STREAMING … Fluch oder Segen? Umfrage Seite 19/20

      STREAMING … Fluch oder Segen? Umfrage Seite 19/20

      Ich zitiere kurz aus [SPOTIFY] Hörspiel-Playlisten von Wadgar Ellace

      Mindnapping höre ich fast jeden Tag! Alle Folgen rauf und runter. Super, dass es das da gibt, auf CD ist mir so eine Serie zu teuer. Endlich die aktuelle Folge!!!

      Dazu mein Reaktion:

      Ich bin ehrlich gesagt froh, dass hier der Großteil anders denkt! Ich finde es recht egoistisch und zeugt von Kurzeitdenken, wenn man Produktionen (hier genannt MindNapping) begeistert „rauf und runter hört“ und im gleichen Satz dann sinngemäß äußert, dass sie das Geld (CD durchschnittlich 7,99 EUR bspw. bei Pop) nicht wert sind (zu teuer). Genau dieses Gedankengut (möglichst alles für Lau) zerstört bereits in vielen Bereichen unserer Gesellschaff: Vielfalt, Qualität und Existenzen!

      Sorry, aber wenn alle so denken würden wie du, dann wäre es hier bald recht still und der Markt wäre mehr als überschaubar! Die CD- und Download-Käufer finanzieren dein Hobby…oder glaubst du ernsthaft, dass du mit 10 Euro (Monat) auch nur annähernd die Verhältnismäßigkeit von Konsum und Aufwand abdeckst?

      Dazu noch: Es geht nicht gegen Wadgar Ellace an sich, sondern eher an die Sichtweise bzw. Einstellung, oder genauer gesagt: Der Trend der sich in so vielen Bereichen längst abzeichnet. Wie denkt ihr darüber?
      Für Leute ohne viel Geld ist Streaming bestimmt ein Segen.
      Für die Labels ist es aber ein Fluch. Ich höre auf, eine Serie auf CD zu kaufen, wenn es sie als Stream gibt. Warum genau kann ich kaum sagen. Aber das ist vermutlich der Sparfuchs in mir. Warum kaufen, wenn ich es auch so hören kann? Und für das Geld kauf ich mir dann etwas, was ich mir sonst aufgrund von Geldmangels nicht gekauft hätte.
      Arguing that you don’t care about the right to privacy because you have nothing to hide is no different than saying you don’t care about free speech because you have nothing to say.
      "All you can Eat", "All-inklusive Urlaub", "Flat-rate Internet und Telefonie", Fluch oder Segen?

      Worte wie "egoistisch" und "Kurzzeitdenken" sind hier nicht nur total deplatziert, sondern ziemlich anmaßend. Jemand ist kein besserer Mensch, nur weil er CDs oder Briefmarken sammelt.

      Und von kamicas Ansatz "für Leute ohne viel Geld" sollte man sich auch langsam mal lösen, ich streame nicht, weil ich mir keine Downloads und CDs leisten kann, sondern weil ich die (meisten) Hörspiele nicht besitzen will, schon gar nicht in physischer Form.
      Ich hab ja damals 2002 in der Wiener U3 zwischen Volkstheater und Neubaugasse mit dem Motorala A920 von Drei und Leni Riefenstahl das erste Selfie der Geschichte geknipst” - Aus meiner Biografie, erschienen im Jahr 2039, geschrieben im Jahr zuvor am Pool einer Finca auf den Balearen
      Ich finde das immer sehr verwunderlich wenn man sagt: Ich kann es mir nicht leisten, also mache ich das so!" (meine freie Wortwahl)
      Ich habe von meinen Eltern gelernt:
      Wenn du etwas haben willst, was du dir nicht leisten kannst, heißt es sparen, bis du es dir leisten kannst. Das fängt im Kleinen an. Oder man verzichtet auf etwas anderes. Einfache Logik.
      Nein Streaming finde ich wirklich nicht gut! Das macht leider vieles kaputt und als Werbung, wie es oft angepriesen wird, sehe ich das auch nur bedingt (siehe Beispiel von pmartin).
      "Der Anfang des Denkens, ist der Tod der Sinne" - aus dem Programm ≈Weltensegler≈
      Ich habe noch nie gestreamt weil ich UNTER GARANTIE (!) etliche laufenden Hörspielserien die mir nicht so am Herz liegen ich aber trotzdem mit meinem Kauf unterstütze bestimmt nicht mehr kaufen würde, bzw. erst recht den Kauf einer neuen Serie auf unbestimmte Zeit aufschieben würde. Daher werde ich auch niemals Streaming-Dienste nutzen. Wieso auch? Ich lerne Folge 1 kennen, warte ab bis Folge 2 erscheint zum weiteren kennen lernen. Dann kommt Folge 3 und ich verfalle definitiv in eine Position die mich veranlassen würde einfach so weiter zu hören. Weil es ja funktioniert.

