Hatte das Serien- und Labelsterben 2011 die Verkaufsstrategien der Labels verändert? Aktuelles auf Seite 8!

      Hatte das Serien- und Labelsterben 2011 die Verkaufsstrategien der Labels verändert? Aktuelles auf Seite 8!

      Wird das Serien- und Labelsterben die Verkaufsstrategien der Labels verändern? 20
      1.  
        Nein (10) 50%
      2.  
        weiß nicht (2) 10%
      3.  
        Ja (7) 35%
      4.  
        siehe thread (1) 5%
      Passend zum thread "Hat das Seriensterben 2010 euer Kauf- und Hörverhalten verändert?" sollte es mMn auch einen thread geben, in dem über die Konsequenzen der Labels nachgedacht wird. Wie werden Labels eurer Meinung nach auf die aktuelle Situation reagieren? Welche Möglichkeiten hätten Labels zum handeln? Oder können Labels selbst gar nichts machen als nur an die Käufer zu appellieren ihr Hörspiel zu kaufen und bleibt es einzig und alleine dem Käufer überlassen ob eine Serie/Label überlebt oder nicht?
      Wenn man der Antwortflut auf diese Frage ansieht, dann scheint der Hörspielfan darauf entweder keine Antwort zu haben oder es scheint ihm egal zu sein. Ich hänge einmal eine Umfrage an, in der Hoffnung, dass sich mehr daran beteiligen.

      Aus meiner Sicht sind die Labels dazu gezwungen ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und eine Änderung herbei zu führen. Wer dies nicht macht und weiterwurschtelt, wird sich wohl bald mit dem Aus auseinander setzen müssen. Ausnahme natürlich dann, wenn es den Labels gut genug geht. Wenn man jedoch einigen Glauben schenken möchte, dann geht es fast allen schlecht...

      Endlosserien wie Burns werden wohl in Zukunft die Ausnahme bilden. Serien, mit niedriger Folgenanzahl oder Serien mit abgeschlossenen Folgen werden überhand nehmen. Dies hat den Vorteil, dass man die Serie jederzeit beenden kann, ohne damit einen Handlungsstrang im Nirgendwo enden lassen zu müssen. Ich denke auch, dass Labels verstärkt auf ihre aktuelle Zugpferde setzen werden und weniger oft Versuchsballons starten, um Geld zu sparen. Ich befürchte auch, dass Serien als downloads forciert werden könnten, weil sie, Vermutung, günstiger an den Mann zu bringen sind, als gepresste CDs mit Cover.
      Ich habe für nein gestimmt, da die Labels bereits alles versucht haben.

      Auch LAUSCH hatte mit dem Verkaufsförderinstrument HÖRSPIELMESSE gehofft, daß mehr Hörspiele gekauft würden. Dumpingpreise (CDs für 4,99 EUR) bringen genauso wenig wie hochqualitative Produktionen (Perry Rhodan Sternenozean).

      Die Label haben schon alles probiert und keine Strategie hat gefruchtet.

      Simeon Hrissomallis von der R&B Company hat mir gesagt, daß die einzigste effektive Werbemaßnahme die TV-Werbung wäre. Am besten zur Primetime. Aber das ist unbezahlbar, würde jedoch die meißten Menschen erreichen. Das wäre noch die letzte Art von Werbung die man machen kann, da alles andere nichts geholfen hat.

      PARKER schrieb:

      Ich habe für nein gestimmt, da die Labels bereits alles versucht haben.
      Mit Verlaub, das glaube ich keine Sekunde lang. Solange dem Menschen die Phantasie nicht ausgeht, kann und wird es neue Strategien geben, ein Produkt zu promoten. Zumal sich ja auch die verwendbaren Medien und Werbekanäle ständig weiter entwickeln (und neue hinzukommen).

      Klar, die meisten klassischen Marketing-Maßnahmen wurden mittlerweile ausgetestet/ausgeschöpft (oder sind eben zu teuer => TV). Im Bereich des sog. Guerilla-Marketing wäre aber sicher noch einiges möglich. Und das Schöne an Aktionen dieser Art ist ja, dass damit auch Personen außerhalb der Szene erreicht werden können - spätestens dann, wenn die Presse auf eine besonders originelle Idee aufmerksam wird. Was dann im besten Fall die Gewinnung neuer Interessenten/Käufer zufolge hat. #jaja#

      Dennoch bin ich nicht der Meinung, dass die aktuelle Hörspiel-Misere schon ein grundlegendes Umdenken bzw. wirkliche Werbe-Innovationen zufolge haben wird. Dies würde in meinen Augen ein stärkeres Miteinander der Branche bedingen - was ohne die Beteiligung der "Big Players" kaum zu erreichen ist. Und auf die kann man wohl lange warten. :(

      Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet Gründe.
      (Götz Werner)


      JMB schrieb:

      PARKER schrieb:

      Ich habe für nein gestimmt, da die Labels bereits alles versucht haben.
      Mit Verlaub, das glaube ich keine Sekunde lang. Solange dem Menschen die Phantasie nicht ausgeht, kann und wird es neue Strategien geben, ein Produkt zu promoten. Zumal sich ja auch die verwendbaren Medien und Werbekanäle ständig weiter entwickeln (und neue hinzukommen).

