Gruselkabinett (53) Die Herrenlose

      Gruselkabinett (53) Die Herrenlose

      Produktion: Titania Medien 2011
      Sprecher: Friedrich Georg Beckhaus, Jan Panczak, Michael Deffert, Antje von der Ahe, Johannes Berenz, Almut Eggert, Hans Teuscher, Stefan Kaminski u.a.
      Genre: Grusel
      Dauer: ca. 66 Minuten


      Inhalt:
      Auf hoher See 1900: Nach einem schweren Sturm entdeckt die Besatzung des Schiffes Bheopte ein umher treibendes, herrenloses Wrack. Im Sonnenuntergang beschließen sie, dort an Bord nach dem Rechten zu sehen. Ein - wie sie erkennen müssen - lebensgefährliches Unterfangen...

      Die Handlung:
      Nach einem schweren Sturm wird ein Schiff entdeckt, das herrenlos scheint. Die Besatzung der "Bheopte" erkundet die "Herrenlose" und bemerkt bald, dass dieses Schiff doch nicht so mutterseelenallein ist wie vorher angenommen. William Hope Hodgson bietet mit "Die Herrenlose" klassischen Grusel auf hoher See. Neben einer guten Charakterisierung bietet diese Erzählung auch gute Dialoge und einen schönen Spannungsaufbau sowie gänsehauterzeugendes Grauen.

      Sprecher: Eine gute Besetzung zeichnet sich durch ein bestechendes und lebendiges Schauspiel aus. Genau so könnte man den Cast und die Rollenverteilung dieses Hörspiels bezeichnen. Federführend ist Friedrich Georg Beckhaus zu hören, der durch die Erzählung als eine Art "Erinnerungen" führt. Johannes Berenz spricht die Hauptrolle Dr. Dark. An seiner Seite sind Antje von der Ahe, Almut Eggert und Hans Teuscher zu hören. Alle vollführen ein beeindruckendes Schauspiel. Besonders Hans Teuscher hat mir wieder einmal gefallen, der mit seiner rauen Stimme perfekt in die Fußstapfen eines Kapitäns passt. Der unvergleichliche Stefan Kaminski füllt seine Rolle Mr. Berlies mit einer Lebendigkeit, wie es nur wenige Sprecher können. Weiterhin hört man Michael Deffert, Jan Panczak und Patrick Roche.
      Musik und Geräusche:
      Stephan Bosenius und Marc Gruppe haben alles getan, um eine möglichst dichte Athmosphäre und eine möglichst realistische Geräuschkulisse zu schaffen. In Kombination mit der ansprechenden Musik ist eine äußerst gelungene Soundkulisse entstanden.

      Cover: Die Titelillustration von Firuz Aksin stellt die Herrenlose vor dem Sonnenuntergang dar. Er hat die Szene aus dem Hörspiel sehr schön eingefangen. Die Zeichnung umschließt das ansehnliche Serienlayout.

      Gesamtfazit: Für Fans von klassischen und gut inszenierten Gruselhörspielen sowie für die Hörer des Gruselkabinetts ein absolutes Muss! Sehr gut inszeniertes, klasse besetztes und gruseliges Hörspiel, das auf einer klassischen Geschichte beruht.

      14 Punkte / Note 1
      Bilder
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      Danke für die Rezi! Ich stimme Friedel 100% zu! Wie schon die 52 hat mir auch die 53 wirklich gut gefallen. Schöne unheimliche Atmosphäre, die Spannung steigt von Minute zu Minute. Einzig die Wanderung über den Schimmel fand ich zu lange. Das Boot müsste ja Kilometer lang sein ;) Ansonsten weiter so #jaja#
      Mir haben die beiden Folgen auch sehr gut gefallen. Schöne Gruselathmosphäre und wie immer auf hohem Niveau produziert. #daumenhoch#
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      Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles seine Bemerkungen. ( Heinrich Heine)

      Gruselkabinett 53 – Die Herrenlose (William Hope Hodgson)

      Dr. Dark erzählt als alter Mann von seiner ersten Tätigkeit als Arzt. Da ihm seine Ausbildung sehr mitgenommen hat, möchte er sich auf der See kurieren. Wegen Mangels an den nötigen finanziellen Mitteln, versucht er als Boardarzt anzuheuern, was ihm auch gelingt. Die Route führt durch eine Passage, die berüchtigt ist für plötzlich auftretende heftige Unwetter. Nach einem solchen Sturm sind Passagiere und Schiff stark mitgenommen. Die Sichtung eines herrenlosen Schiffes weckt jedoch schnell die Neugier. Es wird beschlossen, sich an Deck des uralt aussehenden Schiffes einmal umzusehen. Bereits bei der Annäherung gibt es Widrigkeiten und merkwürdige Beobachtungen. Schon bald stellen die Neugierigen fest, dass dieses herrenlose Schiff nicht wirklich verlassen zu sein scheint …

      William Hope Hodgsons Geschichte über die Herrenlose ist eine idyllische Geschichte, für eine stürmische Nacht. Als ob es vom Hörspiel beabsichtigt wäre, fing es bei mir an zu Blitzen und Donnern, als die Besichtigung des Schiffes anlag. Eine gute Grundvoraussetzung zum spannungsgeladenen Lauschen des Hörspiels. Der Grusel ist wie bei den meisten Folgen dieser Reihe recht zurückhaltend. Dennoch unterhält das Hörspiel gut.
      Schön finde ich die Darstellung des Schiffes, bei dem nicht alles von den verschiedenen Figuren interpretiert wird. Die Beschreibung, wie es sich präsentiert, reicht völlig. Die Auslegung ist recht offensichtlich. Eine Erklärung wäre überflüssig und daher freue ich mich besonders über das Weglassen dieser. Das machen nicht alle Hörspiele so.

      Von den Sprechern haben mir Friedrich Georg Beckhaus als alter Dr. Dark und Hans Teuscher als sympathischer Captain am besten gefallen. Sie überzeugen in jeder Sekunde. Antje von der Ahe und Almut Eggert als Reisende mit unterschiedlich starkem Abenteuerdrang sind ebenfalls überzeugend. Johannes Berenz, der den jungen Dr. Dark spricht, hört sich bei seinen Aufnahmen manchmal zu alleinstehend an. Für mich klingt es so, al ob er seinen Part alleine eingesprochen hätte und daher nicht so gut mit den Texten der anderen von der Betonung oder Lautstärke harmoniert. Bei anderen Sprechern fehlt mir manchmal etwas Gefühl in der Stimme, recht ähnlich wie bei Berenz.

      Musikalisch fährt das Hörspiel eine Linie. Besonders viel Abwechslung gibt es nicht. Dies verstärkt das Gefühl der Einsamkeit auf dem Wasser. Auf der Seite der Geräusche gibt es nur das übliche Lob: Alles ist gut!

      Fazit
      Ein sehr solides Hörspiel in der Gruselkabinettreihe.
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