      Ich bleibe dabei mit meiner Meinung und die kann mir niemand nehmen: Sobald ein komplettes Hörspiel kostenlos hörbar ist, egal wo z.B. bei Spotify oder Youtube, gibt es einige Hundert bis Tausend Käufer der CDs und MP3s weniger. Das ist meine Meinung. Ich kenne ein paar Verkaufszahlen von Hörspielserien. Streaming-Dienste gibt es jetzt auch schon eine Weile. Also kann man mittlerweile ein aussagekräftiges Ergebnis recherchieren: Ich erkenne KEINE (!), in Wiederholung KEINE Steigerung der Verkaufszahlen, weil Interessierte mit dem Probehören im Stream so begeistert waren und ab sofort wegen der "tollen Serie" zum Kauf von CD und MP3 gegriffen hätten. Eigentlich müssten die Verkäufe im monatlichen Rhythmus nach oben regelrecht explodieren, bei so vielen Streaming-Nutzern und auferstehenden Portalen. Wenn auf 1000 Nutzer 1er zum Kauf und Sammeln der Serie bewegt wird, dann ist das sicherlich schon viel.

      Gerne darf ein Label an dieser Stelle mitteilen (ohne Nennung von Zahlen), dass die Präsenz in Streaming-Portalen (weil da die User die Serien kennen lernen können) den Verkauf von CDs und MP3s in den letzten 2 Jahren gefördert hat?! Man stösst bei mir auf offene Ohren.
      Wenn es zudem ein Label gibt, welches solide Umsätze durch Streams erhalten hat, die sich gut mit den CD-Umsätzen ergänzen um weitere Folgenummern einer Serie entstehen lassen zu können dürfen sich auch sehr sehr gerne melden, um meine Meinung zu entkräften.

      audioroman.de schrieb:

      Gerne darf ein Label an dieser Stelle mitteilen (ohne Nennung von Zahlen), dass die Präsenz in Streaming-Portalen (weil da die User die Serien kennen lernen können) den Verkauf von CDs und MP3s in den letzten 2 Jahren gefördert hat?!

      Na, da kannst lang drauf warten. CDs und mp3s sind aussterben Produkte, die von einer kleinen Fanszene weiter am Leben gehalten werden. Neukunden werden keine hinzukommen, weder durch Streaming noch durch sonstwas. Tausend Käufer weniger wegen Spoti? Na, dann verkaufen viele ja jetzt minus 300 bis 500 CDs...

      audioroman.de schrieb:

      Wenn es zudem ein Label gibt, welches solide Umsätze durch Streams erhalten hat, die sich gut mit den CD-Umsätzen ergänzen um weitere Folgenummern einer Serie entstehen lassen zu können dürfen sich auch sehr sehr gerne melden, um meine Meinung zu entkräften.

      Natürlich gibt es die, würdest Du Dich ein wenig mit der Materie beschäftigen, dann müsstest nicht danach fragen. Allerdings halte ich es für ausgeschlossen, dass Dir irgendwer Einblick in seine Zahlen gibt. Aber Du kannst ja mal versuchen, Sebastian Pobot was zu entlocken :D