      Klar, die meisten klassischen Marketing-Maßnahmen wurden mittlerweile ausgetestet/ausgeschöpft (oder sind eben zu teuer => TV). Im Bereich des sog. Guerilla-Marketing wäre aber sicher noch einiges möglich. Und das Schöne an Aktionen dieser Art ist ja, dass damit auch Personen außerhalb der Szene erreicht werden können - spätestens dann, wenn die Presse auf eine besonders originelle Idee aufmerksam wird. Was dann im besten Fall die Gewinnung neuer Interessenten/Käufer zufolge hat. #jaja#

      Dennoch bin ich nicht der Meinung, dass die aktuelle Hörspiel-Misere schon ein grundlegendes Umdenken bzw. wirkliche Werbe-Innovationen zufolge haben wird. Dies würde in meinen Augen ein stärkeres Miteinander der Branche bedingen - was ohne die Beteiligung der "Big Players" kaum zu erreichen ist. Und auf die kann man wohl lange warten. :(


      Dem kann ich voll und ganz zustimmen.
      Wenn Labels so weiter machen wie bisher, weil sie meinen sie haben ohnehin schon alles versucht, dann müsste es ihnen eigentlich besser gehen als sie nach außen hin zu Verstehen geben. Oder aber sie resignieren. Oder aber sie verfügen über so große finanzielle Ressourcen, dass sie gewillt sind das derzeitige "Tal" zu durchwandern und zu warten, bis die Konkurrenz weniger wird und die Stücke vom Kuchen wieder deutlich größer werden. Dies werden aber mMn nur die Big Player und jene, die nicht hauptberuflich davon leben müssen, schaffen. Kleine Labels wie Lausch wird es dann wohl erwischen...

      JMB schrieb:


      Zitat von »PARKER«
      Ich habe für nein gestimmt, da die Labels bereits alles versucht haben.


      Mit Verlaub, das glaube ich keine Sekunde lang.


      Wenn ich mir beispielsweise allein mal anschauen, was im Bereich Online-Werbung stattfindet - nein, damit meine ich jetzt nicht nur Twitter und Facebook oder gar die Foren - dann zeigt sich doch sehr deutlich, dass hier längst noch nicht alle Mittel erschöpft wurden. Man muss sich ja nur vergleichsweise mal ansehen, was audible im Bereich des affiliate-Marketings oder an Google AdWords-Kampagnen auffährt.
      Ob das jetzt natürlich gerade die Mittel sind, mit denen man dann auch neue Käuferschichten erreicht ist eine andere Frage. Aber wirkliche Versuche der Labels habe ich in diesem Bereich noch kaum beobachten können.

      Selbst wenn man behauptet, alles versucht zu haben, dann heißt das nicht zwangsläufig, dass genau die gleichen Maßnahmen bei einem anderen Produkt genauso scheitern müssen.
      Falls du auf der Suche nach weiteren News rund ums Hörspiel bist, schau doch einfach mal auf www.hoerspiel3.de vorbei.
      Neu: GRATIS-Hörspiele
      Hallo,

      ich denke nicht, dass die Labels alles getan haben. Tatsächlich habe ich den Eindruck, dass manches getan wurde, aber nicht unbedingt das Richtiges, Vieles wirkt auf mich wie Aktionismus.

      Nehmen wir die Hörspielmesse.
      Auf der einen Seine wird beklagt, dass sehr viele Leute glauben, Hörspiele seien "Kinderkram" und dass wenig bekannt ist, dass es sehr gute Erwachsenen-Hörspiele gibt. Nun kann man doch nicht ernsthaft annehmen, dass all die Leute, die das nicht wissen, zu einer Messe pilgern, Geld dafür ausgeben (Eintritt, Anfahrt, evtl. Übernachtung) und sich dort eines Besseren belehren lassen. Die Messe war von Anfang an nur für jene Leute interessant, die ohnehin Hörspiele mögen. Neue Kunden konnte man da nicht gewinnen. Und wie hoch waren die Besucherzahlen? 5000? 6000? Das ist imho dann wenig, wenn jeder dieser Leute eine Serie kaufen würde, denn soweit ich weiß, machen 5000 Käufer den Kohl bei einer großen Produktion nicht fett.
      Wenn Lausch beklagt, dass die Messe die Abverkäufe nicht sonderlich steigerte, dann wundert mich das ehrlich gesagt nicht.

