STREAMING … Fluch oder Segen? Umfrage Seite 19/20

      Streaming mit dem gewohnten Komfort, aber einem fairen und einträglichen Abrechnungsmodell für Hörspiele fänd ich dagegen eine tolle Sache. Das wäre für mich mal ein Fortschritt, der dieses Wort auch verdient.


      Vielleicht liegt dies ja mit der HOLY Hörspiel-App bereits vor :love:

      Das nicht alle Alten CDs und nicht alle Jungen streamen mag der Fall sein. Aber aus meiner Erfahrung, gerade auch im Umgang mit Jungen, liegt hier sehr wohl ein Generationsphänomen vor. Kein Kind oder Jugendlicher hört mehr von CD. Wie auch? Die haben alle keinen CD-Player. Will man also Kinder und Jugendliche als Hörspielfan erreichen so braucht es das Streaming. Ich denke statistisch gesehen würde die Hörgewohnheiten bzw. des Mediums mit dem Alter korrelieren. Ist ja auch total verständlich.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

      Markus G. schrieb:

      Diese schwarzmalerischen Vorhersagen gibt es so lange wie es das Hörspiel gibt. Haben wir ja schon häufig angeführt, dass praktisch jedes neues Medium wurde auch angefeindet und das rasche Ende vorhergesagt (...)

      Da würde mich mal interessieren, was wegen der Nennung von realistischen Szenarien, "Schwarzmalerei" von meiner Seite sein soll?

      Ich habe ein Spotify-Premium-Abo.
      Ich habe ein Holy-App-Abo.
      Ich habe ein Netflix-Abo.
      Ich habe ein DAZN-Abo.
      Ich habe ein Amazon-Prime-Abo.

      Also ich behaupte einfach mal, dass ich dem Streaming nicht negativ gegenüber stehe.
      @hoerspiel

      Ich betone nochmal: Ich finde, man muss beim Stream differenzieren: Das eine ist die Frage der reinen Konsumform, also der Stream als digitale Plattform, auf der ich problemlos Hörspiele anwählen und hören kann.
      Diesen Aspekt schätze zB ich sehr!

      Die andere Seite ist jedoch die der Abrechnungsmodalitäten, die eindeutig Produktionsstätten bevorzugt, die auf Masse produzieren und von einem großen Katalog leben. Kleine Labels, die darauf angewiesen sind, dass sich die Hörspiele schnell rechnen, um ein vernünftiges Auskommen zu haben und Geld in neue Produktionen stecken zu können, schauen dabei eher in die Röhre.

      Ein Streamingsystem mit auch für Hörspielmacher, die nicht bloß auf Masse produzieren, vernünftigem Vergütungssystem würde wohl viel, viel weniger Kritik auf sich ziehen, da bin ich ziemlich sicher. :)
      @hoerspiel war mit seinem sehr guten Posting schneller als ich. Trifft damit ganz genau meine Meinung :thumbup:

      @daneel Ich hab Dich ja extra zitiert. Genau auf diese Ansage habe ich meine Behauptung getroffen. Klar kann immer was mit dem Streaming schief gehen. Aber es wird nicht alles zusammen brechen. Wie auch nicht alle Kassetten und CDs auf einmal kaputt gehen, aber sie im Laufe der Zeit alle irgendwann unspielbar sein werden. Wie auch manchmal Festplatten crashen, wie ich schmerzlich selbst erleben musste. Aber das sind alles Einzelschicksale. Niemals wird das Streaming so porös werden, dass alles verschwindet und kaputt geht. Darüber hinaus habe ich ja auch geschrieben, dass ich Deinen darauffolgenden Text nicht verstehe. Davon ab bist Du hier ja der Mr.SPOTIFY schlechthin, hast Du doch eine eigene Playlist für den Hörspieltalk ins Leben gerufen. Von daher

      Ich habe ein Spotify-Premium-Abo.
      Ich habe ein Holy-App-Abo.
      Ich habe ein Netflix-Abo.
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      Also ich behaupte einfach mal, dass ich dem Streaming nicht negativ gegenüber stehe.​


      Volle Zustimmung :thumbsup:
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      @Markus G.