      Überhaupt, es ist Schade, dass es so wenig Interviews mit Leuten, die sich auskennen gibt und bei denen sich der Interviewer entsprechend vorbereitet hat. Man müsste mal Sebastian Pobot und mich gemeinsam auf eine Bühne holen 8)
      Ich hab ja damals 2002 in der Wiener U3 zwischen Volkstheater und Neubaugasse mit dem Motorala A920 von Drei und Leni Riefenstahl das erste Selfie der Geschichte geknipst” - Aus meiner Biografie, erschienen im Jahr 2039, geschrieben im Jahr zuvor am Pool einer Finca auf den Balearen
      Wenn ein Label seinen gesamten Katalog als Stream anbietet, würde ich auch keine mp3-Datei kaufen. Wozu? Das sind alles kluge Geschäftsleute, die wissen schon was sie machen. Wie oft wird hier dem Kunden von Seiten einiger Labels über den Mund gefahren, wenn man solche Dinge anspricht oder gar in Frage stellt! Von daher ist es mir völlig egal, ob das Label Geld damit verdient oder nicht. Wer es anbietet, weiß was er macht.
      ...die Frage des Threads lässt sich wohl erst in den nächsten Jahren klar beantworten. Klar ist, das durch die lustige Bezahlung von 0,0000012 Cent (oder so ähnlich, ich weiß die reale Zahl nicht!), nur lohnt, wenn ganz ganz viele das Hörspiel hören. Es ist aber doch so, das viele Hörspiele diese Zahlen nicht erreichen. Ich bezweifele das das Interesse wächst, nur weil es im Streaming läuft. Denn im Streaming muß es ja auch erstmal gefunden werden. Wie will ich etwas finden, von dessen Existenz ich als Hörer nichts weiß? Ich denke Streaming schadet eher...weil viele Gelegenheitshörer dann halt hier und dort ein Hörspiel "Gratis" hören und es nicht mehr kaufen, was sie vorher bereits getan haben.
      ..........und woher weiß ich das? Ich bin auch schon Streaming-Nutzer und habe Hörspiele gehört, die ich sonst gekauft hätte....und hab sie nach dem Hören nicht gekauft...kann ich ja jederzeit wieder anhören. Bis aber von meinen Hörverhalten die 2,- Euro (vielleicht auch 3) erreicht werden, die der Produzent beim Kauf einer CD bekommen würde....das dauert...
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      Der größte Segen ist das ich mittlerweile so gut wie keine Testkäufe mehr machen muss!!! Damals hätte ein Label wie das dass den Hexer neu vertont hat, früher Nocturna, zumindest noch einen CD Verkauf durch mich gehabt bevor ich weiß, dass ich diese Reihe nicht weiter kaufen werde, weil mir die Qualität nicht zusagt. Heute höre ich Dutzende Sachen, die gut genug sind, um sie immer wieder mal anzuhören, aber nicht gut genug, um sie auch für relativ viel Geld in Regal stehen haben zu müssen!!!

      Wer seine Sachen dort anbietet, muss damit leben, das sie auch genutzt werden!!! Ich spare im Vergleich zu früher mittlerweile knapp 50 Euro im Monat und höre mehr als früher. Wenn das eine schlechte Entwicklung ist sollten die Anbieter es nicht anbieten!!!

      Weltensegler schrieb:

      Ich finde das immer sehr verwunderlich wenn man sagt: Ich kann es mir nicht leisten, also mache ich das so!" (meine freie Wortwahl)
      Ich habe von meinen Eltern gelernt:
      Wenn du etwas haben willst, was du dir nicht leisten kannst, heißt es sparen, bis du es dir leisten kannst. Das fängt im Kleinen an. Oder man verzichtet auf etwas anderes. Einfache Logik.
      Nein Streaming finde ich wirklich nicht gut! Das macht leider vieles kaputt und als Werbung, wie es oft angepriesen wird, sehe ich das auch nur bedingt (siehe Beispiel von pmartin).


      Diese Argumentation halte ich schlicht für falsch.
      Steaming ist legal, die Labels stellen Ihre Produkte freiwillig ein. Und wenn jemand Streaming Angebote nutzt dann ist das völlig OK. Entweder mit Werbung gratis oder für zusammengesparte 10€ ohne werbung. Man "kauft" sich das streaming ja, von daher ist der Elternspruch total deplatziert. Sonst dürfte man sich ja auch keinen Tatort im TV ansehen sonder sich die DVD vonkaufen....
      mfg
      warbird

      Life is a journey not a destination.
      Ja, aber ich habe das Gefühl, dass "Weltensegler" gar nicht weiß, was Streaming ist, sondern glaubt, das sei was Illegales von den Kokosnussinseln.