      Was Werbung anbelangt, so kann ich mich nicht erinnern, über sonderlich viel Marketing gestolpert zu sein. In den Foren und auf der Webseite, das ja. Ein Trailer, ein Auszug - aber das ist doch nichts, was die Leute dazu bringt, etwas zu kaufen. Das ist für die Fans interessant, für jene, die sich damit befassen.
      Gehe ich zu Real, Media Markt oder Saturn, dann sehe ich da keinen Aufsteller, kein Plakat - nichts, was auf die Hörspiele in den Regalen hinweist. Da ist man am POS und es gibt keinerlei Werbung. Da muss man sich nicht wundern, dass niemand kauft.

      Ich denke bei weitem nicht, dass die Labels alles versucht haben. Ich denke im Gegenteil, sie haben sich in Sachen Marketing sehr schlecht aufgestellt - und das führt zum Aus. Wer nicht wirbt, stirbt. Einer der wichtigsten Sprüche im Verkauf. Und die Werbung muss da passieren, wo die Leute sind. Nicht dort, wo die Leute erst hinkommen müssen.

      Wie wäre es, wenn die Label eine geballte Aktion auf der Buchmesse Leipzig machen? Dort sind potenzielle Kunden in Scharen.
      Wie wäre es mit Aktionen im POS?
      Wie wäre es mit einer Roadshow?

      Ein kleines Label kann das alles nicht stemmen. Mein wichtigster Tipp, den ich als Verkaufstrainer mal ganz kostenlos gebe ist - bildet einen Interessenverband und arbeitet zusammen in diesem Bereich. Lasst euch beraten und macht es richtig. Denn das ist bislang imho nicht passiert. #rolleyes#

      DarkWriter schrieb:

      Wie wäre es, wenn die Label eine geballte Aktion auf der Buchmesse Leipzig machen?

      DarkWriter schrieb:

      Mein wichtigster Tipp, den ich als Verkaufstrainer mal ganz kostenlos gebe ist - bildet einen Interessenverband und arbeitet zusammen in diesem Bereich.
      Nun, den Verband gibt es ja mittlerweile, und eine größere Aktion/Veranstaltung in Leipzig hat er auch schon organisiert. Schau mal hier: www.hoerspiel-gemeinschaft.de :)

      Ich denke, dieser Zusammenschluss ist keine schlechte Basis, um die öffentliche Wahrnehmung auf Dauer zu verbessern. Wie schon geschrieben aber nur dann, wenn verstärkt Werbemaßnahmen über die Szene hinaus stattfinden. Da stimme ich Dir zu.

      Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet Gründe.
      (Götz Werner)


      Hallo,

      ich habe mal gerade in die Mitgliederliste geschaut. Viele Labels sind aber nicht dabei, oder? Wenn das erfolgreich sein soll, dann müssten wohl deutlich mehr Labels mitziehen. Oder ist die Liste unvollständig?

      Grüße
      Ich sehe es im Grunde wie DarkWriter! Ich denke mit der Hoerspielgemeinschaft ist ein erster wichtiger Schritt getan. Natürlich sind noch nicht alle im Boot. Aber ein erster und zweiter Schritt in die richtige Richtung ist getan. Trotzdem müssen die Labels selbst auch mehr ändern (wollen) um eine Trendwende herbei zu führen.

      DarkWriter schrieb:

      Hallo,

      ich habe mal gerade in die Mitgliederliste geschaut. Viele Labels sind aber nicht dabei, oder? Wenn das erfolgreich sein soll, dann müssten wohl deutlich mehr Labels mitziehen. Oder ist die Liste unvollständig?

