Hatte das Serien- und Labelsterben 2011 die Verkaufsstrategien der Labels verändert? Aktuelles auf Seite 8!

      Markus G. schrieb:

      @JMB: Toller Beitrag #daumenhoch# #jaja#

      Ich denke auch, dass man neue Pfade betreten muss.


      Ja, holt die Schlagstoecke raus :D

      Optionen fuer innovative Werbemittel gibt es viele. Aber die Frage ist dann immer noch, ob es sich rentiert (erhoehter Umsatz vs. Kosten) und ob man die richtige Kundschaft erreicht. Es gibt sicherlich zwei Hauptarten von Werbung/Marketing. Die erste spricht die aktuelle Hoerspielkundschaft an und versucht sie fuer ein bestimmtes Hoerspiel/buch zu begeistern, aber diese Kundschaft ist vom Medium Hoerspiel schon ueberzeugt. Die zweite spricht diejenigen an, die bisher noch nicht zu der Hoerspielkundschaft zaehlen. Beides ist sicherlich notwendig. Waehrend die erste Form wichtig ist, um die potentielle Stammkundschaft zu erreichen (Hoerspielfans) um einen Grundumsatz zu bekommen, scheint es so zu sein, dass dies alleine oft nicht ausreicht und dass man ueber den Tellerrand der Hoerspielfans hinwegverkaufen muss und das braucht oft neue Wege, z.B. die Zeitschriftverkaeufe die Simeon plant, oder Lausch's Drizzt-Verkaeufe auf Fantasymessen. Da ist Innovation gefragt. Und da koennen auch Schlagstoecke zu gehoeren. ;)

      Ich halte ein Zusammenspiel von verschiedenen Medien fuer sinnvoll. Ich fand z.B. die Poe oder Burns Buecher sehr interessant. Und werden nicht gerade Comics von Die letzten Helden geplant? Warum keine Dragonbound Kalender mit der wunderschoenen Dragonbound Fanart? Vielleicht gibt es Merchandising Optionen im Hoerspielbereich, die noch nicht ausgereizt wurden?
      @Markus G: #prost#

      Cherusker schrieb:

      Optionen fuer innovative Werbemittel gibt es viele. Aber die Frage ist dann immer noch, ob es sich rentiert (erhoehter Umsatz vs. Kosten) und ob man die richtige Kundschaft erreicht.

      Das ist die Frage. Wie hier schon festgestellt wurde, sind die herkömmlichen Strategien aber auch nicht gerade billig, eher im Gegenteil. So gesehen besteht eine reelle Chance, mit unkonventionellen neuen Aktionen nicht nur günstiger davon zu kommen, sondern womöglich gerade die nötige Aufmerksamkeit zu erregen.

      Die richtige Kundschaft zu erreichen, ist sicher ein wesentlicher Teil der Herausforderung, klar. Dort zu werben, wo potentielle Interessenten anzutreffen sind, scheint da naheliegend. Dass das alleine nicht reicht, ist aber schon an dem von Dir genannten Beispiel zu erkennen (Drizzt-Promo auf Fantasy-Cons). #kopfschuettel1#

      Cherusker schrieb:

      Ich halte ein Zusammenspiel von verschiedenen Medien fuer sinnvoll. Ich fand z.B. die Poe oder Burns Buecher sehr interessant. Und werden nicht gerade Comics von Die letzten Helden geplant? Warum keine Dragonbound Kalender mit der wunderschoenen Dragonbound Fanart? Vielleicht gibt es Merchandising Optionen im Hoerspielbereich, die noch nicht ausgereizt wurden?

      Darüber musste ich jetzt eine ganze Weile nachdenken. :D Sind Bücher und Comics nicht etwas anderes als Fanartikel wie Kalender usw.? Mit erstgenannten lassen sich möglicherweise neue Käufer für die Hörspiele gewinnen; wäre ja klasse! Merchandising ist aber doch eher etwas für diejenigen, die die betreffenden Hörspiele bereits für sich entdeckt haben!?

      Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet Gründe.
      (Götz Werner)


      JMB schrieb:

      Cherusker schrieb:

      Ich halte ein Zusammenspiel von verschiedenen Medien fuer sinnvoll. Ich fand z.B. die Poe oder Burns Buecher sehr interessant. Und werden nicht gerade Comics von Die letzten Helden geplant? Warum keine Dragonbound Kalender mit der wunderschoenen Dragonbound Fanart? Vielleicht gibt es Merchandising Optionen im Hoerspielbereich, die noch nicht ausgereizt wurden?

      Darüber musste ich jetzt eine ganze Weile nachdenken. :D Sind Bücher und Comics nicht etwas anderes als Fanartikel wie Kalender usw.? Mit erstgenannten lassen sich möglicherweise neue Käufer für die Hörspiele gewinnen; wäre ja klasse! Merchandising ist aber doch eher etwas für diejenigen, die die betreffenden Hörspiele bereits für sich entdeckt haben!?


      Das ist richtig. Buecher und andere Medien ist etwas anderes als Merchandising und ich wollte die beiden auch nicht in einen Pot werfen. Beide helfen jedoch, den Bekanntheitsgrad einer Marke (oder einer Geschichte) zu nutzen und zusaetzlich Geld zu verdienen.

