken“ Moderation auch „große“ Foren machbar sind.
      Ach na ja, wenn der ein oder andere mehr aus dem Knick kommt, dann wird das schon was... Ich brauch auch keine 100 Mitglieder...

      Nur die Aufteilung auf drei Boards (Rest kenne ich nicht) ist nicht so das wahre... Mir wärs recht, wenn man sich da zusammenschließen würde, aber das wird an diversen Befindlichkeiten scheitern....
      @hoerspielkassette Du hast da sicher mehr Einblick als ich. Ich schaue nur manchmal bei Dreamland, WinterZeit oder Titania vorbei. Da ist jetzt nicht die Hölle los und großartige Diskussionen und Fachsimpeleien sehe ich da nicht. Es mag aber in privaten Gruppen ganz anders aussehen. Ich habe ja auch meine WhatsApp-Gruppen wo man unter Freunden wunderbar plaudern kann. Das sind dann aber auch nur kleine Gruppen. Was den „Ton“ betrifft, da muss ich aber bei manchen Zeitungen oder Fussballgruppierungen wirklich den Kopf schütteln. Da ist nur ein “jeder-gegen-jeden“ angesagt. Fürchterlich.

      @Jean St. Claire Einen Zusammenschluss fände ich nicht gut. Da geht die Vielfalt verloren. Vor vielen Jahren war die Lobby und das CLH das Maß aller Dinge, dann die Freunde, dann wir hier im Talk, nun sind es die Gruselfreunde. Aus meiner Sicht kamen erst ab einer großen Mitgliederanzahl die Probleme, weil das Persönliche abhanden ging und dafür das Pöbeln begann. So hat jeder sein oder seine Foren. Man kann ja in mehreren Foren angemeldet sein. Und jedes Forum hat so seine Eigenheiten und seine ganz persönliche „Note“. Das finde ich schön.

      Also aus meiner Sicht darf es genau so bleiben wie es ist ^^
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Grade hoerspielgrusel und -talk haben viele Schnittstellen, auch Doppelanmeldungen.... Da könnte ich es mir schon vorstellen und wenn es nur ist, dass eines der beiden einfach irgendwann mal eingestellt wird und man rüberwechselt..

      Dann wird der Ton vielleicht auch mal anders, ist ja erstmal nichts schlechtes.
      Schnittstellen gibt es zwischen allen Foren, dass stimmt. Als der Grusel kopflos war und geschlossen werden sollte, haben Michael und HSP-Freak als Chefs des Talks den Grusel kurzfristig übernommen um ihn zu retten. Theoretisch hätte man da schon beide Foren zusammen schließen können. Da waren wir Moderatoren aber dagegen. Und ich glaube dass war eine gute Entscheidung. Talk und Freunde hatte immer gemeinsame Aktionen, die aber scheinbar seit einiger Zeit wieder eingestellt wurden.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Letztendlich wäre nur ein Zusammenschluss aus Grusel und Talk sinnvoll. Bei den verbliebenen Foren sind diejenigen Mitglieder, die Interesse an einer breiteren Diskussion haben, schon lange auch in anderen Foren aktiv.

      Hinzu kommt der fehlende Grund für einen Zusammenschluss.

      Dem Grusel geht es soweit ganz gut. Wieso sollten die etwas ändern wollen?
      Blitz (ich weiß, ich soll dich nicht interpretieren) wird in keinem Forum Mitglied sein, in dem er nicht der Chef ist.
      Das CLH existiert und alle Beteiligten sind anscheinend zufrieden mit dem Status Quo. Wer darüber hinaus disuktieren will, ist auch im Grusel und/oder Talk.
      Und die Poltermühle ... tschuldigung, aber da gibt es nicht mehr viel Aktivität, die man fusionieren könnte.

      Blieben nur die Spezialforen, wie das Paradies, aber das ist noch mal eine völlig andere Forenkultur.

