Warum hört ihr Kinderhörspiele?

      Warum hört ihr Kinderhörspiele?

      @Retro fragt in einem anderen Thread ganz zu Recht:

      ​ Mich wundert immer wieder, wieviele User hier "Kinderhörspiele" hören und sammeln.


      Dieser Frage würde ich gerne einen eigenen Thread widmen und würde mich über viele Antworten freuen. Warum hört ihr Kinderhörspiele?
      Grundsätzlich höre ich Kinderhörspiele weil sie mir Spaß machen und kurzweilig sind. Ein großer Punkt ist aber auch die Nostalgie. HSP die ich als Kind gehört habe, laufen heute noch gerne rauf und runter oder es sind Reihen mit denen ich aufgewachsen bin. In dieser schnelllebigen Zeit bekomme ich so einen Moment des Rückzuges und Entspannung. Ich greife aber selten zu aktuellen, neuen Serien, weil sie mir dann einfach nicht gefallen oder einfach zu sehr nach Kleinkind anhören. Ich bin ja der Meinung, dass Kinderhörspiele damals die kleinen Hörer für ernst genommen haben und im Gegensatz zu heute Geschichten erzählen könnten, die nicht nach pädagogischem Fingerzeig konstruiert wurden.
      Bei mir hat das auch hauptsächlich nostalgische Gründe. Bei den bekannten und gewohnten Kinderhörspielen kann ich wunderbar abschalten und nach einem stressigen Tag gut einschlafen.

      Aber auch tagsüber mag ich manchmal das etwas "leichtere" Hörspiel für zwischendurch. Es entspannt einfach, wenn man sich nicht immer auf eine komplexe Handlung konzentrieren muss. Gerne höre ich aber auch Reihen wie "Faust jr. ermittelt" oder "Fred", weil es auch Erwachsenen noch leicht Wissen vermittelt.

      Allerdings Hörspiele für die ganz kleinen höre ich dann auch nicht.
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      @Markus G. Das ist eine Hörspielreihe von ultramar-media.

      Fred ist ein kleiner Junge, der in unterschiedliche zeitliche Epochen reisen kann und dort spannende Abenteuer erlebt. Hier gibt es immer interessante Infos zu verschiedenen geschichtlichen Ereignissen.
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      @Chris2710 schrieb...
      Ich bin ja der Meinung, dass Kinderhörspiele damals die kleinen Hörer für ernst genommen haben und im Gegensatz zu heute Geschichten erzählen könnten, die nicht nach pädagogischem Fingerzeig konstruiert wurden.​

      Ein Punkt, der mich auch immer wieder stört, alles muß heute extrem „korrekt“ und „pädagogisch“ einwandfrei sein. Ich frage mich immer wieder, ob wir in diesem Punkt unsere Kinder nicht „überbehüten“ wollen?
      Ich höre ganz gerne zum Einschlafen Die drei ??? (Folge 1-39), da ich die auswendig kenne und wie Chris so schön schrieb, sie mit aktuellen Kinderproduktionen nicht vergleichbar sind. Hexe Schrumpeldei, Hui Buh, Jan Tenner, ... sammel ich eigentlich nur aus nostalgischen Beweggründen, nicht weil ich sie hören will.
      Spiel: I'm with stupid | Runde 5: Irgendwie Hörspiel | Mitspieler: Akita Takeo, Flori1981, HP. Göldner, Markus G., S.R.-Fan
      Zum Thema "Pädagogik in Kinderhörspielen"

      Chris2710 schrieb:

      Ich bin ja der Meinung, dass Kinderhörspiele damals die kleinen Hörer für ernst genommen haben und im Gegensatz zu heute Geschichten erzählen könnten, die nicht nach pädagogischem Fingerzeig konstruiert wurden.


      Hexe Schrumpeldei
      Kater Musch
      Meister Eder und sein Pumuckel

      Drei Gegenbeispiele, in denen, mal mehr und mal weniger, pädagogisiert wurde.

      Der Unterschied zu den heutigen Hörspielen ist aus meiner Sicht die Herangehensweise. Neben wir mal mein absolutes Hass-Beispiel Conni. Die mit der Scheiße im Haar.