      Und man koennte den Kreis dann auch wieder schliessen. Z.B. die Burns Geschichten die als Buch erschienen sind, wuerde ich liebend gerne als Special Edition Hoerspiele hoeren. Vor allem die Geschichte in der Maya-Pyramide ist klasse und die Szene mit dem Fahrstuhl eine der besten die ich von Burns kenne. Waere klasse, die als Hoerspiel zu hoeren (aber wohl eher unwahrscheinlich).

      Und im Bereich Merchandising waere ich schon interessiert an ein paar T-Shirts, Cups oder aehnlichem von meinen Lieblingsserien. Ich habe gerade ein T-Shirt und einen Trinkbecher zu der neuen HBO Serie "Game of Thrones" bestellt. Wahre Fans geben dafuer viel Geld aus und da sind normalerweise hohe Margen drauf. Warum nicht auch im Hoerspiel? Im Moment gibt es das zu selten. Aber wenn die gut gemacht sind, kann man damit zusaetzliches Geld verdienen.

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      Cherusker schrieb:

      Warum keine Dragonbound Kalender mit der wunderschoenen Dragonbound Fanart? Vielleicht gibt es Merchandising Optionen im Hoerspielbereich, die noch nicht ausgereizt wurden?


      Aber solche Produkte sind doch auch nur für die Hardcorefans. Ich habe noch nie von jemandem gehört der sich die Musik einer Band gekauft hat weil es Kalender oder Tassen gibt. Sowas kaufe ich mir doch erst, wenn mir das eigentliche Produkt gefällt.

      Davon ab, jegliche Werbeaktion muss mindestens soviel wieder einspielen, das die Kosten für die Aktion gedeckt sind. Das Problem sind dann schon die geringen Margen die beim Label pro CD wieder ankommen und die nicht vorhandene Messbarkeit des Erfolgs der Werbeaktion. Per se würde ich sagen das man ein Produkt auch nicht auf Teufel komm raus zum Erfolg zwingen kann. Wenn es nicht gekauft wird, wird es vielleicht auch einfach nicht gewollt und man sollte nicht so tun als hätte man nur nicht genug dafür geworben.

      Imo hat Günter Merlau das auch mit seiner Aussage im Interview gemeint.
      Hallo,

      hm, also wenn ich zu Saturn in Karlsruhe gehe, dann stehen da Aufsteller in Hülle und Fülle. Das fängt im Eingangsbereich mit Kaben BW an und endet dann im ersten Stock mit Figuren von WOW etc. Poster von Bands hängen im Musik-Bereich …

      Ich glaube, es war in der T3N, in der ein sehr guter Artikel zum Thema Werbung war und der klarmachte, welche funktioniert und welche nicht. Ich bin überhaupt nicht überzeugt, dass TV-Werbung in diesem Bereich funktionieren würde. Das ist für ein Produkt, das nicht zum täglichen Bedarf gehört, auch zu weit vom POS entfernt. TV-Werbung kann unterstützen, aber mehr auch nicht.
      Weltbild machte vor einiger Zeit eine Aktion in einer Galerie in Karlsruhe, als sie einen Titel pushen wollten. Hat funktioniert, soweit ich das beurteilen konnte. Die Leute wurde in der Nähe des POS "abgeholt" - und kauften dann, weil es eh auf dem Weg lag.
      Höchstens im Teleshopping könnte ich es mir vorstellen - und dann als Geschenk für die Enkel etc. angepriesen. Aber zwischen DSDS und der Tusse aus Mahrzahn? Naaaa …

      Es erstaunt mich auch zu hören, dass "man das mal versucht hat und es nichts brachte" - nein, Werbung funktioniert nicht durch kurze Aktionen. Wenn sich damals Saturn querstellte, muss man eben heute wieder anfragen - inzwischen haben wir eine Wirtschaftskrise hinter uns. Und wenn die Metro-Gruppe nicht will, dann eben andere. Ich glaube, und das sollte niemand falsch verstehen, dass das immer so Aktionen sind, die dann auch ganz schnell wieder eingestellt werden, wenn es nicht klappt. Und Werbung dieser Art ist zum scheitern verurteilt.

      Wenn der Shop wirklich kein Interesse daran hat, Aufsteller zuzulassen, dann vielleicht eine Aktion mit einem Promoter, der vor dem Shop oder in der Galerie - davon gibt es ja viele - den Leuten was in die Hand drückt. Angezogen als eine Figur aus dem Hörspiel vielleicht, und den Zettel nicht in Form eines Zettels sondern als CD. Und dann sagen: Das gibt es im ersten Stock bei Saturn!"

      Uff, auch nur ein Beispiel. Ich glaube, aus den Postings einen Nihilismus herauszulesen, eine Art Gottesergebenheit. "Wir sind in einem schweren Markt tätig und Werbung bringt nichts - seufz. Hoffen wir auf ein Wunder und opfern wir rasch ein Lamm"

      Ich arbeitete mal bei Vodafone. Da gab es Zeiten, da wehte das Steppengras durch den Shop. Also haben wir Zettel erstellt und eine verdammt gut aussehende Aushilfe auf die Straße geschickt, den Leuten was in die Hand zu drücken. Hätte ich da mit meinem Übergewicht gestanden, wären die Leute schreiend davongelaufen. So aber ließen sie sich was in die Hand drücken und der Shop füllte sich.
      Ein andermal haben wir den Kunden, die ihr Einverständnis gegeben hatte und deren Vertrag verlängerungswürdig war, über das Shop-Handy eine SMS geschickt und sie eingeladen, in den Laden zu kommen, einen Tarifcheck zu machen und den Vertrag zu verlängern. Schwupp - Laden voll, Umsatz da - danke schön.