      Detlef hat meiner Ansicht nach den zentralen Punkt angesprochen "Denn im Streaming muß es ja auch erstmal gefunden werden". Der Wettbewerb ist jetzt viel härter als in der Zeit vor dem Streaming, jedes neu erschienene Hörspiel konkurriert mit tausenden anderen. Marketing und Werbung und gute Öffentlichkeitsarbeit wird plötzlich das entscheidende Thema, hier werden sich die Labels neu erfinden müssen. Von Sebastian Pobot lernen, heißt Siegen lernen, so mein Eindruck.
      Ich hab ja damals 2002 in der Wiener U3 zwischen Volkstheater und Neubaugasse mit dem Motorala A920 von Drei und Leni Riefenstahl das erste Selfie der Geschichte geknipst” - Aus meiner Biografie, erschienen im Jahr 2039, geschrieben im Jahr zuvor am Pool einer Finca auf den Balearen
      Ja stimmt. Es ist viel mehr Wettbewerb da als früher wo man es halt im Supermarktregal mit einer überschaubaren Auswahl zu tun hatte. Außerdem gibt es verglichen mit früher viel weniger potenzielle Interessenten.
      Und dann kommt ja auch noch dazu dass es keine alten Sachen mehr gibt, die man nicht mehr im Regal findet - die bleiben im virtuellen Regal einfach verfügbar.
      mfg
      warbird

      Life is a journey not a destination.
      Wiedermal ein provokantes Thema was die Hörerschaft spaltet. Und ich muss ganz ehrlich sagen, manchmal lohnt es sich einfach nur zu lesen und die Klappe zu halten. Der arme Streaming-User, der sich freut, die neue Folge endlich hören zu können, weil er die CD zu teuer findet. Es sind 7,99 Euro - das waren mal fast 16 D-Mark - Wer hat denn vor knapp 15 Jahren für ein Hörspiel auf CD soviel bezahlen wollen oder können? Ich nicht und viele andere auch nicht. Und Streaming ist nun mal der neue Weg um das Medium Hörspiel zum Hörer zu bringen. Da muss man sich eben überlegen wie man das machen kann und finanziert; und ganz ehrlich - die Presskosten für CDs sind im Gesamtkostenplan der Produktion lächerlich gering und Streaming ist kostentechnisch gesehen trotzdem noch viel billiger, die das Label noch nicht mal zahlen muss. Zumindest hab ich noch nichts davon gehört, dass Streaming-Anbieter vom Label Geld verlangen damit ihr Produkt in den Katalog aufgenommen wird. Sollte man vielleicht mal drüber nachdenken, das für Hörspiele zu tun, weil die so kleine Abrufzahlen produzieren....

      Es muss sich schon irgendwo rentieren - sonst würde man das als Label vielleicht auch nicht machen. Andererseits soll es ja tatsächlich Labels geben die Ihre Produkte zum Hören machen und nicht um den schnöden Mammon und Reibach zu machen. Sie freuen sich, wenn ihre Geschichten gehört werden, egal ob dafür bezahlt wurde oder nicht. "Streaming-Hörer machen den Markt kaputt - wertschätzen die Produkte nicht - die sind Schuld daran das nicht mehr weiter produziert werden kann, weil zu wenig Geld in die Kassen kommt." Ja, erst waren es die Raubkopierer, jetzt sind es die Streaminghörer, die, wenn auch nur einen geringen Obulus, trotzdem was für den Dienst zahlen oder Werbung ertragen müssen. Insgesamt ist das Bezahlkonzept bei Streaming-Diensten für die Rechteinhaber schon lukrativ. Es lassen sich zwar keine Millionen schöffeln, aber ein netter Nebenverdienst. Die Streaming-Anbieter haben zwar hohe Kosten, dennoch können aus den verbleibenden Einnahmen den Labels eine Vergütung gezahlt werden. Die Höhe hängt halt davon ab, wie oft etwas gehört wird. Und hier, so muss man ja sagen, müsste man diesem einen Streaming-User doch mal "Danke" sagen, weil er diese Hörspiele rauf und runter hört. Warum? Na das produziert "Klicks" und indirekt Einnahmen, wenn auch nur wenige Cents - und wenn er das über Tage und Wochen so treibt, 24 Stunden rund um die Uhr kommen da doch mehrere 100 Listens im Monat zusammen. Dieser User investiert quasi seine 10 Euro in das Hörspiel und wenn er jeden Monat so weiter macht wird über die Jahre gerechnet auch der gleichwertige Umsatz wie für den Kauf einer CD zusammen kommen - nur ohne das es je eine physische CD produziert werden musste. Also auch noch ökologisch und umweltbewusst. Ja, ja ich weiß der Umwelt-Aspekt-Vergleich hinkt.

