Erich von Däniken

      Erich von Däniken

      Ausgehend von dem Thema "Abseitige Hörspiele" möchte ich gerne mal eine Diskussion zu Erich von Däniken starten.

      Ich mag ihn. Über seine Wissenschaftlichkeit muss ich nicht unbedingt diskutieren. Auch nicht über seine Geschäftstüchtigkeit. Vielleicht glaubt er seinen eigenen Erzählungen, vielleicht nicht. Vielleicht glaubt er sie auch mittlerweile.

      Er hat einfach etwas von einem freundlichen, etwas rundem Indiana Jones-Typen, der rausgeht und sucht. Seine Thesen mögen mit der Wissenschaft nicht übereinstimmen, aber wenn ich mir anschaue, wie das so mit unseren Religionen ist, die gehätschelt und beschützt werden ... Erich von Däniken ist da nicht weit weg. Und er hat zu keinem Zeitpunkt angeregt, die Ungläubigen zu erschlagen. Find ich sehr sympathisch.

      Könnte ich, würde ich ihm das Bundesverdienstkreuz für die Tat verleihen, dass er Menschen zum Träumen angeregt hat. Und das auf eine freundliche Art und Weise.

      Zumal ich die Sache mit dem Hesekiel-Raumschiff und der Glühbirne aus Ägypten weiterhin wissenschaftlich ungeklärt und spannend finde. Hier liegt zwar klar das Muster der Überinterpretation und des Zufalls vor, aber der kleine Rest der Ungeklärtheit ist spannend und einfach schön.

      Zumal er ja nicht nur Stargate inspiriert hat, sondern auch unsere geliebten Hörspiele. Und mit Professor Rabenson hat er noch nebenbei seine eigene literarische Figur bekommen.

      Mir fehlen solche Typen zunehmend. Hemdsärmlige Abenteurer, aus den Zeiten vor der Digitalisierung und den Fortbildungsseminaren. Menschen, bei denen erst mal alles geht und die einem nicht gleich vorrechnen, welchen Gewinn man dabei macht.

      Ich verkläre hier vielleicht einen sehr abgebrühten Geschäftsmann, aber ich bin halt mit Sendungen und Berichten von und über Jacques Cousteau, Heinz Sielmann oder Thor Heyerdahl aufgewachsen. Typen aus einer sehr viel haptischeren Zeit.

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      Schöner Thread :thumbsup:

      Ich selbst habe so Ende der 70iger, Anfang der 80iger erstmals mit seinen Büchern Erfahrungen gesammelt. Ich glaube zuerst war da mein absolutes Lieblingshörspiel „Das Geheimnis des Bermuda-Dreiecks“ und danach bin ich beim stöbern in Mamas und Papas Büchern auf ein Däniken Buch gestoßen, dass sich dem Bermuda-Dreieck allgemein und dem Verschwinden der Fliegerstaffel im speziellen angenommen hat. Ich war wie elektrisiert. Leider ist dieses Buch verschwunden, es war am Ende schon sehr „zerlesen“ und ich suche es heute noch ab und an auf Flomärkten oder Amazon. Ich glaube ich habe es auch schon gefunden, weiß jetzt gar nicht warum ich es mir nicht gekauft hatte. Werde ich nachholen.
      Wie auch bei Jan Gaspards Offenbarung 23 fasziniert mich einfach dieses Rätselhafte und Mysteriöse, wie diverse Theorien aufgestellt werden und für die es dann auch überraschender Weise wirklich Beweise gibt. Däniken gehört für meine Kindheit fast so dazu wie die Hörspielkassetten. Leider habe ich im Gegensatz zum Hörspiel irgendwann den Draht dazu verloren. Aber vielleicht mache ich mich Dank dieses Threads hier wieder mal auf und schaue nach weiteren Büchern von ihm aus.
      Er kann halt Spannung vermitteln. Etwas Anderes, was uns aus unserem Alltagsleben mit seinen Erklärungen ansaugt.

      Ich sehe und höre ja auch sehr gerne Prof. Lesch. Im Prinzip das krasse Gegenteil zu von Däniken, aber beide arbeiten letztendlich bei der Vermittlung nach demselben Prinzip. Es gibt etwas, was wir nicht kennen, das uns aber die Welt erklären kann. Das erzeugt Spannung.