      Nur - man muss Ideen haben, und das vermisse ich. Lieber sagt man sich, dass eh alles keinen Sinn hat. Das ist zumindest mein Eindruck, aber ich bin ja nicht im Hörspiel-Tagesgeschäft eingebunden. Nur - ich beobachte die Sache, und was mir an Werbung auffällt ist im Grunde nix. Da wundern mich dann schleppende Abverkäufe auch nicht.

      Letztes Beispiel: Als ich am Donnerstag die Exemplare von Chris 4 bekommen habe, dachte ich sofort, dass das eine geile Osteraktion werden könnte. Und ich will nicht prahlen - aber es hat sich verdammt rentiert. Ich glaube auch, dass am Ende jeder zufrieden ist - die Käufer, weil sie einen guten PReis bekamen und ich, weil gutes Geld in die Kasse kam ;) Das ist ja auch wichtig - das Nachkaufgefühl.

      Okay, wieder ein langer Vortrag von mir. Ich hoffe, ich habe niemanden verletzt.

      Grüße

      DarkWriter schrieb:

      Hallo,

      Letztes Beispiel: Als ich am Donnerstag die Exemplare von Chris 4 bekommen habe, dachte ich sofort, dass das eine geile Osteraktion werden könnte. Und ich will nicht prahlen - aber es hat sich verdammt rentiert. Ich glaube auch, dass am Ende jeder zufrieden ist - die Käufer, weil sie einen guten PReis bekamen und ich, weil gutes Geld in die Kasse kam ;) Das ist ja auch wichtig - das Nachkaufgefühl.


      So eine Aktion ist im Handel nicht möglich,sofern man nicht ein Major Label wie Universal ist Stichwort Burns bei Media Markt für 5,99 bzw 4,99 bei Saturn und auch die 1 Euro Aktion für Burns Nr.1,und sofern man steuerliche Abschreibmöglichkeiten man hat :)

      Für ein kleines Label bringt das nichts,außer Verlust.Dies ist schon bei anderen kleinen Labels diskutiert worden.

      Ich glaube nicht daß man einen Nischenmarkt durch sinkende Preise puschen kann,dies bringt nichts der Entwicklung und der Vielfalt in dieser Szene sondern beschleunigt eher das Sterben.Die momentane noch existierende Vielfalt ist den kleinen Labels zu verdanken,und da finde ich es nicht richtig wenn man versucht die Preise unter 6 Euro in den Handel zu bringen,damit ist es den nicht geholfen.Auf lange Sicht hin ist das auch für diese nicht zu kalkulieren.

      Ich persönlich finde die ganze "Diskusssion" hier verzeiht mir bitte mühselig,der Markt bzw die Vielfalt ist am sterben und das hat nicht nur mit den Raubkopien zu tun,sondern meiner Meinung nach schlicht und einfach damit daß wir nicht mehr die 70/80er haben.Heute hat man mehr Möglichkeiten der Freizeitgestaltung als früher,man ist nicht mehr von Hörspiele "abhängig",es gibt mehr als drei Programme,in die Videothek kann man schon als kind rein bzw mit 16 ausleihen nicht wie früher erst ab 18,man kann Onlinespiele spielen,man kann sich Filme legal und illegal laden und und und

      Zudem gibt es nicht mehr soviel Sammler,viele möchten noch Platz zuhause haben,sonst gäbe es auch nicht soviel Hörspiele bei ebay

      Es gäbe meiner Meinung nach zwei Möglichkeiten,vielleicht das Steben speziell bei kleinen Labels zu verlangsamen

      1)eine Bindungspreis einführen wie bei den Büchern,so wird auch wieder "der Wert" geschätzt,was dieser Nischenmarkt auch dringend benötigt

      2)Hörspiele kleiner Labels limitieren und über Direktverkauf abrechnen z.Bsp wie Polaris es seit Jahren es handhabt

      Man muß einfach dem "Käufer" einfach klarmachen,daß Hörspiele speziell der kleinen Labels seinen Preis haben muß um ein Fortbestehen der Labels zu sichern,alles andere macht (für mich) keinen Sinn

      Die "Verramscherei" bringt einfach nichts,und man sieht doch auch wohin mittlerweile es geführt hat.Sie hat das Sterben beschleunigt.


      Andi

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      Hallo,

      Argh - ich sage doch nicbt, dass die Label ihre Preise senken sollen. Das hast du falsch verstanden. Es war ein Beispiel für:
      a) - Eine Aktion am Kunden, denn ich hatte mir im Vorfeld überlegt, wo die Kunden, die damit angesprochen werden sollen, sitzen - in den Foren.
      b) - Spontanität ohne großen Aufwand - die ganze Sache kostete vielleicht dreißig Minuten, insgesamt und war zuvor nicht geplant.

