STREAMING … Fluch oder Segen? Umfrage Seite 19/20

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      Mittagshoerer schrieb:

      Wenn du jetzt mit dem ökologischen Fußabdruck kommst müsstest du komplett auf Download umsteigen.


      Das wäre nur so, wenn die Server nach dem Download abgeschaltet werden würden.
      Da die Server und die Infrastruktur aber 24/7 laufen, egal ob man einen Download oder einen Stream nutz, kann man den digitalen Download fast einem Stream gleichsetzen.

      Wie dem auch sei. Für mich gesehen ist in der Gesamtheit es am Ökologischsten, ich kaufe die Datenträger, am besten direkt beim Konzert, dann folgt der Labelshop, dann der lokale Händler und erst dann wäre der Onlineshop eine Überlegung. Da aber auch nur i einer Sammelbestellung.

      JTaxidriver schrieb:

      Überspitzt gesagt müsste man für richtig ökologisch "wie in der Steinzeit" leben. Ich kann das Öko Argument an jeder Ecke nicht mehr hören.


      Genau diese Denke verursacht aber doch diese massive Ressourcen-Verschwendung.
      Und ich weiß auch das es eine Gratwanderung ist, nur sehe ich es für mich eben so. So Klimaneutral wie möglich (auch mal verzichten) und nach den gültigen Gesetzbüchern zu leben.
      Ginge es nach mir hätten wir auch kein Netflix, aber da trifft man schon mal Kompromisse.

      Erst mal sollten wir unseren Energieverbrauch umstellen und den Konsum- und Retourenwahn.
      careelite.de/retouren-statistiken-ruecksendungen-fakten/
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      Wenn du so weit gehst müsstest du selbst den Stromverbrauch von Media Markt zum ökologischen Fußabdruck einer CD dazu zählen, zusätzlich zum ganzen Müll, der mit der CD anfällt. Ich finde es einfach nur interessant, dass du jetzt damit anfängst, wenn Markus mal ein gutes Argument für die Vergütung der Künstler bringt. Dann kommt die Umweltkeule. Naja ich bin raus, habe auch keine Lust mehr auf diese Diskussion, die sich im Kreis dreht.

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      Mittagshoerer schrieb:

      Ich finde es einfach nur interessant, dass du jetzt damit anfängst, wenn Markus mal ein gutes Argument für die Vergütung der Künstler bringt.

      Sorry, aber auch hier muss ich dir widersprechen, das habe ich auch schon davor thematisiert.
      Man muss das Gesamte sehen.

      Zak schrieb:

      Zitat von JTaxidriver: „Ich behaupte einfach Mal das der Stromverbrauch eines CD Abspielgerätes höher ist als der Serververbrauch auf den einen Track runter gerechnet.“Nur das man es eben nicht runterrechnen kann.Denn der Server muss zur…

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      Da wir hier ja am Rande auch schon über Illegalität gesprochen haben:



      Dieter Bohlen setzt im Jahr 2007 das Filesharing mit dem Mitschneiden der Hitparaden aus dem Radio auf Kassette gleich. Er sagt weiter dass man mit Platten / CDs heute eben kein Geld mehr verdienen kann. Die Leute laden es runter, dadurch hören es viele und kaufen dann vielleicht eine Konzertkarte für 45 €. Ich bin gespannt auf eure Reaktionen. Ich kenne einen dem wahrscheinlich gleich die Hutschnur platzt.

      Ich habe mir auch in einem anderen Video das komplette Interview angesehen. Da führt Dieter auch aus, wie sehr Besitz belasten kann. Deshalb besetzt er z.B. auch kein Auto.

      Ist Streaming heute das neue Radio?
      "Mit dem Hören von Die drei Fragezeichen oute ich mich nicht als Hörspielfan, sondern als Fan meiner eigenen Kindheit."
      -
      Günter Merlau -

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      Lenny schrieb:

      Ich kenne einen dem wahrscheinlich gleich die Hutschnur platzt.

      Solltest du mich meinen, muss ich dich enttäuschen. Ich weiß das der Bohlen eh komisch denkt.

      Lenny schrieb:

      Ist Streaming heute das neue Radio?