      Conni ist an allem interessiert. Conni kann alles. Conni verhält sich immer richtig. Und wenn Conni mal ein Problem hat, wendet sie sich vertrauensvoll an ihre Bilderbuch-Eltern. So ist Conni das perfekte bildungsorientierte Vorbild mit dem ebenso perfekten Ernährungs-, Bewegungs- und Sozialverhalten.

      Conni wurde gefühlt von einem Team aus Pädagogen, Lehrern, Ernährungsberatern und Ärzten konzipiert.

      Meine oben angeführten Gegenbeispiele verzichten auf derartige Perfektion. Es wird eine Geschichte erzählt, in der die Stellvertreter der Kinder (Schrumpelmei, Musch und Pumuckel) lustigen Unsinn machen und dann aus ihrem Misserfolg mehr oder minder Lehren ziehen.

      Empfinde ich als viel sympathischer, als ein perfektes Vorbild vorgehalten zu bekommen, an dem man sich gefälligst zu orientieren hat.

      Gleichzeitig muss ich Chris zustimmen. Die früheren Kinderhörspiele haben Kindern mehr zugetraut. Die früheren Fünf Freunde sind ständig alleine losgezogen. Heute muss mindestens Tante Fanny mitkommen. Früher konnten Kinder Morsecode, ohne Eltern mit einem Tandem in die Ferien fahren oder ähnliches. Dinge, die nicht im Lehrplan stehen und die heute Erwachsenen vorbehalten sind.

      Daher mag ich auch Guitar Lea und Hexe Lilli, obwohl sie eindeutig modern sind. Die beiden Mädels ziehen eben alleine los und "erarbeiten" sich keine "Kompetenzen", sondern erleben Abenteuer.
      Warum höre ich Konderhörspiele? Vorweg habe ich festgestellt, dass die Zahl der Kinderhörspiele, die ich höre mit dem Alter stark abgenommen haben. Viele der Kinder- und Jugendserien schaffen es nicht bei der Stange zu halten. Ich höre zwar rein, verliere aber rasch Gefallen und Interesse daran.

      Jene Kinderhörspiele, die ich weiterhin höre oder wieder höre, sind Hörspiele, die ich einfach sehr gut finde und die mich groß unterhalten. Letztendlich ist für mich das Genre egal, denn die wirklich sehr guten Hörspiele gefallen mir und setzen sich bei mir durch. Auch wenn es vielleicht fürein junges Publikum konzipiert war.
      Und eine Vielzahl an Hörspiele höre ich weil sie mir schon als Kind sehr gut gefallen haben und weil sie mich in diese Zeit zurück versetzen.

      Meine Nostalgieklassiker bei Kinderhörspiele sind viele ???-Folgen unter den Nummern 50. Und Fünf
      Freunde unter Folge 20.

      Die neuen Kinderhörspiele sind Point Whitmark (weil schön Mystery), Guitar Lea (wunderbar frech und lehrreich), Elea Eluanda (R&B, einfach interessante und sympathische Charaktere), Das verdrehte Leben der Amelie (Europa, so sollte ein Hörspiel für 13-Jährige sein, frech und am Puls der Zeit) und Die Rosen (WinterZeit, spannende Mysterygeschichten).
      Ich höre sie hauptsächlich aus Nostalgie und weil man da gut abschalten und entspannen bei kann.
      Hier mag ich besonders Bibi Blocksberg und Benjamin Blümchen die ganz alten Folgen, Fünf Freunde 1-21, Scotland Yard,
      Pumuckl Folge 1-13, Die Brüder Löwenherz von Kurt Vethake, Ronja Räubertochter von Kurt Vethake, Pünktchen und Anton von Kurt Vethake,
      Emil und die drei Zwillinge, Das Wirtshaus im Spessart von Kurt Vethake, Ivanhoe von Kurt Vethake,
      Hanni und Nanni Folge 1-2 mit der alten Musik,Hexe Klavi Klack, Momo, 20.000 Meilen unter dem Meer (Europa), das Gespensterschiff (Europa)
      Pille Pulle und die Negerkußschrippe, Rumpelmuck der Poltergeist.
      Eine Mischung aus Nostalgie, Heile-Welt und Entspannung. Dabei kann ich persönlich sehr gut abschalten.

