2019 Eurovision Song Contest

      Markus G. schrieb:

      Donnerstag wird es für Paenda ernst. Ich bin mal skeptisch ob sie es schaffen kann. Die Konkurrenz ist gut. Mal sehen und hören...


      Wenn sie den Live-Gesang nicht verhaut, sehe ich sie auch sicher weiter. Ich drücke ihr in jedem Fall ebenfalls die Daumen. Genauso wie der Schweiz.

      Stollentroll schrieb:

      Schon überraschend, dass Belgien und Ungarn raus sind, aber meinen Geschmack haben beide Songs auch nicht getroffen.


      Bei Belgien überrascht es mich nicht. Die hätten für das Lied einen anderen Sänger nehmen sollen. Der junge Eliot wirkte nervös und überfordert.

      Aber die Qualität des zweiten Semis empfinde ich als besser als beim ersten. Das wird ein hartes Hauen und Stechen um die zehn Plätze heute Abend.
      "Was sagt man darüber, wie man Bücher schreibt? Man denkt sich etwas aus und zwingt sich, es aufzuschreiben."

      Ariadne Oliver, Poirot: Wiedersehen mit Mrs. Oliver
      2. Halbfinale ist am 16.5.2019 (Donnerstag) durchgelaufen.

      Raus sind:


      - Armenien
      - Irland
      - Moldau
      - Lettland
      - Rumänien
      - Österreich
      - Kroatien und
      - Litauen

      Neben den „Big Five” (Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien, Spanien) sind am Samstag mit dabei:

      - Schweiz
      - Dänemark
      - Schweden
      - Malta
      - Russland
      - Albanien
      - Norwegen
      - Niederlande
      - Mazedonien und
      - Aserbaidschan

      Die genauen Startnummern der einzelnen Teilnehmer werden am Freitag, 17.5.2019, festgelegt und bekanntgegeben.

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      Markus G. schrieb:

      Hat wohl nicht sollen sein. Hab’s mir fast schon gedacht, unser Lied war wohl zu speziell.


      Ich fand es schade. Auf die zurückgenommenen Niederlande fahren alle ab (Buchmacherfavorit), aber das ebenfalls zurückgenommene - und toll inszenierte - Österreich wird links liegen gelassen.

      Aber schön, dass die Schweiz endlich mal wieder im Finale ist. Der Auftritt war bombig!
      "Was sagt man darüber, wie man Bücher schreibt? Man denkt sich etwas aus und zwingt sich, es aufzuschreiben."

      Ariadne Oliver, Poirot: Wiedersehen mit Mrs. Oliver

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      Ab jetzt kein Gerücht mehr:

      Weltstar Madonna hat den Vertrag jetzt unterzeichnet und wird als Show Act außer Konkurrenz beim ESC 2019 auftreten und zwei Songs auf die Bühne bringen! Yes!

      Und die „S!sters” werden von den Buchmachern jetzt endgültig auf dem letzten Platz gehandelt... — Keine Sorge, ich werde jetzt nicht schon wieder hier rumlamentieren, von wegen „mit Aly Ryan wäre das nicht passiert” und so. Die Sachen sind wie die Sachen nun mal sind. Muß man jetzt mit zurechtkommen.

      Nur für die Zukunft würde ich mir weniger Gemauschel, Klüngel und Netzwerk-Gedöns beim NDR wünschen. Statt dessen wäre es empfehlenswert, wieder jemanden ins Team der Verantwortlichen zu packen, der musikalischen Geschmack, der mehr Weitsicht und Einsicht besitzt. Ja, so wie früher — für nur kurze, aber sehr erfolgreiche Zeit — Stefan Raab.

      Meinetwegen soll das Dieter Bohlen oder sonst jemand machen, der wirklich einen Plan von der Materie hat. Und nicht diese „Fach-Jury”, die schon seit Jahren nur eines unter Beweis stellt:
      Daß sie keine Ahnung davon hat, wie das musikalische Publikum da draußen so tickt ... [Soll heißen: Wie der „Massengeschmack” grenzübergreifend geeicht ist & was diesen internationalen Geschmack trifft und was nicht.]

      Der Siegertitel muß ja den Ukrainern ebensogut gefallen, wie den Dänen, den Zyprioten, den Polen oder den Niedersachsen. Er muß die Leute in Portugal genauso begeistern wie die Griechen, in Island ebenso einschlagen wie in Italien.

