GRUSELKABINETT (eine Hörspielserie von TITANIA MEDIEN) ...

      138 - Die Ratten in den Wänden

      Also ich habe vor einigen Tagen zum ersten Mal die Geschichte von Lovecraft gelesen und freute mich sehr auf die Hörspielumsetzung. Man hat die im Text wirklich langen Erzählungen zu Beginn der Geschichte relativ gut gekürzt, angepasst und die Handlung effektiv genutzt. Einzig ab dem letzten Drittel weicht das Hörspiel schon etwas von der Geschichte ab, endet aber durchaus im gleichen Ziel. Das hat mir irgendwie weniger gefallen. Es wurden einige Charaktere gestrichen und diese unheimliche, düstere Erkundungs-Tour durch die "Gemäuer" kamen wir am Ende fast schon zu kurz. (Auch die vorherige Bedrohung findet leider zu wenig statt. Und die Cover schmückende Katze hat leider auch sehr wenig zu tun). Aber sie ist am Ende durchaus etwas blutiger, als die Vorlage. Soviel sei gesagt. Die Sprecher leisten einen tollen Job und überzeugen in ihren Rollen. Wer hier die Vorlage nicht kennt, wird das Hörspiel mögen und es passt sehr gut in die Reihe. Wer die Vorlage kennt, wird vielleicht kleinere Minuspunkte machen. Insgesamt würde ich 7/10 Punkten vergeben.

      139 - Der Rabe

      Das Psycho-Romantische-Bums-Theater hat wieder seine Vorhänge geöffnet. Ich kenne hier keine der Vorlagen, aber beides in der Kombination hat mich nicht vom Hocker gehauen. Das Hörspiel ist eigentlich gut in 3 Akte aufgeteilt. Das erste Drittel besteht aus Wollust, Stöhnen und Gedichten. Im zweiten Akt hat man dann in das Psycho-Fach gewechselt und lässt den Hauptprotagonisten auch vor gewaltsamen, sexuellen Übergriffen nicht zurück schrecken. Im dritten Akt nimmt das Ganze dann seichte, unheimliche Züge an. Das Ende ist mal ein anderer Ausgang als üblich. Von daher wenigstens ein Pluspunkt mehr. Zu Gute halten muss ich, dass die Sprecher super waren. Die Rollen wurden überzeugend verkörpert und es ist immer noch grandios, dass ich Reinhilt Schneider abnehme, im gleichen Alter wie Johannes Raspe zu sein. Hut ab! Selbst Kristine Walther spielt gut, aber ich kann mich mit ihrer Stimme seit her einfach nicht anfreunden. Also grundsätzlich gut umgesetzt und rein technisch/schauspielerisch gibt es keine Beanstandungen, aber die Art der Geschichte ist einfach nicht meins. Andere werden da aber ihren Spaß dran haben. Ich vergebe hier 4/10 Punkte.
      H. P. Lovecraft 02: Der Tempel
      Gruselkabinett 39 (2009)

      Inhalt (von der Titania-Website):
      "Auf hoher See 1917. In den Kriegswirren eskaliert die Situation an Bord des deutschen U-Bootes U29. Hat das merkwürdig aggressive Verhalten der Mannschaft etwas mit einer aus Elfenbein geschnitzten Statue eines Lorbeer-bekränzten Jünglingshauptes zu tun, die der Hand eines toten feindlichen Seemannes entwunden wurde…?"

      'Der Tempel' ist eine rundum gelungene Produktion. Die klaustrophobische Atmosphäre an Bord der U29 kommt gut rüber, die Bedrohung baut sich langsam und stetig auf. Statt Fragen zu beantworten werden im Handlungsverlauf immer weitere Rätsel offenbar - und das gilt auch für das Ende, das den Hörer zwar nicht ratlos, aber doch mit einigen Fragezeichen zurücklässt. Es ist allerdings gerade diese Unsicherheit und die Verweigerung einer Erklärung, die einen großen Teil der unheimlichen Wirkung ausmachen.

      An der Produktion gibt es nichts auszusetzen: Musik, Geräusche und Sprecherleistungen sind natürlich sehr gut. Und diesmal sind auch die Dialoge gut geraten und es gibt keine unnötigen Wiederholungen oder Längen. Dass man sich im Gruselkabinett lieber Zeit nimmt, um eine Geschichte zu erzählen und den Hörer nicht mit schnellen Schnitten und Knalleffekten zuballert, macht ja gerade den Reiz der Reihe aus. 'Der Tempel' ist da zum Glück keine Ausnahme.

