Gibt es einen potenziellen Nachfolger für H.G. Francis?

      Mir persönlich ist es egal, ob jetzt jemand kurze und knackige Geschichten erzählt, oder die 80 Minuten einer CD ausnutzt.
      Entscheidend ist doch das, was am Ende rauskommt.
      "PSI-Akte 4" dauert keine 40 Minuten, wovon die ersten 15 quasi gar nichts passiert. Und auch den Rest fand ich eher öde, aber sicher nicht gruselig.
      "Apokryphus" dagegen, vom vielgescholtenen Gerold Darynger, hat mich knappe 80 Minuten gut unterhalten.
      Am Ende kommt auch noch der persönliche Geschmack dazu- ich kann mir vorstellen dass einige das genau andersherum sehen. :D
      [Vorbemerkung: Ich habe schon verstanden, was das eigentliche Thema hier ist, und aus welcher Perspektive es behandelt wird. — Ich blicke da aus etwas anderer Perspektive drauf. Gewissermaßen aus „künstlerischer Perspektive”. Das nur vorweggesagt, um Mißverständnissen vorzubeugen.]

      ”You're gonna be the next best superstar”,
      trällerte Mel C. so schön. Und ganz ähnlich klingt es in meinen Ohren, wenn man über den ”next best H.G.Francis” philosophiert. (Nur nicht ganz so melodiös.)

      Wie „hoerspielkassette” es schon sagte: Jeder Autor hat seine persönliche Handschrift. Darüber hinaus auch seine eigene Persönlichkeit und sein eigenes Wesen, seinen Charakter, seinen Wertekanon, usw. usf.

      Wenn man anfängt, sich in irgendeiner Disziplin zu üben, liegt das meist daran, daß man sich für etwas ganz Bestimmtes begeistert. Da bleibt es nicht aus, daß man andere, erfolgreiche Menschen zum Vorbild erhebt oder erklärt. Und dem, respektive: denen, eifert man dann nach. Eignet sich kleine Häppchen ihrer Kunstfertigkeit der Reihe nach selbst an. (Tapeziert wahlweise, in jungen Jahren, auch die Wände mit den Fotos seiner Vorbilder und fleht sie um Inspiration an.)

      Aber dabei darf man es nicht belassen, wenn man kein Dasein als x-te Kopie von Autor X oder Y, Musiker X oder Y, Sänger / Sängerin X oder Y fristen will.

      Früher oder später muß ein jeder seine eigenen „Trademark”-Stilistiken entwickeln, die ganz zu einem selbst gehören; die den persönlichen Stil prägen; und die somit auch einen Wiedererkennungswert haben. Quasi das „Dieter Bohlen”-Prinzip. Viele Leute lieben seine Musik. Viele andere sagen: „Ist doch alles Schund, der auch noch immer wieder gleich klingt!” [Wenn’s nicht gleich ganz abgekupfert ist. Auch davor scheut(e) der „Pop-Titan” bekanntlich nie zurück, in strikter Befolgung der Maxime: „Ein Lied, das ein Hit werden will, muß so ähnlich klingen wie ein anderes Lied, das schon einmal ein Hit gewesen ist.”]

      Es ist aber eine Million Mal besser, wenn jemand schon nach den ersten vier Takten sagt: „Ha — DAS ist der Dieter, wie er leibt und lebt!”, als daß jemand sagt: „Ach, das ist doch dieser eine, der immer nur verzweifelt versucht, den anderen berühmten Typen da nachzuahmen...” (Soll heißen: Es ist weitaus besser, die eigene „Handschrift” deutlicher hervorzubringen als nur andere Handschriften nachzupinseln. Außer, man ist ein talentierter Mr. Ripley, oder ein Kunstfälscher, ein Hitler-Tagebuch-Gestalter, etc.)

      H.G.Francis hatte ein arges „Problem”: Er mußte zeitlebens H.G.Francis sein. Mit allen guten, tollen und bewundernswerten Seiten; und auch mit allen menschlichen Unzulänglichkeiten, Schwächen, etc.
      Statt nun aber, beispielsweise, hart zu saufen, auf Safaris ein paar hübsche schwarze Mädels zu beglücken, zwischendurch auch etwas zu schreiben und sich dann irgendwann selbst zu erschießen, um „den nächsten Hemingway” zu mimen, beschloß H.G.Francis ganz einfach, der einzige und der beste H.G.Francis aller Zeiten zu sein! Der Beste, der er eben sein konnte, statt nach links und rechts zu schielen und sich ewig mit anderen zu vergleichen.