      Und jetzt mal ehrlich: Hat das irgendjemand, (ERNSTHAFT?!), von den „S!sters” (als Interpreten) und ihrem Song wirklich JEMALS ERNSTHAFT angenommen? Oder ging es bei der „Wahl” nur um interne Gefälligkeiten, weil da einer einen kennt, der wiederum einen kennt, der früher mal mit dem Vater der „S!sters” zusammen im Kegel-Club gewesen ist ... und dem zuständigen NDR-Chef-Redakteur noch den einen oder anderen Gefallen schuldig ist? Hmm....?

      Hier die Startnummern der Teilnehmer, die mittlerweile feststehen.

      Ein Gutes hat’s ja: Die wundervolle Barbara Schöneberger moderiert die Tragödie* von der Reeperbahn aus, und wird auch im Verlauf des Abends wieder als Punktesprecherin agieren.

      *Egal. Für mich, wie jedes Jahr, wird es ein Anlaß zu großer Freude sein. Schöne ESC-Party im Kreise lieber Menschen, bei leckerem Essen und kühlem Krim-Sekt.
      ;) Ich laß mir doch den Spaß und die Vorfreude nicht von irgendwelchen „S!sters” verderben...!

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      Ascan von Bargen schrieb:

      Oder ging es bei der „Wahl” nur um interne Gefälligkeiten, weil da einer einen kennt, der wiederum einen kennt, der früher mal mit dem Vater der „S!sters” zusammen im Kegel-Club gewesen ist ... und dem zuständigen NDR-Chef-Redakteur noch den einen oder anderen Gefallen schuldig ist? Hmm....?
      Naja, als Verschwörungstheorie mag das taugen, aber ansonsten ist es ziemlich unsinnig. Man kann sich zu Recht über die Art und Weise ärgern, wie die Sisters in den Vorentscheid gelangen konnten, aber die letztliche Entscheidung fiel, weil Publikum und Panel sie auf Platz 1 gevotet haben - so einfach ist das und hat mit Kungeleien nichts zu tun. Außer die Votings wären manipuliert gewesen, aber dafür gibt es doch keinerlei Hinweise?

      Zur Versöhnung für alle, denen der deutsche Beitrag nicht gefällt (dazu zähle ich mich auch): Hier eine Version, mit der ich mich anfreunden kann :)

      Sehr schade um Österreich, das hat der gute Beitrag wirklich nicht verdient. Da hatte ich sogar mal wieder mit abgestimmt und für Paenda gevotet. Auf jeden Fall eine Künstlerin, deren Alben ich mir demnächst mal in Ruhe anhören werde.

      Meine Tipps für morgen Abend:
      • Den ESC gewinnen die Niederlande.
      • Deutschland belegt zwar nicht den letzten Platz, landet aber bei einer 20er-Platzierung
      • Mein Außenseitertipp ist Dänemark. Das ist so simpel und zuckersüß, dass es schon wieder funktionieren könnte.
      • Und mein persönlicher Favorit ist Slowenien (obwohl ich den Auftritt schon suboptimal finde).
      Ohne Oberfläche gibt es keine Tiefe. (Walter Moers)

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      Stollentroll schrieb:

      Naja, als Verschwörungstheorie mag das taugen, aber ansonsten ist es ziemlich unsinnig. Man kann sich zu Recht über die Art und Weise ärgern, wie die Sisters in den Vorentscheid gelangen konnten, aber die letztliche Entscheidung fiel, weil Publikum und Panel sie auf Platz 1 gevotet haben - so einfach ist das und hat mit Kungeleien nichts zu tun. Außer die Votings wären manipuliert gewesen, aber dafür gibt es doch keinerlei Hinweise?


      Ehrlich? (Ohne Ironie. Ich weiß das nämlich nicht. Daher hatte ich es auch als Frage formuliert.) Lag das tatsächlich an der Publikumsabstimmung? (Wer oder was ist „Panel”? Ist das die NDR-Jury?)

      In jedem Fall: Man sollte sich irgendetwas einfallen lassen, um solche Debakel künftig zu verhindern, soweit möglich.

      Ich schätze auch, mit großem bis allergrößtem Wohlwollen, daß die „S!sters” ein, zwei versprengte Gnadenpunkte aus Albanien, dem Kosovo (oder so) erhalten werden, was sie letztlich vom allerletzten Platz retten wird. Aber: Lassen wir uns überraschen. (Wäre ja auch mal eine Sensation, wenn das diesjährige Ergebnis die Wetteinsätze der Buchmacher komplett auf den Kopf stellt und konterkariert. Allein, so recht dran glauben will ich irgendwie noch nicht...)

      Für die Mädels selbst: Man kann ihnen ja noch nicht einmal guten Gewissens „Viel Glück!” wünschen, weil es einem angesichts der desaströsen Begleitumstände gleich wieder als Hohn, Sarkasmus oder Ironie angekreidet würde.

