Gruselkabinett Nr. 89 - Heimgekehrt

      Gruselkabinett Nr. 89 - Heimgekehrt

      Ein weiteres Hörspiel mit einem Ermittlerduo und das zweite mit Alwyne
      und Colin Hargreaves. Im Fall „Heimgesucht“ waren sie verlobt, nun
      („Heimgekehrt“) sind sie verheiratet. Ebenso wie ihre Beziehung
      erwachsener geworden ist, ergeht es der vorliegenden Handlung: Sie ist
      deutlich gruseliger.

      Per McGraup hat Allen Upwards Charaktere aufgegriffen und
      weiterentwickelt. So war Alwyne Colins Sekretärin. In diesem Hörspiel
      erfragt Colin sichtlich irritiert, ob sie ihre Rollen getauscht hätten.
      Wie so oft bei Titania Medien Produktionen gibt es viele amüsante
      Dialoge zwischen Mann und Frau, die das klassische Rollenverständnis des
      19. Jahrhunderts betreffen.

      Mit Reinhilt Schneider und Christoph Jablonka als Julia und Sean
      Carmichael beginnt das Hörspiel: Sie betreiben ihr eigenes Hotel, in dem
      es jedoch zu spuken scheint. Schneider und Jablonka sind ein tolles
      Duo. Sie verkörpern hervorragend die ängstliche Frau und den rationalen
      Mann. Ursula Sieg begeistert mich als Tante Marilyn, die Alwyne anruft
      und den Auftrag gibt, bei den Carmichaels nach dem Rechten zu sehen. Sie
      spricht die durchaus freundliche, aber auch etwas nervige Tante ganz
      wunderbar.

      Stephanie Kellner und Benedikt Weber spielen erneut das Ermittlerduo
      Alwyne und Colin und knüpfen an ihre Leistungen aus Folge 83 an.

      Als Bösewicht und Opfer haben mich Manfred Lehmann und Maximiliane Häcke
      überzeugt. Lehmann lässt seine Stimme wunderbar hart und erbarmungslos
      klingen, wohingegen Häcke angemessen eingeschüchtert und verletzlich
      auftritt.

      Monika John, Sylvia Dakis und Traudel Haas wissen ebenfalls in ihren
      Rollen zu überzeugen. Besonders aufgefallen ist mir die gute
      Differenzierbarkeit der Stimmen.

      Die Soundkulisse ist einmal mehr überaus stimmig geworden. Begeistert
      hat mich dieses Mal besonders der Einsatz der Musik. Die härteren Klänge
      und die Akzentuierung der jeweiligen Situation tragen maßgeblich zur
      gruseligen Atmosphäre bei.

      Fazit
      Ein unheimliches Hörspiel, bei dem mir lediglich die Vertreibung der
      Geister zu einfach gestrickt ist, wenngleich für eine angemessene
      Dramatik im Finale gesorgt wird. Eine empfehlenswerte
      Gruselkabinettfolge, bei denen mit der Furcht des Hörers gespielt wird,
      ein Geist könnte seine Androhungen in die Tat umsetzen.
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