      Im Vergleich zu Lesch, den ich wie gesagt sehr schätze, ist aber von Däniken weniger "aggressiv". Das mag daran liegen, dass er aus einer schwächeren Position heraus argumentiert, aber es macht ihn halt gleich so nahbar und sympathisch. Gefühlt, wie ein Donald Duck-Comic, in dem man die Schwäche des Protagonisten in sich selbst wiedererkennt und sich deshalb sofort identifizieren kann. Ja, er ist unwissenschaftlich, aber seine Erklärungen sind halt wesentlich anschaulicher, als wenn Lesch verkündet, dass es im Bermuda-Dreieck kein strukturelles Geheimnis gibt, weil die Daten zeigen, dass dort nicht mehr Schiffe und Flugzeuge verschwinden als anderswo.

      Es ist, als würde er erklären, dass es keinen Weihnachtsmann gibt. Oder, dass Sex in erster Linie der Fortpflanzung dient. Däniken bietet Erklärungen wie aus dem Bilderbuch an. Anschaulich, schön und wesentlich begreifbarer, in einem abstrakt haptischeren Sinne, als Lesch. Das vermittelt ein wesentlich wärmeres Gefühl als Lesch. Auch wenn natürlich unsere Errungenschaften auf Typen wie Lesch zurückgehen.

      Die Menschheit braucht beide Typen. Denn "Das Geheimnis des Bermuda-Dreiecks" oder die Zeitmaschinen-Serie wären nie entstanden, würde man sich nur mit den Erklärungen von Lesch zufriedengeben.
      Falls jemand Lust und Zeit hat und zufällig oder absichtlich in Basel ist, Erich von Däniken feiert im HÄBSE-THEATER 50 Jahre "Erinnerungen an die Zukunft" …

      haebse-theater.ch/de/produktio…innerungen-an-die-zukunft

      Ich weiss zwar noch nicht definitiv ob ich hingehen werde, aber ich spiele zumindest mit dem Gedanken, denn ich habe ihn ja schon einmal 1980 beim ersten PERRY RHODAN-Weltcon getroffen und seine Theorien haben durchaus etwas ;) ...
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      http://www.hoerspiel-box.de "... die Hörspiel-Box - Hörspiele gut gehört ..."
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      Ich habe ein wenig in meinen Kisten gekramt und habe die beiden Hörspiele entdeckt. Folge 1 gerade gehört. Witzige Idee das Pferd von hinten aufzuzäumen und die Sicht der „Götter“ sprich der „Aliens“ zu zeigen. Trotzdem hätte es mir andersrum besser gefallen. Sei es drum. Schönes altes Hörspiel mit großartigen Sprechern. Heute folgt noch Folge 2 nach.
      Wer Erich von Däniken mag, der sollte sich seine Bücher von ihm vorlesen lassen. Er macht das im Gegensatz zu anderen Autoren sehr viel lebendiger.
      http://www.blackdays.de - http://timeshift.blackdays.de - TimeShift kostenloses Hörspiel - Finale ist online, Folge 8 "And All My Dreams, Torn Asunder" * TS 7.1 TechDemo *
      Vom Däniken kenne ich nur diesen "Erinnerungen an die Zukunft" Film.
      Der war zwar unterhaltsam, aber ich persönlich halte den Mann für einen Spinner, der sich zu jedem noch so kleinen Pups eine Theorie über ausserirdische ausdenkt.
      Das ist schade, denn ich bin nicht einmal abgeneigt an Leben ausserhalb unseres Planeten zu glauben-
      aber Däniken selbst ist glaube ich eher ein Fall für neue Akte X-Staffeln, und zählt für mich bestenfalls zu Sci-Fi-Unterhaltung.
      Ernst nehmen kann ich den Mann absolut nicht, da ist so manche irdische Verschwörungstheorie glaubhafter. :D
      Dieser Beitrag ist ein Anti-Terror-Anschlag des Asozialen Netzwerks!

      Meine Hörspiel und Hörbuchsammlung
      Das mag schon sein. Für mich ist er halt in erster Linie mit Erinnerungen an meine Kindheit und Jugend verbunden und dem Rätsel rund um das Bermuda Dreieck. Und hier hat er nicht nur Außerirdische sondern auch ganz andere Theorien ins Spiel gebracht. Was würde ich geben dieses Buch wieder in die Finger zu bekommen.