      Tatschlich kamen die Käufer zu etwa 90 Prozent über die Foren; dank guter Analysesoftware kann ich das genau nachvollziehen. Somit ging meine Rechnung auf. Und bitte - das soll keine Selbstbeweihräucherung sein. Aber ich möchte nicht nur labern, sondern auch zeigen, was ich meine.


      Aber einem muss ich hier heftig widersprechen. Du schreibst, dass man dem Käufer klar machen muss, dass CDs kleiner Label ihren Preis haben müssen, um den Fortbestand dieser Labels zu sichern.
      Das ist in meinem Augen eine völlige Fehleinschätzung.
      Der Kunde da draußen - nicht die Hörspielfans in den Foren, denn von denen rede ich nicht - wird eine genaue Vorstellung davon haben, wie viel er für Unterhaltung ausgibt. Ihm sind die Schicksale der kleinen Labels egal, gibt es sie nicht mehr, dann ist das eben so. Wir verkaufen heute in Deutschland überwiegend über den Preis - das ist nicht schön, aber ein Fakt. Und niemand da draußen bezahlt mehr, weil damit ein kleines Label am Leben bleibt. Man bezahlt mehr, wenn mit einem Teil des Geldes Haiti oder Japan unterstützt wird, denn das gibt einem ein gutes Gefühl, geholfen zu haben. Aber das war es auch schon.
      Das Label muss in großem Umfang ein Bedürfnis wecken. Entweder eines, das latent vorhanden ist (gute Unterhaltung, Spannung, Abwechslung, Sammlertrieb) oder ein neues, das der Käufer vielleicht so nicht im Kopf hat (Abwechslung bei der Autofahrt, Geschenk und Mitbringsel etc.)
      Dabei muss man dem Kunden gar nichts klar machen, denn der Kunde macht dem Anbieter klar, was er will - oder nicht. So, wie der Kunde Lausch klar gemacht, was er will und was nicht.
      Letztlich ist es ein Markt, der bedient werden will, und in dem fern von sentimentalen Gedanken der Rubel rollt oder nicht. Wir können hier in Foren Leuten klar machen, warum eine CD eben 7,95 und nicht 5,99 kostet. Aber doch nicht am POS.

      Grüße

      PS: Eine gute Werbung ist jene von Liqui Moly. Er sagt nicht, wie toll sein Öl ist, und was es dem Motor gutes tut. Nein, da steht einer uns sagt: Wie beziehen keine Subventionen, zahlen in Deutschland unsere Steuern, bilden aus und beschäftigen x Leute. Damit das so bleibt, kaufen sie …
      Hier kauft der Kunde, weil er das ganz toll findet. Keine Billig-Importe von No-Name-Firmen. Es gibt dem Kunden ein gutes Gefühl, etwas für eine deutsche Marke zu tun; und für Deutschland.
      Wenn ein Label auf diese Schiene ginge, dann könnte man tatsächlich einen höheren Preis verkaufen und klar machen - damit tust du was Gutes. Aber das ist schwer. Wollte ich nur der Vollständigkeit halber ergänzen.

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      Ohrkino schrieb:

      Ich persönlich finde die ganze "Diskusssion" hier verzeiht mir bitte mühselig,der Markt bzw die Vielfalt ist am sterben und das hat nicht nur mit den Raubkopien zu tun,sondern meiner Meinung nach schlicht und einfach damit daß wir nicht mehr die 70/80er haben.Heute hat man mehr Möglichkeiten der Freizeitgestaltung als früher,man ist nicht mehr von Hörspiele "abhängig",es gibt mehr als drei Programme,in die Videothek kann man schon als kind rein bzw mit 16 ausleihen nicht wie früher erst ab 18,man kann Onlinespiele spielen,man kann sich Filme legal und illegal laden und und und


      Das ist zweifellos alles richtig. Allerdings funktioniert ja das Medium Hörbuch im Vergleich zum Hörspiel doch einigermaßen gut.
      Der unschlagbare Vorteil des Hörmediums ist eben, dass man das ganze auch nebenbei konsumieren kann und nebenher einer Tätigkeit nachgehen kann (autofahren, joggen, bügeln).
      Natürlich ist auch das Hörbuch bereits wieder ein direkter Konkurrent des Hörspiels. Und wenn man den Vorteil des Mediums betrachtet vermutlich auch der schärfere - zumal Hörbücher im Vergleich zu Hörspielen ein ganz anderes ansehen haben (Hörspiele eben mehr für Kinder und Hörbücher für Erwachsene).
      Das Beispiel Hörbuch beweist aber, dass sehr wohl ein Markt für HÖR-Produkte vorhanden ist.

      Natürlich kann man sich damit abfinden und sagen: das Hörspiel hat es nicht geschafft neben dem Hörbuchmarkt zu bestehen. Man kann aber durchaus weiterhin versuchen, am Image Hörspiel zu arbeiten und dieses in der Wahrnehmung auf eine Stufe mit dem Hörbuch heben. Gewiss: leicht ist das nicht immer. Theorie und Praxis sind hier natürlich gerne mal zwei paar Stiefel.
      Falls du auf der Suche nach weiteren News rund ums Hörspiel bist, schau doch einfach mal auf www.hoerspiel3.de vorbei.
      Neu: GRATIS-Hörspiele

      DeLorca schrieb:

      Cherusker schrieb:

      Warum keine Dragonbound Kalender mit der wunderschoenen Dragonbound Fanart? Vielleicht gibt es Merchandising Optionen im Hoerspielbereich, die noch nicht ausgereizt wurden?


