Die Punkies (2) - Gitarrendieb on Tour

      Die Punkies (2) - Gitarrendieb on Tour

      Es findet ein Rockkonzet in der Schul-Aula statt. Klar, dass die Punies da mitmachen möchten. Doch während der Proben fällt auf, dass bei Bens Gitarrensolo irgendwie das gewisse etwas fehlt – es wirkt auf seiner Gitarre einfach nicht. Da kommt ihm eine Idee und er bringt eine Fender-Jaguar-Gitarre mit, die seinem Vater gehört. Dieser hütet das gute Stück wie seinen Augapfel, da es neben dem materiellen Wert-auch einen sehr hohen immateriellen Wert für ihn hat. Es kommt zur Katastrophe und die Gitarre verschwindet. Mit den krashkiddz hat man schnell einen Verdächtigen gefunden. Doch diese beteuern ihre Unschuld. Und das bei ihrer Band-Ehre. Tatsächlich führen die Spuren auch noch in eine andere Richtung, die den Freunden aber gar nicht gefällt. Sollte ihr eigener Bandkollege Nikolas etwa der Dieb sein. Das kann doch nicht sein…oder etwa doch?

      Das Cover ist richtig nett und passt zur Reihe. Der Titel ist treffend gewählt und der Klappentext gibt einen guten Überblick. Hier ist alles gelungen.

      Der sprecherische Bereich ist echt gut. In den Hauptrollen bekommen wir Daniel Axt, Merete Brettschneider, Tim Kreuer, Jenny Maria Meyer und Patrick Bach zu hören. Sie gefallen mir außergewöhnlich gut und kommen authentisch rüber. Die Darbietungen machen wirklich Freude. Recht wenig Text haben leider in dieser Folge Niels Rieke, Tobias Schmidt und Tobias Diakow, in den Rollen der krashkiddz. Die übrigen Sprecher sind eher Beiwerk, da sie nicht viel Text beitragen. Was sie beitragen ist aber klasse. Hier bekommen wir Robert Missler, Erik Schäffler, Jürgen Holdorf, Daniel Welbat, Christian Rudolf, Ugur Tasbilek, Flemming Stein, Ivo Möller und Philipp Draeger zu hören.
      Insgesamt ergibt sich ein komplett gelungenes Gesamtbild in diesem Bereich.

      Nach dem, aus meiner Sicht, nicht so tollen Auftakt der Punkies, macht man hier vieles richtig. Aber der Reihe nach…

      Storytechnisch bekommen wir hier einen richtig interessanten Fall dargeboten, der auch nicht unrealistisch sondern genau das Gegenteil ist. Ben „entwendet“ eine Gitarre von seinem Vater, die neben dem hohen materiellen Wert auch einen hohen immateriellen Wert für ihn besitzt. Natürlich kommt, was kommen muss und das gute Stück verschwindet. Nun ist tatsächlich guter Rat teuer und die Freunde ermitteln ausgerechnet gegen ein Mitglied ihrer Band. Somit gibt es in Form eines Plädoyers für die Freundschaftauch noch eine schöne Botschaft. Der Weg dorthin ist wirklich gelungen und das Hörspiel bietet absolut kurzweilige Unterhaltung.

      Die inflationäre Verwendung von irgendwelchen englischen Wörtern wird hier auch zurückgefahren. Die verwendete Sprache ist, nach wie vor, nicht meine, aber schon deutlich angenehmer, als noch in der Auftaktfolge. Dennoch habe ich Äußerungen wie „Draußen wartet die crowd“ noch nie gehört. Aber vielleicht bin ich auch einfach nicht so hip...

      Es gelingt, das Ruder in die richtige Richtung zu bewegen. Wenn man diesen Weg so weitergeht, dann können die Punkies sich im Bereich der Jugendunterhaltung etablieren. Es gilt nun, diesen Weg so fortzusetzen, denn so gefällt mir das Konzept, welches allerdings, da darf man sich nichts vormachen, nichts anderes als die Teufelskicker auf musikalischer Ebene sind.

      Die musikalische Untermalung ist weiter klasse und die eingesetzten Klänge sorgen für eine wirklich gute Atmosphäre.

      Insgesamt legt man eine wirklich gute zweite Folge hin, die man sich bedenkenlos anhören kann.
      Bilder
      • punkies2.jpg

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      Die krashkiddz sind dann wohl der "Skinny Norris" der Punkies :D Die werden halt eingesetzt, wenn sie für den Plot gebraucht werden und ansonsten außer Acht gelassen. Wie schon im Punkies-Thread geschrieben, hat mich die Folge auch komplett überzeugt. Bin sehr gespannt, was (und wieviel) da noch kommt
      Naja, Europa muss, wie andere Label auch, ja erst mal antesten und startet mit Versuchen.
      Ob das dann der Markt annimmt und somit braucht, ergibt sich erst später.
      Also : erst wirft man was auf den Markt - erst dann entscheiden die Abnehmer
      - geht natürlich auch umgekehrt - das der Markt auf Nachfragen reagiert, aber das wird hier wohl nicht sein ....