      Um das Hörspiel zum Laufen zu bringen hat man im Vergleich zur Vorlage einige Veränderungen vorgenommen:
      • Kommandant Graf von Altberg-Ehrenstein, die Hauptfigur, ist sehr viel sympathischer als in der Erzählung, in der er sogar Mitglieder seiner eigenen Besatzung tötet.
      • Während in der Vorlage die Aufzeichnungen des Kommandanten in einer Flaschenpost gefunden werden, spricht er im Hörspiel auf einen Phonographen
      • Klenze begeht keinen Selbstmord, sondern ist anstelle von Altberg-Ehreinstein derjenige, der die Unterwasserstadt erkunden darf. Er berichtet dem Kommandanten über Funk, was er sieht, womit das Hörspiel eine ansonsten notwendige lange Erzählpassage geschickt umgeht.
      Das sind sinnvolle Veränderungen, die einfach im Medium Hörspiel besser funktionieren. Der Kern der Geschichte wird dadurch jedoch nicht berührt. Grusel statt Horror: Mit dieser Produktion wird das Gruselkabinett seinem Namen auf jeden Fall gerecht.
      Das Leben ist eine wilde Reise! Gefährlich! Unvorhersehbar! Voller Überraschungen - selbst wenn du es damit verbringst, irgendwo auf einem Stuhl an ein und derselben Stelle sitzen zu bleiben. (Walter Moers)

      138 - Die Ratten in den Wänden

      Chris2710 schrieb:

      Man hat die im Text wirklich langen Erzählungen zu Beginn der Geschichte relativ gut gekürzt, angepasst und die Handlung effektiv genutzt.

      Ich fand den Erzählteil am Anfang schon ein bisschen zu lang, aber wenn du schreibst, dass er im Original noch länger ist... puuuuh

      Sonst war die Folge ganz gut. Nach den langen Erzählungen zu Beginn, nimmt die Folge an Fahrt auf und es wird unheimlich und zum Teil auch eklig.
      Die Folge kommt mit einem kleinen Sprecherensemble aus, die aber alle in ihren Rollen überzeugen.

      Ich finde, man kann die Geschichte einmal gut hören, aber ein weiteres mal werde ich sie wohl nicht hören. Da gibt es dann doch andere GKs, die eher zum erneuten Hören einladen ;)
      Und die Ankündigung für die beiden Folgen vom 29. April 2019:

      Folge 148: Louisa May Alcott – Im Labyrinth der großen Pyramide



      1 CD ca. 60 Minuten
      ISBN 978-3-7857-5948-6

      Evelyn und Paul Forsyth stehen kurz vor ihrer Hochzeit, als der Bräutigam von seinen Erinnerungen an ein unheimliches Erlebnis in Ägypten heimgesucht wird, als er sich eines Nachts mit Professor Niles in der gewaltigen Cheops-Pyramide verirrt hatte…

      titania-medien.de/cms/hoerspie…gro%C3%9Fen-pyramide.html


      Folge 149: Flaxman Low – Der Fall Teufelsmoor



      1 CD ca. 60 Minuten
      ISBN 978-3-7857-5949-3

      Die Familie von Colonel Daimley sieht sich merkwürdigen Ereignissen im das Familien-Anwesen umgebenden Moor gegenüber, die sie sich nicht erklären können. Glücklicherweise ist gerade der Meisterdetektiv für übernatürliche Fälle, Flaxman Low, ihr Gast. Die Sache stellt sich bei näherer Betrachtung als weitaus ernster heraus, als die Moorbewohner zunächst angenommen hatten…

      titania-medien.de/cms/hoerspie…der-fall-teufelsmoor.html
      Dies ist bereits die zweite Geschichte um den Detektiv Flaxman Low, die Titania vertont. Die erste erschien letzten März mit einigen Überarbeitungen unter dem Titel "Das graue Haus" in ihrer Sherlock-Holmes-Reihe.

      Stollentroll schrieb:

      Als neues 'Projekt' habe ich mir vorgenommen, mir alle Gruselkabinett-Hörspiele nach Vorlagen von H. P. Lovecraft zu Gemüte zu führen, davon einige erneut, andere auch zum ersten mal.
      Und - ihr habt es schon befürchtet - meine Meinung zu den Hörspielen in unregelmäßigen Abständen, so wie ich halt zum Hören komme, zu posten.


      Schöne Idee und macht Lust die Folgen auch zu hören bevor ich deine Kommentare dazu lese. :) Ich kenne nämlich von denen nur "den Fall Charles Dexter Ward" , "Die Farbe aus dem All" und jetzt halt "die Ratten in den Wänden".
      Auf das Hören der Folge 138 freu ich mich bereits.
      Jedoch habe ich mir erst die neue 139 angetan.

