An welchen Merkmalen stellt ihr die Qualität eines Hörspiels fest?

      An welchen Merkmalen stellt ihr die Qualität eines Hörspiels fest?

      Nachdem wir in einigen threads über die Qualität eines Hörspiels diskutieren, würde mich interessieren an Hand welchen subjektiven aber auch objektiven Kriterien ihr die Qualität eines Hörspiels feststellt?
      Zum Einen an der Besetzung. Dabei kommt es keinesfalls darauf an, wieviele Synchronsprecher man im Cast hat, sondern, ob die Sprecher ihre Arbeit richtig und fehlerfrei erledigen. Also hat das nix mit dem Namen zutun.

      Ob die Story einigermaßen gut läuft oder doch fehlbestückt ist.

      Wie ist die Akustik / Kulisse ausgearbeitet? Der Einsatz von Effekten und Musik sowie Raumhall und Geräuschkulissen ist wichtig, um ein gutes Feeling zu erzeugen, eine realistische Kulisse herzustellen etc.

      Wieviel Mühe gab man sich mit dem Cover? Dabei rede ich von Mühe und nicht von Massenarbeit / Arbeit eines Mediengestalters, der das mit links macht.

      Für mich gibt es da wenig objektives, da trotz mancher (weniger) meßbaren Kritärien der eine das bedeutender findet als der andere.

      Ich nehme mal das viel diskutierte Bsp. der DDF Folge 138. Ich habe die ganzen Mängel, die da an- und besprochen wurden nicht für wahr genommen. Und das klein bischen was mir aufgefallen ist, war durchaus kaum der Rede wert. Es war für mich nicht nötig, um auch nur einen Cent vergeudet zu haben nachzutrauern. Andern hingegen war es fast ein Weltuntergang. Meßbar ist die Qualität wohl gewesen, aber die Beudungen waren von Person zu Person unterschiedlich. Was wiederum bedeutet, dass Qualität in manchen Punkten zwar objektiv meßbar, aber dennoch subjektiv empfunden wird.

      Um der Threadfrage zu antworten, so steht diese schon in dem Thread : " Was ist (euch) bei einem HSP wichtig" / "Was macht für euch ein gutes HSP aus?" (oder so ähnlich) . ... Die dort genannten Punkte machen für mich die Qualität aus. :)
      . #


      Die einen kennen mich #winkewinke# - die anderen können mich#pokuss#

      " Ersteller des 1. Beitrages 2010,11+12 "

      Objektiv ist ja ganz klar festzustellen, dass sich ein Hoerspiel aus Skript, Sprecher, Musik und Geraeuschen zusammensetzt. Allenfalls kommt noch ein Cover dazu, was aber nicht unbedingt etwas ueber die Qualitaet des Hoerspiels denn der Qualitaet der Produktion aussagt.
      Wenn diese vorhanden sind, glaube ich, dass die objektiven Qualitaetsmerkmale erfuellt sind. #jaja#

      Subjektiv sind fuer mich folgende Punkte wichtig:

      - Machen die Sprecher ihre Sache gut? Sitzen die Betonungen? Wie ist die Aussprache? Passt das stimmliche Alter zur darzustellenden Person?
      - Wie avanciert die Geschichte? Wird ein Spannungsbogen erzeugt? Klingen die Dialoge natuerlich? Passen die Dialoge zum Skriptverlauf? Ist der Plot nachvollziehbar?
      - Wird die Musik passend zum Spannungsbogen eingesetzt? Passt die Musik zum Thema? Ist sie zu laut? Ist sie zu leise?
      - Werden die Geraeusche zur Atmo eingesetzt? Passen die Geraeusche zum Thema?

      Dabei sind die ersten beiden Punkte fuer mich die entscheidensten! #jaja#
      der Joe

      "Weiche aus, um nicht weh zu tun. Tue lieber weh, als zu verletzen. Verletze lieber, als zu töten. Töte nur, um nicht selbst getötet zu werden. Ruhst du in dir selbst, wird es dir gelingen, dich daran zu halten."

      Ein etwas älterer Beitrag, den ich einfach nochmal benutze, da er sich auf die Frage bezog. Die genannten HSP sind nicht die aktuellsten, inhaltlich jedoch wird die gestellte Frage beantwortet :)


      WAS MACHT EIGENTLICH EIN HöRSPIEL FüR MICH GUT UND HöRENSWERT ? ? ?