      „Wer hat das da geschrieben? Tolstoi? Shakespeare? Hemingway? — Okay... ich lasse es dann eben bleiben mit der Schreiberei ... da komme ich eh nie ran...” ist natürlich auch eine veritable Möglichkeit.

      Die andere Möglichkeit ist: Sich klarzumachen, daß man selbst einzigartig, original & originell ist. Schon von Geburt an. Und genau diese Einzigartigkeit muß man dann eben kultivieren, weiterentwickeln, entfalten, verfeinern. Ist, meiner Ansicht nach, sinnvoller, als sich mit anderen zu vergleichen, oder — noch schlimmer — als blasse Kopie eines anderen in Erinnerung zu bleiben.

      „Suche nicht andere, sondern dich selbst zu übertreffen.” — Marcus Tullius Cicero

      Ich weiß nicht, wer von denen da draußen, (gemeint sind: andere Hörspielautoren, Anm. d. Red.), bescheuert genug wäre, sich selbst als „der würdige [oder potentielle] Nachfolger des H.G.Francis” oder so zu bezeichnen. Noch bekloppter wäre es nur, wenn so jemand sich tatsächlich auch noch für so einen hielte.

      Es mag angehen, daß jemand in eine passende Nische schlüpft oder gedrängt wird, wie das in anderer Hinsicht Leonardo di Caprio widerfahren ist. „Der hübsche blonde Bursche” — also: die entsprechende Nische — war damals nämlich hervorragend mit River Phoenix, vielleicht noch mit Corey Haim, besetzt. Corey Haims Drogeneskapaden beendeten seine Karriere jedoch fix. Und River Phoenix’ so unzeitiger wie dramatischer Drogentod hinterließ ein Vakuum, das Leo di Caprio in Hollywood füllte. Aber auch er hat sich nicht damit zufrieden gegeben, auf ewig „der Nachfolger von River Phoenix” oder „die Kopie von River Phoenix” zu sein und zu bleiben. Statt dessen hat er seine eigene Persönlichkeit entwickelt und jeder Rolle seinen eigenen Stempel aufgedrückt. Und auf dem steht: „Love it or fuckin’ hate it.”

      Denn eines sollte jedem klar sein: Man k a n n nicht immer allen gefallen oder es immer allen recht machen. Vollkommen gleichgültig, wie gut oder schlecht man Sachen macht; ob man kommerziellen Erfolg oder desaströsen Finanz-Flop abliefert. Selbst wenn man Platz 1 der Billboard-Charts erobert, heißt das noch lange nicht, daß alle Welt deshalb nun darüber jubeln wird. — Viele Leute werden das, keine Frage. Aber viele andere werden genau darüber dann die Nase rümpfen, usw. (Fragt mal den Dieter...)

      Das einzige, was man daher vernünftiger und sinnvoller Weise machen kann, ist: Weiter. Immer weiter voran. Zurück geht nicht. Sich auf irgendwelchen imaginären Lorbeeren auszuruhen bringt auch nichts. Außer, man ist grad auf Safari, hat ein paar frische Getränke, ebenso frische Amazonen und viele Dollars zur Hand... [Aber man stelle sich vor, ein Bäcker würde das so machen und seine Kundschaft voll quatschen: „Ja, damals ... da hab ich die tollsten Brötchen gebacken... da haben sie mir sogar diese Urkunde da verliehen und den Pokal da hinten...! Den neuen Michelangelo der Brötchenbäckerzunft haben sie mich genannt...” — Ja, und? Ist das ein Grund, jetzt nur noch Briketts und Steine abzuliefern, statt ordentliches Gebäckzeugs? Lachhaft.]

      In diesem Sinne: Maschine. — Weitermachen.

      Vollkommen Wurscht, ob einer den nächsten Elvis Presley proklamiert oder den neuen sonstwen oder sonstwas. Denn: In dem Moment, wo einer Lügen glaubt wie: „Ich bin der neue X und Y!” ... da ist es aus und vorbei. Das ist Sand im Getriebe der Maschine. Kann hübsch funkeln und mit Goldstaub verwechselt werden, bei entsprechender Beleuchtung. Ist und bleibt aber Treibsand.