      Bleiben wir also neutral und sagen: Möge der Bessere gewinnen.

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      Ja, das war tatäschlich so. Es gab beim Vorentscheid drei 'Entscheider', die zu gleichen Teilen am Ergebnis beteiligt waren:

      1. Publikumsvoting
      2. Eurovisionsjury (das ist eine Jury mit insgesamt 100 Mitgliedern aus den anderen Teilnehmerländern)
      3. NDR-Jury (=Panel) (20-köpfig, international besetzt)

      Mit 2. und 3. wollte man dafür Sorge tragen, dass der Siegertitel auch in möglichst vielen Teilnehmerländern gut ankommen wird.

      Die Sisters haben im Publikumsvoting und vom Panel jeweils 12 Punkte abgeräumt, die Eurovisions-Jury hatte ihnen hingegen nur 6 Punkte gegeben. Da waren sich Publikum und Jury also einig, nur die Eurovisionsjury sah Ali Ryan vorn.

      EDIT: Ich habe den Beitrag noch mal korrigiert, in der ersten Fassung hatte ich Eurovisionsjury und NDR-Jury durcheinander gebracht.
      Ohne Oberfläche gibt es keine Tiefe. (Walter Moers)

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      Danke für die prompte Aufklärung!

      Mensch, Mensch, Mensch ... da hab’ ich gedanklich also der NDR-Jury kein Unrecht getan ... (... keine Abbitte leist’ ...)

      Ich werde mich verstärkt für musikalisch-ästhetisch-künstlerische Erziehung und Bildung da draußen einsetzen müssen!



      EDIT: Ich habe dann meine Ansichten bzgl. der NDR-Jury also doch nicht zu ändern, und insofern meinen Beitrag ebenfalls nachträglich modifiziert.
      Die Eurovisions-Jury scheint mir da kompetenter zu sein, wenn sie sich für Alexandra ausgesprochen hat.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Ascan von Bargen“ ()

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      Stollentroll schrieb:

      1. Publikumsvoting
      2. Eurovisionsjury (das ist eine Jury mit insgesamt 100 Mitgliedern aus den anderen Teilnehmerländern)
      3. NDR-Jury (=Panel) (20-köpfig, international besetzt)


      Darf ich diese Erklärung noch etwas optimieren?

      1. Deutsches Televoting
      2. Eurovisionsjury (100 Personen, deren Geschmack sehr nahe an dem der europäischen Televoter beim ESC liegt)
      3. Internationale Jury (20 Personen, die bereits mindestens einmal beim ESC für ihr Land Juryfunktion hatten und deren Geschmack repräsentativ für die internationalen Juroren ist)

      1. und 3. hatten S!sters an Platz 1, 2. auf Platz 5. Daraus könnte man schließen, dass S!sterz morgen zumindest einige Jury-Punkte, aber kaum Televoting-Punkte bekommen werden.

      Kontrovers waren außerdem, dass Lena wohl während der Show via Social Media für S!sters geworben hat, womöglich zum Schaden der Televoting-Zweitplatzierten Lilly among Clouds. Zudem hatte mindestens einer der internationalen Jury-Mitglieder (Johannes Strate) eine Verbindung zu einer der S!sters und denen auch 12 Punkte gegeben. Wären das nur 10 Punkte gewesen, hätte Makeda die Höchstpunktzahl der internationalen Jury bekommen.

      Ich will jetzt nicht beurteilen, ob das wirklich so viel Einfluss genommen hat (oder andere Faktoren wie die letzte Startnummer für S!sters). Aber würde man das rein hypothetisch "rausrechnen", hätte stattdessen Makeda morgen für uns gesungen. Aly hat bei unserem Vorentscheidformat einfach nicht überzeugt (bzw. nur ein Drittel der Gremien) und that's it.
      "Was sagt man darüber, wie man Bücher schreibt? Man denkt sich etwas aus und zwingt sich, es aufzuschreiben."

      Ariadne Oliver, Poirot: Wiedersehen mit Mrs. Oliver

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      Thorsten B schrieb:

      Zudem hatte mindestens einer der internationalen Jury-Mitglieder (Johannes Strate) eine Verbindung zu einer der S!sters und denen auch 12 Punkte gegeben.