      Radio erlaubt durch den Rundfunkstaatsvertrag in Kombination mit dem § 53 Abs. 1 – 3 des Deutschen UrhG eben die Privatkopie. Dafür wird ja die Pauschalabgabe (auf Speichermedien) gezahlt.
      Streaming erlaubt das nun mal nun mal nicht. Denn durch die zivilrechtliche Komponente des ist eben eine Zulässigkeit der Privatkopie nicht gegeben.
      Privatkopien sind nicht zulässig, sofern zur Vervielfältigung „eine offensichtlich rechtswidrig hergestellte oder öffentlich zugänglich gemachte Vorlage“ verwendet wird.
      Und da zählt nun mal nicht nur Strafrecht, sondern auch Zivil- und in diesem Fall das Vertragsrecht.

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      Zak schrieb:

      Radio erlaubt durch den Rundfunkstaatsvertrag in Kombination mit dem § 53 Abs. 1 – 3 des Deutschen UrhG eben die Privatkopie. Dafür wird ja die Pauschalabgabe (auf Speichermedien) gezahlt.
      Streaming erlaubt das nun mal nun mal nicht. Denn durch die zivilrechtliche Komponente des ist eben eine Zulässigkeit der Privatkopie nicht gegeben.
      Privatkopien sind nicht zulässig, sofern zur Vervielfältigung „eine offensichtlich rechtswidrig hergestellte oder öffentlich zugänglich gemachte Vorlage“ verwendet wird.
      Und da zählt nun mal nicht nur Strafrecht, sondern auch Zivil- und in diesem Fall das Vertragsrecht.


      So war das gar nicht gemeint. Du hattest ja das Streaming mehr oder weniger mit illegalem Filesharing gleichgesetzt. Wenn das Filesharing nun vergleichbar ist (laut Bohlen) mit dem Mitschneiden der Hitparade aus dem Radio, ist Streaming dann das Radio 2021?

      Zak schrieb:

      Radio erlaubt durch den Rundfunkstaatsvertrag in Kombination mit dem § 53 Abs. 1 – 3 des Deutschen UrhG eben die Privatkopie. Dafür wird ja die Pauschalabgabe (auf Speichermedien) gezahlt.



      Wäre es nicht sinnvoll eine solche Pauschalabgabe auch generell auf Geräte zu erheben, mit denen man streamen kann? Wäre doch mal eine Idee.
      "Mit dem Hören von Die drei Fragezeichen oute ich mich nicht als Hörspielfan, sondern als Fan meiner eigenen Kindheit."
      -
      Günter Merlau -

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      @Zak schrieb…
      Streaming erlaubt das nun mal nun mal nicht. Denn durch die zivilrechtliche Komponente des ist eben eine Zulässigkeit der Privatkopie nicht gegeben.


      Dies habe ich dir bereits per PN widerlegt. Es macht es nicht wahrer, je öfter du dies wiederholst. Wie auch da bereits gesagt, darf man es ohne Zweifel moralisch verwerfen, aber wir sollten bei dieser Diskussion auch einfach mal bei den Fakten bleiben.

      Golem: In den Spotify-Nutzungsbedingungen wird unter Punkt 7.1 ausdrücklich erlaubt, dass Abonnenten in Deutschland eine Privatkopie anlegen dürfen, denn dafür sorgen die "geltenden gesetzlichen Bestimmungen".

      golem.de/news/streaming-nach-a…y-konten-2107-158131.html

      Heise: In den AGB von Spotify wird das "Kopieren, Weiterverbreiten, Vervielfältigen, 'Rippen', Aufzeichnen, Übertragen, öffentliche Aufführen oder Ausstellen" von Spotify-Inhalten untersagt, solange es nach geltenden gesetzlichen Bestimmungen nicht ausdrücklich zulässig ist. Das deutsche Urheberrechtsgesetz gestattet einzelne Vervielfältigungen eines Werkes, sofern sie keinem Erwerbszweck dienen.

      heise.de/news/Spotify-Wer-mit-…-ausgesperrt-6136346.html

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „hoerspiel“ ()

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      hoerspiel schrieb:

      Dies habe ich dir bereits per PN widerlegt. Es macht es nicht wahrer, je öfter du dies wiederholst.