      So, das mal meine 26 Cent = 50 Pfennig - mehr hab ich grad nicht.
      timeshift.blackdays.de - TimeShift - kostenlose Hörspielreihe in 8 Episoden - * TS 7.1 TechDemo * Hörspielszene in 7.1 Ton
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      Ich höre nicht 24 Stunden am Tag :D
      Und bis 10 Euro durch Streaming von nur einer Produktion zusammen sind, müsste ich das Hörspiel wohl ca 1.000 mal komplett hören. Ich fürchte darauf wird kein Produzent hoffen dürfen, insofern ist Streaming wohl mit Sicherheit keine alternative Einnahmequelle. Schade eigentlich...

      @Chris
      Es ist schön, dass ich für so Naiv gehalten werde, dass ich nicht weiß was Streaming bedeutet.
      Es ist mir durchaus bewusst, dass es sich dabei nicht um etwas illegales handelt.

      Mir ist es ebenfalls durchaus bewusst, dass die Firmen selber ihr ok für Streaming gegeben haben.
      Ich finde es nur etwas befremdlich, wenn man glaubt den Firmen damit etwas gutes zu tun. Ich habe mich schön öfter mit Leuten über ihr empfinden des Preises eines Hörspieles unterhalten. "Das ist alles so teuer und ich kann es mir nicht leisten, deshalb höre ich mir die Hörspiele im Stream an". Ja aber wenn das bald alle machen, gibt es eben keine Hörspiele mehr. (Es gibt keine Quellen, da ich auch ein Leben außerhalb des Internets habe und mich mit Menschen unterhalte).

      Mir geht es nur darum, wenn man wirklich etwas haben möchte, dann muss man eben sparen.
      Ergänzung:
      Natürlich ist es jedem überlassen zu entscheiden, ob ein Streaming Dienst genutzt wird oder nicht. Ich finde es nicht gut. Gründe wurden hier ja schon genannt. Und jeder schneidet sich ins eigenen Fleisch, wenn man zumindest eine Lieblingsserie hat. Wenn einem das alles egal ist und es nur um das Hören von irgendwas geht ist doch alles super. Material kommt ja ständig neues heraus.

      Und im Übrigen die Kokosnuss Insel ist großartig und ich liebe mein Märchenschlummerland! Ich habe noch nicht einmal ein Smartphone, da ich es für unnütz halte. So unterschiedlich sind die Meinungen.

      Und bitte keine Umrechnung mehr in DM. Die ist weg, kommt nie wieder. Es hat sich so viel verändert in der vergangenen Zeit!!!
      "Der Anfang des Denkens, ist der Tod der Sinne" - aus dem Programm ≈Weltensegler≈
      sorry aber ich finde weltenseglers Standpunkt nicht nachvollziehbar.
      Wenn streaming für Hörspiele schlecht ist, dann sollen die Label sie dort nicht einstellen.
      Niemand schneidet sich ins eigene Fleisch weil er streaming Angebote nutzt statt CDs oder MP3s kauft.
      Label produzieren kein Hörspiel MCs oder LPs mehr, weil es sich anscheinend nicht rechnet. Wenn sich streaming nicht rechnet, bitte, sollen sie es auch lassen.
      mfg
      warbird

      Life is a journey not a destination.
      Ich komme mir immer noch so vor, als hätte ich ein paar Jahre im Koma verbracht....

      Wie alt sind die Beiträge - von Hörern und Machern - "Streaming bringts nur im Cent-Bereich und ist nur für Big Player interessant" etc. War das nicht erst gestern noch??

      Wie kann man dann heute schon vom Ende des Downloads !! - der Feind der CD, was war mit diesen ganzen Diskussionen, auch schon wieder hinfällig - hinausrufen, ich raff es nicht.

      Andererseits richtig, wenn ich nichts damit verdiene, wieso biete ich es im Streaming an? Selbst Audionarchie, die da ja bekannte Gegner sind, sind ja vertreten. Muss man diesen Umsatz heute gezwungernmaßen mitnehmen, auch wenn man denkt, man schneidet sich damit ins eigene Fleisch (weniger CD-Verkäufe)?

      Ich schnall das nicht.

