Jens Wawrczecks liest Alfred Hitchcock

      Jens Wawrczecks liest Alfred Hitchcock


      „Das Fenster zum Hof“ – oder: Der Voyeur in uns

      Neues Hörbuch aus Jens Wawrczecks Reihe „Verfilmt von Alfred Hitchcock“

      Hamburg, im März 2017. „Das Fenster zum Hof“ gehört ohne Frage zu den erfolgreichsten Filmen von Alfred Hitchcock. Im Mittelpunkt steht der voyeuristische Jeff – und mit ihm die subjektive Erzählperspektive, die den Zuschauer ebenfalls zum Voyeur werden lässt. Dass der Film auf einer Kurzgeschichte basiert, wissen jedoch die wenigsten. Ein Zustand, den Jens Wawrczeck ändern möchte. Er widmet sich mit seiner Hörbuchreihe „Verfilmt von Alfred Hitchcock“ jenen literarischen Vorlagen, die den Master of Suspense zu seinen Filmen inspiriert haben. Die Vorlage zu „Das Fenster zum Hof“ stammt von Cornell Woolrich und erschien 1942 unter dem Titel „It Had to Be Murder“. Jens Wawrczeck hat diese Kurzgeschichte nun als Hörbuch eingelesen (1 mp3-CD, 14,95 €, VÖ 04.04.2017)

      Der Fotograf Hal "Jeff" Jeffries ist durch ein gebrochenes Bein an den Rollstuhl gefesselt und kann seine Wohnung nicht verlassen. Zunächst aus Langeweile und Neugier beginnt er, seine Nachbarn zu beobachten. Dabei kommt ihm der Verdacht, dass einer der Nachbarn, Lars Thorwald, seine Frau umgebracht hat... Cornell Woolrichs Kurzgeschichte ist streng durchkomponiert, es findet sich kein Wort zu viel, keine Zeile zu wenig. Durch die Ich-Perspektive des Erzählers wird der Leser ebenso zum Voyeur und gezwungen, die Gefahr, in die sich Jeffries begibt, unmittelbar mitzuerleben. Hitchcock hat das fulminant umgesetzt, findet Jens Wawrczeck: „Der Film ist längst einer von Hitchs ganz großen Würfen, aber auch Cornell Woolrichs Story ist ein Gesamtkunstwerk: ein spannendes, humorvolles, smartes Hinterhof-Kammerspiel, Woolrichs ganz eigener Mikrokosmos des menschlichen Zusammenlebens. ‚Das Fenster zum Hof‘ ist eine Sternstunde des Films und der Spannungsliteratur.

      “Das Drehbuch von „Das Fenster zum Hof“ enthält einige Unterschiede zur Vorlage. So fehlt in „It Had to Be Murder“ die Liebesgeschichte, die im Film eine zentrale Rolle spielt. Ebenso scheint der Schurke Mr. Thorwald bei Hitchcock etwas harmloser, bei Cornell Woolrich zementiert er die Leiche seiner Frau nicht nur in den Boden der Nachbarwohnung, er stürzt sich auch noch vom Dach des Hauses seinem unentrinnbaren Ende entgegen. Spätestens am Ende der doppelbödigen Story wissen wir: Er ist das Böse, das hinter jeder Fassade der Normalität lauern kann. Das Abgründige hinter (fast) jeder nachbarlichen Tür.

      Das Hörbuch „Das Fenster zum Hof“ (1 mp3-CD, 14,95 €) ist ab 4. April 2017 erhältlich (Edition AUDOBA / vitaphon). In der Reihe bereits erschienen sind „Eine Dame verschwindet“, „Der Verräter“, „Verdacht“, „Marnie“ sowie „Immer Ärger mit Harry“. Weitere Titel sind in Planung. Nähere Informationen unter edition-audoba.de.

      Inhalt „Das Fenster zum Hof“

      Als die Erzählung „Rear Window“ 1942 im Dime Detective Magazine erschien, hieß sie „It Had to Be Murder“. An Mord glaubt auch Hal Jeffries, der wegen eines eingegipsten Beines zu Bewegungsunfähigkeit und Langeweile verdammt in seinem brütend heißen Hinterhof-Apartment festsitzt. In Ermangelung anderer Unterhaltung (Bücher sind nicht seine Sache) verlegt er sich aufs Beobachten. Der Blick in die Wohnungen gegenüber ist wie Kino: Auf dem Programm stehen Slapstick, Drama – und Mord. Gesehen hat „Jeff“ das Verbrechen allerdings nicht. Beweise liegen schon gar nicht vor. Aber wo war plötzlich die bettlägerige Frau aus der vierten Etage? Und war das Verhalten ihres Mannes nicht äußerst seltsam? Jeff „geht“ der Sache auf den Grund. Schon bald erweist sich ausgerechnet eine Büste von Rousseau (oder war es Montesquieu?) aus dem Besitz seines belesenen Vormieters als lebensrettend...

      Über Jens Wawrczeck

      Jens Wawrczeck, Teil des Kult-Trios „Die drei ???", wurde in Dänemark geboren, erhielt seine Schauspielausbildung in Hamburg, Wien und New York. Er wurde sowohl für seine Arbeit als Hörspiel- und Hörbuchsprecher, als auch für seine Arbeit als Theaterschauspieler ausgezeichnet. In seiner eigenen Hörbuchedition, Edition AUDOBA veröffentlicht er literarische Kostbarkeiten, die in Vergessenheit geraten sind.


      Quelle: Europa Presseinformation
      Sind Kieler hier im Hörspieltalk? Wenn Ja, dann hätte ich einen Tipp :)
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#