      Meine Verschwörungstheorie geht anders: Die meisten der internationalen Jury-Mitglieder haben sich gedacht Klasse, die S!sters sind so schön scheiße, damit gewinnen die nie! und haben darum ihnen ihre 12 Punkte gegeben. Schön blöd, wenn man sich eine internationale Jury in den Vorentscheid holt..... :P

      Meine Favoriten für den morgigen Abend sind:
      Bilal Hassani - "Roi" (Frankreich)
      Chingiz - "Truth" (Aserbaidschan)
      Duncan Laurence - "Arcade" (Niederlande)

      Auch ok:
      Kobi Marimi - "Home" (Israel)
      Hatari - "Hatri mun sigra" (Island) -> finde ich ok, aber in dem Umfeld haben sie leider keine Chance

      Gewinner der Herzen:
      Australien (wegen der Bühnenshow)

      Für die Halbzeitshow im Finale hätte ich mir nochmal die Shalva Band gewünscht. Madonna wird leider allen die Show stehlen.

      Schlimmste musikalische Beiträge im Finale:
      Dänemark und Deutschland

      Leider schon ausgeschieden:
      Eliot - "Wake Up" (Belgien)
      Conan Osiris - "Telemoveis" (Portugal)
      Jurij Veklenko - "Run With The Lions" (Litauen)
      Alle Rechtschreib- und Grammatikfehler sind Absicht und haben einen pädagogischen Wert. Sie wurden von einem achtköpfigen Expertenteam speziell für diesen Beitrag zusammengestellt.
      Gilt auch einzelne fehlende Worte. In Schule man das Lückentext.

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      Thorsten B schrieb:

      Aly hat bei unserem Vorentscheidformat einfach nicht überzeugt (bzw. nur ein Drittel der Gremien) und that's it.
      Das ist schade. Aber — Hoffnung — sie kann / könnte es natürlich im nächsten Jahr noch einmal versuchen. Es gab ja schon Teilnehmer, die mehrere Jahre „Anlauf” brauchten, ehe es dann doch mal (mit der Teilnahme, zumindest) geklappt hat.

      Einen echten Favoriten habe ich in diesem Jahr noch nicht so recht. Ich kenne aber auch, (wie gesagt: absichtlich), noch nicht die anderen Songs. Im Wesentlichen nur die Songs, die hier schon gepostet wurden. Plus den Beitrag aus Italien. Im Februar läuft ja immer das große Musikfestival von San Remo, das zieht sich über eine Woche hin; und üblicherweise wird der Sieger von San Remo dann auch zum ESC geschickt. Ich fand es allerdings in diesem Jahr so dröge und eintönig, daß ich es mir nur in geringster Dosis geben konnte. Mir gefallen zwei Sachen, im Wesentlichen, nicht so besonders, an dieser „modernen” Italo-Pop-Musik:

      1.) Sie haben einen Hang, in ihren Texten ständig nur Probleme zu besingen; bevorzugter Weise irgendwelche sozialkritischen, gesellschaftskritischen Sachen; Arbeitslosigkeit; Drogen; familiäre Probleme, usw. usf.

      Der diesjährige Teilnehmer, Mahmood, lamentiert in seinem Song „Soldi” („Geld”) auch ständig nur über seinen „bösen” Vater, der „im Ramadan Champagner [Alkohol] trinkt”, nicht [für ihn, den Sohn] da war; der die Familie [angeblich] nur wegen des Geldes verlassen hat, zwischendurch mal aufkreuzt, um Geld abzuzocken, zu lügen, betrügen, blablabla...

      [Witzig, allerdings, sein Reim von „Ramadan” auf „Jackie Chan”:

      „Er säuft Champagner im Ramadan,
      im TV geben sie Jackie Chan
      Er raucht seine Wasserpfeife* und fragt [mich], wie’s mir geht”]
      *narghilè

      Gut, man weiß die genauen Hintergründe nicht, weshalb die Eltern sich eigentlich getrennt haben; oder ob er [der Vater] oder sie [die Mutter] damals abgehauen ist. Und man weiß auch nicht, welche Lügengeschichten mitunter die alleinerziehende Mutter dem Jungen dann eingeflößt hat. Nervig, trotzdem. Was interessiert mich das Problemgewälze? — Früher sangen sie von Liebe oder auch Herzschmerz, von Freiheit und Hoffnung. Das waren gute, erbauliche Themen, (in meinen Ohren).

      2.) Fast noch schlimmer als die Probleme: Sie haben sich so eine merkwürdige Art von „Sprechgesang” antrainiert, der da gerade „in” ist. Das ist kein Rap und auch kein echter Gesang; es liegt irgendwo dazwischen. Man hat dann immer den Eindruck: Es läuft Musik, und irgendeiner labert dann darüber, nach dem Motto: „Kommt mal her, ich erzähl’ euch einen Schwank aus der Jugend...” Das fällt mir persönlich ziemlich auf den Wecker. Mit einer schönen Melodie, eingängiger Musik, etc., könnte man notfalls sogar noch die Dauer-Problem-Bewältigung irgendwie ertragen. Aber Probleme PLUS Gelaber ... das ist (für meine Ohren) nix.