      Chris2710 gab der Folge 139 "Der Rabe" noch 4 von 10 Punkten.
      Dem kann ich mich nicht anschließen.
      Klar ist die Produktion erneut auf gewohnt hohem Niveu. Das ist aber nichts Neues bei Titania Medien.
      Die Sprecher überzeugen auch erneut. Einige bekannte Sprecher sind wieder dabei.
      Aber dann wäre da besonders das erste Drittel der Folge.
      So ging es mir noch nie beim Gruselkabinett.
      Die Romantik hat mich in anderen Folgen teils gefallen, teils nicht.
      Aber das hier ist eine Qual!
      Dazu Gestöhne und ellenlanges Gedicht.
      Icb musste vorspulen.
      Und das habe ich noch nie in der Serie.
      Auch nach dem ersten Drittel bleibt es eine leichte Qual.
      Für mich eine der schlechtesten oder sogar die schlechteste Folge der Serie.

      Von mir 1 Gnadenpunkt.
      H. P. Lovecraft 03: Berge des Wahnsinns
      Gruselkabinett 44 & 45 (2010)

      Inhalt (von der Titania-Website):
      "Der Geologe William Dyer, ein Professor an der Miskatonic University, ist der Kopf einer großangelegten Expedition in die Antarktis. Gemeinsam mit seinem Assistenten Larry Danforth, seiner Kollegin Dr. Leni Lake, deren Assistentin Leslie Carroll, dem Ingenieur Prof. Frank H. Pabodie, dem Physiker und Meteorologen Prof. Atwood und diversen Hilfskräften bricht Dyer auf, den unwirtlichen Kontinent der Erde zu erkunden. Ein sehr gefährliches Unterfangen, wie sich herausstellt... "

      Es ist natürlich langweilig, immer wieder zu schreiben, dass es sich um eine großartige Produktion mit tollen Soundeffekten, hervorragender Musik und Top-Sprechern handelt. Aber was soll man machen, wenn auch 'Berge des Wahnsinns' hier keine Ausnahme darstellt? Ehre, wem Ehre gebührt: Die Gruselkabinette klingen einfach allesamt gut. In dieser Doppelfolge ist die Musik über weite Strecken eher sphärisch als orchestral, was gut zur Vorlage passt. Und erstaunlich ist ein Blick auf die Sprecherliste: Man hat eigentlich das Gefühl, einem 'großen Hörspiel', in dessen Mittelpunkt eine Expedition mit vielen Teilnehmern steht, zuzuhören – es sind aber nur 6 Rollen, die man tatsächlich zu Gehör bekommt.

      Was ich nie verstehen werde ist, warum in einem Hörspiel, das einen Erzähler mitbringt, Dialoge so beschreibend angelegt werden, dass das Zuhören zur Qual werden kann. Insbesondere in der zweiten Folge ist 'Berge des Wahnsinns' allen sonstigen Vorzügen zum Trotz ein echtes Ärgernis: Es wird dermaßen umständlich und unnatürlich gesprochen, dass zumindest mir der Spaß am Hören vergangen ist.

      Die Geschichte an sich ist spannend aufgezogen und hat in der Hörspielfassung keine unnötigen Längen. Es ist eine Weile her, dass ich die Erzählung gelesen habe, daher sind mir wahrscheinlich nicht alle Änderungen aufgefallen. Der gesamte Teil, in dem es sich um die Teilnahme von Frauen an der Expedition dreht, ist in der Vorlage jedenfalls nicht vorhanden. Es wurde sogar das Geschlecht einzelner Charaktere geändert: In Lovecrafts Erzählung ist der Biologe Lake ein Mann und keine Frau und er hatte auch keine Assistentin. Sonderlich originell ist dieses für das Hörspiel hinzugefügte Handlungselement zwar nicht, aber es funktioniert recht gut. Die Auflösung schließlich und der Hintergrund mit den Außerirdischen wurde im Hörspiel leicht gestrafft, ist aber erstaunlicher Weise in allen wesentlichen Punkten enthalten. Hier hätte ich eigentlich erwartet, dass man das viel stärker kürzt.