      Aber solche Produkte sind doch auch nur für die Hardcorefans. Ich habe noch nie von jemandem gehört der sich die Musik einer Band gekauft hat weil es Kalender oder Tassen gibt. Sowas kaufe ich mir doch erst, wenn mir das eigentliche Produkt gefällt.

      Davon ab, jegliche Werbeaktion muss mindestens soviel wieder einspielen, das die Kosten für die Aktion gedeckt sind. Das Problem sind dann schon die geringen Margen die beim Label pro CD wieder ankommen und die nicht vorhandene Messbarkeit des Erfolgs der Werbeaktion. Per se würde ich sagen das man ein Produkt auch nicht auf Teufel komm raus zum Erfolg zwingen kann. Wenn es nicht gekauft wird, wird es vielleicht auch einfach nicht gewollt und man sollte nicht so tun als hätte man nur nicht genug dafür geworben.

      Imo hat Günter Merlau das auch mit seiner Aussage im Interview gemeint.


      In meiner Auffassung ist das Ziel von Merchandising (z.B. Tassen, T-Shirts) nicht, die Auflage der CDs zu erhoehen. Da stimme ich dir zu, dass dies nicht funktioniert. Stattdessen kann Merchandising aber den Firmenumsatz bei gleichbleibenden CD Verkaeufen ankurbeln, indem man die Bekanntheit einer Marke ausnutzt und sie auf T-Shirts, Tassen oder aehnliches druckt. Z.B. gehen bei Bayern Muenchen auch nicht mehr Leute ins Stadion weil es Robben oder Schweinsteiger T-Shirts gibt. Aber man kann den Umsatz pro Kunde erhoehen indem man ueber den urspruenglichen Umsatz (Eintritt beim Fussballfan oder CD-Kauf beim Hoerspielfan) hinausgeht und weitere Umsatzmethoden anbietet.

      Ausserdem sind die Margen bei Merchandise Produkten oft ziemlich hoch. Ich habe z.B. gerade ein T-Shirt von Game of Thrones fuer 25 Dollar gekauft. Die Produktions- und Rechtekosten liegen wahrscheinlich unter 10 Dollar, was sehr gute Margen bedeutet.

      Das funktioniert aber nicht unbedingt fuer alle Serien, aber fuer Serien mit treuer Kundschaft kann das eine weiter Einnahmequelle neben den Hoerspielen selber sein.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Cherusker“ ()

      Merchandising kann helfen, dass zusätzliche Geld in die Labelkassa geschwemmt wird. Wenn es damit geschafft wird eine Serie/Label am Leben zu halten, finde ich dies durchaus legitim. Ob sich der Aufwand wirklich rechnet, kann ich nicht sagen. Von daher wäre es interessant zu erfahren ob kleine Labels davon wirklich etwas haben. Plotzka hat ja eine eigene "Modelinie" rund um Andi Meisfeld geschaffen. Wäre interessant wie die Sache so als kleines Zubrot läuft. Eines ist aber klar - mit Merchandising wird man wohl kaum neue Hörer gewinnen, sondern kann nur die bereits vorhandenen Fans als Käufer haben.

      Cherusker schrieb:

      Das funktioniert aber nicht unbedingt fuer alle Serien, aber fuer Serien mit treuer Kundschaft kann das eine weiter Einnahmequelle neben den Hoerspielen selber sein.


      Und wieviel Serien gibt es neben den ???, die dieses Potential haben? Wenn schon die Verkaufszahlen der CDs nur bei um die 1000 Stück liegt wird es sich kaum lohnen 20 Tassen und 10 T-Shirts herzustellen. Spreadshirt nutzen ja einige Labels als "Shop" (ua. auch Andy Maisfeld wie von Markus erwähnt) aber mit den paar Euro die als Provision zusammenkommen wird sich niemand über Wasser halten können.

      Als scheinbar ganz brauchbare Nebeneinnahme haben sich aber die Live-Hörspiele erwiesen, denn immerhin werden diese von verschiedenen Serien immer wieder organisiert und von der LL habe ich auch gehört das sie dort am meisten ihrer CDs auch absetzten. Mit entsprechend größeren Margen, schließlich hat dann auch kein Vertrieb oder Handel mehr seine Finger im Spiel. Das ganze hat zudem den Vorteil, dass es bestimmt kein Kinderkram ist und vielleicht eine Chance Hörspiele wieder als Erwachsenenunterhaltung zu etablieren.
      Hallo!
      Bin neu hier, auch großer Hörspielfan seit Jahrzehnten und wollte mich auch mal zu Wort melden.
      Ich frage mich, ob es überhaupt sinnvoll ist, heutzutage noch Verkaufsstrategien zu entwickeln, wenn man bedenkt, dass in Anbetracht der Internetmöglichkeiten kein Geld mehr für digitale Tonträger ausgegeben werden muss?
      Ganz egal, wie aggressiv die Werbung stattfindet oder wie preiswert Hörspiele verkauft werden: solange man sie kinderleicht innerhalb von wenigen Minuten irgendwo downloaden kann, werden sie nicht gekauft. Selbst die Cover und Inlets können im Original ausgedruckt werden, ich hab mal eine CD geschenkt bekommen inklusive Cover, da war der Unterschied zum Original auf den ersten Blick nicht zu erkennen.
      Es ist ja inzwischen ein alter Hut, und die Thematik der illegalen Downloads wurde schon zur Genüge ausgeschlachtet, aber ich bin sicher, das ist und bleibt das Hauptproblem vor allem der kleinen Labels.
      (will an dieser Stelle mal ganz ehrlich sein: natürlich habe ich mir auch schon mal was runtergeladen....aber wer bitte nicht???...)