      Folgendes ist unter keinen Umständen gestattet:

      Das Kopieren, Weiterverbreiten, Vervielfältigen, „Rippen", Aufzeichnen, Übertragen, öffentliche Aufführen oder Ausstellen, Senden oder die öffentliche Zugänglichmachung von Spotify-Diensten oder den Inhalten oder Teilen davon oder eine sonstige Nutzung der Spotify-Dienste oder der Inhalte, die im Rahmen der Vereinbarung oder nach den geltenden gesetzlichen Bestimmungen nicht ausdrücklich zulässig ist oder in anderer Weise Rechte an geistigem Eigentum (z.B. Urheberrechte) in Bezug auf die Spotify-Dienste oder die Inhalte oder einen Teil davon verletzt;

      Dazu zählt aber nun auch mal das Vertragsrecht (BGB/HGB etc.), sonst könnte ja jeder User sich bei Sperrung wieder einklagen, weil dies unrechtens wäre.

      derstandard.de/story/200012817…-mitschneidet-fliegt-raus

      Was gilt AGB oder Gesetz?
      "AGB gelten dann, wenn sie durch eine wirksame Einbeziehung Bestandteil des Vertrags geworden sind:
      Der Vertragspartner muss also mit der Geltung der AGB einverstanden sein.
      Andernfalls bleibt zwar der Vertrag im Übrigen grundsätzlich wirksam, es gelten jedoch nicht die AGB, sondern gesetzliche Bestimmungen."

      Alleine dadurch das ich einen Account bei dem Streaming Dienst erstelle, muss ich ja mit den AGB einverstanden sein, sonst ist es kein gültiger Vertrag und ich darf den Dienst nicht nutzen.

      Lenny schrieb:

      So war das gar nicht gemeint. Du hattest ja das Streaming mehr oder weniger mit illegalem Filesharing gleichgesetzt. Wenn das Filesharing nun vergleichbar ist (laut Bohlen) mit dem Mitschneiden der Hitparade aus dem Radio, ist Streaming dann das Radio 2021?

      Habe ich zwar nicht, aber egal. Ich habe die These aufgestellt, gäbe es kein (bezahlbares)Streaming mehr, würde die Zahl der illegalen Downloads steigen.


      Wenn Bohlen recht hätte, dann wäre das Mitschneiden vom Radio nicht durch das Recht auf Privatkopie gedeckt.
      Und dann wäre es eine krude Gesetzgebung: Radio mitschneiden = Legal, Filesharing = Straftat"
      Und das ist auch aktuell noch so.
      justiz.bayern.de/gerichte-und-…enchen/presse/2020/37.php

      Lenny schrieb:

      Wäre es nicht sinnvoll eine solche Pauschalabgabe auch generell auf Geräte zu erheben, mit denen man streamen kann? Wäre doch mal eine Idee.

      Ist es doch. Und selbst da herrscht Streit zwischen den Vertretern der Hersteller (Bitkom) und den Vertretern der Urheber (u.A. Gema)
      Während die einen sagen, Streaming ist ja quasi keine Privatkopie, sagen die anderen, was ist es denn sonst.

      backstagepro.de/thema/bitkom-v…ess-2020-08-21-7hlkXjtVPk

      Die Höhe der Abgaben grob hier:
      de.wikipedia.org/wiki/Pauschalabgabe

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Zak“ ()

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      hoerspiel schrieb:

      <a href="https://www.hoerspieltalk.de/index.php/User/3276-Zak/">@Zak</a>.:

      Zitat: “<i>Die Sperre erfolgte wohl nicht durch die Tatsache, dass man rechtmäßig eine Aufnahme für die eigene Nutzung anfertigte, sondern dass dies durch eine bestimmte Aufnahmetechnik von Audials erfolgte.




      Ist mir wohl bekannt.
      Geht um die "Analoge Lücke" .

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      Chris schrieb:

      Auf welchem Gerät ist denn keine Lawine von Pauschalabgaben drauf?


      Ich denke auch das es hier eine Anpassung an die heutigen Gegebenheiten, dringend notwendig ist.
      Denn kommerzielle Plattformen die Onlinespeicher bereit stellen, die basierend auf dieser Nutzung von Speicherplatz erhebliche Gewinne erwirtschaften, sollen als Gegenleistung eine Pauschalabgabe leisten, die den Urheber*innen mittels ihrer Verwertungsgesellschaften zugutekommt.
      Dieser bereits bestehende Reform-Vorschlag lehnt sich an bestehende Pauschalabgabenmodelle – beispielsweise für Speichermedien wie CD-Rohlinge oder USB-Sticks und Kopiergeräte – an, bei welchen Urheber*innen gleichermaßen zur Abgeltung einer gesetzlich erlaubten Nutzungen eine pauschale Vergütung erhalten.
      In wie fern das dann auf Streamingdienste zutrifft, das wird die Zeit zeigen.

