Franziska Pigulla ist gestorben

      ;( Wahnsinn ;( Ich habe zwar befürchtet, dass es ihr nicht gut geht, weil man es ihr einfach ihrer Stimme angehört hat und die Rolle der Jane Collins bei Sinclair nicht mehr sprechen wird, aber dass es ihr so schlecht ging, damit hatte ich nicht gerechnet.

      Sie hatte eine wunderbare und einzigartige Stimme. Das erste Mal ist mir ihre Stimme bei Akte X so richtig bewusst geworden. Grandios habe ich sie auch bei Sinclair in ihrer Rolle gefunden. Sie konnte taff, erotisch, nüchtern, bissig und histerisch sprechen und man hat ihr diese Rolle wunderbar abgenommen.

      2008 hatte ich die Ehre sie auf der Hörspielmesse in Hamburg bei einer Podiumsdiskussion “live“ zu sehen und zu hören. Auch wenn sie mir dort nicht besonders sympathisch vorgekommen ist, so hatte sie viel Charisma und Ausstrahlung.

      Ich kann gar nicht glauben, dass sie nun nicht mehr für uns sprechen wird. Eine ganz große Stimme ist viel zu früh von uns gegangen #heul#
      Für sie war es die Erlösung von großem Leid.

      Die Hinterbliebenen aber sehen sich jetzt mit einem Alptraum konfrontiert, der nicht aufhören will. Und mit einem entsetzlichen Zwiespalt, der die Grenzen der Logik und des Vorstellbaren sprengt:
      Die Welt ist einerseits immer noch da, dreht sich gleichgültig weiter, die Sonne geht auf, geht unter, die Jahreszeiten kommen und gehen.
      Unter d e m Gesichtspunkt ist alles so scheußlich vertraut, gewohnt und „normal” wie immer.

      Aber der eine besondere Mensch fehlt, und so betrachtet, ist die Welt für die Hinterbliebenen nun nicht mehr — nie mehr — dieselbe wie noch vor kurzem.

      Früher oder später wird ein jeder damit konfrontiert. Und immer ist das Gefühl, das man dabei hat, Scheiße. Denn man fühlt sich ohnmächtig, machtlos, im wahrsten Sinne des Wortes. Und es wird einem klargemacht, daß man, wenn’s hart auf hart kommt, nichts gegen „die da oben” ausrichten kann. Keine Ärzte und Medizin und Technologie, kein Spender und kein gar nichts kann dann noch etwas ausrichten. Über den Zeitpunkt von Ankunft und Abreise, Geburt und Tod, hat der Mensch selbst keinerlei Macht oder Entscheidungsgewalt.

      Am Schlimmsten ist dann das sich einschleichende Gefühl der Lethargie, Lähmung und Sinnlosigkeit: Wofür all der Ärger, alles Kämpfen und sich Abmühen? Was nützen einem nun alle Auszeichnungen, Ehrungen, Preise, Geld, Besitz, und-und-und? Wofür all das Streben?

      Nur bringen einen solche Überlegungen nicht weiter. Außer, man will sich selbst und sein Leben sang- und klanglos auf die Müllkippe werfen.
      Es bleibt also nur, in der Zwischenzeit soviel Sinnstiftendes wie möglich für sich selbst zu finden, und sein Leben mit Freude, Liebe und Glück zu füllen. Also streben wir weiter; denn es gibt nur zwei Wege: Sieg oder Untergang. Wer aber will schon freiwillig und sehenden Auges untergehen? Daher: Machen wir weiter. Auch wenn es uns manchmal alles nur noch sinnlos erscheinen will. Und leben wir reich und aus der Fülle. Alles andere ist nämlich überhaupt kein Leben; nur die schale Imitation einer Simulation menschlichen Lebens.

      Ich wünsche eventuellen Angehörigen und nahestehenden Personen, Freunden und Verwandten von Franziska Pigulla nun alle notwendige Kraft, die sie brauchen werden.

      Ascan von Bargen schrieb:

      Keine Ärzte und Medizin und Technologie, kein Spender und kein gar nichts kann dann noch etwas ausrichten. Über den Zeitpunkt von Ankunft und Abreise, Geburt und Tod, hat der Mensch selbst keinerlei Macht oder Entscheidungsgewalt.