      Vorab:
      Wenn ich mich im Folgenden zu bestimmten Hörspielen negativ äußere, möchte ich KEINESFALLS das Urteilsvermögen oder den Geschmack eines (oder mehrerer) Fans anzweifeln - wie gesagt hat zum Glück jeder seinen eigenen Geschmack, und mein Posting möchte ich bitte als rein subjektiv verstanden wissen, danke sehr #hutheb#


      Zunächst habe ich mir also überlegt, welche HSP mir denn sehr gut gefallen und welche eher weniger. Danach versuchte ich mir darüber klar zu werden, WORAN dies liegt, welcher Kriterien eine Rolle spielen - und bin zu folgenden Ergebnissen gekommen:


      1. DIE STORY


      Klar, die Geschichte ist mir sehr wichtig - dachte ich. Stimmt aber nicht. Mir fiel auf, dass einige Hörspiele zu meinen Favoriten zählen, deren Geschichte nun alles andere als originell, schlüssig oder gar logisch ist. Ein Beispiel wäre da Dracula und Frankenstein - Die Blutfürsten.... Die Story ist eigentlich total kruder, trashiger Unfug - nichtsdestotrotz mag ich sie sehr. Umgekehrt muss aus einer guten Vorlage noch lange kein gutes HSP geworden sein. Ein Grund hierfür sind die


      2. SPRECHER

      Die Sprecher und ihre jeweiligen Leistungen stellen für mich den wesentlichen Anteil der Güte eines Hörspieles dar.

      Ein guter Sprecher erreicht bei mir Folgendes: beim Hören entsteht vor meinem geistigen Auge eine Art Film?.ich sehe die Personen in der Handlung agierend vor mir. Ich unterteile dann noch einmal in 2 Unterpunkte:

      Erstens: die Stimmen selbst (Klang, Sprachmelodie, Stimmlage etc. ) und zweitens: die Art des Vortrages (Betonung, Dynamik, Aussprache, Dialektfreies Sprechen etc.)

      Ich bin zum Beispiel ein großer Hans-Paetsch-Fan, und dieser Mann konnte sprechen, was er wollte: es gefällt mir IMMER, Handlung hin, Handlung her. Das liegt daran, dass ich ihm einfach, hmm, glauben - abnehmen kann, was er erzählte.

      Zwei Beispiele, um die Gegenseite zu verdeutlichen: Ich stehe total auf Horror, Grusel, SF und Fantasy. Aus diesen Bereichen nehme ich jetzt mal Christoph Schwarz (1) und Die Vampir-Oma und ihre Kleinen (DLP Gruselserie). Trotz recht guter und spannender Stories gefallen mir diese beiden Hörspiele nicht so gut, obwohl sie durchaus sehr gut produziert sind. Hauptgrund: Ich nehme den Sprechern die Geschichte nicht ab, ich sehe sie nicht als Figuren innerhalb der (für mich durchaus spannenden !! ) Story, sondern als "Hörspielsprecher" mit einem Skript in der Hand vor einem Mikro sitzend. Der "Film" in meinem Kopf kommt nicht in Gang, trotz des guten Sounds, guter Geräuschkulisse, Musik etc (Dazu gleich mehr). Fairerweise muss ich sagen, dass ICH wohl nicht mal halb so gut von einem Blatt ablesen könnte ;) Aber ich bin ja nun auch kein HSP-Sprecher (der am Ende für seine Leistung etwas bekommt!)

      (@ alle Fans dieser beiden HSP, CS-Macher und Dreamland-Team: bitte nicht enttäuscht oder gar beleidigt sein, durch kritischer Meinungsäußerung wächst ja bekanntlich der Künstler samt seinem Werk ;) (so SOLLTE das jedenfalls sein - die Realität schaut leider anders aus!) ...und letztlich ist es ja auch nur MEINE ganz private Meinung, viele Fans werden das sicherlich ganz anders sehen als ich :] Ich brauchte aber ein Beispiel, um zu verdeutlichen, was ich meine.)