      Gruß
      Michael
      Hallo,

      michelsausb schrieb:


      Hallo!
      Bin neu hier, auch großer Hörspielfan seit Jahrzehnten und wollte mich auch mal zu Wort melden.
      Ich frage mich, ob es überhaupt sinnvoll ist, heutzutage noch Verkaufsstrategien zu entwickeln, wenn man bedenkt, dass in Anbetracht der Internetmöglichkeiten kein Geld mehr für digitale Tonträger ausgegeben werden muss?
      Ganz egal, wie aggressiv die Werbung stattfindet oder wie preiswert Hörspiele verkauft werden: solange man sie kinderleicht innerhalb von wenigen Minuten irgendwo downloaden kann, werden sie nicht gekauft. Selbst die Cover und Inlets können im Original ausgedruckt werden, ich hab mal eine CD geschenkt bekommen inklusive Cover, da war der Unterschied zum Original auf den ersten Blick nicht zu erkennen.
      Es ist ja inzwischen ein alter Hut, und die Thematik der illegalen Downloads wurde schon zur Genüge ausgeschlachtet, aber ich bin sicher, das ist und bleibt das Hauptproblem vor allem der kleinen Labels.
      (will an dieser Stelle mal ganz ehrlich sein: natürlich habe ich mir auch schon mal was runtergeladen....aber wer bitte nicht???...)

      Gruß
      Michael

      der Vorwurf, illegale Downloads seien gefährlich, halte ich für vollkommenen Quatsch. Obwohl das Thema mit Zauberstern Records gerade wieder aktuell wird. Dort beklagt man sich bei Facebook, dass die Abverkäufe auf unter 1000 Stück sanken, es im Gegenzug aber über 10.000 illegale Downloads gibt. Darum müssen Serien eingefroren werden, man konzentriert sich auf Faith und fleht nahezu darum, diese Serie zu kaufen.

      Das klingt auf den ersten Moment natürlich traurig. Keine 1000 Verkäufe, aber 10.000 Downloads. Nun mag mancher sagen: "Hätten von diesen 10.000 Leuten doch nur x Prozent gekaufte, dann …"

      Aber das ist der völlig falsche Ansatz, auch wenn er von den Labels wieder und wieder und wieder und wieder herangezogen wird. Wobei ich verstehe, dass es verlockend ist, so zu denken. Zum einen glaubt man gerne, dass 10.000 Leute das Hörspiel gehört haben, zum anderen hat man eine Zahl und damit einen Schuldigen, den man verantwortlich machen kann. Die sind Schuld - nicht wir.

      Ich möchte hier eine andere Rechnung aufmachen die zeigt, dass deine Argumentation falsch ist.
      Laut Wikipedia haben wir in Deutschland 81,778 Millionen Einwohner.
      Davon haben 10..000 Leute Hörspiele geladen und keine 1000 gekauft.
      Das heißt, all die anderen Menschen, die vielen Millionen da draußen, haben weder gekauft, noch haben sie einen Download veranlasst. Sie haben schlicht nichts getan. Über 81.000.000 Menschen haben sich einen Dreck um die Serien gekümmert.
      Und warum?
      Selbst wenn wir die Kinder und die Rentner alle abziehen, bleiben noch immer sehr viele Millionen potentieller Kunden. Aber dem Label gelang es nicht, die benötigten Käufe aus diesen Millionen Menschen zu generieren.


      Daran KÖNNEN nicht die illegalen Downloads Schuld sein. Dem MUSS ein Versagen von Marketing und Vertrieb zugrunde liegen.


      Wobei es ja ausgemachter Blödsinn ist zu sagen, dass jeder Download ein entgangener Kauf ist. Wir sind Jäger und Sammler - wir packen uns auf die Platte, was eben geht. Manche legal, andere illegal. Wer von diesen 10.000 Downloads, die sich ja wahrscheinlich auf alle Folgen und alle Serien des Labels beziehen, wirklich am Ende ein tatsächlicher Interessent ist, ist doch eher fraglich.


      Daher ist deine Argumentation völlig falsch - nur mit guten Strategien kann man den Markt, kann man die Millionen Menschen erreichen, so dass 10.000 Downloads völlig unwichtig sind. Was denkst du, wie viele Leute erfolgreiche Serien laden? John Sinclair z.B.? Nur sind die Abverkäufe gut genug, so dass sie nicht das Bestehen der Serie gefährden.


