Welche Einleitung in einem Hörspiel bevorzugt ihr?

      Welche Einleitung in einem Hörspiel bevorzugt ihr?

      Welche Bedeutung hat für euch die Einführung, also der Beginn eines Hörspiels? Soll sie sehr lange und erklärend sein, soll sie kurz und prägnant sein oder wollt ihr zu Beginn im Unklaren sein, um was es denn eigentlich geht? Welche Möglichkeiten einer Einführung in die Geschichte fallen euch ein? Wie gefällt euch eine Einführung und ein Beginn eines Hörspiels am besten und was habt ihr nicht so gerne? #winkewinke#
      Also grundsätzlich habe ich da keine Favoriten. Es geht ja darum, wie die Geschichte am besten präsentiert werden kann. Auch ist der Anfang vielleicht Genre abhängig. Ich kann zumindest nicht sagen, dass ich da irgendetwas bevorzugen würde. Die Einleitung in die Geschichte sollte aber nicht sooo lange dauern.
      Mir geht es im Grunde genau so. Ich mag jedoch originelle Einleitungen. Und ich mag es wenn eine Geschichte in einer Serie/Reihe nicht immer gleich nach Schema F beginnt. Hier finde ich Abwechslung als sehr motivierend zum hören. Marco Göllner hat uns dies ja mit Dorian Hunter wunderbar bewiesen. Möglichkeiten eine Geschichte zu beginnen, gibt es ja viele.
      Ich habe nur eine Art, wie ich eine Einleitung nicht mag: Wenn man in die Geschichte geworfen wird und auch nach 10 Minuten nicht klar ist, wer da handelt oder worum es überhaupt geht. Man muss nicht mit der Tür ins Haus fallen, aber erst 5 Minuten vor Schluss zu erfahren, was der Plot des Hörspiels ist, ist einfach nichts für mich.
      Arguing that you don’t care about the right to privacy because you have nothing to hide is no different than saying you don’t care about free speech because you have nothing to say.
      Da habe ich keine Vorlieben! Die Einleitung soll einfach originell sein! Und nicht in jeder Serie gleich! Nicht alle Hintergründe zur Story und Hauptfigur müssen gleich erläutert werden.
      Es ist auch mal schön nicht alles gleich zu wissen!

      @Markus G.: Top! Toll das dir immer wieder neue Themen einfallen! Danke
      Bei Serien mit Rahmenhandlung finde ich eine Einleitung die einen die fuer diese Folge wichtigen Handlungen nochmal zusammenfasst. Dorian Hunter ist in dieser Hinsicht die beste Serie. Bei anderen Hoerspielen mag ich es, wenn die Hauptcharaktere schnell eingefuehrt werden, mit Namen genannt werden und wenn man ungefaehr weiss, wer die handelnden Personen sind. Den Hoerer mit unbekannten Stimmen in unbekannten Lokationen, irgendetwas machen zu lassen so dass wir Hoerer uns das langsam zusammenreimen muessen, ist absolut nicht mein Ding und hat schon mehrfach dazu gefuehrt, dass ich das Hoerspiel gar nicht zu Ende gehoert habe. Wennn ein Hoerspiel beginnt, sollten die Charaktere entweder durch einen Erzaehler oder durch geschichte Dialoge eingefuehrt werden.

      Cherusker schrieb:

      Bei Serien mit Rahmenhandlung finde ich eine Einleitung die einen die fuer diese Folge wichtigen Handlungen nochmal zusammenfasst.


      Das unterschreibe ich unbedingt. :thumbup: Ätzend, wenn man erst mal das halbe Hörspiel damit verbringen muss, sich wieder in die Handlung einzufinden.

      Ansonsten habe ich da auch keine besonderen Vorlieben: Ob langsame Einführung der Charaktere, Einstieg mit einem Knalleffekt oder auch mal was richtig schön Verwirrendes: Hauptsache, es passt zur Atmosphäre des Hörspiels und zieht mich möglichst schnell in die Handlung rein.
      Ohne Oberfläche gibt es keine Tiefe. (Walter Moers)
      Wie seht ihr heute die Bedeutung der Einleitung in einem Hörspiel? Wie startet ihr gerne in ein Hörspiel? Was mögt ihr gar nicht?
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Kommt drauf an. ;)

      Eigentlich mag ich es gern, wenn's gleich ohne viel Erklärungen und Tätärä losgeht.
      Eine kurze Einleitung mit Erzähler:in ist okay, allerdings keine 6 Minuten (wie bei diesem Hörspiel auf youtube, über das wir letztens sprachen). Wer so lange beschreiben und erklären und erzählen muss, bis einem beim Hören das Bier warm wird, hat etwas falsch gemacht. Am besten gefällt mir, wenn es direkt mit einer Szene beginnt. Ja, das ist bestimmt oft schwieriger zu machen als darüber zu meckern, aber gute Autoren können sowas. :)

