Carl Hiaasen - Sumpfblüten

      Carl Hiaasen - Sumpfblüten

      Carl Hiaasen - Sumpfblüten

      Gekürzte Lesung mit Dominic Raacke
      ca. 280 Minuten
      Random House Audio
      4 CD; ISBN 978-86604-498-2; Euro 19,95


      Inhalt:
      Bei einer Führung durch die Everglades fällt der stark alkoholisierte Wilson tot um. Kurz entschlossen verklappt Tour-Guide Sammy den Toten in einem entlegenen Wasserarm und setzt sich in die Sümpfe ab. Dort trifft er schließlich auf ein Sammelsurium von Personen, die aus den unterschiedlichsten Gründen ebenfalls in den Everglades gelandet sind. Chaos, Liebeshändel und Rachefeldzüge nehmen ihren Lauf...


      Kritik:

      Wer schon Carl Hiaasens erstes bei Random House erschienenes Hörbuch "Der Reinfall" kennt, der weiß so ungefähr, was ihn inhaltlich erwartet: leichte Krimikost, skurrile Charaktere, Zufälle und aberwitzige Szenarien - zwar mit wenig Tiefgang, aber einfache gute Unterhaltung, die man gerne hört:

      Dieses Mal führt uns Hiaasen in die Everglades, wo aus den verschiedensten Gründen einige Menschen aufeinandertreffen, die alle - größere oder kleinere - Probleme mit sich herumschleppen. Manches davon findet im Sumpfland auch tatsächlich seine Lösung... Doch davon nicht mehr! Mal wieder gibt es durchgeknallte Typen, Weltverbesserer, echte Egozentriker und so manche andere bizarre Art Mensch zu entdecken und zu "bewundern" - vom unfreiwilligen Mörder über den rücksichtslosen Telefonverkäufer bis hin zur genervten Mutter, die doch nur das Beste will... Carl Hiaasen versteht es zu unterhalten, das muss man ihm lassen.

      War in "Der Reinfall" noch der brillante Jan Josef Liefers zu hören, so hat man für "Sumpfblüten" Dominic Raacke als Sprecher auserkoren. Leider. Denn Raacke zuzuhören macht nicht nur keinen Spaß, es lenkt auch von der Story ab, wenn er ein ums andere Mal den Sprechrhythmus schlecht wählt, Sätze akustisch zu Ende bringt, die dann doch noch weitergehen, aus Ps weiche Bs macht, und aus Ks Gs - ärgerlich ist gar kein Ausdruck. Wörter wie "Grabben", "Droggenfleisch", "bedroffen" oder "Buchverdrag" sind ein echtes Problem für sensible Ohren. Unterstützt wird der schlechte Eindruck noch von der Regie, die unmögliche, knappe Schnitte macht, so dass sich der Hörer nur schlecht zurecht findet. Die vielen Szenewechsel werden durch zu kurze Pausen sehr unübersichtlich. Dazu hallt die Aufnahme leicht nach.


      Fazit:

      Für sensible Ohren leider kein Genuss: leichte humorige Krimikost, aber leider nicht gut dargeboten.

      Weitere Infos: random-house-audio.de
      Bilder
      • hiaasen_sumpfblueten.gif

        17 kB, 200×180, 176 mal angesehen
      ' EINS UND EINS IST ZWEI - VON LONDON BIS SHANGHAI ! '
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