      Ich glaube, es war der Chef von Valve - bin mir aber nicht sicher - der sagte: Wenn Leute unsere Spiele illegal aus dem Netz laden, haben WIR es nicht geschafft, sie davon zu überzeugen, Geld für Originale auszugeben.
      Das ist ein sehr guter Ansatz, denn er verwandelt die Opferrolle, in der sich die Industrie so gerne sieht, in die Rolle des Versagens. Die hat keiner gerne, darum schiebt man die Schuld auf Downloader - und geht unter, weil man seine eigenen Fehler nicht beseitigt, seine Strategie nicht überdenkt.


      Wer mir sagt, dass die illegalen Downloads Schuld am Aus von Serien oder Labels sind, dem sage ich ganz klar, dass Versagen von marketing und Vertrieb Schuld am Aus von Serien und Labels war.
      @DarkWriter: Einmal mehr ein sehr guter Beitrag. Ich sehe es im Grunde genau so! Man konzentriert sich immer genau auf jene Personengruppe, die ohnehin verloren ist. Hingegen gibt es eine große Anzahl an Personen, die Interesse an Medien jeglicher Art hat, die aber niemals ein Hörspiel erreicht. Genau dort sollte man den Hebel ansetzen.

      @michaelsausb: Zunächst einmal #welcome# Danke für Deinen ehrlichen und mutigen Beitrag. Ich hoffe aber, dass die Saugerei der Vergangenheit angehört. Ich für meinen Teil kann ehrlich und zu 100% sagen, dass ich noch nie und wohl auch nie ein Hörspiel aus dem Netz gesaugt habe.

      Wer mir sagt, dass die illegalen Downloads Schuld am Aus von Serien oder Labels sind, dem sage ich ganz klar, dass Versagen von marketing und Vertrieb Schuld am Aus von Serien und Labels war.

      Hallo,ich finde deine Beiträge und entschuldige bitte die Offenheit meiner Seite einfach nur naiv.Hättest Du 2000 so argumentiert,wäre ich anderer Meinung gewesen,aber wir haben 2011.

      Unterhalte dich mal mit den kleinen Labels.

      Woher soll denn das Geld für Marketing herkommen,wenn man aufgrund begrenzter Mittel alles nur in die Produktion steckt und dann nichts mehr übrigbleibt ?

      Welcher Vertrieb macht sich stark für Hörspiele ? Keiner,das ist für die nur Peanuts,ein Zubrot mehr nicht.Die verdienen ihr Geld mit Musik CDs und DVDs.Das ist das was der Massenmarkt auch möchte.Für die Hörspielbranche gibt es kein Massenmarkt mehr,das war einmal in den 70er Anfang 80er aber nicht mehr 2011 und in der Zukunft

      Der Michelausbub hat es richtig erkannt.

      Man kann es drehen,und wenden und endlos weiterdiskutieren.Aber man kommt an der Tatsache nicht mehr vorbei,daß es "Ende im Gelände" ist.

      andi
      @Ohrkino: Aber wenn dem wirklich SO ist, ist es denn nicht eher naiv, dass kleine Labels noch Hörspiele produzieren? Wenn die Marktlage wirklich so schlecht ist, dass keine Verkaufsstrategie auf der Welt etwas nützt, warum tun sich manche Labels noch diese Arbeit an?

      Ich sehe es nicht so und behaupte mal, dass jene Labels, die nicht in der Lage sind sich der Situation anzupassen, also einfach so weiterwurschteln wie bisher, von der Bildfläche verschwinden werden. Jene Labels, die versuchen aus den Fehlern der Konkurrenten zu lernen, neue Strategien zu finden und auch nach Lösungen suchen, statt auf die Probleme hinzuweisen, werden erfolgreich sein.

      Markus G. schrieb:

      @Ohrkino: Aber wenn dem wirklich SO ist, ist es denn nicht eher naiv, dass kleine Labels noch Hörspiele produzieren? Wenn die Marktlage wirklich so schlecht ist, dass keine Verkaufsstrategie auf der Welt etwas nützt, warum tun sich manche Labels noch diese Arbeit an?


      Das habe ich mich auch schon gefragt,und zu der Erkenntnis gelangt daß viele einfach nur dem Traum hinterjagen von Ihrer "Leidenschaft sprich dem Hörspiel hören,jetzt machen",aber dieser wird mal platzen

      Und es gibt ja immer weniger kleinlabels die produzieren.
      Hallo,

      Ohrkino schrieb:


      Wer mir sagt, dass die illegalen Downloads Schuld am Aus von Serien oder Labels sind, dem sage ich ganz klar, dass Versagen von marketing und Vertrieb Schuld am Aus von Serien und Labels war.

      Hallo,ich finde deine Beiträge und entschuldige bitte die Offenheit meiner Seite einfach nur naiv.Hättest Du 2000 so argumentiert,wäre ich anderer Meinung gewesen,aber wir haben 2011.

      Unterhalte dich mal mit den kleinen Labels.

      Woher soll denn das Geld für Marketing herkommen,wenn man aufgrund begrenzter Mittel alles nur in die Produktion steckt und dann nichts mehr übrigbleibt ?