      Ein anderes Beispiel für überzeugende Sprecherleistungen: Douglas Welbat und Günther König in MACABROS. Speziell diese beiden Sprecher durchlebten ihre Parts förmlich, wie ich finde - wenn König über einen Protagonisten erzählte, der völlig panisch vor etwas flüchtet, so klang er selbst vollkommen verängstigt und gehetzt.....ich verstehe nie, warum seine Sprechweise oft als steril oder eiskalt empfunden wird (?!) Ebenso Welbat, dessen Art des Vortrages mich bis heute Glauben macht, die Figur Macabros sei wahrhaft existent und spaziere jeden Augenblick zur Tür herein - obwohl die Stories selbst teilweise an allen Ecken und Enden haken. Unvergessen auch der von Höllenhunden gepeinigte Peter Kirchberger (als Eddie Lawton im Horror-Trip) ....eine Superleistung .


      So viel erst mal dazu. Weiterhin finde ich

      3. GERÄUSCHKULISSE UND MUSIK

      sehr wichtig. Hier gibt es ganz viele beachtenswerte Kleinigkeiten, die vielleicht gar nicht so in erster Linie ins Ohr dringen, aber äußerst wichtig für eine gute Atmosphäre sind. Spielt sich eine Szene z.B. im Freien ab, so hört man auf einem ( für meine Ohren ) guten Hörspiel ( je nach Location ) Straßengeräusche, eine Turmuhr, Wasserplätschern, Vogelgezwitscher, Wind, Regen, Stimmen anderer Menschen usw. Außerdem klingen Stimmen in freier Natur völlig anders als in einem kleinen oder gar sehr großen Raum. (Hier bringt es einiges, wenn die Techniker ihre Hallgeräte im Griff haben) ;)


      Fehlen diese Geräusche oder hört man einen unpassenden Raumklang, so entsteht wiederum kein Bild in meinem Kopf. Sind sie vorhanden, jedoch zu leise (oder noch schlimmer : zu laut) eingespielt, stört mich das auch immens, so z.B. beim Magier ( Todeszauber ).

      Nebenbei :besserwisser: : ich finde es grundsätzlich wenig innovativ, wie auf den meisten Produktionen Stimmen verfremdet werden ( z.B. die Bösewichter bei JS 2000 )....beim heutigen Stand der Technik sollte doch etwas mehr drin sein als ein Pitch-Shifter auf Stufe Minus-2, oder wie denkt ihr darüber?

      Als sehr gelungen empfinde ich hierzu den Stimm-Effekt des Dämons Phobos (Peter Groeger) auf Faith (3) Lucifers Tränen...der klingt wirklich wie "aus einer anderen Welt", echt unheimlich einfach, OHNE einfach die Stimme via Pitcher auf tief zu drehen! Gut gemacht, Herr Strauss #daumenhoch#

      Die Musik...

      ...schließlich ist ein ganz wesentlicher Aspekt, wie ich meine, obwohl es auch hier wieder schwierig wird, da jeder Mensch einen anderen musikalischen Geschmack hat. Ein Beispiel: John Sinclair TSB vs LüBBE. Bei den alten TSBs schießen die Musikeinspielungen den Vogel ab: etwas Ungruseligeres als eine olle Bontempi-Orgel kann es nun wirklich nicht geben?. ( bitte vergebt mir, TSB-Fans :D !!!). Vielleicht wäre hier klassische Musik von einem Orchester besser platziert gewesen (Ich weiß, eine Frage des Geldes, aber man hätte ja ruhig auf "Konserve" zurückgreifen können. Obwohl auch die 2000er-Sinclairs nicht direkt meine Lieblingsserie ist, hat sie allein durch den Einsatz der brachialen Musik bei mir doch schon einen ganz anderen Stellenwert und erzeugen ganz deutlich intensivere Stimmungen. Auch hier sage ich aber zur Vorsicht nochmal: alles rein subjektiv...wahre Fans der TSB-Serie werden die Orgel wahrscheinlich lieben :D und es sei ihnen gegönnt!! :]

      Jedenfalls ist die richtige Musik, an der richtigen Stelle eingesetzt, Gold wert und macht einen sehr großen Anteil der Atmosphäre aus - das kennen wir ja auch aus Filmen. Diesbezüglich gefallen mir die Point Whitmark-HSP recht gut - eine Mischung aus klassischer Musik und Wah Wah Funky im Stil der alten Drei ??? ? sehr nett.

