Herzgrab von Andreas Gruber

      Herzgrab von Andreas Gruber

      Dann fülle ich unsere neue Rubrik gleich mit einem ersten Thema! Aktuell höre ich Herzgrab von Andreas Gruber. Noch liegen knapp 5 Stunden vor mir, aber ich kann schon jetzt schreiben, dass mir das Hörspiel zumindest gut, wenn nicht Sigmars ehr gut, gefällt. Wie lange warte ich auf GoldagengardenX und wie durch Zufall landet da ein Hörspiel in meinem Player, dass durchaus das Potential hat in dessen imaginäre Fussstapfen zu treten. Ein durchaus spannender und mysteriöser Fall rund um ein Gemälde. Eine Wiener Detektivin und zwei gegensätzliche Wiener Kriminalisten sind die Hauptpersonen. Es macht Spaß der Geschichte zu folgen. Schön für mich, wie Gruber viele reale Wiener Schauplätze in die Geschichte einbaut. Dazu italienisches Flair im Stile der Donna Leon Geschichten.
      Eine DER Überraschungen 2019. Hören wir mal ob es mir bis zum Schluss so gut gefällt.

      audible.de/pd/Herzgrab-Hoerbuc…d_r=9YR07Y38E6J30Y8RAHC5&

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      Es ist kein EUROPA-Hörspiel, in der der Erzähler alle 10 Minuten 2 Sätze sagt. Dazu ist die Geschichte einfach zu anspruchsvoll. Es ist ähnlich wie bei Angstmann oder den Fitzek-Hörspielen, für mich sogar einen Ticken weniger. Aber wenn Du keine hohen Erzähleranteile, also so gefühlte 40% Erzähler, 60% Sprecher magst, dann ist das Hörspiel wahrscheinlich nix für Dich. Was aber schade wäre, denn es ist so ziemlich das Beste für mich was ich 2019 gehört habe.

      2 Stunden noch zu hören. Großartig :thumbsup:

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      Diesmal kann ich die Euphorie leider nicht teilen. Nach einer kleineren Pause habe ich heute das Hörspiel weitergehört. Es gelingt mir aber nach wie vor einfach nicht vollends in die Geschichte abzutauchen. Hier und da ein wenig Spannung, aber insgesamt verliere ich immer wieder den Faden, weil es mich nicht packt. Auch empfinde ich den Erzählerpart bei diesem Hörspiel deutlich höher, als bei anderen vergleichbaren Audible Produktionen. Ist bei diesen ungekürzten Hörspielen, in denen generell mehr erzählt wird, wahrscheinlich aber immer ein sehr persönliches Empfinden, was neben dem Erzähler selbst sicher auch davon abhängig ist, wie spannend man die Geschichte empfindet.

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      Ich habe heute fertig gehört. Und es ist eines der ersten Hörspiele dem ich in allen 3 Kriterien 5 Sterne gegeben habe. Mich hat es wirklich von Beginn weg gefesselt. Für mich das Spannendste, das ich seit langem gehört habe. Nüchtern, Detail reich, teilweise sehr brutal, aber ohne jedwede künstliche Theatralik. Es war ein richtiger Thriller, bei der aber die Krimielemente, wie wer ist der Bösewicht/Mörder, nicht zu kurz kommt, und die vielen Rätsel, die im Laufe der Geschichte auftauchen, auch alle gelöst werden. Nur beim Finale verlässt man die für mich vorherrschende Nüchternheit
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      Stichwort Dobermann


      Der Erzähleranteil ist scheinbar für einige reine Hörspielfans ein großes Problem. Ich liebe auch Hörbücher, vielleicht fällt mir ein hoher Erzählanteil deshalb gar nicht auf. Es ist die Geschichte, die mich in den Bann zieht. Einzig wie bei Blackout oder bei vielen Winterzeit inszenierten Lesungen finde ich es als störend wenn nach jedem Satz der Protagonisten der Erzähler „sagte, meinte oder dachte“ hinzufügt. Das reißt mich aus den Geschehen. Ansonsten bin ich vielleicht sogar wegen dem intensiven Erzähleranteil mitten im Geschehen und kann mir ein noch besseres Bild machen.

      Für mich ist Herzgrab schon jetzt Anwärter auf das Hörspiel des Jahres. Ich werde nun, so wie ich es nach „Das Kind“ von Fitzek gemacht, Ausschau nach weiteren Geschichten von dem Autor, diesmal Andreas Gruber machen. Bei meinemnächsten Besuch am Wiener Graben werde ich auch nach der Galerie Ausschau halten. Aber ich befürchte diese ist wohl reine Fiktion gewesen ;)
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