Dennis Erhardts DETEKTEI SONDERBERG & CO (eine Krimi-Hörspielserie von ZAUBERMOND)

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      Oh, wie schön ist Sonderberg.

      Und mit wie viel Liebe und Hingabe zum Hörspiel gemacht.

      108 Tracks, alle einzeln benannt. Will man an einem bestimmten Punkt wieder einsteigen, den findet man wirklich dank der passenden Tracktitel.

      Ein vielversprechender Beginn, dann der klassische Vorspann mit dem hohen Wiedererkennungswert, ein interessanter, toll konstruierter und gewohnt launiger Fall mit herrlichen Dialogen und viel Humor mit feiner Klinge, der Abspann und dann Sonderbergs legendäre Notizen. Die aber diesmal mit viel Feingefühl ein völlig unkitschiges Gefühlskino bieten. Ein großes Kino, so schön! Das können nur wenige Autoren!

      Die Sprecher sind einfach toll, was aber sicherlich zu einem erheblichen Teil an Dennis Erhardts meisterhafter Regie liegt. Regina Lemnitz in ihrer Paraderolle, gelegentlich nervt sie in anderen Produktionen auch mal, hier ist sie einfach perfekt. Und ich glaube auch nicht, dass Andreas Fröhlich schon mal stärker war als hier als Gregor im Fall van den Beeck.

      Ja, es geht eher langsam dahin, es ist sicherlich auch altmodisch, aber es ist einfach gut so. Natürlich gibt es nur alle paar Jahre einen Fall, das Ding spielt im Leben niemals die gewaltigen Kosten ein, auch nicht nach etlichen Jahren im Streaming. Deshalb kann ich das Hörerlebnis auch nicht so stehen lassen, da muss ich die Brieftasche aufmachen. Ich kann mit der CD natürlich nicht wirklich was anfangen, aber man kann ja netten Menschen eine kleine Freude machen. Bestelle ich daher gerne im Zaubermond-Shop, die 17,95 € zzgl. 3,90 € Versandkosten schmerzen zwar einen kurzen Augenblick, aber der ist wirklich nur sehr kurz 8) Gibt übrigens auch den Download für 9,99 €. Greift zu, ein zehnter Fall muss einfach sein ;)

      "Ich habe mittlerweile ca. 30000 Hörspiele gehört, bitte, danke."

      Simmering gegen Kapfenberg Greenskull gegen Audionarchie Dreamland gegen Greenskull - das ist Brutalität

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Chris“ ()

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      Ein rund um schönes, entschleunigendes Hörspiel. Dennis Erhardt macht einen ganz passablen Sinclair, einen tollen Dorian Hunter aber einen genialen Sonderberg. Welch Ironie des Schicksals, dass jene Serie, bei der Dennis Erhardt die für mich beste Leistung vollbringt ein solches stiefmütterliches Dasein erleben muss. Mir hat diese Folge wieder sehr gut gefallen und mich einmal mehr darin bestätigt, dass dies Deutschlands bester Hörspielkrimi darstellt. Originelle Fälle, ein nostalgischer Blick zurück ins vorvorige Jahrhundert, ein Tempo, das dem Hörer Zeit gibt ins Hörspiel einzutauchen, schöne humorvolle Dialoge, Sprecher die diese perfekt umsetzen können und die passende Musik- und Geräuschuntermalung. In diesem Fall kommt noch die schöne Hommage an den verstorbenen Sprecher hinzu.

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      @Tolkien Da hast Du etwas sehr Richtiges geschrieben. Sonderberg ist tatsächlich gerade wegen der raren VÖ etwas Besonderes. Quasi eine „Sonderedition Krimi“. Da freut man sich dann besonders darauf. So wie ich mich früher auch auf die Sinclair Edition als sie noch mit großem Primborium einmal im Jahr erschien, sehr gefreut habe. Jetzt erscheint die SE mehrmals im Jahr und ist lange nix Besonderes mehr.
      Wahrscheinlich würde Sonderberg und seine Fälle stark darunter leiden wenn sie Lady Bedfort mäßig am Fließband geschrieben werden würden. Aber trotzdem eine etwas regelmäßigere VÖ, also zumindest eine Folge pro Jahr wäre trotz allem wünschenswert.
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