Der Diamant des Radschas

      Der Diamant des Radschas

      "Der Diamant des Radschas" ist ein riesiger Edelstein, der bereits viele Besitzer hatte. Er ist weltweit der sechstgrößte seiner Art. Da verwundert es nicht, dass ihn jeder gerne sein Eigentum nennen würde. Doch wem er auch gehört, er bringt niemandem Glück. In fünf Episoden werden die kriminellen Verwicklungen geschildert, für die der Diamant bei seinen verschiedenen Besitzern und Räubern sorgt."

      Der Titel lässt auf ein farbenfrohes, abenteurliches Spektakel hoffen. Und auch wenn auf dem Cover deutlich 'Kriminalhörspiel' zu lesen steht, weckt das Bild doch Assoziationen an Indien als exotischen Handlungsort, während der im Halbdunkel befindliche Tiger höchste Gefahr verheißt. So eingestimmt legt man die mp3-CD aus dem Hause pidax ein - und der einzige Kampf besteht fortan darin, nicht über den fünf jeweils knapp halbstündigen Folgen einzuschlafen.

      Die Geschichte lockt (mit Verlaub und der nötigen Ehrerbietung gegenüber Robert L. Stevenson) niemanden hinter dem Ofen hervor. Stimmt schon, dass es irgendwie auch ein Krimi ist, aber Spannung oder knifflige Rätsel sucht man vergebens. Die Vorlage (die ich nicht gelesen habe) dürfte vermutlich einen gewissen satirischen Wert haben und sich über Standesdünkel, Klassendenken und Kolonialismus mokieren, im Hörspiel kommt dies aber kaum zum Tragen.

      Die Produktion des Rundfunks der DDR aus dem Jahr i976 geizt mit Musik und Geräuschen. Alle Sprecher machen ihre Sache gut, aber das darf man natürlich auch erwarten. Sonst hat das Hörspiel leider nichts zu bieten.

      Altbacken und sehr langweilig. Das hätte man nun wirklich nicht aus den Archiven hervorkramen müssen.
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      Ohne Oberfläche gibt es keine Tiefe. (Walter Moers)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Stollentroll“ ()

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