      Was mich zu Tode langweilt, sind lange Titelmusiken.
      Die fand ich als Kind schon oft doof, z.B. bei Tim & Struppi oder Scotland Yard. Fünf Freunde, Point Whitmark und drei Fragezeichen war okay. Titelmusiken nur der Titelmusik wegen empfinde ich als extrem altbacken und überflüssig. Das bringt mich auch in keine Stimmung, sondern lässt mich sehr schnell nach dem nächsten Track suchen. Gleiches gilt für überlange Zwischenmusiken. Da lobe ich mir die alten ???-Folgen, in denen die Szenenmusiken immer nur kurz aufleuchteten und zügig zur nächsten Szene überleiteten.

      Was mir auch gut gefällt, sind Teaser wie bei Point Whitmark, die eine kurze Szene aus der Vergangenheit beleuchten. Oder in der Form, dass wir schon einen kurzen Einblick in die Geschichte bekommen; meist eine halbwegs verfahrene Situation, ein spannender, fast aussichtslos erscheinender Moment, von dem aus dann zurückgeblendet wird, bis die Geschichte bei genau diesem Moment ankommt und von dort aus weiterläuft. Kompliziert? Ja, klar, aber cool. :thumbsup:
      Ich bin da im Grunde ganz pflegeleicht.

      Ich mag es besonders wenn es bei langen Serien mit einem „was bisher geschah“ los geht.
      Mir gefällt auch ein Start mit einem kleinen „Vorausblick“. Das empfinde ich immer als sehr originell.
      Ich habe nichts gegen eine etwas längere Einleitung, es kann auch mit einem „inhaltlichen Kracher“ starten.

      Was ich nicht mag, ähnlich wie @kamica, wenn ich ins „kalte Wasser geworfen werde“ und dann zu lange im Unklaren gehalten werde. Das stört mich dann doch. Ich brauche schon was zum „anhalten“. Wenn ich zu lange wie ein „Blinder“ durch die Gegend taumle, dann nervt das irgendwann mal. Gerne kann es kurzfristig zu Beginn nebulös sein aber nicht über einen längeren Zeitraum.

      Habt Ihr Beispiele wie euch eine perfekte Einleitung in ein Hörspiel gefällt?
      Wie Akita Takeo richtig über den Hörspieltalk von morgen schrieb:

      Solange es Leute wie uns drei gibt und wir hier schreiben, bleibt es hoffentlich bestehen. Noch lange! #top#
      Da hab ich mir noch nie Gedanken gemacht. Die Einleitung ist mir eigentlich ziemlich egal.

      Bei PW finde ich die Zuvor-Szenen immer ganz gut. Aber wenn es die nicht gibt, wären die Folge nicht schlechter.

      Von daher ist mir das echt wumpe und ich habe keinen Favoriten...

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      Es gibt da für mich diverse Favoriten:

      Einleitungen von Radiohörspielen durch den Redakteur oder Moderator, der nach den Nachrichten gerade im Studio sitzt: Sie hören das und das mit ein paar einleitenden Infos, das gehört für mich zum Radiohörspiel einfach dazu. Ich erinnere mich daran, dass es mich manchmal, wenn ich das Hörspiel danach käuflich erworben habe, richtig gestört hat, dass das fehlt. Ich las hier übrigens, dass beim Streaming der letzten ???-Folgen jetzt wohl auch sowas eingeführt wurde. Super! Das könnte man mir wirklich gern auch auf die Platten packen!

      Titelmusiken finde ich nur gut, wenn sie die Stimmung von dem was da kommt, auch transportieren. Als positives jüngst gehörtes Beispiel die erste Folge der aktuellen LARRY BRENT-Reihe: da gab es erst ein bisschen Handlung, dann eine druckvolle Titelmusik mit Sprechtext, worum es sich bei dieser Reihe eigentlich handelt. Das fand ich besonders schön gemacht!

      Am wenigsten gefällt mir der unvermittelte Einstieg ins Hörspiel ohne Vorspann oder nachgezogenen Vorspann. Aber wenn wenigstens wie beim Winterzeit-Holmes der Einzeltitel am Anfang genannt wird, bin ich schon sehr glücklich und auch echt zufrieden...

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      Anmoderation von Hörspielen gefällt mir sehr - ich muss dabei immer an die Zeiten denken, als auch noch Filme im TV anmoderiert wurden. Auf CD bekommt man sowas ja für gewöhnlich nicht zu hören, schade!
      Ansonsten bevorzuge ich den nachgezogenen Vorspann - ein bisschen Story als Appetizer oder bei mehrteiligen Hörspielen kurze Erinnerung an die letzte Folge, dann Vorspann / Titelmelodie, dann der Rest.