      Oder — in der Kurzzusammenfassung — wie Judy Garland es sagte:

      „Sei eine erstklassige Ausgabe deiner selbst — keine zweitklassige von jemand anderem.”

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      'Flori1981 schrieb:

      Francis war für mich noch nie das Non-Plus-Ultra.
      Huiiii. Er war aber der Europa zu das gebracht hat was es es heute ist. Rhodan. Perkins. Gordon. DDF. Grusel. Motu. Dämonenkiller. Kung-Fu und weiss der Henker wie viel Erfolge aus seiner Hand kommen.
      Hätte auch jeder andere Autor schreiben können als Francis.
      Hab den Kult um ihn noch wie verstanden.
      Dafür können mich jetzt gern alle steinigen.
      Gibt auch genug Sachen von Francis, die storytechnisch richtig unterirdisch sind und dass sogar innerhalb einer Serie.
      "Mord in Serie", "Jules Verne - Die neuen Abenteuer des Phileas Fogg", Giuliana Jakobeit u.v.m. in unserer neuen Talker-Lounge-Folge 154.

      Kommt auf die Geschichte selber an, ob sie genügend Stoff für eine lange Spielzeit hergibt. Heutzutage wirkt für mich beim Hörspiel vieles einfach unnötig gestreckt. Ellenlange Dialoge ärgern mich dabei noch am meisten.
      Ich finde, dass in einer dichten Erzählweise eine Spannung auch viel besser erzeugt werden kann.

      'Flori1981 schrieb:

      Muss heute auch keiner mehr so hinkriegen
      Doch...man muss denn meine Zeit ist mit zu kostbar um unnötige Dialoge zu hören.

      'Flori1981 schrieb:

      weil es egal ist ob ein Hörspiel 40, 50 oder 70 Minuten lang ist.
      Kommt darauf an ob diese XX Minuten interessant oder auch nicht sind. Für unnötiges gesabbel verbringe ich lieber meine Zeit mit was anderes.
      Mit 40, 50 oder 70 Minuten könnte man schon 2 gute Hörspiele machen statt nur 1 in die Länge gezogen

      Flori1981 schrieb:

      Gibt meiner Meinung nach genug Autorinnen und Autoren, die genauso gute wenn nicht sogar bessere Skripte schreiben. <img src="https://www.hoerspieltalk.de/wcf/images/smilies/imho.gif" alt="#imho#" />
      Francis war für mich noch nie das Non-Plus-Ultra.
      So hat halt glücklicherweise jeder seine Meinung.


      So eine Respektlosigkeit von Dir hätte ich nicht erwartet und Du setzt sogar noch einen mit dem drauffolgenden Beitrag drauf.
      Kein Autor der Hörspielszene hat geleistet, was H. G. Francis geleistet hat und was Du völlig außer Acht lässt, unter welchem Zeitdruck und mit welchen teilweise minimalen Informationen H. G. Francis diese Dialogbücher geschrieben hat. Das hätte so gut, wahrscheinlich kein zweiter hinbekommen.
      www.TS-Dreamland.de
      facebook.com/pages/DREAMLAND-H…e/121926814490719?fref=ts

      Hörspiele back to the roots
      Tony Ballard - Dreamland Grusel - Der Trotzkopf - Andi Meisfeld u. a..

      Nicht ärgern liebe Talker, evtl liegt es am "Alter", oder an der derzeitigen Berufsfindungsphase diese schlechte Laune. Wir müssen diese ja nicht teilen. Das man die "heutigen" ??? Folgen zum Vergleich heranzieht ist als H.G. Fan schon fast blasphemie. Habt alle ein tolles Wochenende.

      Flori1981 schrieb:

      Muss heute auch keiner mehr so hinkriegen weil es egal ist ob ein Hörspiel 40, 50 oder 70 Minuten lang ist.