      Ja, wäre toll, wenn so etwas wie die Holy App langfristig eine faire Hörspiel-Alternative im Stream böte. Dem würde ich mich versagen, wenn genügend Labels mitmachen würden.

      Und was CD-Nutzung angeht: Ich nutze im Grunde schon seit Jahren keine mehr. Ich kaufe sie, digitalisiere sie, falls es die Hörspiele nicht im Stream gibt, dann verschwinden sie im Schrank. Ich kaufe nur noch, um die Arbeit geschätzter Hörspielmacher, denen das wichtig ist, entsprechend zu wertschätzen. Aber ich höre eigentlich ausschließlich via Stream. Allerdings nicht querbeet, sondern sehr gezielt, mit einem sehr hohen Anteil an Produktionen, die ich zuvor auch gekauft habe. Ich zahle also hauptsächlich für den Komfort und unterstütze manche Macher im Grunde doppelt.

      Mein Sohn hantiert übrigens noch sehr oft mit seinen CDs. Viel mehr als ich. Ohne würde ihm auch der Überblick fehlen.
      Das wird sicher nicht immer so bleiben, gibt ja auch kaum noch CDs, außer für die Kleineren, aber aktuell ist das für ihn noch völlig selbstverständlich.

      hoerspiel schrieb:

      @Hardenberg: Natürlich muss ein faires Abrechnungsmodel her. Aber wo ist das Problem? Kreativität ist halt gefragt. Holysoft zeigt doch aktuell deutlich, wie es funktionieren könnte.


      Nun ja, nicht jeder Macher ist in der Lage, eine eigene App aus dem Boden zu stampfen.
      Aber beim Rest sehe ich keinen Widerspruch zwischen uns. :)

      Wenn @David Holy seine App nun zu einer echten und fairen Stream-Alternative für den gesamten kommerziellen Hörspielmarkt ausbauen würde und sich das dann auch etablierte und obendrein für alle Beteiligten, auch die kleineren, rechnete, dann wäre das tatsächlich ein Meilenstein in der Hörspiel-Historie.

      Aber ob das wirklich realistisch ist?
      Ich bezweifle es.

      hoerspiel schrieb:

      Stream hat nämlich nicht immer automatisch was mit Geiz ist geil zu schaffen und die „Unterstellung“, das Hörspiel kann einem nichts bedeuten, wenn es nicht auch im Stream erscheint, passt bei dieser Betrachtung nämlich überhaupt nicht.


      Nur zur Richtigstellung: Wenn es ein Ausschlusskriterium ist, ein Hörspiel nicht zu hören, nur weil es nicht im Stream, sondern nur auf CD erscheint, dann spricht das tatsächlich nicht für ein besonders ausgeprägtes Interesse.
      Das war sicher nicht auf Jugendliche bezogen, die nicht wissen, dass es jenseits des Streams noch anderes gibt, sondern eher auf uns hier, die wir diese Info durchaus haben.

      Und klar ist nicht jeder vom Geiz ist geil getrieben. Aber bei einigen hört man das schon auch deutlich heraus. Wie gesagt: natürlich nicht bei allen!
      Aber das betrifft ja auch nicht nur den Stream. Wenn ich nur daran denke, wie manche Leute mit spürbarem Vergnügen ihre Erfahrungen in Foren austausch(t)en, mit welchen Kniffen und Kündigung/Wiedereinstieg-Strategien möglichst viele AUDIBLE-Hörspiele für lau abgegriffen werden können, dann geht das für mich schon ziemlich deutlich in diese Richtung, und ich muss gestehen, ich persönlich habe da wenig Verständnis für. Denn am Ende müssen sich alle Hörspiele rechnen. Und dieses Bewusstsein sollte man für mein Empfinden auch als Hörer immer im Blick haben. Was nicht die Labels von ihrer Pflicht entbindet. Aber auch als Konsument trägt man Verantwortung.