      Ganz so fatalistisch sehe ich das nicht. Die Menschheit hat riesige Fortschritte gemacht, Krankheiten ausgerottet, Kindersterblichkeit gigantisch reduziert, auch Organtransplantationen, wenn Du das ansprichst. Selbst einzelne Krebsarten hat man schon gut in den Griff bekommen, bei anderen aber natürlich immer noch kein Durchbruch auch nur ansatzweise erkennbar.


      Knapp 360 Milliarden Euro beträgt der Bundeshaushalt 2019, die Bürger jubeln, wenn Milliarden* für die "Klimawende" ausgegeben werden, ein Bruchteil davon nur für die medizinische Forschung, was damit möglich wäre ...

      * Oder auch Billionen: welt.de/wirtschaft/energie/art…300-000-000-000-Euro.html
      "Ich habe mittlerweile ca. 30000 Hörspiele gehört, bitte, danke."

      Simmering gegen Kapfenberg Greenskull gegen Audionarchie Dreamland gegen Greenskull - das ist Brutalität

      Chris schrieb:

      Ganz so fatalistisch sehe ich das nicht. Die Menschheit hat riesige Fortschritte gemacht, Krankheiten ausgerottet, Kindersterblichkeit gigantisch reduziert, auch Organtransplantationen, wenn Du das ansprichst. Selbst einzelne Krebsarten hat man schon gut in den Griff bekommen, bei anderen aber natürlich immer noch kein Durchbruch auch nur ansatzweise erkennbar.


      Knapp 360 Milliarden Euro beträgt der Bundeshaushalt 2019, die Bürger jubeln, wenn Milliarden* für die "Klimawende" ausgegeben werden, ein Bruchteil davon nur für die medizinische Forschung, was damit möglich wäre ...


      Da sind wir ganz einer Meinung! Und es ist gut und richtig so, daß die Forschung und Wissenschaft beständig zu neuen Entdeckungen, Methoden usw. fortschreitet und helfen kann, viele Menschenleben zu retten!
      Ich sage nur: Der Tag steht geschrieben. Keiner kommt hier lebend raus.

      Aber das ist kein Grund, in der Zwischenzeit nicht alles Menschenmögliche zu unternehmen und zu versuchen. Du sprichst da ein sehr ernstes Thema an. Mir scheint, es wäre äußerst gut und sinnvoll, die Forschung / Medizin / Wissenschaft in dieser Hinsicht mit Spenden zu unterstützen.

      P.S.:

      W.H. AUDEN — Funeral Blues



      Stop all the clocks, cut off the telephone,
      Prevent the dog from barking with a juicy bone,
      Silence the pianos and with muffled drum
      Bring out the coffin, let the mourners come.

      Let aeroplanes circle moaning overhead
      Scribbling on the sky the message: He is Dead.
      Put crépe bows round the white necks of the public doves,
      Let the traffic policemen wear black cotton gloves.

      He was my North, my South, my East and West,
      My working week and my Sunday rest,
      My noon, my midnight, my talk, my song;
      I thought that love would last forever: I was wrong.

      The stars are not wanted now; put out every one,
      Pack up the moon and dismantle the sun,
      Pour away the ocean and sweep up the wood;
      For nothing now can ever come to any good.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Ascan von Bargen“ ()

      Die erste Lesung, das ich während einer langen Autofahrt gehört habe, war 'Akte X - Ruinen', direkt gefolgt von 'Die Kinder von Eden'. Beides Durchschnittskost, die aber jeweils durch Franziska Pigullas Vortrag hörenswert wurde. In den Folgejahren habe ich immer wieder gerne zu Lesungen mit Frau Pigulla gegriffen und das selten bereut.

      In der Tat eine sehr traurige Nachricht.
      Das Leben ist eine wilde Reise! Gefährlich! Unvorhersehbar! Voller Überraschungen - selbst wenn du es damit verbringst, irgendwo auf einem Stuhl an ein und derselben Stelle sitzen zu bleiben. (Walter Moers)
      Die Nachricht, dass Franziska Pigulla gestorben ist, ist ein großer Schock und macht mich sehr, sehr traurig. Als im vergangenen Jahr bekannt wurde, dass sie für einige Zeit als Sprecherin ausfallen würde (bei John Sinclair), hatte ich nicht gedacht, dass die Erkrankung so schwer sein würde. Nun kann ich kaum glauben, dass es wahr ist und sie tatsächlich von uns gegangen ist.... Sie hatte eine ganz besondere Stimme und hat in all den Jahrzehnten als Synchron-, Hörspiel- und Hörbuchsprecherin großartige Arbeit geleistet. Nicht zu vergessen all die Dokumentationen, in der ihre tolle Stimme zu hören war. Sie wird zweifellos von sehr, sehr vielen Menschen vermisst werden. Ruhe in Frieden.
      Alle Rechtschreib- und Grammatikfehler sind Absicht und haben einen pädagogischen Wert. Sie wurden von einem achtköpfigen Expertenteam speziell für diesen Beitrag zusammengestellt.
      Gilt auch einzelne fehlende Worte. In Schule man das Lückentext.