      Retro schrieb:

      Vom Däniken kenne ich nur diesen "Erinnerungen an die Zukunft" Film.
      Der war zwar unterhaltsam, aber ich persönlich halte den Mann für einen Spinner, der sich zu jedem noch so kleinen Pups eine Theorie über ausserirdische ausdenkt.
      Das ist schade,…


      Keine Ahnung, ob er spinnt oder einfach nur eine gute Geschäftsidee gefunden hat. Hauptsache, er bringt es unterhaltsam rüber. Zumal die Geschichtswissenschaft auch schon teils sehr abenteuerliche Zeiten hatte. Er ist halt nur etwas "spät" dran. :D
      Leute wie von Däniken scheinen wie harmlose Spinner oder interessante Träumer bis man jemanden der einem nahe ist im Leben hat, der sich von solchem Zeug so sehr beinflussen hat lassen und in die Eso-Ecke abgedriftet ist dass man gar nicht mehr an die rankommt weil sich alles nur noch um Ausserirdische und Engel, Energien und Vibrationen dreht. An sich ist er nicht gefährlich, aber er trägt dazu bei. Wenn man weiss, wozu solche Gedanken bei labilen Menschen führen können kann man das nicht mehr lustig finden.

      Fasto schrieb:

      Leute wie von Däniken scheinen wie harmlose Spinner oder interessante Träumer bis man jemanden der einem nahe ist im Leben hat, der sich von solchem Zeug so sehr beinflussen hat lassen und in die Eso-Ecke abgedriftet ist dass man gar nicht mehr an die rankommt weil sich alles nur noch um Ausserirdische und Engel, Energien und Vibrationen dreht.
      Von Dänikens Verdienst, wenn man das so sagen möchte, ist es sicherlich, ein paar richtiger Fragen gestellt zu haben. (In einem seiner Bücher hat er mal durchgerechnet, wie viele LKW-Ladungen und Tonnen an Zwiebeln die Alten Ägypter hätten herankarren müssen, wenn jeder einzelne der Tausenden von angeblichen „Pyramidenbau-Sklaven” sich ausschließlich von einer Zwiebel am Tag ernährt hätte. Und das über einen Zeitraum von schätzungsweise mehr als 20 Jahren Bauzeit hinweg; für jene Pyramide, die heutzutage fälschlicherweise dem Cheops (als „Grabmal” auch noch) zugeschrieben wird. Ja, dann grab mal ...)

      Ja, in alten Schriften sind u.a. die machtvollen 360 Genien der Erdgürtelzone erwähnt, [von den Sumerern: „AN.NU.NA.KI.” genannt = „vom Himmel zur Erde”], welche die Menschen in den verschiedensten Disziplinen unterrichteten, sie unterstützten und ihnen halfen. Das alte Buch Henoch nennt jene von ihnen, die zur Erde hinabstiegen, die „Wächter”. In der „Pistis Sophia” spricht Jesus über die Genien zu seinen Jüngern, wobei er die Genien als die „Archonten” („die Herrschenden”) bezeichnet. In der Bibel werden sie auch „die himmlischen Heerscharen” oder „das Heer der Himmel” genannt. Gott selbst wird in der Bibel als „der Herr der Heerscharen” bezeichnet: „JHVH Sabaoth” oder auch „JHVH Tsebaoth”.

      Ja, die alten Sumerer verehrten diese Genien voller Ehrfurcht als „Götter” und „Wächter des Himmels”. Und — ja, die Alten Ägypter nannten das Reich der Sumerer in ihrer Sprache „Ta Neter” — „Land der Wächter” oder „Land der Götter”. Und — ja, nicht nur das Christentum, auch andere Religionen kennen und lehren sie bis heute; nennen sie Engel, Devas oder Dschinn. Die Römer bezeichneten solch ein Geistwesen als „Genius”. Einen Menschen, der auf seinem Gebiet von den entsprechenden Genien inspiriert und unterstützt wird, nennen wir noch heute ein „Genie” oder „genial”.

      So ein Mensch ist von einer Sache buchstäblich „be - GEIST - ert” = „von einem Geist besessen”; er ist „en - thus - iastisch”. („Enthusiasmus”, vom griech.: „
      ἐνθουσιασμός, enthousiasmós”
      = „Besessenheit durch Gott / durch einen hl. Geist Gottes”). -- Wer aber auf einen Irrweg gerät, von dem sagen wir: „Der ist ja von allen guten Geistern (lat.: genii = Genien) verlassen!”

      Aber mit ALIENS, im Sinne von „außerirdische Weltraumwesen in Raumschiffen”, hat(te) das alles nichts zu tun. Von Däniken hat aber immerhin die Phantasie der Menschen angeregt und das Geistige, für physische Sinne Unsichtbare, in ein gedankliches Bilderkleid gehüllt, mit dem eine technikhörige Menschheit „etwas anfangen” kann. (Ohne aber, dass man mit seinem „Glaubenskonzept” in Wahrheit auch nur irgendetwas anfangen könnte, im praktischen Leben. Außer Bücher darüber zu schreiben und „Stargate”-Filme zu drehen.)