      Aber da dürften wir uns ja wohl einig sein. :)
      @Hardenberg schrieb…
      Nur zur Richtigstellung: Wenn es ein Ausschlusskriterium ist, ein Hörspiel nicht zu hören, nur weil es nicht im Stream, sondern nur auf CD erscheint, dann spricht das tatsächlich nicht für ein besonders ausgeprägtes Interesse.

      Nein, dem muss ich widersprechen!
      Ich bezog mich zwar auf die jüngere Generationen und die werden sich ganz bestimmt nicht extra einen CD Player zulegen, nur weil ein kleines Label meint nur auf CD veröffentlichen zu müssen, aber es gibt mittlerweile auch viele ältere Hörer(innen), die keinen CD Player mehr haben. Das Interesse an dem Hörspiel kann aber an sich dennoch hoch sein. Wenn öfter heiß begehrte Hörspiele nur auf CD erscheinen, würden wohl viele sofort einen CD Player kaufen, nicht aber für 1-2 Ausnahmen. In der Zeit, wo die CD allerdings dermaßen rückläufig ist, schließe ich so ein Szenario sowieso mal aus. Der Stream hat da auch einfache viel zu viel zu bieten.

      Hardenberg schrieb:

      Ich kaufe sie, digitalisiere sie, falls es die Hörspiele nicht im Stream gibt, dann verschwinden sie im Schrank.

      Läuft bei mir ähnlich, außer dass ich eben alles digitalisiere, da ich Stream nicht für kaufbares Audio nutze.

      Was mich ein wenig abnervt, ist das den Auto-Rip bei A...n kaum noch zu geben scheint.
      Mag aber auch damit zusammenhängen, das ich meist MP3 Hörbücher kaufe ;)

      Hardenberg schrieb:

      die eindeutig Produktionsstätten bevorzugt, die auf Masse produzieren


      Sollte es dann für kleine Labels nicht umso dringlicher zu sein, sich kreativ zusammenzutun und eine eigene digitale Verkaufs-Variante auf die Beine zu stellen, um sich von den "grossen Marktbeherrschern" attraktiv für den Endverbraucher abzuheben, wenn der aktuelle Trend nunmal digital ist? Statt den Kopf in den sprichwörtlichen Sand zu stecken und zu jammern "ausser den Hardcore-Sammlern kauft keiner mehr CDs"?

      Mir kommt keine CD mehr ins Haus (maximal geliehen aus der Bibliothek, denen werden auch reichlich Steine in den Weg gelegt von den Verlagen, Dinge digital anzubieten). Ich bin schon seit Einführung der mp3 (es muss ja nicht immer Streaming sein ;) ) äusserst dankbar, dass sich die Sammlung platzsparend und staubfrei auf der Festplatte unterbringen lässt. Wäre das nicht möglich gewesen, hätte ich gar nicht mit dem Sammeln angefangen.

      Für mich gibt es keine bessere Werbeplattform für Produzenten als digital. Wer das nicht nutzt, hat etwas verpasst. Es muss ja nicht automatisch das gesamte Verlagssortiment dort zu finden sein. Da gibt es viele Zwischenschritte und nicht nur "schwarz und weiss". Finde ich im Streaming ein Label prima, interessiere ich mich fürs restliche Sortiment und kaufe wesentlich mehr, als wenn ich das Label gar nicht wahrnehme. Kenne ich ein Label nicht, kaufe ich auch keine "teure" CD und die "Katze im Sack" - wenn ich nicht speziell neugierig auf etwas bin.

      Allerdings, da mich weder Grusel noch Fantasy interessiert, hängt mein Herz auch an keinem Label, dass nicht digital anbietet. Wenn einer nicht kann oder will, kommt dafür etwas anderes auf den Markt, das vielleicht ebenso interessant ist. Irgendwer weiss eine Lücke immer zu nutzen. Und wenn es nur für die 50. Gruselserie ist, die mich nicht interessiert. :D Und wenn der Markt mal keine guten Neuerscheinungen hergibt, gibt es genug Reserven in der Sammlung. Dann warte ich eben, bis mir wieder etwas Neues gefällt. Irgendwer produziert dann vielleicht die 50. Krimi- oder Kinderserie.

      hoerspiel schrieb:


      ...es gibt mittlerweile auch viele ältere Hörer(innen), die keinen CD Player mehr haben. Das Interesse an dem Hörspiel kann aber an sich dennoch hoch sein.