      Welcher Vertrieb macht sich stark für Hörspiele ? Keiner,das ist für die nur Peanuts,ein Zubrot mehr nicht.Die verdienen ihr Geld mit Musik CDs und DVDs.Das ist das was der Massenmarkt auch möchte.Für die Hörspielbranche gibt es kein Massenmarkt mehr,das war einmal in den 70er Anfang 80er aber nicht mehr 2011 und in der Zukunft

      Der Michelausbub hat es richtig erkannt.

      Man kann es drehen,und wenden und endlos weiterdiskutieren.Aber man kommt an der Tatsache nicht mehr vorbei,daß es "Ende im Gelände" ist.

      andi
      nein, ich glaube nicht, dass ich naiv bin. Naiv sind vielmehr Labels die denken, wenn es keine illegalen Downloads gäbe, wäre die Welt in Ordnung. Denn ich behaupte, dass die Zahlen dann höchstens marginal besser wären und die Serien dennoch nicht überleben könnten.
      Die Frage ist ja auch, warum manche Labels einen enormen Ausstoß produzieren, statt vorsichtig an die Sache heranzugehen und dafür Mittel für Marketing freizuhalten.
      Wobei das kein Phänomen "kleiner Labels" ist. Viele Unternehmen machen den Fehler, ihr Geld in die Produktion zu stecken und das Marketing zu vernachlässigen. oder aber sie produzieren am Markt vorbei und wundern sich dann, dass sie keinen Erfolg haben.
      Ich höre oft: "Wir machen, was wir gerne hören würden." Das ist schön. Aber der Wurm muss dem Fisch schmecken, und nicht dem Angler.


      Wenn man das Geld, das eine Serie kostet, in Marketing für eine oder zwei bestehende Serien steckt, kann man diese richtig puschen, statt eine dritte Serie zu bringen und zuzuschauen, wie alle drei den Bach runtergehen.

      Ich habe eine ungefähre Ahnung, was eine Serie kostet, da ich mich mit meinem Verlag hin und wieder darüber unterhalte. Und ich weiß auch, wie hoch die Absatzahlen sein müssen. Schließlich sind ja zwei Serien von mir auf dem Markt - wobei eine abgeschlossen ist. Es ist also nicht so, dass ich "aus dem Blauen" rede. Es geht, um es mal ganz lapidar zu sagen, auch um mein Geld.
      Dennoch käme ich nie auf die Idee, Downloader zu beschuldigen, mir etwas zu stehlen. Man kann viel Zeit und Energie investieren, um illegale Foren zu schließen. Allein dieses Geld (und Zeit ist auch Geld) bekommt man nicht mehr rein. Ich bin damals hingegangen, habe nach illegalen Foren gesucht und dort gepostet, dass jene, denen meine Serien gefallen, diese bitte auch kaufen sollen - damit ich nicht leer ausgehe.
      Das kostete mich wenig Zeit, brachte aber tatsächlich ein bisschen was ein.

      Naiv ist zu glauben, dass man ohne Marketing und nur mit viel Produktion neue Kunden gewinnt oder sich am Markt halten kann. Gerade kleine Labels sollten sich sehr genau überlegen, ob sie mit einer neuen Serie "glänzen" wollen, oder ob sie das Geld nicht lieber in gutes Marketing investieren.

      Grüße
      @Dark Writer
      Okay, wenn es wirklich "nur" 10000 illegale Downloads sind, stimmt meine Argumentation in der Tat nicht. Aber ich befürchte, es sind mehr...
      Ich glaube, ein großes Problem besteht auch darin, dass Hörspiele nicht den hohen Stellenwert besitzen, um das Preis-Leistungsverhältnis zu rechtfertigen. Der neueste Super-DVD-Harry-Potter wurde für 6,90 Euro verscherbelt, während ein "schnödes" Hörspiel großteils 8-9 Euro kostet...das muss man dem Kunden erstmal verklickern...
      Aber ich freue mich, dass hier so rege Diskussionen stattfinden, wirklich sehr erfrischend :)
      Da ist man mal eben ein paar Tage im Osterurlaub und schon wieder "streckt ein Label die Flügel" #kopfschuettel1# ...

      Nachdem man ja vor einigen Tagen schon bei LAUSCH "ausgelauscht" hatte, streicht jetzt auch das Label ZAUBERSTERN RECORDS die Hörspiel-Serien rigeros zusammen: BUTLER PARKER, DR. MORBIUS, CLIVE BARKERS MYSTERIES werden nicht mehr fortgesetzt - einzig die Erfolgsserie FAITH wird auch weiterhin erscheinen ...

      Schade, ich konnte mich zwar mit BUTLER PARKER nicht so recht anfreunden und dies obwohl Lutz Riedel zu meinen absoluten Sprecherfavoriten gehört, aber hätte mich trotzdem über eine Fortsetzung der Serie gefreut. DR. MORBIUS trifft mich voll ins Mark, hier wäre noch viel Potenzial gewesen. Ähnliches gilt für CLIVE BARKERS MYSTERIES - allerdings war hier die Fortsetzung ja aus lizenzrechtlichen Gründen sowieso fraglich ...
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      http://www.hoerspiel-box.de "... die Hörspiel-Box - Hörspiele gut gehört ..."
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