      Grüße


      Auf der HörspielArena haben deutlich mehr Label ausgestellt als in der Gemeinschaft Mitglied sind.
      Falls du auf der Suche nach weiteren News rund ums Hörspiel bist, schau doch einfach mal auf www.hoerspiel3.de vorbei.
      Neu: GRATIS-Hörspiele
      Folgenreich hat doch vor kurzem im großen Stil Werbung gemacht. Plakate an Bahhöfen, Haltestellen etc., da wo Leute halt warten. Und im Fernsehen war ja auch Werbung dabei. Möchte gerne mal wissen ob Folgenreich das was gebracht hat. Aber das werden wir wohl nicht erfahren. ;)
      Niemand kann so hart zuschlagen wie das Leben.
      Wahrscheinlich muss Werbung über einen längeren Zeitraum laufen um sich beim Kunden manifestieren zu können. Sollte folgenreich keine Werbung mehr machen und/oder Serien einstellen müssen, dann kommt die Antwort wohl von selbst...
      Hallo,

      die Frage ist aber, ob die Leute, die diese Plakate sehen, dann denken - "Oh, Hörspiele für Erwachsene? Ob das was ist?" oder ob sie es nicht ausblenden - "Hörspiele? Kinderkram". Wir haben schließlich eine sehr selektive Wahrnehmung. #rolleyes# Wobei es natürlich durchaus klasse ist, wenn jemand überhaupt Werbung in der Öffentlichkeit macht. Ich will auch nicht als Miesepeter und Nihilist auftreten. Aber Werbung hat ja etwas damit zu tun, dass man die Wahrnehmung des Produkts beim Kunden ändert. Und da glaube ich, dass Plakate das zwar unterstützen, aber nicht der Schlüssel sind.
      Du kannst ein Plakat aufhängen und dort schreiben, wie lecker die neuen Pralinensorte von Lindt ist. Aber erst, wenn eine nette Dame dir am POS eine Praline in den Mund geschoben hat, verbindest du mit dem Plakat die geschmackliche Wahrnehmung und du kaufst beim nächsten Einkauf nicht Sarotti, so wie immer, sondern die neue Lindt-Sorte - weil es eben lecker war und dich das Plakat daran erinnert hat.
      Okay, ich würde natürlich schreiend aus dem Markt rennen, wollte mir jemand eine CD ins Ohr schieben. Aber würde zum Beispiel in der CD-Abteilung von Saturn das Hörspiel laufen und würden dann auch noch geile Aufsteller Faith in knappem Outfit da stehen, dann wäre das etwas, womit man den Kunden direkt am POS abholt. Er hört es, nimmt es wahr, ohne was dafür tun zu müssen, sagt sich vielleicht, dass es ihm gefällt. Dann bekommt er den optischen Reiz und wenn jetzt er Aufsteller auch noch die CDs direkt anbietet macht es deutlich schneller "Klick", als wenn man am Bahnhof ein Plakat sieht und das dann irgendwo abspeichern muss im Hirn, zuordnen und beim nächsten Real-Besuch abrufen - ohne dass da ein weiterer Reiz geschaffen wird.

      Ähm … danke fürs lesen und nicht einschlafen … #jaja#
      Hallo!

      Kurzes Statement von mir: Die Idee mit den Aufstellern hatten wir schon vor Jahren. Wir hatten sogar aus bearbeitetem Blech (sah aus wie eine sechsstufige Treppe, mit FAITH-Logo und Abbildung)-Träger hergestellt, u.s.w.

      Wir hatten auch einen "Feldversuch" mit diesen Trägern und zwar in 4 regionalen Videotheken. Direkt an der kasse die Aufsteller und dann lief auch im Hintergrund FAITH. Die Leute sind an die Theke gegangen und fragten nach dem Film, der gerade läuft, den hätten sie gerne! nun, nach der Aufklärung griffen trotzdem sehr viel zu. Die Abverkäufe waren überdurchschnittlich! Also, es funktioniert, aber nicht bei Ketten...

      Das Problem ist:

      a.) Die Märkte wollen das nicht!

      b.) Wenn sie es denn wollen, kostet es richtig Geld. Monatlich ab etwa 500€ und aufwärts...pro Markt!

      Ich finde es schön, dass gerade in den Foren viel diskuttiert wird und Vorschläge kommen. Letztendlich ist aber so, dass sich vieles eben doch nicht umsetzen lässt oder einfach zu teuer ist. Sogar für größere Verlage.

      Viele Grüße und schöne Ostern noch!

      Simeon Hrissomallis
      FAITH * PSI-Akten * THE UNDEAD LIVE * Jac Longdong
      Ich arbeite bei Deutschlands Nr. 1 der Unterhaltungselektronik und gebe Simeon recht:

      1. sind irgendwelche Aufsteller nicht Unternehmenskonform (es gibt sogar ein rotes Buch, wo Werbung eigentlich untersagt wird)

      2. sollte ein Aufsteller / Display irgendwo stehen (eventuell eine Spiderman Figur oder ein Plüschesel aus Shrek), so hat das Unternehmen kolossal viel für den benötigten Platz bezahlt, oder die Filme zum Dumpingpreis angeboten und so die Kosten verrechnet (wobei Filme auch unter EK-Preis abverkauft werden: Die neue Blu-Ray von Harry Potter für 11,90 EUR!! Da steht die Figur dann quasi für umsonst)

      3. Auch so schöne bunte Einsteckkärtchen / Kategoriekärtchen hinter den CDs kann sich eigentlich nur noch Kiddinx und Europa leisten... Eventuell sieht man noch welche vom Gruselkabinett. Holysoft hats probiert, aber ich glaube "aufgestellt" wurden die Karten nicht.