      Und selbst wenn sich alle zu dem Schritt entschließen könnte. Nach ein paar Wochen/Monate würde ein solches Forum vermutlich im Streit untergehen. Dann würden die alten Foren, soweit noch vorhanden, wieder reaktiviert. Und diejenigen, die ihre Foren gelöscht hätten, würden wohl kaum Lust haben, ein neues Forum zu starten. Die Szene würde also langfristig eher verlieren.
      Ich verstehe beide Seiten eine Foren Vielfalt sollte schon bleiben es muss auch gepflegt und betreut werden.

      Das bei den Gruseler alles besser ist kann ich nicht sagen da geht grade ein Trend um , um gewisse Hörspielmacher oder Autor in einem schlechten Licht erscheinen zu lassen.

      Bei den Freunden wird man gleich gesperrt oder gelöscht bei kritische oder technische Fragen.

      Und was bei den Talker passiert ist brauche ich nicht zu sagen oder.

      Man sollte Profi genug sein und tolerant für andere Meinungen.

      Wenn man als Hörspielmacher nichts sagt oder sich dagegen wehrt heißt es gleich …
      … und die andere Seite heißt es Besserwisser,Nörgler,Hatter.

      Ein Hörspiel will nur einst unterhalten nicht mehr oder weniger ob es eine A oder B,C Produktion erlaubt ist, was gefällt. :thumbup:
      Dem würde ich auch widersprechen! Ich wüsste von keinem Hörspielmacher und keinem Autoren.

      Letztendlich hat jedes Forum seine Vorzüge und jeder Forumsuser sucht sich das Forum aus, dass ihm am besten gefällt. Aus meiner Sicht ist nirgendwo eine Palliative Maßnahme notwendig. Es gibt 4 große funktionierende Forumsgemeinschaften. Vielfalt ist gegeben. :thumbup:
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Ich bin ausschließlich in Foren angemeldet, Facebook und ähnliches habe ich nicht und interessiert mich auch nicht.
      Hier bin ich ja erst seit kurzem, aber in anderen Foren (bin hauptsächlich im Filmbereich unterwegs) merke ich nichts von einem rückgang oder einer abwanderung zu Facebook.
      Aber interessant dass es auch ein reines "Grusel"-Forum gibt, muss ich mir gleich mal ansehen- ist schließlich fast ausschließlich meine Interessenrichtung. :D
      @Retro Hier kannst Du Dich mal umsehen: hoergruselspiele.de/ Aber Achtung, es ist kein reines Gruselforum (mehr) sondern bietet Lese- und Diskussionsstoff für alle Genre und Themen #winkewinke#
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

      Thomas Birker (DLP) schrieb:

      Foren sind übersichtlicher, strukturierter, als Facebook, doch durch zu viele Hatter, Nörgler und Besserwisser denen man freie Bahn gelassen hat, sind die Foren so gut wie tot.


      Ich habe mir sehr lange, wirklich sehr lange überlegt ob ich darauf antworten soll und das nicht vielleicht auf PM tun sollte. Aber genau zu dieser Kategorie Mensch gehörst du. Sehr häufig stellst du unwahre Tatsachen Behauptungen auf. Du bist für mich der leitende Fackelträger vor Graf Draculas Schloss.

      Und bevor das in Diskussion ausartet die ich nicht will, wieder mal ein aktuelles Beispiel. Es ging in einem FB Beitrag um die Gruselhörspiele von Schauderwald/Studio Hörsturz und David Frentzel. Da hast du einfach geschrieben, er ist ein Betrüger. Das ist eine absolute bodenlose Frechheit sowas zu unterstellen und ist strafrechtlich auch relevant. Weder wurde er verurteilt, noch angezeigt noch sonstiges. Du solltest dir mal die Defintion von "Betrug" zu Gemüte führen.

      Was denkst du wie reagiert ein Mensch auf solche unbewiesenen (und ich bin mir sicher gar falschen) Unterstellungen? Du merkst das vermutlich gar nicht, dass du selbst so jemand bist. Es gibt aber einen Fachausdruck in der Rechtssprechung: Das ist Verleumdung.

      Ich denke, dass du ein sehr freundliches Gemüt hast und vor allem auch ein großer Fan bist, und daher habe ich ein Grundverständnis dafür dass es dir an grundlegenden professionellen gewerblichen Umgangsformen mangelt. Das macht es aber auch nicht besser.