      Es geht doch gar nicht um die CD, sondern ums Kaufen. ;) Wer Interesse an einem Hörspiel hat, das nicht gestreamt werden kann, kann es zumindest als DL kaufen, wenn er/sie kein Interesse an einer CD hat.
      Mein Schwerpunkt lag auf dem Umstand, dass manches Label es für sich als unrentabel ansieht, im Stream zu veröffentlichen.
      Warum sollte ich also auf einem Recht beharren, das mir gar nicht zusteht, nämlich der Verfügbarkeit im Stream?!
      Wenn ich weiß, ein geschätzter Hörspielmacher benötigt reale Abverkäufe, dann fällt mir kein Zacken aus der Krone, mir das entsprechende Hörspiel zu kaufen.
      Damit wertschätze ich gern die Arbeit und handle obendrein im eigenen Interesse, weil ich meinen Beitrag dazu leiste, dass möglichst schnell weiterproduziert werden kann. Während einem im Stream ein langer, weißer Bart wachsen kann, ehe sich ein einzelnes Hörspiel rentiert. Und nach dem Kauf kann ich es dann ja bedenkenlos streamen, so oft ich möchte, wenn es dann doch noch im Stream erscheint. Damit unterstütze ich dann sogar doppelt. :)

      Ich für mich hätte jedenfalls kein gutes Gefühl dabei, auf Streaming zu beharren und nicht durch Kauf zu unterstützen, wenn ich doch weiß, einem Label, das ich mag, steht das Wasser bis zum Hals.

      Es verwundert mich auch etwas, dass viele selbsterklärte Hörspielfans da keine innere Motivation für sich selbst heraus ableiten.
      Aber so tickt halt jeder anders.
      Wenn man das Spotify-Angebot für sich als ausreichend betrachtet, ist das eben so.
      Ich für mich würde es als echten Verlust betrachten, auf Hörspiele wie die von den Ohrenkneifern und IMAGA oder auch AUDIBLE-Produktionen wie MACBETH, MONSTER1983 oder DIE JUTEN SITTEN verzichten zu müssen, weil ich nicht zusätzlich zum Stream bezahlen möchte.
      Aber so setzt halt jeder seine eigenen Prioritäten.

      hoerspiel_guru schrieb:


      Sollte es dann für kleine Labels nicht umso dringlicher zu sein, sich kreativ zusammenzutun und eine eigene digitale Verkaufs-Variante auf die Beine zu stellen, um sich von den "grossen Marktbeherrschern" attraktiv für den Endverbraucher abzuheben, wenn der aktuelle Trend nunmal digital ist?


      Wenn Du meine Beiträge aufmerksam liest, wirst Du sehen, dass ich gerade diesen Mangel an Kreativität bei manchen Machern, die es in der aktuellen Situation schwer haben, bereits oft und deutlich kritisiert habe.
      Ja, ich verstehe auch nicht, wie man so wenig dafür tun kann, seine Werke unters Volk zu bringen. Zumindest über die bekannten Kanäle könnte man dies versuchen. Label wie Contendo zeigen ja, wie es geht, finde ich.

      Dennoch sehe ich die Versäumnisse mancher Label nicht als ausreichenden Grund an, sich selbst als Konsument aus der Verantwortung zu ziehen.
      Auch ich muss mein Verhalten vor mir selbst rechtfertigen und mit den Konsequenzen leben.
      Wenn man dann, wie Du offensichtlich, zu dem Schluss kommt, Label, die im Stream nicht präsent sind, links liegen lassen zu wollen und stattdessen andere (zur Not eben auch schwächere) Hörspiele im Abo zu hören, statt zu kaufen, dann ist das so. Das ist ein Standpunkt, den kann man haben.