      4. Dann eben Poster. Aber wohin? Wenn, dann dürfen die nur in Nähe der Tonträger-Infotheke hängen, denn an irgendwelchen Betonsäulen oder in anderen Abteilungen sind diese nicht gestattet (siehe Punkt 1)

      Alles nicht so einfach bei den großen Konzernen. Da muß man entweder mächtig Kohle zahlen, die man eher in die Produktionen stecken könnte, oder könnte über eine Agentur einen Promoter anbieten, der durch den Markt schreitet und Flyer verteilt, bzw. der eventuell wie die beworbene Figur / Serie gekleidet ist. Also bei FAITH VAN HELSING kann man sich vorstellen, wie die Promotionfrau gekleidet sein sollte... #verliebt#

      Wie Simeon schon sagte:

      1. TV-Werbung
      2. Zur Primetime oder zur Kinderstunde
      3. 30 Trailer pro Tag
      4. 2 Jahre lang

      Dann könnte man eventuell von steigenden Verkaufszahlen ausgehen!
      Für mich persönlich klingt das aber dann so, dass die Labels auf der einen Seite sehr schlechte Zeiten durchleben und auf der anderen Seite die "ganze Sache" gar nicht anders anpacken können, weil alles andere aus den verschiedensten Gründen nicht zu realisieren ist.

      Man liest immer wieder was nicht geht, bietet aber nie Lösungsvorschläge an. Damit meine ich jetzt definitiv nicht Simeon, der wirklich viele verschiedene Aktionen gestartet hat und auch starten wird, Stichwort Zeitschrift.
      @ Simeon: Danke für den Einblick! Die beschriebene Aktion beweist einmal mehr, dass Ihr es ernst meint, das verlangt schon mal Respekt. #daumenhoch#

      Angesichts der Ausführungen von PARKER wundert es mich allerdings nicht wirklich, dass man mit solchen Maßnahmen im Hörspielbereich nicht weit kommt. Letztlich gehören Aufsteller etc. eben auch zu den klassischen Werbemitteln/-Maßnahmen, über die ich oben schon geschrieben habe. Diese setzen ja meist auf eine breite Streuung ("Gießkannen-Prinzip") - was fast immer erhebliche Kosten für die benötigten Werbeplätze bzw. -Kanäle bedeutet (Stellfläche im Kaufhaus, Sendeplatz im TV usw.).

      Warum also nicht verstärkt nach originellen Alternativen suchen, die vielleicht sogar in den Medien besprochen werden (kostenlose Weiterverbreitung) oder zumindest für Mundpropaganda sorgen?

      Ich habe bspw. einmal an einer Promotion für eine Theateradaption des Films "Hass" von Mathieu Kassovitz teilgenommen, bei der einige Schauspieler in den Uniformen eines (französischen) Einsatzkommandos die drei Hauptdarsteller mit Schlagstöcken und lautem Geschrei durch verschiedene Münchner Parkanlagen jagten. #haemmern# Im Abstand von ca. 30 Metern folgten dann ein paar hübsche Mädels, die den verwirrten/erschrockenen Spaziergängern Infoflyer zum Stück und zu den Aufführungen in die Hand gedrückt haben. ;D

      Die Organisation war erstaunlich einfach, die Genehmigung der Stadt schnell eingeholt. In der Folge waren sämtliche Vorstellungen dermaßen überrannt, dass wir Leute nach Hause schicken mussten! Eben auch deshalb, weil sämtliche Regionalblätter über den "Aufruhr" berichtet haben.

      Hörspiele sind doch ohnehin ein "Sonderfall", warum also nicht mal entsprechend ausgefallene Aktionen ausklügeln? Gerade kreativen Menschen sollte das doch möglich sein.
      Auch wenn ich es wie gesagt nicht wirklich glaube: Ich hoffe einfach mal, dass die aktuelle Marktlage die Macher zu neuen Werbe-Ideen inspiriert. Wenn nicht jetzt, wann dann?

      Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet Gründe.
      (Götz Werner)