      Insgesamt ein Hörspiel, das mich zwiegespalten zurücklässt: Toll produziert, die Handlung durchaus gelungen und sinnvoll bearbeitet – aber das wirklich schlechte Dialogbuch ruiniert das Hörerlebnis geradezu. Schade drum.
      Das Leben ist eine wilde Reise! Gefährlich! Unvorhersehbar! Voller Überraschungen - selbst wenn du es damit verbringst, irgendwo auf einem Stuhl an ein und derselben Stelle sitzen zu bleiben. (Walter Moers)

      Stollentroll schrieb:

      'Der Tempel' ist eine rundum gelungene Produktion. Die klaustrophobische Atmosphäre an Bord der U29 kommt gut rüber, die Bedrohung baut sich langsam und stetig auf. Statt Fragen zu beantworten werden im Handlungsverlauf immer weitere Rätsel offenbar - und das gilt auch für das Ende, das den Hörer zwar nicht ratlos, aber doch mit einigen Fragezeichen zurücklässt. Es ist allerdings gerade diese Unsicherheit und die Verweigerung einer Erklärung, die einen großen Teil der unheimlichen Wirkung ausmachen.


      Nachdem ich heute die Folge gehört habe, kann ich dem nur zustimmen. Eine ruhige Geschichte die immer mehr Spannung aufbaut. Dazu ein kleines Sprecherensemble das ebenfalls komplett überzeugt. Eine richtig gute Folge also :)

      Stollentroll schrieb:

      Insbesondere in der zweiten Folge ist 'Berge des Wahnsinns' allen sonstigen Vorzügen zum Trotz ein echtes Ärgernis: Es wird dermaßen umständlich und unnatürlich gesprochen, dass zumindest mir der Spaß am Hören vergangen ist.


      Das ist mir gar nicht so aufgefallen und mir hat der zweite Teil sogar besser gefallen als der erste.

      In Teil 1 ging es teilweise etwas zu langatmig zu. Dieses ganze Gespräch vor der Expedition hätte meinetwegen gekürzt werden können. Als es dann mit der Expedition losgeht wird es interessant. Und in Teil 2 wird es dann tatsächlich gruselig als Dr. Lake und Leslie vor der alten Kreatur stehen und diese erwacht. Diese Szene habe ich als sehr spannend empfunden und spätestens ab da war ich ganz gefesselt. Da ist mir das mit den umständlichen Dialogen echt gar nicht aufgefallen.

      Hier bin ich gespannt, wie David Holy die Geschichte in seiner Horrorserie auf einer CD inszenieren wird.

      Wesley schrieb:

      Da ist mir das mit den umständlichen Dialogen echt gar nicht aufgefallen.
      Kann natürlich auch gut sein, dass ich besonders empfindlich reagiert habe. Aber wenn es richtig spannend wird und mich die Handlung gefangen nimmt, nehme ich so was auch nicht unbedingt wahr.

      H. P. Lovecraft 04: Pickmans Modell

      Gruselkabinett 58 (2011)

      Inhalt (von der Titania-Website):
      "Die Gemälde von Richard Upton Pickman schockieren die Bostoner Kunstwelt. Es sind Darstellungen abscheulicher Wesen in nicht minder grauenerregenden Situationen. Henry Thurber ist mit der Einzige im eher konservativen Kunstverein, der nicht von den Bildern abgestoßen, sondern im Gegenteil sehr fasziniert davon ist... "

      'Pickmans Modell' ist ein miserabel produziertes Hörspiel mit amateurhaft agierenden Sprechern, langweiliger, blechern klingender Musik, völlig unecht klingenden Soundeffekten und unzähligen Anschlussfehlern sowie katastrophaler Abmischung. Man fragt sich über die gesamte Laufzeit, wo hier eigentlich die Regie gewesen ist... :D

      Wie, das glaubt ihr nicht? Okay, damit liegt ihr natürlich richtig, denn wie nicht anders zu erwarten gewesen war ist es in Wahrheit ein 1A produziertes Hörspiel, das extrem gut gemacht ist und handwerklich keine Wünsche offen lässt. Es beginnt mit einer Albtraumsequenz und erzählt die Handlung dann auf zwei verschiedenen Zeitebenen, zwischen denen hin und her gependelt wird. Die Kombination aus dieser Erzählstruktur mit der hochwertigen Geräuschkulisse und Untermalung vieler Szenen mit orchestraler Musik ergibt ein atmosphärisch sehr starkes Hörspiel, dem man gerne über die 66 Minuten Laufzeit zuhört. Die eine oder andere Wiederholung gibt es zwar, aber überflüssig sind die nicht, sondern tragen zur düsteren Stimmung wesentlich bei. Auch an den Dialogen gibt es diesmal nur wenig zu bemängeln.