      Aber es ist eben ein Standpunkt, der meilenweit von meinem eigenen entfernt ist. :)

      Und wie gesagt: Weder lehne ich Streaming ab noch bin ich CD-Nostalgiker. Mein Punkt ist einzig die Wertschätzung, auch die finanzielle, für die geleistete künstlerische Arbeit.

      Und ich bin auch viel zu hörspielbegeistert, um auf eine lohnenswerte Produktion zu verzichten, nur weil ich für CD oder DL Extra-Geld ausgeben müsste. ;)

      Mir ist es das wert. Definitiv.

      Aber wie schon gesagt: So sieht das eben jeder anders.
      @Hardenberg schrieb…
      kann es zumindest als DL kaufen, wenn er/sie kein Interesse an einer CD hat.

      Ein Punkt, zu dem ich in der Vergangenheit schon viel mein Leid geklagt habe, dass der Kauf-Download oft nicht genutzt wird, sind die Label selber schuld. Schau doch mal, wie stiefmütterlich der Download oft angeboten wird. Stream bekomme ich bereits fast überall verlustfrei, beim Download nur selten. Dann das Thema Trackzerstümmelung. Wieso sollte ich ein Download kaufen, der lieblos in 40 oder mehr Tracks zerteilt daher kommt. Viel zu unhandlich im handling und darüberhinaus können viele Player nicht lückenlos abspielen. Nur sehr wenige Shops bieten ein SingleTrack Format. Ich könnte noch viele weitere Gründe auflisten. Fakt ist, so lange die Label nicht endlich mal lernen, den Download gegenüber den Stream aufzuwerten, wird der Download ganz sicher keine großen Anzahl von Anhängern mehr finden. Ich bin selber ein langjähriger Download Käufer, aber wenn ich sehe wie sehr die Zeit beim Download stehen geblieben ist, kann ich nur den Kopf schütteln, der Stream hat mittlerweile an Komfort überholt.
      Das ist aber jetzt wieder ein ganz anderes Thema. ;) Es ging doch darum, dass manche keinen CD-Player mehr haben und darum nur streamen könnten. Was nicht so ist. Wenn man ein Hörspiel unbedingt hören möchte, das im Stream nicht existiert, gibt es eine Alternative zur CD.

      Wir müssen ja nicht immer von Hölzgen auf Stöcksgen kommen. ;)

      Ansonsten bin ich ja bei Dir: Eine Aufwertung des DL wäre sicher eine Option gewesen; ich fand auch, dass dieser Bereich immer sehr stiefmütterlich behandelt wurde.
      Dabei zeigen ja die ÖRR, wie gut das laufen kann. Macht mir gar nichts, mit den DL zu hantieren Die Audiothek macht das sehr komfortabel. Hätte vielleicht eine Art Vorbild sein können...

      Ansonsten habe ich, das gehört auch zur Wahrheit, in meinem Leben viel mit Kauf-DL zu tun gegabt und ich für mich hatte da nie ein Problem mit Qualität oder Abspielbarkeit...
      @Hardenberg Ich glaube da läufst Du bei @hoerspiel offene Türen ein. Ich kenne niemanden, der mehr Downloads kauft als er selbst und der trotzdem sehr darunter leidet wie wenig attraktiv der Download letztlich ist. Darüber haben wir auch einen eigenen thread: Womit könnte man den Download noch attraktiver machen?

      Ich muss ja auch sagen, dass der Download für mich im Vergleich zur CD ein minderwertiges Medium ist. ABER ich kaufe mir von @hystereo den Download, weil sie Hörspiele verkaufen müssen um weitere Hörspiele zu produzieren und streame sie daneben natürlich auch damit mehr Geld in die Kassa kommt. Aber wenn ich die Wahl habe ob ich ein Hörspiel als Download oder CD kaufe, dann ist es die CD. Ansonsten unterstütze ich halt die Labels damit dass ich meine Sammlung streame oder ich Hörspiele, die ich nicht kaufen will, zumindest streame. Denke wir können alle auf unsere eigene Art viel für das Überleben der Labels tun.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      @Hardenberg schrieb…
      Wenn man ein Hörspiel unbedingt hören möchte, das im Stream nicht existiert, gibt es eine Alternative zur CD.