      Wie
      „Waladi waladi habibi ta’aleena” * San Remo gewinnen konnte ... keine Ahnung. Viele Italiener stehen nicht auf „den Ägypter” und haben ihn bereits böse angefeindet. (Aber, das hat nichts mit Musik zu tun.)

      So klingt sein Beitrag:



      Io da te non ho voluto soldi (ICH habe von DIR kein GELD gewollt)

      È difficile stare al mondo (Es ist schwer / hart, auf der Welt zu sein)
      Quando perdi l’orgoglio (Wenn man seinen Stolz verliert)
      Lasci casa in un giorno (Verläßt völlig überraschend das Haus)

      Tu dimmi se (Du, sag mir, ob)

      Volevi solo soldi soldi (du bloß Geld, Geld, Geld wolltest)
      Come se avessi avuto soldi (Als ob du jemals Geld besessen hättest / Als ob ich jemals Geld besessen hätte)

      Lasci la città ma nessuno lo sa (Du verläßt die Stadt, aber niemand weiß es)
      Ieri eri qua ora dove sei papà (Gestern warst du noch hier, und jetzt? Wo bist du jetzt, Papa?)
      Mi chiedi come va come va come va (Du fragst mich: Wie geht’s? Wie geht’s? Wie geht’s?)
      Sai già come va come va come va (Du weißt sehr genau, wie’s [mir] geht, wie’s [mir] geht)


      Gut, der Beat, die Rhythmik des Refrains ist nicht ohne. Aber ob das für den ESC genügen kann? Man wird sehen. So stehen die Wetten derzeit. Kann aber gut möglich sein, daß wir morgen auch eine Überraschung erleben werden.

      * arab.: „Mein Sohn, mein Sohn, Liebling/Schatz, komm mal her.”

      Dieser Beitrag wurde bereits 20 mal editiert, zuletzt von „Ascan von Bargen“ ()

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      Ascan von Bargen schrieb:

      Wie „Waladi waladi habibi ta’aleena” * San Remo gewinnen konnte ... keine Ahnung.


      San Remo geht ja über mehrere Tage. In der finalen Telefonabstimmung unter den letzten Drei hatte er auch am wenigsten Stimmen. Aber die Jurys haben ihn in der San-Remo-Woche massiv hochgewertet.

      Italien, Schweiz und Island sind derzeit meine Favoriten. Buchmacher-Favorit Niederlande dann knapp dahinter.
      "Was sagt man darüber, wie man Bücher schreibt? Man denkt sich etwas aus und zwingt sich, es aufzuschreiben."

      Ariadne Oliver, Poirot: Wiedersehen mit Mrs. Oliver

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      Die Spannung steigt. Nur noch wenige Stunden.

      Der Song des Niederländers ist gut und sehr gut, keine Frage. Und das Video wird ihm, gerade von der weiblichen Zuschauerschaft her, vieles an [Achtung: Wortspiel] „Po-sieh-tiefer” Aufmerksamkeit gebracht haben. Aber das ist sehr schwer zu sagen, wer am Ende das Rennen machen wird. Da spielt einmal die Stimmung vor Ort (Tel Aviv) mit rein. Da mag der orientalisch-halbägyptische Background ein Vorteil für Mahmood sein. (Nachteil: Sein hypnotisches „come va, come va, come va” und der krasse Baß-Beat im Refrain brauchen etwas Zeit, um ihre volle Wirkung zu entfalten.)

      Wichtig ist aber [latürnich] auch, wie die jeweilige Performance am Abend über die Bühne geht, PLUS: Wie die Stimmung weltweit an den TV-Schirmen rüberkommt.

      Nach dem Comedy-Hühnchen-Gegacker-Quatsch vom letzten Jahr dürfen sich ernsthaftere Titel in diesem Jahr Hoffnung machen.

      Musikalisch halte ich auch den Beitrag „Scream” aus Rußland für sehr stark. Er hat (für viele) nur einen Nachteil: Er kommt aus Rußland...

      Den Song der Schweiz kenne ich noch nicht, (glaube ich), und widerstehe jetzt auch der Versuchung, ihn mir vorher anzuhören. Aber ich lege mir heute abend was zu schreiben bereit, um mir Notizen zu machen und dann fair (nach meinem Geschmack) abzustimmen.
      ^^ Es wird auf jeden Fall sehr spannend, kurzweilig und unterhaltsam werden!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Ascan von Bargen“ ()

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