      ....und auch hier halte ich eine ausgewogene Lautstärke sowie gezieltes Fade-In und Fade-Out für höchst wichtig. (Negativ-Beispiel: Todeszauber von MARITIM; die Geräuschkulisse überlagert deutlich den Sprachanteil und macht diesen fast unhörbar bzw. sehr schwer verständlich.)

      Letztlich möchte ich noch gerne anmerken, dass ich KEINERLEI Probleme mit klassischer Musik aus der "Konserve" habe, die ja oft kritisiert wird. Das wurde bereits früher immer bei EUROPA praktiziert, und eine Hintergrundmusik der "Peer Gynt Suite" zu Rübezahl finde ich 100 mal stimmungsvoller, als wenn da jemand irgendwas auf einem alten Keyboard / alten Orgel dazugedudelt hätte.

      Absolutes Highlight zu diesem Thema ist für mich das Hörbuch "Wälder der Finsternis" mit speziell zu jeder Passage komponierter klassischer Musik . ein echtes Erlebnis!! :respekt:


      So, und zu guter Letzt noch ein nicht ganz unwesentlicher Punkt:

      4. DER NOSTALGIE-FAKTOR


      Klar, letztlich gibt es dann noch einige Hörspiele aus meiner Kindheit, welche die oben genannten Kriterien gar nicht erfüllen :D Aber dieses vertraute Gefühl dürfte auch dem ein oder anderen bekannt sein, oder? Als Kind hatte man eben noch andere Ansprüche und ließ sich, hmmm, viel leichter in andere Welten entführen, was meint ihr? Ich für meinen Teil höre jedenfalls bis heute noch einige HSP, die ich, hätte ich sie erst kürzlich zum ersten Mal gehört, wohl grottenschlecht finden würde.

      Ach ja, noch eine Kleinigkeit zum Schluss: DAS AUGE HÖRT MIT - Will sagen, dass ein Cover nicht direkt etwas mit dem zu hörenden Inhalt zu tun hat - aber eine schöne Aufmachung und ein ansprechendes Cover-Bild irgendwie auch zum Hörgenuss beitragen. Was diese Thema betrifft, ist die gute, alte LP ob ihres großen Formates einfach nicht zu toppen.

      dot schrieb:

      ... 1. DIE STORY...
      ... 2. SPRECHER ...
      ... 3. GERÄUSCHKULISSE UND MUSIK ...
      ... 4. DER NOSTALGIE-FAKTOR ...

      Ach ja, noch eine Kleinigkeit zum Schluss: DAS AUGE HÖRT MIT - Will sagen, dass ein Cover nicht direkt etwas mit dem zu hörenden Inhalt zu tun hat - aber eine schöne Aufmachung und ein ansprechendes Cover-Bild irgendwie auch zum Hörgenuss beitragen. Was diese Thema betrifft, ist die gute, alte LP ob ihres großen Formates einfach nicht zu toppen.
      Den ersten 4 Punkten kann ich voll und ganz zustimmen. Den genannten Beispielen von dot wiederum nicht. Aber das ist ja auch Geschmackssache. ;D

      Beim Cover ist es bei mir allerdings etwas anders. Ein Cover erregt bei mir erstmal nur Aufmerksamkeit, wenn ich es kaufe. Wenn ich das Hörspiel dann zu Hause habe, ist es nicht mehr so wichtig. Und da ich vermehrt Downloads kaufe, ist das Cover absolut sekundär. Mich interessiert eher der Inhalt des Hörspiels, wo wir wieder bei den ersten 4 Punkten wären.
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      Ich schwanke seit langem zwischen möglichst gut informiert sein und am liebsten gar nichts mehr wissen wollen.
      Moin, ein Hörspiel sollte Atmosphäre vermitteln. Denke ich an meine Jugendzeit zurück, dann gab es nichts Schöneres, als die Augen zu schließen und sich vorzustellen, was da gerade erzählt wird(denkt mal an die früheren Radio-Übertragungen der Bundesliga, als es noch kein Pay-TV mit direkter Übertragung gab).