      Aber genau dies ist ja der wunde Punkt. Im derzeitigen Zustand ist der Kauf-Download für viele halt KEINE Alternative! Nicht so lange der Stream vielerorts in technisch deutlich besserer Qualität angeboten wird. Wenn der Download wenigsten in einer besseren Ausstattung (Sprecherliste, etc.) gegenüber dem Stream daherkäme, aber nicht mal dies hebt ihn hervor.

      Auch wenn ich selbst keine Probleme mit DLs hatte.

      Probleme habe ich direkt auch keine. Ich fasse mir einfach alle Tracks verlustfrei zusammen und editiere mir die Tags entsprechend zurecht. Aber ganz ehrlich, wer da draußen macht sich sonst noch die ganze Arbeit?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „hoerspiel“ ()

      Es mag für eine uns beiden unbekannte Zahl an Leuten ein Problem darstellen. Das habe ich verstanden. Und das ist ja auch okay. :)
      Wie viele das letztlich sind, können wir beide nicht ermessen, reine Spekulation.
      Ebenso gut könnten viele auch einfach davor zurückschrecken, Extra-Geld für ein Hörspiel außerhalb des Streams zu berappen. Wir wissen es nicht.

      Aber das ändert ja auch nichts...

      Den DL gibt es nun mal. Rein faktisch. Das war der Punkt. Und wie ich höre, durchaus auch in unterschiedlichen Qualitäten.

      Ob man diese Option dann nutzt oder nicht, ist jedem selbst überlassen. Aber man kann nicht behaupten, es gebe nur die Auswahl zwischen CD und Stream. Denn das entspricht schlicht nicht den Tatsachen.

      Und das war's ja, worum es ursprünglich ging: Was man tun kann, wenn man ein Hörspiel hören möchte und keine CD kaufen will.
      Dann kann man zum DL greifen.
      Oder muss eben im Zweifel verzichten.

      Es gibt halt kein verbürgtes Recht, alle Hörspiele im Zuge einer Flatrate im Stream dargeboten zu bekommen.
      Ist halt so.

      Da muss halt jeder seine Prioritäten setzen.

      Ist ja umgekehrt auch so: Wer nicht streamen mag, muss kaufen - oder ebenfalls verzichten. Völlig normal.

      Und das ist ja auch okay so.

      Was darüber hinaus das Thema Qualität von DL betrifft, so bin ich, wie ich bereits betonte, durchaus bei Dir.

      Wir müssen also nicht krampfhaft eine Opposition kreieren, wo im Grunde gar keine ist. ;)
      Ich schätze sehr viele Hörspiele und die Arbeit, die dahintersteckt. Aber deshalb bin ich trotzdem nicht bereit, mich nach dem Kauf noch mindestens eine halbe Stunde hinzusetzen und Tracks zusammenzufassen und Tags zu setzen. Das gehört einfach zum fertigen Produkt Download dazu und wer ihn anders verkauft hat für mich ein nicht fertiges Produkt angeboten.

      hoerspiel schrieb:

      Ich finde, bei der ganzen Diskussion wird die jüngere Generation komplett außen vor gelassen. Eine Generation die mit dem Stream aufwächst und für die dieses Medium ein ganz normales Medium ist, wie für uns damals die Platte, die Kassette und CD. Stream hat nämlich nicht immer automatisch was mit Geiz ist geil zu schaffen und die „Unterstellung“, das Hörspiel kann einem nichts bedeuten, wenn es nicht auch im Stream erscheint, passt bei dieser Betrachtung nämlich überhaupt nicht. Für viele ist der Stream halt mittlerweile das einzige Medium um Hörspiele zu konsumieren. Einfach mal in diesen Bahnen betrachten. Im übrigen kann der Stream bei Hörspielen funktionieren, wie Audible, Maritim und auch Holysoft deutlich zeigen. Am Ende werden die halt die Label im Stream erfolgreich sein, die flexibel und kreativ sind.