      Da muss ich dir leider widersprechen. Entscheidend, ob ein Hörspiel langatmig ist oder nicht, hat nichts mit der Lauflänge, sondern mit der Dramaturgie zu tun. Und da war H.G. Francis einfach unschlagbar. Ich finde, Minninger ist Welten davon entfernt.
      @Flori1981 Zwischen
      Der unvergessliche Horspielautor Hans Gerhard Franciskowsky a.k.a. H.G. Francisverstarb, wie wir alle wissen, 2011.Was wäre die Hörspielwelt inkl. unserer Kindheit ohne seine Geschichten gewesen?
      Gibt es überhaupt einen potenziellen Nachfolger für ihn oder bleibt er unersetzlich.


      und

      Gibt meiner Meinung nach genug Autorinnen und Autoren, die genauso gute wenn nicht sogar bessere Skripte schreiben. Francis war für mich noch nie das Non-Plus-Ultra.So hat halt glücklicherweise jeder seine Meinung.


      liegen 5 Jahre. Was ist passiert dass es zu einem solchen Meinungsumschwung gekommen ist?

      Ansonsten missfällt mir in letzter Zeit, dass jeder kritische Kommentar oder jede ehrliche Meinung über eine „Hörspielpersönlichkeit“ sofort als Respektlosigkeit dargestellt wird. Auch so großartige Menschen wie HG Francis sind Menschen. Ich glaube sie würden es nicht wollen, dass man sie auf ein Podest stellt und einfach nur bewundert. HG Francis war sich sicherlich der Tatsache bewusst, dass seine Skripte oftmals voll von Logiklöchern und Fehlern war. Dies lag in erster Linie daran, dass er unter sehr hohen Zeitdruck zu arbeiten hatte. Und trotzdem hat er es geschafft so viele großartige Hörspiele zu schaffen, wie mMn kein Zweiter. Nicht umsonst sind mit Das Geheimnis des Bermuda Dreieck, Die Zeitmaschine 1-3 und die HG Francis Gruselserie 3 Hörspiele/Serien in meiner Best of vorne, die aus seiner Feder stammen. Aber dass ist eine persönliche Meinung von mir. Die muss niemand teilen. Und wenn @Flori1981 diese Meinung nicht teilt, dann bin ich schwer verwundert, eigentlich sogar überrascht, aber mir würde ehrlich nie in den Sinn kommen, dass er deshalb Respektlos ist. Jemand der in seinem Leben so viele Hörspielmacher und Hörspielsprecher interviewt hat, der weiß genau was diese leisten und wie man diesen mit dem richtigen Respekt gegenübertritt, aber auch dass man nicht alles und jedes was diejenigen gemacht haben kritiklos zur Kenntnis nimmt. Von daher gehe ich mit @Mittagshoerer dacor dass man nicht jedes Mal wenn eine Meinung kommt, die einem nicht passt, sofort die Respektlos-Karte zieht. Denn diese Karte könnte einem man ja im Umkehrschluss auch selbst um die Ohren geschrieben werden, wenn man mal was schreibt was einem selbst nicht passt. Es wäre also wirklich besser hier eine Nummer kleiner zu machen und nicht mit zu viel Emotion an die Sache heran zu gehen. Ich als TSB-Fan habe dies auch lernen müssen. Aber ich habe die Kritiker mittlerweile verstehen gelernt. Und kann damit umgehen. So würde ich es mir auch erhoffen, dass dies die großen HG Francis Anhänger Hand haben wenn mal ein Hörspielfan kommt, dem seine Skripte nicht so zusagen. Soll es ja auch geben. Und ist manchmal, wenn auch schwer, nachvollziehbar.

      Daher würde ich trotz Hitze für ein Abrüsten der Worte und ein Abrüsten der Emotionen plädieren. Gerade unter Hörspielfreunden #allelieb# Und auch @Xorron spür mich ironischen Beitrag kann ich etwas abgewinnen. Denn @Flori1981 hat gerade wirklich sehr viel um die Ohren und vielleicht ist es ja wirklich der Stress, der dazu führt dass seine Antworten etwas aggressiver und extremer ausfallen als es sonst der gute Flori macht. Menschlich auch verständlich. Und passt wieder sehr gut in die Rubrik „Empathie“. Ein Zugang, der ja erst vor kurzem von einem anderen Talker gefordert wurde.

