Fünf Freunde (121) - und die verlassene Jagdhütte

      Fünf Freunde (121) - und die verlassene Jagdhütte

      Die Freunde verbringen ihre Ferien in Kirrin. Kaum angekommen möchte George ihnen etwas zeigen. In einem Wald, den sie noch gar nicht kannte, hat sie seltsame Zeichen an den Bäumen gesehen, die sie ihren Freunden unbedingt zeigen möchte. Im Wald angekommen entdecken sie die Zeichen wirklich. Doch es handelt sich lediglich um Hinweise dafür, welche Bäume gefällt werden sollen und wo der nächste Lagerplatz liegt. Bei all der Recherche verlaufen sie sich und finden gerade noch rechtzeitig vor einem großen Gewitter Schutz in einer Waldhütte und entdecken dort sehr viel Geld, welches sie der Polizei übergeben möchten. Doch erst einmal müssen sie aus dem Wald heraus. Dank einer glücklichen Fügung erhalten sie Hilfe. Doch dann ist plötzlich das Geld weg…

      Cover, Titel und Klappentext sind gelungen und sorgen für Vorfreude sowie für Spannung.

      Im Rahmen der Europa-Jugendhörspiele besteht hier der größte Handlungsbedarf. Doch ich werde nicht noch einmal betonen, dass unsere Akteure viel zu alt klingen. Nun ja eine Änderung ist nicht in Sicht und von daher müssen wir weiter damit leben. Lutz Mackensy ist ohnehin Mr. Jugendhörspiel und führt auch hier klasse durch die Geschehnisse. Luke Hambleton, der von Malon Stahlhut performt wird, ist einfach zu überzeichnet. Nein, so agiert ein 9-jähriger Junge einfach nicht. Sehr schön, dass Maud Ackermann als Tante Fanny mal mehr Text zu bewältigen hat. Sie gefällt mir sehr gut. In weiteren Rollen bekommen wir unter anderen Alexander Mettin, Achim Schülke Till Demtröder oder Claus Wilcke zu hören. Insgesamt leider nur befriedigende Leistungen in diesem Bereich. Das geht deutlich besser.

      Die 121. Folge der Fünf Freunde - sie haben natürlich wieder einmal Ferien und in den Ferien geht es nach Kirrin - führt sie in einen Wald, den George bis dato noch gar nicht kannte. Die Einstiegsidee gefällt mir sehr gut und so erfahren wir erst einmal etwas über die Kennzeichnung von Bäumen. Später lernen wir dann auch noch ein wenig was über die Navigation anhand moosbewachsener Steine. Komisch eigentlich, dass den Kindern das bekannt ist aber sie die Kreidekennzeichnungen an Bäumen nicht kennen – aber geschenkt, da dies der Geschichte keinen Abbruch tut. Das dann der richtige Heimweg nicht gefunden wird ist ebenfalls klasse und gerade die Sorge von Anne kommt gut rüber. Hier wurde sauber gearbeitet. Anschließend findet man dann das Geld.

      Doch dann kommt Luke ins Spiel, der mir persönlich nicht gefällt. Er ist für einen 9-jährigen Jungen einfach viel zu überzeichnet dargestellt – speziell zum Ende der Geschichte hin. So agiert man in diesem Alter nicht.

      Die Auflösung ist mir dann auch zu sehr an der Nase herbeigezogen. Ein Geldtransporteur, der einen Koffer mit so einer Masse Geld durch die Straßen zieht. Nun ja, Glaubwürdigkeit sieht anders aus. Eigentlich schade, denn die Notsituation des Vaters und die Hilfe der Freunde gefällt mir wiederum sehr gut. Hier hätte ich mir eine andere Lösung gewünscht.

      Musikalisch absolut in Ordnung. Hier gibt es die gewohnten Klänge zu hören, an denen man keine Kritik äußern kann.

      Insgesamt eine durchschnittliche Folge der Reihe. Die Story an sich geht absolut in Ordnung und besonders die Einleitung in die Geschehnisse gefällt mir. Der Charakter des Luke und die dann doch sehr an den Haaren herbeigezogene Auflösung sorgen dann aber dafür, dass die Qualität der Folge abrutscht.
      Bilder
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