      Und Chris, du führst immer Pobot als Visionär und Helden der Arbeit an, letzten Endes hast du sicher auch wie wir alle nur seine optimistischen Interviews gelesen und kennst keine Interna oder?
      Natürlich habe ich auch von der These, dass die Zahl der Follower ein Indiz für die Popularität sei, gelesen. Ich finds trotzdem merkwürdig, dass man dass auch noch feiert, im Grunde feiert man doch "ja geil, noch mehr Leute, die nicht den kalkulierten Betrag für mein Produkt ausgeben".. ?!
      Ich finde es gut, dass durch Streaming viele, auch ältere Produktionen (Beispiel: Maritim) einem großen Publikum zuhänglich gemacht werden.
      Generell finde ich es gut, wenn jeder Hörer eine Wahl hat, das heißt, wenn er sich die Produktion auf CD, als Download oder per Streaming anhören kann, ganz wie er möchte.
      Nur glaube ich, dass aufgrund geringer zu erwartender Verkaufszahlen sich eine CD-Veröffentlichung für viele Labels einfach nicht lohnt.
      Aber dann doch lieber als Stream, als überhaupt nicht oder als teures, abgenudeltes Sammlertape vom Flohmarkt.
      Ich fände es auch begrüßenswert, wenn etwa Filme simultan im Kino, auf DVD und als Stream veröffentlicht würden.

      Was mich nur unheimlich nervt, sind die Leute, die sich strikt weigern eine Produktion zu hören, weil sie ausschließlich als Stream oder Download zu haben ist.
      Schließlich geht es (zumindest mir) ja ums Hören, und nicht darum, dass möglichst viel im Regal steht.

      Weltensegler schrieb:

      Es ist schön, dass ich für so Naiv gehalten werde, dass ich nicht weiß was Streaming bedeutet.
      Es ist mir durchaus bewusst, dass es sich dabei nicht um etwas illegales handelt.

      Sorry, aber so weit hergeholt war das von mir nicht. Schließlich hat in einem Interview auch Oliver Rohrbeck als Labelboss Streaming mit illegalem Saugen verwechselt. Ist aber schon einige Zeit her, mittlerweile wird ihm das wohl nicht mehr passieren.

      Weltensegler schrieb:

      Mir geht es nur darum, wenn man wirklich etwas haben möchte, dann muss man eben sparen.

      Omas Sprüche ziehen aber in einer Zeit, in dem Mieten in allen Lebensbereichen gegenüber Besitzen massiv an Bedeutung gewonnen hat, nicht mehr. Mittlerweile schon zwei Jahre alt, hat der SZ-Artikel "Das kaufen wir euch nicht ab" (sueddeutsche.de/kultur/digital…r-euch-nicht-ab-1.1756994) nichts an Bedeutung verloren, ganz im Gegenteil. Darauf kann man sich nun einstellen, oder ewig rumjammern, dass wir alle sterben werden und unsere Hörspiele auch. Ersteres stimmt, zweiteres nicht.

      Weltensegler schrieb:

      Ich finde es nur etwas befremdlich, wenn man glaubt den Firmen damit etwas gutes zu tun.

      Ein Telekom-Aktionär findet es auch befremdlich, dass die Leute für die Internetnutzung nicht nach verbrauchten Kilobytes bezahlen, obwohl sein Unternehmen ja so viel investiert hat in Lizenzen und Netzausbau. Diese moralische Wertung finde ich ohnehin reichlich unangebracht. Wenn ich etwas Gutes tun will, dann kaufe ich kein Hörspiel, sondern spende für die Erdbebenopfer in Nepal oder jetzt wieder für die Flüchtlingshilfe. Dass sich jeder als Mäzen oder gar Produzent bzw. Retter der Hörspielwelt fühlt, weil er nen Zehner für ne CD locker gemacht hat, nun ja, ich weiß nicht.