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      Zak schrieb:

      Denn kommerzielle Plattformen die Onlinespeicher bereit stellen, die basierend auf dieser Nutzung von Speicherplatz erhebliche Gewinne erwirtschaften, sollen als Gegenleistung eine Pauschalabgabe leisten, die den Urheber*innen mittels ihrer Verwertungsgesellschaften zugutekommt.

      Total danaben. Die Kunden von Clouddiensten sind ja keine Privatpersonen, die im Jahr hunderte bzw. tausende Euros für diese Dienstleistung bezahlen, um da mp3-Dateien oder Simpsons-Folgen abzulegen. Das sind praktisch ausschließlich Unternehmen, deren Geschäftszweck eher nicht das Erstellen von "Privatkopien" ist.

      Eine Anpassung an die heutigen Gegebenheiten ist in der Tat dringend notwendig, das kann nur die vollständige und ersatzlose Abschaffung der Pauschalabgabe sein.
      Völliger Schrott, offensichtlich von den Tauben für die Ahnungslosen.

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      Chris schrieb:

      Die Kunden von Clouddiensten sind ja keine Privatpersonen,

      Ja, dann frag dich mal wieviele private User einen Speicher bei Apple, Google, OneDrive, etc. haben?
      Wieviele private User, sowohl ihre Kalender als auch Fotos etc. über Online-Dienste synchronisieren?

      Für mich ist es kein Unterschied ob es ein Online-Speicher oder ein physischer (mobiler) Speicher wie z.B. ein USB-Stick ist.



      Chris schrieb:

      das kann nur die vollständige und ersatzlose Abschaffung der Pauschalabgabe sein.

      Welches dann die Abschaffung der Privatkopie zur Folge hätte.
      Na Bravo. Sprich jeder Copy-Shop, jedes Foto eines Buchcovers etc. alles was durch die Pauschalabgabe erkauft wurde, wäre mit einem Schlag quasi illegal. Oder sollen die Urheber hier dann auch wieder in die Röhre schauen.

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      Zak schrieb:

      Zitat von Chris: „Die Kunden von Clouddiensten sind ja keine Privatpersonen,“
      Ja, dann frag dich mal wieviele private User einen Speicher bei Apple, Google, OneDrive, etc. haben?

      Weil ich meine E-Mails, Handyfotos, persönlichen Dokumente bei Google Drive speichere, sollen die irgendwelche Rechtsinhaber von Musikstücken und dergleichen mit hunderten von Millionen beglückt werden? Durch Streaming ist die Relevanz der Privatkopie auf ein Minumum zusammengeschmolzen, dem sollte Rechnung getragen werden. So sinnvoll das in Zeiten von Leerkassetten audio und video und CD-Spindeln und dergleichen war, so eine unsinnige Subvention ist das heute.
      Völliger Schrott, offensichtlich von den Tauben für die Ahnungslosen.

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      Chris schrieb:

      Durch Streaming ist die Relevanz der Privatkopie auf ein Minumum zusammengeschmolzen,... Leerkassetten audio und video und CD-Spindeln und dergleichen war, so eine unsinnige Subvention ist das heute ...


      Nur das es bei der Pauschalabgabe eben nicht nur für CD´s sondern auch für sämtliche "Kopiergeräte" gilt.
      Und wer sagt das es nur um Rechteinhaber von Musikstücken geht?
      Auch z.B. Schriftsteller, Autoren und Journalisten fallen unter die Empfänger. Soll dann z.B. das Zitatrecht auch fallen?

      Und zum Thema Künstler, Streaming und Verdienst, einfach mal diese gestriege Sendung ab Minute 40 für 2-3 Minuten ansehen.

      br.de/nachrichten/bayern/kuens…men-corona-winter,Sphg9wp

      Doris Dörrie trifft es auf den Punkt, was die Gewöhnung im Internet betrifft.


      Und im Bezug auf Subventionen.
      Erst sollte man mal andere umweltschädliche Subventionen einstellen, Stichworte: Kerosin und die private Nutzung fossiler Dienstwagen, Nichtbesteuerung von Rückstellungen in der Atomwirtschaft etc.

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