      Andere Frage :
      Brauchte man DDF-Kids ?
      Brauchte man DDA ?

      Letztere ist meine aktuell Jugendserie Nr. 1 , neben Team Undercover TU
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      Pig Hoschi aka Cerebral-Bulimie
      Gute Frage, ob man es braucht. Ich mag DDA und ich mag auch die Kids. DDA versucht man noch ein wenig die jungen Mädchen abzugrenzen und bei den Kids die noch jüngere Hörerschaft hzw. eben die Eltern der Gruppen. Kann man das mit den Punkies vergleichen? Bedingt würde ich sagen, weil,ich immer noch nicht weiß, wer denn jetzt Zielgruppe ist. Helft mir!!!
      Ein wenig erinnert mich das an Filme. Man dreht Fortsetzung um Fortsetzung, um die Kuh zu melken, solange sie denn noch Milch gibt. Aber ok, auch ich nehme gerne neue Reihen.

      Allerdings sehe ich ein wenig die Gefahr für andere Hörspiele. DDF und Gezeuge verkauft sich wie geschnitten Brot. Jetzt produziert man auch wieder LPs in limitierter Stückzahl. Finde ich toll für LP-Sammler. Hoffe nur, dass bei anderen Label nichts auf der Strecke bleibt, weil der Otto-Normal-Hörer (das meine ich nicht als Beleidigung) eben nur Europa-Zeug kennt.
      Zum Ersten :
      Damals hat man auch nicht gefragt, ob man Scotland Yard, Tom&Locke, TKKG, Funk Füchse und Schloss-Trio braucht.
      Alles sehr ähnlich .... - später kamen noch andere hinzu wie zB Tiger-Team oder KnickerbockerBande ...
      So wird es sich wohl auch mit Teufelskicker und Punkies verhalten - auch wenn es unterschiedliche Themen sind - Fußball against Musik.

      zu Zweitens :
      Europa war schon immer Marktführer in Sachen HSP - immer irgendwie und irgendwo präsent.
      Das wußten die Label früher und das wissen sie heute.
      Da mach ich mir keine Gedanken - zumal Europa - bis auf Vertrieb - nur Kinder-und Jugendsachen bringt.
      Die heutigen Kleinlabel machen zu 99 % HSP für Erwachsene.
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      Pig Hoschi aka Cerebral-Bulimie

      T-Rex schrieb:

      Die krashkiddz sind entweder das oder der VfB. Wie oben geschrieben sind die Punkies halt eben die Teufelskicker auf musikalischer Ebene. Fraglichnist, ob man eben beide Reihen braucht. Aber Abnehmer scheint es ja zu geben, denn sonst würde Europa die…


      Dieses Gruppen-Ding ist schon ähnlich, wobei Teufelskicker da zum einen nur einen klaren Protagonisten hat und dann mit dem Thema Fußball auch sehr eng gestrickt ist. Sehe schon eine Daseinsberechtigung für beide Serien.

      Die Punkies könnten eher Mädels (Bravo-Zielgruppe) ansprechen, sind dann aber doch thematisch bisher so offen, dass auch Jungs Spaß dran haben könnten. Denke nur, dass ein bisschen Geld für Werbung in die Hand genommen werden müsste, um die Serie groß oder zumindest überlebensfähig zu machen.
      Werbung für die Serie in der Serie, finde ich etwas sinnlos,
      weil ich Aufkleber oder Flyer nicht weiterverteile und selber auch nicht brauche.

      Werbung für andere Serien interessieren mich persönlich meist auch nicht,
      da ich auch so weiß was es gibt und auch da weder Aufkleber noch Flyer behalte/weitergebe ...


      Aber das ist ein anderes Thema ....
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      Pig Hoschi aka Cerebral-Bulimie
      Folge 2 gefiel mir weniger gut als die Startfolge. Die Suche nach der alten Gitarre des Vaters artet diesmal mehr in einen klassischen Jugendkriminalfall aus. Man entfernt sich hier doch mehr von der Musik und zum Bandleben als in der Pilotfolge. Die Auflösung empfand ich dann wie die ganze Handlung etwas an den Haaren herbei gezogen. Trotzdem kann die Folge Dank guter Sprecher und dem Einblick in das Musikbusiness unterhalten.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#