      Fasto schrieb:

      An sich ist er nicht gefährlich, aber er trägt dazu bei. Wenn man weiss, wozu solche Gedanken bei labilen Menschen führen können kann man das nicht mehr lustig finden.
      Der Großteil der Literatur, die heutzutage z.B. bei Thalia als „Esoterik” angepriesen wird, ist hanebüchener Unfug, der im echten Leben niemandem praktisch hilft. (Außer den Autoren, ein paar Tantiemen extra einzustreichen.) Aber weder dafür noch für die Verfassung / Stabilität oder Labilität der Menschen dort draußen kann man Herrn von Däniken verantwortlich machen. (Meiner Auffassung nach.) Das eigene ICH BIN stärken, das tut Not. Das eigene ICHSELBST aufbauen, stärken und entfalten, das ist maßgeblich. Was nützt alles pseudo-fromme oder geldschneiderische Geschwafel über „Vibrationen”, „Schwingungen”, „ALIENS”, „Energien”, „Sünde”, „Armageddon morgen”, „Höllenfeuer übermorgen” oder ähnlicher Unsinn? Was nützt es uns im tagtäglichen Überlebenskampf des Daseins, jetzt, hier und heute?

      Macht es uns
      fleißiger,
      besser,
      erfolgreicher,
      gesünder?

      Wird unser Leben dadurch
      geordneter,
      zufriedener,
      liebevoller?

      Bringt es uns mehr
      Weisheit,
      Wohlstand,
      Freude,
      Kraft
      und Freundschaften?

      Heutzutage muss man nur „MEDITATION” im Titel eines Buches führen, das ansonsten nicht mal zu Klopapier taugt, und schon verkauft sich der Müll. Finger weg davon. Alles, was nicht die oben aufgelisteten positiven Veränderungen im Leben bewirkt: In. Den. Müll. Damit. Und zwar sofort. — Wir wollen nur das Echte und das Wahre und das Nützliche / Praktische. Und sonst gar nichts. —

      Keuchhusten schrieb:

      Allerdings gebe ich von Däniken da keine Schuld. Von Sekten hat er sich immer sehr scharf distanziert. Und mal ehrlich, ich kenne genug andere "seriöse" Glaubensunternehmen, die mehr Unheil anrichten. Und die dürfen das mit dem Segen der Verfassung.
      Absolute Zustimmung.

      Dieser Beitrag wurde bereits 8 mal editiert, zuletzt von „Ascan von Bargen“ ()

      Für interessierte Personen, der Herr von Däniken macht zur Zeit ein Crowdunding über startnext. Er sammelt etwas Geld um wissenschaftliche Untersuchungen in Nazca durchführen zu lassen.



      startnext.com/science-project-nazca-3
      http://www.blackdays.de - http://timeshift.blackdays.de - TimeShift kostenloses Hörspiel - Finale ist online, Folge 8 "And All My Dreams, Torn Asunder" * TS 7.1 TechDemo *
      Erich von Däniken hat 100%ig seinen Lebensweg und seine Lebensaufgabe gefunden, und folgt seiner Faszination mit ungebrochener Leidenschaft; konsequent seit Jahrzehnten. Dafür meinen Respekt.
      Das Anliegen, das diese wissenschaftliche Expedition / Untersuchung sich auf die Fahnen geschrieben hat, ist auch respektabel. Und ich denke, es ist völlig legitim, auf diese Weise Geld einzusammeln, oder es zumindest zu versuchen. Das würde ich nicht unbedingt ins Lächerliche ziehen wollen.

      Natürlich — auch das ist legitim — kann man sagen: Was soll denn das? Steckt das Geld doch lieber in die Erforschung von neuen Medikamenten und Technologien, um endlich die furchtbarsten Geißeln der Menschheit in die Knie zu zwingen, ehe die nächsten schon bald über die leidende Menschheit geworfen werden! Gebt den Hungernden Nahrung; den Nackten Kleidung; den Obdachlosen ein Heim; den Durstigen Wasser; den Ungebildeten Wissen und Bildung. Spendet für die Opfer der grässlichen Katastrophe in Afrika.

      Aber: Es ist jedem selbst überlassen, wie, wofür, wann und wieviel er wem spenden möchte.

      Ich denke, von Däniken ist derartige Kommentare gewöhnt. Ich denke auch, er lebt von unserer Skepsis. ;) Für ihn wäre es wohl viel schlimmer, wenn ihm Desinteresse statt Skepsis entgegenschlagen würde. Zumal er sich mit seinen "Zeitgeist"-Kommentaren in letzter Zeit ohnehin schon sehr weit aus dem Fenster gelehnt hat.
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