      Muss dazu sagen das ich bei Hörspielen streng nach dem Motto vorgehe: Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht, vorgehe.
      Neue Serien höre ich sehr ungerne und sehr selten, da gab es einige schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit.

      Gibt leider viele Serien die aufgelegt wurden und dann schnell wieder eingestellt worden sind und dann hat man im schlimmsten Fall
      einen Cliffhanger.

      Bei TKKG und den ??? hat man abgeschlossene Folgen, kennt die Protagonisten und weiß was man hat. Genauso wie Captain Blitz, Funk Füchse, Scotland Yard, etc.

      So long

      grifter
      "Wenn du es auf der Straße zu was bringen willst, dann bind dich auf keinen Fall an jemand, häng dich an nichts, was du nicht problemlos in 30 Sekunden wieder vergessen kannst wenn du merkst das dir der Boden zu heiß wird."

      Neil McCauley
      Geht mir ähnlich mit neuen Serien, vor allem wo noch keine Ende absehbar ist. Wenn eine Serie, die man durchlebt hat, plötzlich abgesetzt wird, dies finde ich immer extrem ärgerlich. Nicht nur, dass man das Ende der Geschichte nicht erfährt, im CD Regal steht die Serie auch noch unvollständig rum. Dies hat mich in der Vergangenheut sehr geärgert Daher setzte ich bei solchen Serien mittlerweile erst mal auf den Stream. Sollte sie der absolute Renner für mich werden, kann ich mir die CDs immer noch nachkaufen.
      So ziemlich alles an hier aufgeführten (Kinder)Hörspielen und ähnlichen höre ich NICHT- wohl auch, weil ich sie schon "damals" als Kind oder Jugendlicher nicht mochte.
      Insofern glaube ich gerne dass da ein großer Schuss Nostalgie dabei sein muss, um sowas auch als Erwachsener noch anhören zu können.

      Mich haben schon damals die ganzen superschlauen Besserwisser aka TKKG, ???, 5 Freunde usw einfach nur genervt, ich habe dazu keinen Zugang gefunden.
      Die Protagonisten waren in der Regel für mich genau die Art Mensch, mit denen ich auch privat nichts anfangen konnte- und kann.
      Und ich dachte immer niemand mag Klugscheisser und Besserwisser. :D

      Bei Sachen wie Hui Buh, Bibi Blocksberg, Benjamin Blümchen und ähnlichen, die hier auch öfter mal genannt werden, kann ich es persönlich schon gar nicht mehr nachvollziehen.
      Selbst als Kind waren mir diese Dinger schon zu kindisch- aber da tickt ja (zum Glück) jeder anders. ;)
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      Meine Hörspiel und Hörbuchsammlung

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      Ich habe meiner Frau verboten im Freundes- und Bekanntenkreis zu erwähnen, dass ich Hörspiele höre und sammel. Die mitleidigen Blicke, wenn es ganz still wurde, waren einfach zu beschämend, und jeder glaubte, dass ich mir Bibi Blocksberg und Benjamin Blümchen reinziehe :cursing: .
      Spiel: I'm with stupid | Runde 5: Irgendwie Hörspiel | Mitspieler: Akita Takeo, Flori1981, HP. Göldner, Markus G., S.R.-Fan

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      Wirklich jetzt?
      Ich glaube das Hauptproblem ist, dass viele immer noch Hörspiel automatisch mit Kinderhörspiel gleich setzen. Der Rest kennt nur Hörbücher. Wenn ich anderen Leuten von meiner Leidenschaft zum Hörspiel erzähle und was es da alles an tollen Titeln gibt, sind sie erst mal erstaunt. Ich denke dann immer, dass viele gar nicht wissen, was alles an neuen Hörspielen raus kommt, die meisten kennen halt nur die Kindertitel.
      Im Freundes und Bekanntenkreis muss ich mich zum Glück nicht verstellen, die wissen wie verrückt ich nach Hörspielen bin und auch schon mal den ein oder anderen Kindertitel anhöre. ^^
      Ist es nicht aber bei vielen Hobies so, dass es die anderen Leute einfach nicht verstehen?
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