      Tendre poulet schrieb:

      Was für eine Krankheit hatte sie überhaupt und woran ist sie gestorben?


      Das weiß bisher niemand, aber das Todesdatum ist mysteriös. Der 23.02. ist nämlich das fiktive Geburtsdatum von Dana Scully.... :wacko:

      Eine große Stimme. Vor allem als Hörbuchinterpretin war sie absolut unglaublich gut.
      Egal ob Scarpetta-Romane oder Follett. Immer ein Genuß.
      Aber das galt eigentlich für alles was sie gemacht hat.
      Sie wird fehlen!
      RIP Liebe FP.
      Besucht meine Homepageprojekte:
      hoernews.de
      kurtz-check.de

      Detlef schrieb:

      aber das Todesdatum ist mysteriös. Der 23.02. ist nämlich das fiktive Geburtsdatum von Dana Scully....


      Das ist interessant. Das habe ich z.B. nicht gewußt. (Aber ich habe auch nur eine einzige „Akte X”-Folge im TV gesehen, vor vielen Jahren, und mich damit nicht sehr beschäftigt.)

      Franziska Pigulla wurde übrigens

      geboren am:
      06.05.1964, (Quersumme: 31 / 4) und ist leider
      verstorben am:
      23.02.2019 (Quersumme: 19 / 10 / 1)

      Zahlenmystiker können sich damit beschäftigen:

      Geburt
      06 + 05 =
      11 / 2

      1 + 9 + 6 + 4 =
      20 / 2

      Summe: 11 / 2 + 20 / 2 = 31 / 4

      Tod
      23 + 2 = 25 / 7
      5 + 2 = 7


      2 + 0 + 1 + 9
      12 / 3

      12 + 7 = 19 (was sich weiter reduzieren läßt auf 10 und somit auf 1)

      Summe: 19 / 10 / 1

      06.05.1964
      23.02.2019


      23 bildet mit 05 eine Linie / Übereinstimmung, da die Quersumme von 23 eben 5 ist.
      02 bildet mit 1964 eine Linie / Übereinstimmung, da 1964 sich auf 02 reduzieren läßt (Quersumme).
      2019 ergibt (auf die Quersumme reduziert) 12, Doppeltes von 6. Die 12 läßt sich aber auch auf 3 reduzieren, Hälfte von 6.

      Ob es was bedeutet oder zu sagen hat, darum müssen sich die Fachleute kümmern.
      Ich stelle aber zumindest Auffälligkeiten und Entsprechungen / Parallelen fest.

      P.S.: Und, nein! — fangt jetzt nicht an, „sonderbare” Berechnungen mit eurem eigenen Geburtsdatum anzustellen! So einfach geht das alles nicht. Und das ist auch besser so.
      Ich habe es gestern zufällig erst bei Wikipedia gelesen und bin sehr betroffen ;( . Mag ihre Stimme sehr gerne und kannte sie hauptsächlich als Stimme von Scully, von Akte X habe ich alle Folgen gesehen,aber auch als Sprecherin bei Autopsie Mysteriöse Todesfälle und in einigen anderen Dokus und Bereichten habe ich sie auch oft als Hintergrund Sprechrin gehört und aber auch als Jane Collins bei John Sinclair.
      R.I.P Franziska Pigulla ;(

      Ascan von Bargen schrieb:

      Zitat von Detlef: „aber das Todesdatum ist mysteriös. Der 23.02. ist nämlich das fiktive Geburtsdatum von Dana Scully....“

      <span style="font-family: georgia,serif">Das ist interessant. Das habe ich z.B. nicht gewußt. (Aber ich habe auch nur eine einzige „Akte X”-Folge im TV gesehen, vor</span>…


      Oh mein Gott!
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