      Nebenbei dopple ich auch noch die 50 Pfenning vom Telliminator auf, ich finde auch nicht, dass der Umweltaspekt hinkt.
      Ich hab ja damals 2002 in der Wiener U3 zwischen Volkstheater und Neubaugasse mit dem Motorala A920 von Drei und Leni Riefenstahl das erste Selfie der Geschichte geknipst” - Aus meiner Biografie, erschienen im Jahr 2039, geschrieben im Jahr zuvor am Pool einer Finca auf den Balearen

      Weltensegler schrieb:

      Warbird ich habe differenziert. Wenn es nur ums Hören geht ist doch alles super.
      Wenn es aber um spezielle Wunsch- oder Lieblingsserien geht ist es etwas anderes.


      ne ist es nicht.Ist genau das gleiche, Lieblingsserie hin oder her.
      ich kann mir ja auch nicht aussuchen ob ich mein lieblingshörspiel auf CD, MC oder LP kaufe, da es schlicht nicht in der gewünschten Form angeboten wird. Bald fällt dann noch die CD weg und man kann nur noch als MP3 kaufen.
      Da streame ich dann lieber :D
      Ausnahme sind nur noch CDs zu Schnäppchenpreisen deren Inhalt es bei Streamingportalen nicht gibt und die mir wichtig sind, und das sind bei mir halt grade noch die 2 klassiker TKKG und ???. Und die muss ich auch nicht sofort haben sondern kann auf einen günstigen Preis warten, und selbst dann liegen die sachen meist noch ein paar wochen ungehört rum, weil ich erst noch was fertig streamen möchte :)
      Die StarWars Hörspiele habe ich mir bsw auch auf CD gekauft, da ich die genial finde und da sie halt nicht bei streaming zu finden sind.
      Aber wären die genannten Sachen zum streaming verfügbar hätte ich sie nicht gekauft. Aber da haben die Label halt beschlossen nein zum streaming zu sagen.
      Jemand der seine Sachen zum streaming anbietet sollte so vernünftig sein einzusehen, dass einigen Leuten dies eben reicht.
      Wer sowas als Produzent\Label nicht lesen will der soll streaming halt nicht anbieten.
      mfg
      warbird

      Life is a journey not a destination.

      warbird schrieb:

      Wenn streaming für Hörspiele schlecht ist, dann sollen die Label sie dort nicht einstellen.

      Markus0815 schrieb:

      Andererseits richtig, wenn ich nichts damit verdiene, wieso biete ich es im Streaming an? Selbst Audionarchie, die da ja bekannte Gegner sind, sind ja vertreten


      Audionarchie stellt dort gar nix ein, sondern deren Download-Vertrieb aka Highscore Music. Das Highscore extrem offen für den Download ist und CDs als tot erklärt, ist bekannt ;)
      Warum es angeboten wird? Es ist halt Inn, aber ob das auf lange Sicht gluck ist?! Warum sollten so die nötige Anzahl von Hörern zusammenkommen?! Okay, solang es noch die CD und die legalen Downloads gibt, gibt es evtl. eine schöne Gesamtsumme.
      Aber warum einige den Punkt übersehen, das so auch Käufer der "Teueren Versionen" (Download/CD) verloren gehen können, verstehe ich nicht...

      Je mehr Kunden zum Streaming wechseln, vielleicht sogar aus Frust über die schwankende Qualität bestimmter Produzenten, desto schwieriger wird es die Produktionssumme zu erreichen...
      Im Umkehrschluss heißt das, das es irgendwann wieder eine Marktbereinigung gibt und nur die "starken" überleben. Aber ob das gut ist?
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      hoernews.de
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      Detlef schrieb:

      Audionarchie stellt dort gar nix ein, sondern deren Download-Vertrieb aka Highscore Music. Das Highscore extrem offen für den Download ist und CDs als tot erklärt, ist bekannt


      Da hat CB sicher ein Wort mitzureden, ob seine Produkte da eingestellt werden oder nicht?

      Detlef schrieb:

      Es ist halt Inn


      Aber wieso?? Für den Kunden, versteh ich, aber die Produzenten-Seite entzieht sich mir.

      Markus0815 schrieb:

      Und Chris, du führst immer Pobot als Visionär und Helden der Arbeit an, letzten Endes hast du sicher auch wie wir alle nur seine optimistischen Interviews gelesen und kennst keine Interna oder?

      Interna nicht, aber ich habe ähnlich wie daneel mit den Playlisten auch ein Hobby und ein Excel-File mit den Followerzahlen von Serien und den Abrufzahlen von Hörspielen auf Spoti. Daher kann ich durchaus relativ genau abschätzen, wie viel Umsatz ein Hörspiel auf Spoti generiert, für welche Serien es sich bereits jetzt lohnt, für welche noch nicht und für welche es sich nie lohnen wird.

      der markus schrieb:

      Nur glaube ich, dass aufgrund geringer zu erwartender Verkaufszahlen sich eine CD-Veröffentlichung für viele Labels einfach nicht lohnt.