      Die Auswahl der Stimmen spielt natürlich eine wichtige Rolle, so sind uns Peter Pasetti als Erzähler der drei???, Günter Ungeheuer bei der Gruselserie oder Günter König bei Larry Brent/Macabros doch immer im Ohr geblieben, oder? Es fällt schwer, im Laufe der Zeit, sich an andere Stimmen zu gewöhnen, weil ein Sprecher z.B. verstorben ist oder einfach nicht mehr zur Verfügung steht. Gelingt es einem Label, gleichwertigen Ersatz oder eine Auffrischung in einer längeren Serie zu brinegen, dann ist ein Hörspiel gut gemacht. Thomas Fritsch ist als Erzähler bei den drei??? mehr als gelungen. Als negatives Beispiel könnten man Wolfgang Karven nennen, der die letzten Folgen von Larry Brent als Sprecher auftrat.

      Und noch etwas zum Thema Qualität - ich weiss ja nicht, wie Ihr die neuen Folgen von Larry Brent findet, die von RB-Company kommen, aber nach einigen Folgen habe ich den subjektiven Eindruck, dass trotz einiger gut ausgewählter Stimmen die Atmosphäre künstlich und ohne "Hintergrund" wirkt - schade, hier wurde meiner Meinung nach viel verschenkt, mal sehen was die weiteren Folgen bringen... :thumbdown:

      kloppo09 schrieb:


      Und noch etwas zum Thema Qualität - ich weiss ja nicht, wie Ihr die neuen Folgen von Larry Brent findet, die von RB-Company kommen, aber nach einigen Folgen habe ich den subjektiven Eindruck, dass trotz einiger gut ausgewählter Stimmen die Atmosphäre künstlich und ohne "Hintergrund" wirkt - schade, hier wurde meiner Meinung nach viel verschenkt, mal sehen was die weiteren Folgen bringen... :thumbdown:


      Moin,
      jo das geht mir genauso.

      Irgendwie will da bei mir auch keine richtige Spannung aufkommen. Ich finde das gelingt den Hörbüchern von der Rohmantruhe ider den Hörbüchern von Europa besser. Allerdings haben mir die paar neuen Larry Brent Hörspielfolgen von Europa die irgendwann 200x rauskamen auch bei weitem nicht mehr so gut gefallen wie die alten Folgen aus den 80igern, irgendwie fehlt mir auch da der typische Larry Brent Charme. Den einzufangen gelingt meiner Meinung nach der Hörbuch Reihe allerdings recht ordentlich.
      Bei der Macht von Grayskull!
      Für mich sind die Merkmale eher subjektiv. Zu aller erst muss mich die Story beim durchlesen der Beschreibung direkt ansprechen, dann schaue ich auf die Sprecher. Wer wirkt da so mit und mag ich diese Stimmen. Dann spielt ein wenig das Label eine Rolle, welches dafür verantwortlich ist. Ist es eins mit welchem ich so meine Probleme habe, dann wird es schwer mich von einer vernünftigen Qualität zu überzeugen.

      Wenn ich aber bis dahin so weit alles (für mich) mit ja beantworten kann, dann gehe ich von einer guten Qualität aus. Aber ein abschließendes Urteil kann ich natürlich erst nach dem Hören abgeben.
      Niemand kann so hart zuschlagen wie das Leben.
      Zum ganz überwiegenden Teil an der literarischen Qualität des Skripts. Die technische Umsetzung ist dann mehr Draufgabe.

      Allerdings gibt es natürlich auch viele Produktionen, die vielleicht nicht künstlerisch wertvoll sind, aber einen großen Unterhaltungswert besitzen, weil der Autor ein toller Geschichtenerzähler ist und die Sprecher, die Regie, der Schnitt und die Vergeräuschung und die Musik gut sind.
      Ich hab ja damals 2002 in der Wiener U3 zwischen Volkstheater und Neubaugasse mit dem Motorala A920 von Drei und Leni Riefenstahl das erste Selfie der Geschichte geknipst” - Aus meiner Biografie, erschienen im Jahr 2039, geschrieben im Jahr zuvor am Pool einer Finca auf den Balearen
      Für mich spielen diese Punkte eine qualitative Rolle:
      - Ist es eine Serie oder ein Einzelhörspiel oder eine Reihe.
      Eine Serie beurteile ich völlig anders als eine Reihe/Einzelhörspiel.

      - dann das Genre.
      Bei einem fiktiven Genre ist für mich die "Glaubwürdigkeit" quasi ohne Belang, während diese gerade bei "Real-Thema" äuserst wichtig ist.