      Und für mich hat sich an meinem NEIN noch nichts geändert. Es gibt keinen Nachfolger für FRANCIS. Er war einfach einzigartig. Und ich werde niemals den Moment vergessen als mir @Thomas Birker (DLP) bei der Hörspielmesse 2008 jenen HG Francis vorgestellt hat. Sympathisch, freundlich und ohne Starallüren. Und ich war glücklich :) Nein, für mich kommt da niemand anderer an ihn ran.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Nein! Er war einmalig als Autor und als Mensch. Jeder meine Frage immer nett und höflich beantwortet, wie man es auch in den YT Interviews sehen kann. Wir hatten viel Post/Telefon kontackte. Nach ihm kenn ich nur Frau Braun.

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      Eine Reaktion lässt immer eine Gegenreaktion folgen und wenn jeder seine Meinung frei äußern darf, dann ist Doch alles OK. Gerade in meinen Jahrgang hat wohl niemand so einen Hype ausgelöst wie H.G. Das Wort "Blasphemie" schrieb ich wohl auch als Fan den vieles vorher gesagte/geschriebene nicht gefiel. Sorry @Mittagshoerer wenn Du meinen vorherigen Post als unsachlich entfindest, mir ging es mit @Flori's Posting ähnlich.

      Flori1981 schrieb:

      Muss heute auch keiner mehr so hinkriegen weil es egal ist ob ein Hörspiel 40, 50 oder 70 Minuten lang ist.
      Hat mich noch nie gestört, dass z B. die Drei-Fragezeichen-Folgen heute fast immer doppelt so lang sind.


      Mit anderen Worten, du brauchst keinen Spannungsbogen, hauptsache du hörst irgendwas. Du empfindest immer das Gleiche?! ?( ?( ?(
      Natürlich ist der Aufbau einer Geschichte wichtig. Besonders sehr sehr viele Autoren kriegen es heute nicht mehr hin normale Dialoge zu schreiben.
      Ständig reden sich Leute 252525 mit den Namen an, was keine Sau machen würde. Ständig werden Szenen präsentiert, nur damit eine Szene weiter, die Szene noch mal komplett und in aller breite nacherzählt wird.
      Genau das hat H. G. Francis gewußt zu vermeiden, weshalb er - meiner Meinung nach - zu recht auch heute noch als bester Hörspielscriptautor galt.
      Hat er Fehler gemacht? Na, klar, ist auch nur ein Mensch, aber zu behaupten "Das hätte jeder andere gekonnt", da wäre meine Frage: WARUM MACHT ES DANN KEINER!!! :evil: :saint:
      Besucht meine Homepageprojekte:
      hoernews.de
      kurtz-check.de
      Hui, bin hier ein wenig über die Schärfe in einigen Posts verwundert. Das zeigt wieviel Emotionen Herr Francis doch auslösen kann. Ich bin auch aus dem Lager derjenigen, welche der Meinung sind es gibt keinen Nachfolger von Francis. Er hat aus meiner Sicht etwas Unglaubliches geschaffen und ohne seinen Beitrag wäre das Hörspiel nicht das was es heute noch ist, nämlich ein unwahrscheinliches Kulturgut. Auch hat er bei Europa eine besondere Ära geschaffen die unvergesslich ist, aber aus meiner Sicht nie wieder erreicht wurde. Mittlerweile habe ich verstanden, dass ich einfach nicht mehr zur Zielgruppe von Europa gehöre. Bei Europa will niemand mehr für diese Fans etwas schaffen. Hauptsache die Hörspiele sind lang genug und plätschert gemütlich daher. Bei Europa bin ich schon lange ausgestiegen und wenn dann kaufe ich nur noch Klassiker oder erfreue mich meiner alten Hörspiele.
      Niemand kann so hart zuschlagen wie das Leben.
      Hatte mal vor 100 Jahren das Glück mit Herrn Francis unterhalten zu können.
      Sehr freundlich, sehr nett.

      Aber die Frage ist doch, in welcher Form soll es einen Nachfolger geben.
      Unabhängig davon, daß er seinen eigenen Manuskripte recycelt hat, der Mann hat 1500 Hörspiele geschrieben oder so, soll erst mal einer das versuchen, daß wird es nie wieder geben
      War ne andere Zeit. Daher: kein Nachfolger, weil es der Markt nicht hergibt

      Und kultstatus erreicht man ja einfach schon dadurch, dass man einfach lange durchhält. Selbst Heino ist heutzutage kult