      Auch diese Lovecraft-Vertonung weiß erneut mit ausgezeichneten Sprechern zu überzeugen. Das sollte für eine kommerzielle Produktion ja eigentlich auch selbstverständlich sein, aber auf dem Niveau der meisten Gruselkabinette (und auch dieser Folge) bewegen sich bei weitem nicht alle Kaufhörspiele. Besonders muss man hier Dietmar Wunder hervorheben, der für meinen Geschmack eine absolute Galavorstellung abliefert.

      Der einzige Wermutstropfen ist leider die Auflösung, die arg vorhersehbar und wenig originell ist. Man wird eine gute Stunde lang 'angefüttert' – und dann bleibt der Hauptgang einfach aus. Dem Hörspiel kann man das natürlich nicht anlasten, das aus der Vorlage ohne Frage das Beste herausgeholt hat. Hörenswert ist es auf jeden Fall.
      Das Leben ist eine wilde Reise! Gefährlich! Unvorhersehbar! Voller Überraschungen - selbst wenn du es damit verbringst, irgendwo auf einem Stuhl an ein und derselben Stelle sitzen zu bleiben. (Walter Moers)

      Stollentroll schrieb:

      Der einzige Wermutstropfen ist leider die Auflösung, die arg vorhersehbar und wenig originell ist. Man wird eine gute Stunde lang 'angefüttert' – und dann bleibt der Hauptgang einfach aus.

      Das habe ich auch gedacht. Irgendetwas fehlte hier.

      Dietmar Wunder gelingt es wirklich sehr gut, dass man Thurbers Erzählung gebannt lauscht. Die meiste Zeit gibt ja nur seinen Bericht und seine beiden Dialoge mit seinem Freund Granger und mit Pickman.
      Zu Beginn der Folge habe ich erst gedacht, dass ich den Anfang verpasst habe. Die Albtraumszene ist schon sehr lang, aber dann geht die "richtige" Handlung los und man versteht den Traum.
      Aber richtig viel passiert dann doch nicht und wirklich gruselig ist die Geschichte auch nicht. Die Beschreibungen der Bilder sind zwar sehr düster, aber man wartet die ganze Zeit, dass die Geschichte richtig an Fahrt aufnimmt... und dann ist sie schon vorbei.
      Da haben mir "der Tempel" und "die Berge" viel besser gefallen.

      Wesley schrieb:

      wirklich gruselig ist die Geschichte auch nicht.
      Da kann man mal sehen. Ich fand sie sehr unheimlich und Gänsehaut hervorrufend.

      Wesley schrieb:

      Da haben mir "der Tempel" und "die Berge" viel besser gefallen.
      Der 'Termpel' kommt bei mir auch noch ein Stück besser weg. 'Die Berge des Wahnsinns' fand ich aber von den bisher gehörten 4 Produktionen am schwächsten.
      Das Leben ist eine wilde Reise! Gefährlich! Unvorhersehbar! Voller Überraschungen - selbst wenn du es damit verbringst, irgendwo auf einem Stuhl an ein und derselben Stelle sitzen zu bleiben. (Walter Moers)
      140 - Runenzauber
      Im Grunde gibt es hier eine Art übersinnlichen Krimi. Die Geschichte ist spannend gestaltet und bietet durchaus unheimliche Szenen, die auch Mal auf andere Weise präsentiert werden. In Grundzügen erinnerte mich die Folge an den Film "Drag me to hell". Was ich als positiv empfand. Kann man durchaus hören und ich vergebe 6/10 Punkten. :D

      141 - Der Judas Kuss
      Ich habe die Folge heute gehört und ging mit geringen Erwartungen daran. Und mir hat es irgendwie gefallen. Der Anfang auf dem Schiff war seit langer Zeit Mal wieder eine sehr bedrohliche Szene und die Auseinandersetzung der beiden Passagiere war schon gruselig. Danach flacht es etwas ab und die Wette will wirklich nicht so recht passen. Dazu kommt das Ende dann sehr aprupt.

      Vergebe hier 5/10 Punkten (besonders für den Anfang) :)

      Neu

      Folge 141: Der Judas-Kuss

      Anders als erwartet.
      Bei dem Cover denke ich erstmal wieder an ein Romantik Grusel ala Titania Medien.
      Aber zum Glück kam es anders als gedacht.
      Und zwar viel besser.
      Schon der Beginn auf dem Schiff ist stark und teils unheimlich.
      Zwar ist der Verlauf dann zu erwarten, aber dennoch sehr gelungen.
      Und Rowan rechnet nicht mit dem, für den Hörer, zu erwartenden.

      Die Sprecher sind hier hervorragend. Besonders Rolf Berg, den ich sehr mag. Jean Paul Baeck in seiner Rolle ist richtig furchteinflößend.
      Top.

      Von mir 9 Punkte
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