      Sehr wahr!

      Auch wenn ich sehr auf mein Lieblingsmedium, die Schallplatte, eingefahren bin: Streaming auf nem tollen Endgerät kann ich mir auch super vorstellen. Ich liebe ja z. B. mein Internetradio, welches aussieht wie eine alte Radiotruhe in modernisierter Form, auf dem ich auch gern mal einen van Dusen vom DLF oder sowas streame. Und junge Leute lieben halt ihr Smartphone, und nutzen wahrscheinlich jede einzelne App mit einer ähnlichen Begeisterung wie ich meinen Plattenspieler und mein Radio.

      Audible und Holy-App sprechen mich darüberhinaus übrigens auch sehr an mit ihren ganz auf Hörspiel- bzw. Hörbuchhörer zugeschnittenen Oberflächen und Inhalten, das hätte mich als junger Mensch wahrscheinlich sogar begeistert wie nichts anderes!
      Plattenspieler ausmotten: Es gibt wieder neue Hörspiele auf Vinyl! Juhu, die Hörspielwelt wird wieder eine Scheibe! 8o
      @Zak :Wertschätzung ist aber keine Einbahnstraße, die nur von den Hörspielfans vorbehalten sein muss. Auch die Labels sollten diese zeigen. Wenn ich CDs bekomme, die nur ein Einlageblatt haben, unbeschriebene 40 Tracks oder Downloads, die zerstückelt eine 1:1 Kopie des Streamings sind, dann sehe ich hier auch wenig Wertschätzung der Labels dem Sammler gegenüber. Dann darf man sich nicht wundern wenn auch der Sammler streamt.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Ich habe durch Streaming den Eindruck das ich den Wert von Hörspielen nicht mehr so schätze, früher habe ich CD´s gekauft und die des öfteren gehört weil ich sie eben gekauft habe und sie da war, heute "höre" ich ein Hörspiel, dann das nächste und dann das nächste, bei einigen TKKG und ??? Hörspielen weiß ich, das ich sie gehört habe, aber nicht mehr worum es ging.
      Es wird alles schnellebiger, liegt natürlich auch daran das man es selber zuläst.

      So long

      grifter
      "Wenn du es auf der Straße zu was bringen willst, dann bind dich auf keinen Fall an jemand, häng dich an nichts, was du nicht problemlos in 30 Sekunden wieder vergessen kannst wenn du merkst das dir der Boden zu heiß wird."

      Neil McCauley
      Ob ich mich noch gut an ein gehörtes Hörspiel erinnern kann, liegt bei mir eher darin begründet, ob es klasse war und in meinem Kopf nachhallt. Dann schätze ich das Hörspiel auch wert, unabhängig ob es mir auf einem Datenträger oder digital vorliegt. Die letzten Monate haben mir, durch die Holy Hörspiel, ARD Audiothek und Audible App eher den Segen beim Streaming gezeigt. Ich kann derzeit kein Qualitätsverlust durch das Streaming erkennen, ganz im Gegenteil die Vielfalt und Qualität steigt in meinen Ohren.
      Für die Firmen ist es langfristig ja auch so, dass ein immer größerer Backkatalog entsteht, der dauerhaft im Stream verfügbar ist und Einnahmen generiert. Früher waren die Tonträger einfach irgendwann nicht mehr erhältlich oder mussten nachgepresst werden, und soviel "Platz" wie in den Streamingportalen könnte es in den Geschäften ja sowieso nie geben.
      Kenne das von @grifter beschriebene Phänomen auch von mir. Es gibt mehrere Arten wieso und warum einem ein Hörspiel ans Herz wächst und man es schätzt. Natürlich ist der Inhalt DAS Kriterium schlechthin. Aber für mich ist die Kassette, die CD, die Schallplatte oder die DVD/BluRay und die Tatsache, es nicht nur zu hören und ansehen zu können, sondern auch angreifen zu können ein zusätzlicher Verstärker um es wert schätzen zu können. Und natürlich eine zusätzliche Hilfe mit den Inhalt merken zu können. Das das Streaming dies nicht kann, würde ich aber weder als Fluch noch als Segen sondern einfach als Ist-Zustand bezeichnen. Dieses „eine“ Gefühl kann das Streaming eben nicht erzeugen.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#

      grifter schrieb:

      Ich habe durch Streaming den Eindruck das ich den Wert von Hörspielen nicht mehr so schätze, früher habe ich CD´s gekauft und die des öfteren gehört weil ich sie eben gekauft habe und sie da war, heute "höre" ich ein Hörspiel, dann das nächste…


      Das liegt aber nicht unbedingt am Streaming. Viele Hörspiele heute sind halt Einheitsbrei nach Muster X. Früher kannte man auch noch nicht so viele Hörspiele und die wenigen die man hatte kannte man halt meist fast auswendig. Wenn Du schon immer ein riesen Regal mit Hörspiel CDs gehabt hättest ginge es Dir auch nicht als mit dem Streaming glaube ich.
      Und nach über 200 Folgen ??? und TKKG ist es auch logisch, dass man sich da einzelne Plots nicht mehr merkt. Das besondere geht halt verloren wenn die Masse zu Groß ist. Wer soll bsw. noch all die Holmes Vertonungen außeinanderhalten und sich dann noch an Details die sich bei verschiedenen Adaptionen unterscheiden erinnern können? Das geht einem aber auch genauso wenn man statt zu streamen einen Stapel CDs vor sich liegen hat.
      An Highlights erinnert man sich an den Durchschnitt halt nicht. Als Kind hatte nan vielleicht 20-25 Hörspiele da konnte man sich auch an schlechte erinnern.
      mfg
      warbird

      Life is a journey not a destination.
      Wenn man ein Hörspiel mehrmals hintereinander hört, dann schätzt man es auch mehr und kann sich logischer Weise auch besser daran erinnern. Und wie geschrieben die Verbindung des Hörens mit anderen Reizen wie eine CD- oder Kassettenhülle unterstützt dieses „auswendig“ lernen oder erinnern auch noch. Klassisches Beispiel ist bei mir das Hören von Durch die Wüste von MARITIM und das gleichzeitige Essen des Spinatstrudels in meiner Kindheit. Höre ich heute das Hörspiel bekomme ich Gusto auf Spinatstrudel. Esse ich Spinatstrudel dann kommt mir das Hörspiel in den Sinn. Ähnliches habe ich auch mit Spielsachen und einem bestimmten Hörspiel. Aber auch Hörspiele mit bestimmte Wegstrecken, die ich während dem Hören absolviert habe. Wenn ich das Hörspiel höre, sehe ich wieder die Landschaft und umgekehrt. Und klarer Weise ist das nicht nur auf CD beschränkt sondern funktioniert auch beim Streaming. Aber für mich, und da gibt es kein richtig oder falsch sondern nur ein ganz persönliches subjektives Empfinden, ist die innere Wertschätzung und auch die Freude, die ich verspüre, beim Hören von CD etc. größer, als wenn ich streame. ABER für mich hat gerade deshalb das Streaming einen unglaublichen Schub als Hörspielfan gebracht, weil ich als bekennender Streamer erst bemerkt habe und wieder gelernt habe meine Hörspielsammlung zu schätzen. Vor dem Streaming war sie irgendwie etwas Selbstverständliches. Heute ist sie etwas Besonderes, der „Sonntagsbraten“, den es nicht rund um die Uhr sondern nur an besonderen Tagen gibt. An den übrigen Tagen gibt es das Streaming. Mit dem ich auch zufrieden und glücklich bin.
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Bei der schieren Masse an Hörspieldatenträgern die Du besitzt würde ich mal vermuten dass Du dich da zu 99% auch nicht besser an den Inhalt erinnern kannst als an den von Dir gestreamten Sachen.

      Ist die Masse zu groß erinnert man sich nicht gut daran.
      mfg
      warbird

      Life is a journey not a destination.