      - die Nutzung
      Kann ich das Hörspiel überall, im Auto, im Zug, in der Badewanne etc. gut geniessen.
      Denn es macht für mich keinen Sinn wenn das Hörspiel die neusten Innovationen und Techniken beinhaltet, wenn ich es dann nur unter "Laborbedingugen" geniessen kann.

      Amuro Ray schrieb:

      Was sollen denn "Laborbedingungen" sein?

      Das erkläre ich am besten anhand von 5.1 da ist die Positionierung einfacher zu erkennen.



      Nur wenn sich Boxen und Hörer genau an den markierte Stellen befinden bekommt man den "geplanten" Effekt.

      Stehen die Boxen anders oder Hörer ist an einer anderen Position, ist das halt nicht der Fall.

      Es kann im schlimmsten Fall eben dazu kommen das ich mache Geräusche oder Stimmen eben nicht höre weil sie von anderen übertönt werden.

      Dieses ist im Normalfall bei Mono und Stereo zwar nicht so der Fall, aber es gibt eben auch Hörspiele die virtuellen Raumklang vermitteln sollen.
      Und da ist die Position dann wieder wichtig.

      Stefan B. schrieb:


      Nur wenn sich Boxen und Hörer genau an den markierte Stellen befinden bekommt man den "geplanten" Effekt.


      Also meinst du die ganz normale Idealposition beim Hören von 5.1 oder Stereo Produktionen.
      Das würde ich jetzt eher als selbstverständlich und nicht als Laborbedingung bezeichnen. Zumindest dann, wenn man die Qualität einer Produktion beurteilen möchte. Auch bei Musik und Filmen.

      Stefan B. schrieb:


      Es kann im schlimmsten Fall eben dazu kommen das ich mache Geräusche oder Stimmen eben nicht höre weil sie von anderen übertönt werden.

      Ja. Vor allem in lauter Umgebung, wie zum Beispiel im Auto, im Zug oder beim Staubsaugen.

      Stefan B. schrieb:


      Dieses ist im Normalfall bei Mono und Stereo zwar nicht so der Fall, aber es gibt eben auch Hörspiele die virtuellen Raumklang vermitteln sollen.
      Und da ist die Position dann wieder wichtig.

      Bei Stereo ist das immer der Fall. Auch da gibt es den "Sweet Spot", an dem man sich als Hörer idealerweise befinden sollte.
      Was du mit virtuellem Raumklang meinst, verstehe ich nicht. Das gabs mal früher an billigen Stereoanlagen vom Discounter.
      Ich denke das nicht jede Qualität zu messen ist. So ist der Klang oder das Können von Sprechern schon gut vergleichbar und so auch messbar, jedoch sind andere wichtige Dinge nicht messbar! Mir muss eine Story gefallen. Das kann jemand anderes aber ganz anders sehen und hören.
      Für mich ist auch der Ablauf einer Story wichtig. So finde ich zu wirre Geschichten eher nicht so unterhaltsam, da anstrengend. Alles ist aber meine eigene Empfindung.

      Amuro Ray schrieb:

      Das würde ich jetzt eher als selbstverständlich und nicht als Laborbedingung bezeichnen.

      Entschuldige das ich es so bezeichne, aber das mache ich weil es eben eine "theoretische Betrachtung" ist. Jedenfalls habe ich bisher kein Wohnzimmer in dem Aufbau gesehen ;)

      Was du mit virtuellem Raumklang meinst, verstehe ich nicht. Das gabs mal früher an billigen Stereoanlagen vom Discounter.


      Es gab da z.B. ein Interviewmit Dennis Erhardt, in dem er davon sprach Räume und Tiefenstaffelungen authentisch abzubilden, also als 3D-Kino für die Ohren sozusagen.


      Ja. Vor allem in lauter Umgebung, wie zum Beispiel im Auto, im Zug oder beim Staubsaugen.

      Oder weil manche Geräusche eben durch die Tiefenstaffelung leiser sind.
      Ich weiß nicht ob das stimmt, aber ich habe auch irgendwo gelesen das es durch diese Tiefenstaffelung es in einem Auto zu Problemen mit der automatischen Lautstärke anpasssung kommen kann, wenn man einen CD-Player hat der mit einem Peak zur automatischem Lautstärkeerkennung arbeitet. Da dieser angeblich durch Trägheit dann den Ton verfälscht. Aber da bin ich nicht so ganz im Detail.