      Das ist nun aber auch eine Behauptung, für die du jeglichen Beleg schuldig bist. Bei einem Label weiß man sicherlich exakt, wie viel geringer der CD-Absatz bei einer Folge ist, die sofort im Stream abrufbar ist, im Vergleich zu einer, die man erst paar Monate später reinstellt und zu einer, die man nie reinstellt.

      Wir müssen einfach akzeptieren, dass es unterschiedliche Kunden gibt: Diejenigen, die auf einen physischen Datenträger bestehen, diejenigen, die es besitzen und bequem haben wollen und bei Amazon oder iTunes schnell auf KAUFEN klicken, diejenigen, die die Hörspiele von einem externen Anbieter verwaltet und als Stream bereitgestellt haben wollen.

      der markus schrieb:

      Andererseits richtig, wenn ich nichts damit verdiene, wieso biete ich es im Streaming an? Selbst Audionarchie, die da ja bekannte Gegner sind, sind ja vertreten. Muss man diesen Umsatz heute gezwungernmaßen mitnehmen, auch wenn man denkt, man schneidet sich damit ins eigene Fleisch (weniger CD-Verkäufe)?

      Vielleicht weil die CD-Verkäufe gar nicht so sehr zurückgehen? Und der entscheidende Grund ist wohl ein ganz naheliegender. Viele Leute zahlen keine x Euro für eine CD bzw. y Euro für einen Download. Die saugen es dann halt illegal von der Insel. Ist doch logisch, dass man die dafür anfallenden Kleckerbeträge auch als Kleinlabel lieber mittels der Streams selbst einsackt als sie den Insulanern zu überlassen.

      Letztlich sind die Streams die Antwort der Musikindustrie auf das Filesharing. Napster ist ja nicht mehr das Napster von früher, stimmts Weltensegler ;)
      Ich hab ja damals 2002 in der Wiener U3 zwischen Volkstheater und Neubaugasse mit dem Motorala A920 von Drei und Leni Riefenstahl das erste Selfie der Geschichte geknipst” - Aus meiner Biografie, erschienen im Jahr 2039, geschrieben im Jahr zuvor am Pool einer Finca auf den Balearen
      Ich hab da noch einen Punkt, den ich völlig außer acht gelassen habe. Den will ich mal loswerden, in Form eines Beispiels.

      Ein Label verkauft eine CD zum bestmöglichsten Preis. Der Kunde ist glücklich und hört es sich hundert mal, tausend mal oder noch öfter an - bis ihm schlecht wird von mir aus. Das Label hat Geld verdient mit dem Verkauf von einer CD. Jetzt kopiert dieser Käufer sich die CD für mal im Auto zu hören und macht sich davon vielleicht ein MP3 um es zu Hause auf dem PC oder auf dem Handy, Tablet etc. zu hören. Der Kunde nutzt das Hörspiel was er ehrlich erworben hat auf viele Art und Weise mit den modernen Möglichkeiten die man heute so zur Verfügung hat. Nun, muss das Label vielleicht zähneknirschend feststellen - Mist er hat es einmal gekauf und kann es so oft nutzen wie er will bzw. bis die CD kaputt ist. An den vielen Einsatzmöglichkeiten verdiene ich gar nicht mehr. Hier kommt nun das Streaming ins Spiel. Hier "verdient" das Label mit jedem mal hören seines Produktes, egal ob es auf dem Handy läuft, dem TV, Computer usw. vom klassischen Dauertonträger mausert sich das Produkt zum "pay-per-hear" Angebot und lässt die Kasse bei jedem abspielen klingeln. Das meine Freunde ist Geld verdient.

      Nun kann man sagen, ja wenn er aber nur einmal hört verdient das Label nix bzw. nicht so viel. Ja, stimmt, aber der Hörer spart Geld. Wer kauft sich eine CD um sie nur einmal zu hören? Das ist doch weggeworfenes Kapital. Das ist hart verdientes Geld. Manche haben nicht mal so einen hohen Stundenlohn wie ein Hörspiel kostet, geschweige denn die Zeit bei so einem geringen Verdienst sich Hörspiele anzuhören. Ich triffte ab... sorry.
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